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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Inselträume
Eingestellt am 06. 02. 2002 01:45


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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

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Simone räkelte sich in der Sonne. Sie genoss den warmen Sand, den salzigen Wind und die Ruhe.
- Sie erinnerte sich noch gut daran, wie sie überstürzt ihr Wohnung und die Stadt verlassen hatte. Sie hatte sich ganz furchtbar mit ihrem Freund gezofft. Er war sogar schon soweit gegangen, das er sie fast geschlagen hätte. Simone erinnerte sich noch gut daran, wie er herumgeschrieen, getobt hatte. Sie wusste nicht mehr warum sie sich eigentlich gestritten hatten aber das war auch egal, denn Simone hatte sich dann sofort aus dem Staube gemacht. Vorher hatte sie ihn aus ihrer Wohnung geschmissen, dann hatte sie ihre wichtigsten Sachen in eine Sporttasche gesteckt und ist mit ihrem Geld – was sie noch hatte – in den nächsten Flieger gen Süden gestiegen.
Jetzt lag sie mit ihrem hübschen Bikini, auf einem bunten, aber viel zu kleinen Handtuch und saugte die warmen Sonnenstrahlen in sich auf.

Sie hatte sich schon gut eingelebt. Ihre Hütte war eine kleine Ruheoase geworden. Es war ein schönes Gefühl, eine Tür zu haben, die nicht mit einem Schlüssel versehen war, denn hier auf dieser Insel war alles so Familiär. Nach schon einer Woche kannte sie jeden hier. Hatte sich mit einigen Kellnern und Animateuren angefreundet und war gern gesehener Gast der örtlich Bar. Simone hatte schon mit dem Gedanken gespielt, länger hier zubleiben. Sie könnte sich ja einfach einen Job suchen; dann könnte sie so lange wie sie mochte hier bleiben. Und ihre Wohnung würde sie als Ferienwohnung halten. Simone musste lächeln bei diesen Gedanken. Hauptsache sie musste jetzt nicht mit ihrem Freund alles ausdiskutieren. Sie hatte keine Lust auf zeitintensive Beziehungen, sie wollte nur die Ruhe und das unkomplizierte Leben genießen, was sie ja auch nun tat.

Die Zeit verging und Gäste kamen und gingen, nur Simone blieb. Sie half manchmal sogar in der Bar aus. Räumte Tische ab oder half dem Besitzer beim aufräumen.
Sie saß ziemlich oft in der Bar, denn da ging es immer sehr lustig zu.
Eines Abends kam eine Einheimische in die Bar und setzte sich neben Simone auf den Hocker. Sie bestellte sich ein Longdrink und fing an sich mit dem Besitzer zu unterhalten. Simone betrachtete das Mädchen von der Seite.
Sie hatte lange, ebenholzdunkle Haare, die locker auf ihre Schultern fielen. Ihr Gesicht war rund und kaffeebraun. Ihre Augen waren allerdings faszinierender alles andere. Sie funkelten, als ob sie aus ihrem tiefsten Innern heraus leuchten würden. Das Mädchen bemerkte Simones Blick und sah sie unverwandt an. Simone hatte das Gefühl, das sie durch sie hindurch sehen konnte. Als ob das Mädchen nur mit einem einzigen Blick, alles über Simone wusste.
Simone war sprachlos von dieser schlichten Schönheit. Sie konnte nur noch starren. Sie wusste das sie das Mädchen anstarrte, konnte aber den Blick nicht von ihr lassen. Das Mädchen schien nicht abgeneigt von diesen Blicken.
Simone schätzte das sie von vielen Männern angesprochen und viele Männerblicke auf ihr lagen, doch von einer Frau sollte doch etwas anderes sein.
Plötzlich drehte sich das Mädchen zu ihr um, stand auf und rückte ihren Hocker näher zu Simone um dann wieder Platz zu nehmen. Sie sah Simone an, als warte sie ab, dann aber beugte sie sich vor – und Simone roch eine Mischung aus Maracuja, Erdbeere und Zitronengras – und sprach mit einer, leicht rauchigen aber sehr sinnigen Stimme:




