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Leselupe.de > Kurzgeschichten
In der U-Bahn
Eingestellt am 25. 02. 2002 23:03


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Anamida
???
Registriert: Jan 2002

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In der U-Bahn

Die U-Bahn ist ĂŒberfĂŒllt, heiß und stickig, ich stehe eingeengt an der Wand nahe den TĂŒren. Die Luft steht und ich bekomme kaum noch Luft, so daß meine Knie schwach werden und ich mir vorstelle wie mein gutgebauter GegenĂŒber mich durch eine BerĂŒhrung zu dieser Empfindung brachte. Mein Verstand fiebert wie der eines verdurstenden in der WĂŒste. Ich stelle mir vor, wie seine Hand sich völlig schwerelos auf meinen Po legt und mich besitzergreifend an sich zieht, seinen Kopf so dicht vor dem meinen plaziert, das seine dunklen sanften Augen mein ganzes Blickfeld einnehmen. Sein mĂ€nnlichherber Geruch steigt mir in die Nase und erregt mich auf subtiler Art. Sein heißer Atem, der meinen nackten Hals streift, bildet Kondenstropfen, die langsam in meinem Ausschnitt fließen.
Die Zeit war verschwunden, der Raum löste sich auf und ich wurde durchdrungen von intensiven mich ĂŒberrollenden GefĂŒhlen. Seine zweite Hand fand die kleine Öffnung zwischen Hose und Oberteil und schob sich ganz langsam, meine weiche Haut genießend, zu meinen BrĂŒsten hoch und knetete sie sanft. Mein Atem geht schneller, auf meiner Haut bilden sich Schauer der Lust. Seine vollen Lippen streifen die meinen und mein Willen schmilzt dahin wie ein Schneemann im Hochsommer.
Ich werfe meinen Kopf in den Nacken, biete ihm meinen ungeschĂŒtzten Hals dar. Seine HĂ€nde liebkosen meine BrĂŒste, sein Körper preßt sich an den meinen. Ich greife nach seinen Hintern und beiße in wild in den Hals. Der Schweiß rinnt mir in BĂ€chen herab, ich stöhne.
Da spĂŒre ich kĂŒhle Luft in meinem Gesicht und eine trockene, gebrochene Stimme fragt besorgt: “Geht es ihnen nicht gut?“
Desorientiert schaue ich in ein kleines vollbĂ€rtiges Gesicht, das mich besorgt ansieht. Ein gestammeltes „Ja“ war alles, was ich rausbrachte. Der Zug fĂ€hrt in den Bahnhof ein und rettet mich vor weiteren Peinlichkeiten.
Die TĂŒr öffnet sich und spuckt seine Innerein aus. Beim rausdrĂ€ngeln steigt mir ein mĂ€nnlichherber Geruch in die Nase und ich drehe meinen Kopf suchend in die vermeidlich herkommende Richtung. Zwei eilende Gestalten vor mir sehe ich eine schwarze, gewellte lange MĂ€hne, die ungezĂ€hmt auf einem breiten Kreuz ruht. Als spĂŒrte der Besitzer meinen sehnsĂŒchtigen Blick, dreht er sein Gesicht in meine Richtung und weiche braune Augen schauen mich an.
Ich bin so verwirrt und mir schwindelte, so das ich stehen bleib, um nicht umzukippen. Mein Herz macht einen Sprung, als er auf mich zukommt. Ich fange an zu zittern. Zielstrebig nimmt er mich beim Arm und fĂŒhrt mich zu der nĂ€chsten Bank, auf die er mich sanft niederdrĂŒckt. Er nötigt mich hilfsbereit, einen Schluck von seinem Wasser zu trinken.
WĂ€hrend dem trinken hatte ich die Gelegenheit ihn nĂ€her zu betrachten. LeichtfĂŒĂŸig kniete ein großer junger Mann um die Zwanzig, in legerer Kleidung vor meinen noch etwas schwachen Knien. Seine blasse Haut betonte seine sanften Augen, die feine Nase und den sinnlichen Mund. Seine große Hand streicht mir eine StrĂ€hne aus dem Gesicht.
„Geht es dir besser?“, fragt er mich jetzt.
Ich nicke, „Ja.“, und schenke ihm ein LĂ€cheln. „Danke fĂŒr deine liebe Hilfe.“, fĂŒge ich noch hinzu.
„Habe ich doch gern gemacht.“, erwidert er.
„Schaffst du es jetzt alleine?“, fragt er sanft.
„Ich denke ja“, bringe ich ihm entgegen.
„Ok, dann wird ich dich jetzt ma alleine lassen, meine Freundin wartet auf mich.“, erklĂ€rt er mir.
Er dreht sich um und verschwindet in dem Pulk zum Ausgang hinstrebenden Menschen. EnttÀuscht schaue ich noch lange in diese Richtung bis auch ich in der anonymen Masse verschwinde.




p.s.: es war sehr schwer fĂŒr mich im GEGENWARTSSTIL zu schreiben und nich stĂ€ndig in die vergangenheit anzudriffen.
__________________
Gesten der Liebe oder der Freundschaft sind nicht mit Geld aufzuwiegen.
by Mich

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Warlock
Hobbydichter
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Du wirst es NIEMALS erleben, daß Atem auf der Haut kondensiert, schon gar nicht so, daß sich Tropfen bilden.

Ansonsten, excuse me, wenn ich so direkt bin, finde ich das Gehabe dieser notgeilen Frau (?) in der Bhn ziemlich platt und dahergeholt. Du hast schon besseres gebracht.

W.

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Gagamello
Hobbydichter
Registriert: Feb 2002

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hallo

..interessant zu erfahren, welche Emotionen eine dicht gedrĂ€ngte Menschenmenge in manchen erzeugt.. ich habe da eher den Geruch nach Schweiß, billigen Parfums und Knoblauch in Erinnerung...
mfg
achim
__________________
Des Menschen VerhÀngniss ist,
dass er vergisst

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Anamida
???
Registriert: Jan 2002

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allo warlock,
sag, warum ist eine frau gleich notgeil, nur weil sie gedanken an sex hat?! wie nannt man das gleiche bei einem mann?!!!!
die fantasie kann halt ma mit einem durchgehen (wegen die kondenztropfen), besonders wenn man in einer ĂŒberfĂŒllten, stickigen u-bahn is.
ansonsten dachte ich mir schon, das die geschichte nich so der hammer is. dachte aba, es sei wegen dem gegenwartsstil. hmm naja
lg
yasmin

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