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Leselupe.de > Humor und Satire
In der Hölle
Eingestellt am 13. 02. 2012 17:49


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DocSchneider
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Arbeitsbeginn 7 Uhr 30. S. ist wie immer als erste da, feilt sich ihre ohnehin schon perfekten Nägel nach und trinkt grünen Tee, um ja kein Gramm zuzunehmen. S. sieht gut aus. Sie ist zwar strohdoof, aber ihre C-Oberweite macht das wieder wett.

Kollegin R. wird sich wieder heute erfolglos an S. heranhungern und weiter auf den Mann hoffen, der auf Pfunde steht. Sie weiß nicht, dass sie für Kollegen L. die Erfüllung aller Wünsche wäre, sofern er keine Ehefrau hätte.

M. erscheint, isst Butterbrote und wischt seinen fettigen Finger am Telefonhörer ab, den er an sein Pickelgesicht presst. Weiß genau, wer als erster um 7.30 Uhr anruft und nervt und begrüßt denjenigen mit Namen, bevor er sich melden kann. Anschließend lästert er über den Anrufer ab.

K. taucht auf, schokoladenbraun aus Tunesien zurückgekehrt, schwenkt eine Sektflasche und Pappbecher, verkündet, sich im Urlaub verlobt zu haben, worauf jetzt angestoßen werden müsse. Bis 9 Uhr bleibt dafür Zeit, denn dann kommt der Chef, aber es gibt immer eine Vorwarnung der Telefonistin.

W. schneit herein, taxiert alle anwesenden Damen, sagt nichts, schält sich aber demonstrativ langsam eine Banane. Was er noch nicht weiß: Heute ist sein letzter Arbeitstag. Morgen wird eine Mitteilung am schwarzen Brett hängen, dass er wegen Ausplaudern von Geschäftsgeheimnissen gefeuert wurde.

J. kommt, der einzig Freundliche, hat für jeden ein gutes Wort und entschwindet ohne Sekt pflichtbewusst. Ebenso wie Z., der mürrisch Guten Morgen sagt und samt Grützbeutel das Weite sucht.

Der sogenannte Neger ergattert auch einen Becher mit Sekt, er ist ein Ferienjobber, der deshalb hier arbeiten darf, weil sein Vater ein hohes Tier bei der Firma ist, die die meisten Aufträge erteilt. Neger deshalb, weil er jedes Jahr urlaubsgebräunt den Job antritt. Niemand mag ihn.

Die Stimmung wird durch den Sekt immer besser. K. erzählt Urlaubsanekdoten, die sich ausschließlich um ihren tumben Verlobten drehen. Vielleicht heiratet sie ihn ja doch nicht. Plötzlich tänzelt P. herein - wie immer zu spät. Sie sieht aus wie das blühende Leben. Das liegt an D., der zehn Minuten später auftaucht. Zusammen kommen sie nie, nur im Bett. Alle tun so, als wissen sie nichts davon.

Über allen hängt ein Briefumschlag mit der Aufschrift "Das ist ein Standardbrief!" Ja, der Seniorchef ist gründlich. Jeder soll das mitbekommen, das mit den Standardbrief. Und aufgeschlitzte Umschläge bitte als Notizzettel benutzen. Wir haben es ja nicht vom Ausgeben!

Irgendwann kommt die Warnung: Chef im Anmarsch! Alle beginnen zu arbeiten. In der Hölle. Was bleibt ihnen auch anderes übrig.

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