<< Hallo, ich kenne dich. >>
<< Ich weiß nicht ob du mich kennst, ich habe dich noch nie gesehen, und ich bin schon ziemlich oft hier gewesen, >> sagte Simone.
<< Jetzt weiß ich woher ich dich kenne, du bist die einzige Touristin die sich hier schon 3 Wochen aufhält, aber immer alleine an der Bar sitzt, >> hauchte die schöne Fremde in Simones Ohr.
Sie hatte recht, Simone kannte zwar viele Angestellte des Clubs und sie unterhielt sich immer mit dem Chef der Bar, war aber immer alleine – vor allem schlief sie immer alleine. Dann dachte Simone wieder daran, dass sie vorerst nichts mehr mit Männern am Hut hatte. Sie hatte bis jetzt die Männerlose Zeit sehr genossen.
<< Ich bin gerne alleine, >> sagte Simone entschuldigend, lächelte aber ein bisschen säuerlich. Das Mädchen bemerkte. Sie nickte nur, dann sagte sie:
<< Für heute bist du nicht mehr allein. >>
Simone sah das Mädchen an, die sie nur ganz normal – fast ohne Gefühlsregung – ansah. Doch während sie da saßen, fühlte Simone ein Streicheln. Sie hatte das Gefühl, das Mädchen würde mit ihrem Blick ihre Seele streicheln.
<< Wie heißt du? >> fragte Simone fast stotternd.
<< Du kannst Meri zu mir sagen. >>
<< Darf ich dich etwas fragen, Meri? >>
Meri sah Simone fragend aber auch fordernd an, sagte aber kein Wort.
<< Eben, >> fing Simone vorsichtig an, << als ich dich so beobachtet habe, hast du dich nicht gewundert, das dich eine Frau so anstarrt? >>
Meri antwortete nicht sofort. Simone hatte sowieso das Gefühl, das sie sehr vorsichtig damit war, was sie sagte.
<< Ich habe deine Blicke genossen. >> Sagte Meri und lächelte nur.
Simone war irritiert. Sie wusste nie genau was Meri gerade dachte, sie sagte so wenig und beobachtete Simone immer, als würde sie von ihr eine Reaktion erwarten.
<< Es ist schön von einer Frau so angesehen zu werden, >> fügte Meri noch hinzu.
<< So, wie ich dich angestarrt habe, habe ich vorher noch nie jemanden angesehen, vor allem nicht eine Frau, >> sagte Simone immer noch irritiert, fügte dann aber noch hinzu, um auch keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:
<< Ich dachte schon, ich wäre zur Lesbierin geworden. >> Nachdem sie es gesagt hatte tat es ihr schon wieder leid, denn sie wusste ja nicht, ob Meri vielleicht... aber nein, bestimmt nicht.
Doch Meri sah sie nur an. Durchstach ihre Netzhaut und drang wieder tief in ihre Seele ein. Plötzlich hatte Simone das große Verlangen sich entschuldigen zu müssen. Dann konnte sie nicht anders.
<< Ich hoffe, ich habe dich damit nicht irgendwie verletzt? ! >>
<< Ich finde es sehr erotisch von einer Frau gemustert zu werden. >> sagte Meri nur, dann sagte sie noch mit einem faszinierenden Lächeln auf den Lippen:
<< Da weißt du nie was sie denkt, bis ich sie anspreche. Meistens entschuldigen sie sich dann dafür, das ihre Fantasie mit ihnen durchgegangen ist. >>
Meri erwähnte nicht Simones Namen trotzdem kam sie sich vor, als wäre sie beim Äpfelklauen erwischt worden.
<< Ich weiß nicht ob es mir peinlich ist oder ob ich ganz in den Gedanken aufgehen soll, wenn ich eine Frau betrachte oder beobachte. >>
<< Ich würde es genießen, denn es sind deine Gedanken, die du ja niemanden erzählen musst, >> erklärte Meri und berührte Simones Oberschenkel.
Simone durchfuhr ein warmer Schauer bei der Berührung; Meris Hand war warm und weich. Was denke ich nur, was ist mit mir, was tut dieses Mädchen mit mir? Dann dachte sie nicht mehr nach, sie ließ sich fallen – völlig. Sie wollte nicht mehr daran denken, sie dachte sowieso zu viel nach. Sie genoss die Anwesenheit von Meri, ihren Duft, den sie bei jeder Bewegung verbreitete, sie ergötzte sich an den tief dunklen Augen und der sanften, rauchigen Stimme. Was sollte schon passieren?

