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Leselupe.de > Ungereimtes
In Form gebracht
Eingestellt am 28. 06. 2011 13:00


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Walther
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In Form gebracht


Von einer Buchkante getroffen
Sagtest du gesammelte Weisheiten
Auf troch├Ąisch jambisch daktylisch

Die Griechen h├Ątten sich gekringelt
Und den Schierlingsbecher gefordert
Die R├Âmer ans Kreuz geschlagen

Genauestens ausgemessen das Ganze
Kleinlich geverst und verkatastropht
Damit das Klatschen schallen mag

Trompeten und Jericho verkappt
An der Guten Hoffnung den Esel
Zu Schanden geritten weil

Der Sattel zu gro├č scheint die Tempel
Blieben was sie waren und die
Tische legten aus was dort nicht

Hingeh├Ârte ein Treiben das H├Âlle
Versprach und nichts Bessres verhie├č
Die B├╝cher waren auch schon mal

Aus anderem Holz gebleicht der
Inhalt wei├č nichts kann nichts hat nichts
Aber in Form gebracht bringt er um

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 28. 06. 2011 13:00
Version vom 28. 06. 2011 14:18

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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hallo walther,
ich wei├č nicht genau worum es geht,
aber deine worte nehmen mich auf eine
bilderreise:
f├╝r mich ein "metagedicht"
ein gedicht ├╝bers dichten, schreiben und lesen.
und ├╝ber den blick der geschichte
auf uns heutige hinab.
w├Ąr ich ein grieche, w├╝rd ich`s kynisch nennen.

besonders angetan haben es mir
die ersten beiden "katas-strophen".
bleibt die griechische frage:
wie schimpft man in hexametern?

wenn ich all das richtig deute,
liegt es thematisch nahe bei meinem,
im experimentellen geposteten, "geraune".

aber ich bin mir nicht sicher...

lg
ralf
__________________
RL

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Lb. Ralph,

man kann diese ├ťbung in W├Ârtern auch selbstkritisch sehen, wenn man das aus der Sicht des Autors betrachtet. Denn in der Tat ist, wenn es um Form geht, es schon so, da├č dieser diese dann heftig verteidigt.

Zuviel Form kann jedoch "umbringen". Besonders dann, wenn Form mit Ordnung gleichgesetzt und gegen die Freiheit gerichtet wird. Beides ben├Âtigt also das Spannungsfeld zwischen diesen Polen, die zugleich vorhanden sein (und immer wieder gegeneinander austariert werden) m├╝ssen, damit Gutes entstehen kann (aber nicht mu├č).

Dies mu├č als Interpretationshilfe gen├╝gen, denn sonst ist der Reiz des Texts perd├╝.

Danke f├╝r Deine tiefgr├╝ndigen Gedanken. Sie haben mich sehr gefreut.

LG W.

Liebe Marlene,

B├╝cher k├Ânnen beides sein, Sinn stiftend und zerst├Ârend.

Danke f├╝r Deine (Be-)Wertung und Deinen Kommentar!

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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