Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92200
Momentan online:
420 Gäste und 17 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Inserat
Eingestellt am 07. 02. 2004 00:04


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
arle
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2004

Werke: 33
Kommentare: 410
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um arle eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Deine Faulheit stinkt zum Himmel, sagt er. In deinen Teenager-Klamotten siehst du l├Ącherlich aus, sagt er. Du verheimlichst mir etwas, sagt er. Du isst zu wenig, du schl├Ąfst zu viel, du isst zu viel, du schl├Ąfst zu wenig. Geh endlich mal zum Friseur. Die Frau neben mir muss strahlen, sagt er, nach der m├╝ssen sich die Leute umdrehen. Du und deine bescheuerten intellektuellen Freunde, sagt er. Ich bin ma├člos entt├Ąuscht, sagt er. Du und dein l├Ącherlicher Beruf, sagt er. ├ťberleg dir gut, was du tust, Madame, sagt er, sonst passiert was. Mich bist du los, ich ziehe aus, sagt er. Warum willst du wissen, wann ich ausziehe, fragt er, da wartet wohl schon der N├Ąchste? Deine Kinder will ich an Weihnachten nicht hier sehen! Ich ersticke, du machst mich krank, sagt er, alle Beziehungen bisher waren besser als diese. Du gehst mir so auf die Nerven mit deiner Hobby-Psychologie. Ich bin kein Sauberkeitsfanatiker, sagt er, aber ein bisschen Ordnung sollte schon sein. Warum bist du im Bett so passiv, fragt er. Ich kann dein Geflenne nicht mehr h├Âren, sagt er. Ich lass mich doch von dir nicht zum Trottel machen, sagt er. Hast du mich jetzt genug verh├Ârt, fragt er, darf ich jetzt gehen?

Ich habe noch nie jemanden so geliebt, hat er gesagt. Du wirst meine Frau, hat er gesagt. Ich war noch niemals eifers├╝chtig, hat er gesagt. Du bist die Sch├Ânste, hat er gesagt, die Kl├╝gste, die Einzige, die, mit der ich leben will. Dein Beruf fasziniert mich. Du bist die Frau, hat er gesagt, die meine Hand halten soll, wenn ich die Augen f├╝r immer schlie├če. Wenn wir erst zusammen leben, hat er gesagt, dann wird alles besser. Wir bauen uns ein Nest, hat er gesagt. In einem, in f├╝nf, in zehn Jahren, hat er gesagt, machen wir dies, machen wir jenes. F├╝r immer, hat er gesagt. Ich habe noch niemals auf diese Weise mit einer Frau geschlafen, hat er gesagt. Ich liebe dich ich liebe dich ich liebe dich, hat er gesagt. Du machst mich stark und selbstbewusst, hat er gesagt. Dieses Haus wird ein offenes Haus, hat er gesagt, die T├╝r steht offen f├╝r alle Menschen, die du liebst. Komm zu mir, hat er gefleht, bitte, komm schnell zu mir! Ich kann nicht leben ohne dich....

<<Frau, Ende Vierzig, ganz neu und fremd in dieser Stadt, sucht netten schwulen Mitbewohner passenden Alters f├╝r gro├če, frisch renovierte Altbauwohnung....>>

__________________
Am j├╝ngsten Tag, wenn die Posaunen schallen und alles aus ist mit dem Erdeleben, sind wir verpflichtet, Rechenschaft zu geben von jedem Wort, das unn├╝tz uns entfallen. - J.W. Goethe -

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


gakko-
Hobbydichter
Registriert: Jan 2004

Werke: 0
Kommentare: 11
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gakko- eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
ich hab zwar keine Ahnung...

...aber ich find's echt gut, es spricht mich an!

Gru├č
Robert

Bearbeiten/Löschen    


arle
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2004

Werke: 33
Kommentare: 410
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um arle eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Vielen Dank!

Danke, Robert, f├╝r die freundliche Kritik...
Ich bin total neu in der Leselupe und noch sehr unsicher, was man zeigen kann und was nicht; also auch "ohne Ahnung". Da tut so eine Ermutigung sehr gut.

__________________
Am j├╝ngsten Tag, wenn die Posaunen schallen und alles aus ist mit dem Erdeleben, sind wir verpflichtet, Rechenschaft zu geben von jedem Wort, das unn├╝tz uns entfallen. - J.W. Goethe -

Bearbeiten/Löschen    


heike von glockenklang
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 207
Kommentare: 2337
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um heike von glockenklang eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
hallo arle,

sehr anr├╝hrig geschrieben, es zieht mich fast mit in die tiefe.gut dein schlu├č der sagt mir langts ichmachwas anderes. gru├č heike
__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, k├╝hle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

Bearbeiten/Löschen    


GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
Kommentare: 1405
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um GabiSils eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo arle,

ich finde den Text gut; wo, glaubst du, sollte man etwas ├Ąndern? Wenn du noch einige Kleinigkeiten bereinigst (Irgendwo fehlt ein Punkt; das "ganz" bei der frisch renovierten Wohnung w├╝rde ich streichen), kann der Text in ein Prosaforum.

Gru├č,
Gabi

Bearbeiten/Löschen    


arle
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2004

Werke: 33
Kommentare: 410
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um arle eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Danke, Gabi!

Sehr ermutigende Antworten f├╝r eine newcomerin....
Die Fehler habe ich auch gleich bemerkt, aber nicht gewusst, wie ich sie noch ├Ąndern soll. )c: Mittlerweile wei├č ich's und werde deine Worte beherzigen.
In welches Forum, meinst du, k├Ânnte man den Text verschieben?

__________________
Am j├╝ngsten Tag, wenn die Posaunen schallen und alles aus ist mit dem Erdeleben, sind wir verpflichtet, Rechenschaft zu geben von jedem Wort, das unn├╝tz uns entfallen. - J.W. Goethe -

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!