Der Abend verstrich.
Sie unterhielten sich, eigentlich redete Simone mehr, als Meri antworten konnte. Doch Simone fühlte sich wohl und das war das wichtigste für sie. Meri berührte sie mehr kein einziges mal.
Als Simone dann sehr müde wurde, was auch von dem Alkohol kam den sie getrunken hatte. Doch sie wollte noch nicht gehen. Aber auch Meri stand auf und zeigte ihr an das sie jetzt gehen wolle. Sie verabschiedeten sich. Meri streichte kurz über Simones Arm, lächelte und verließ sie. Es wurde kein Wort gesagt. Simone wollte noch sagen, das sie sich sehr wohl gefühlt hatte oder das sie Meri gern wiedersehen würde, aber sie kam nicht dazu. Meri verschwand im Dunkel der Strasse.
Simone wanderte den gewohnten Weg zurück zu ihrer Hütte. Sie wusste nicht genau was sie von dem Abend halten sollte. Sie war verwirrt.
Sie lag auf dem Bett, die dünne Decke lag locker über ihrem nackten Körper – früher hätte sie nie nackt geschlafen, aber hier war es etwas anderes. Hier war es heiß und schwül, sie hätte nur geschwitzt. Außerdem genoss sie die Freizügigkeit. -
Sie starrte an die Decke und sah wieder das runde Gesicht von Meri, hörte ihre Stimme und fühlte ihre Augen in ihren. Ganz langsam schlief sie ein.

Mitten in der Nacht roch sie eine Mischung aus Maracuja und Erdbeere, fühlte etwas warmes neben sich liegen. Sie drehte sich um und erkannte Meri neben sich. Meris Haare lagen auf Simones Schultern und sie hatte eine Hand auf Simones Arm gelegt. Dann fing die Hand an, Simone leicht zu streicheln. Sie war sehr zärtlich, fast schüchtern. Dann berührten Meris Finger die Brust von Simone und zeichneten die weichen Formen nach. Simone wurde schwindelig, alles drehte sich, bis das Karussell zum Stillstand kam, zentrierte sich alles auf Meri und ihre Hände, die sie überall streichelten.
Meri legte sich noch näher an Simone heran. Die beiden Körper berührten sich, aber Simone fühlte nur Meri, roch die Maracuja und das Ebenholz.
Jetzt dachte sie nicht mehr, ließ es einfach geschehen, fühlte nur noch. Meri legte ihre Hand auf Simones Scham, bewegte ihre Finger, wellenförmig, bis sie Simones tiefes Ausatmen hörte. Sie liebkoste die harten Knospen oder züngelten in Simones Armbeuge. Simone zählte die Orgasmen nicht, sie hatte das Gefühl es wäre ein einziger, langer der sie erfüllte.
Meri berührte mit ihren Lippen die von Simone. Sie spürte die weiche Zunge, die behutsam, tänzelnd mit ihrer zu tanzen schien.

Meri blieb die ganze Nacht und verschwand wie sie gekommen war, lautlos.






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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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ja Lars

Ich würde empfehlen, das Ganze noch einmal zu überarbeiten,
es taucht zu häufig das Wort Simone auf, dafür könnte man auch "sie" einsetzen.

Mit freundlichem Gruß
anemone

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fiomi
Guest
Registriert: Not Yet

hallo lars,

finde deine geschichte wirklich erotisch (ich
fühlte es!). finde lediglich das ende zu abrupt. das
lautlose verschwinden ist nachvollziehbar, aber nicht von
einer zeile auf die nächste. den ausdruck 'sinnige stimme'
kenne ich nicht, meinst du vielleicht sinnlich? auch
anemones einwand kann ich unterstreichen. generell glaube
ich, das aus weiblicher sicht die zahl der orgasmen völlig
egal ist ;-)

wenn auch nicht neu, eine gelungene erotische geschichte
findet fiomi

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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

Werke: 35
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Grüß Dich anemone

Du hast schon recht, nur ich wollte so schnell wie möglich diese Geschichte bringen, um zu erfahren was andere davon halten und so konnte ich diese Geschichte nicht richtig überarbeiten.
Aber Danke
Gruß Lars
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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

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Hallo fiomi

Danke für das Lob und ja es sollte sinnlich heißen, ich hatte schlicht zu wenig Zeit die Geschichte durch zu sehen (s.o.)
Aber Danke auch Dir
Gruß Lars
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