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Leselupe.de > Kurzprosa
Insich (gelöscht)
Eingestellt am 30. 07. 2010 15:01


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Marius Höff
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Ralf Langer
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hallo marius,

ein stück über autismus würde ich sagen.
schweres brot

für meinen geschmack kommt es zu essayistisch daher.
der erzähler erklärt viel und zeigt wenig.
mir fehlen für prosa die handelnden personen.

nichtdestotrotz liest es sich flüssig.
aber die personen bleiben staffage ich konnte nicht mitfühlen.

vielleicht solltest du einen perspektivwechsel in betracht ziehen und den auktorialen erzähler durch die mutter oder den sohn ersetzen

lg
ralf

P.S.
herzlich willkommen in der grünen leselupenwelt
__________________
RL

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Marius Höff
Hobbydichter
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hallo ralf,

ich bin, wie du bemerkt hast, noch neu hier. ich bin aber auch neu im verfassen und veröffentlichen generell. also habe ich einfach mal angefangen und bin natürlich nun sehr dankbar über jede art von kritik, damit ich weiß, in welche richtung ich arbeiten muss.

quote:
ein stück über autismus würde ich sagen.
schweres brot

da beim autismus zum großen teil die soziale integration, empathie und allgemein die kommunikation mit der umwelt gestört sind, ist es paradox, sich von einem autisten beschreiben zu lassen, wie er die welt sieht. natürlich gibt es rein technisch gesehen auch bei schweren fällen möglichkeiten für das mitteilen von gedanken, z.B. mithilfe eines computers. aber eine durch einen "normalen" menschen interpretierte beschreibung kann weder richtig noch falsch sein, da die grundlage, eben jene sicht auf die welt, eine ganz andere ist. ich habe das ganze mit "sie würden es mit ihren Maßstäben messen" auch innerhalb der erzählung angedeutet.

das schildern dieser sicht in einer geschichte läuft der idee zuwider, dass man eigentlich möchte, dass der leser mitfühlt: je besser ich es schaffe, die für uns fremde sicht darzustellen, desto mehr muss ich wohl den leser verlieren. um das elegant zu lösen, fehlt es mir schlichtweg noch an erfahrung.

letztendlich führt die problematik auch dazu, dass jede beschreibung fiktion sein muss - ich kann schließlich nicht wissen, wie es wirklich ist. daher hatte ich beschlossen, es offen zu lassen, es könnte jede psychische erkrankung sein - natürlich werden die meisten an autismus denken und das ist schon ok.

quote:
für meinen geschmack kommt es zu essayistisch daher.
der erzähler erklärt viel und zeigt wenig.
mir fehlen für prosa die handelnden personen.

ich habe mich mit dem einsortieren auch schwer getan. völlig frei in der luft schwebender text ist es ja auch nicht, alle erzählungen passieren in der zeitlichen abfolge, in der man es auch liest und es gibt "handelnde personen", auch wenn diese tatsächlich wenig tun.

quote:
nichtdestotrotz liest es sich flüssig.
aber die personen bleiben staffage ich konnte nicht mitfühlen.

danke, das freut mich, hier war ich mir nicht so sicher. zum thema mitfühlen hatte ich ja schon etwas geschrieben.

quote:
vielleicht solltest du einen perspektivwechsel in betracht ziehen und den auktorialen erzähler durch die mutter oder den sohn ersetzen

eigentlich ist es eher eine personale erzählung mit dem sohn als reflektorfigur.
da ich seine ihm eigene welt beschreibe, könnte ich höchstens noch eine ich-erzählung daraus machen - das würde es eventuell auch dem leser erleichtern, sich hineinzuversetzen?

mein hauptanliegen war eigentlich, darzustellen, dass beide welten die andere nicht verstehen können, ihre aber für die "richtige" halten und die jeweils andere hinter einer mauer sehen. "unsere" welt ist ja schon bekannt und bedurfte keiner näheren beschreibung, daher wird nur "seine" sicht ausführlicher dargestellt.

jetzt wo ich deinen kommentar lese, fürchte ich grad, der übergang ist schief gegangen, und man merkt gar nicht, dass der sohn, der am ende herausgeschoben wird, der ist, dessen gedanken am anfang dargestellt wurden. ist das so?

na ja, ich bin wohl erwartungsgemäß gescheitert, nachdem ich für den anfang direkt einen recht schwierigen text gewählt habe. aber es kann ja nur besser werden ;-)

vg marius

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Ralf Langer
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hallo marius,
du erklärst " wunderbar" in eigenen worten was ich mit schweres brot meinte.
deshalb traute ich mich auch nicht an ein solches thema heran.
die gefahr grandios zu scheitern wäre mir zu groß.

zweidrittel deines textes sind essayistisch.
( im wahrsten sinne dieses wortes: essay= versuch)
und der ist auch gelungen.
aber so wie wir nicht in die innenwelt der autisten gelangen
gelangt dein text nicht in meine gefühlswelt.
das ist nicht weiter schlimm.
es ist nur meine meinung. und hier in der leselupe sind viele vetreten.
du solltest auf jedenfall abwarten, ob sich nicht noch jemand meldet.

allerdings könntest du durch kleine umstellungen dem leser klar machen wer spricht und denkt:

schreib doch an der einen oder anderen stelle "dachte er",
dann wird klar das nicht der erzähler interpretiert, sondern der autist denkt.

ich glaube es würde auch helfen wenn du mit einer direkten szene anfingst. hier böte sich der letzte absatz an:
z.b.

Sie wischte ihrem Sohn liebevoll etwas Speichel vom Mund,gerade als eine Arzthelferin ihren Namen aufrief.
" So, mein Junge", sagte sie, "jetzt sind wir an der Reihe."
Sein Blick blieb leer.
Nein vielleicht nicht wirklich leer, uninterpretierbar eher.
Und so suchte sie hinter diesem Schleier nach etwas, das sie erkennen lies, das der Geist ihres Jungen nur ein Gefangener war in der Hülle, die sie schon seit zwanzig Jahren pflegte.


Na ja, schweres brot halt.
aber vielleicht weißt du was ich meine...


lg
ralf

man liest sich




__________________
RL

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Marius Höff
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ja, ich werde wohl noch eine brücke dieser art brauchen, damit man den zusammenhang besser versteht. allerdings würde ich die ungerne voran stellen. am ende des textes sollte ein harter übergang stehen, der den leser zurück in die realität reißt - die härte soll deutlich machen, wie stark die mauer zwischen beiden welten ist, und wie konträr die ansichten. eine brücke vorne dran würde ein sanftes gleiten in die gedankenwelt des sohnes bedeuten - dann ist vielleicht die verbindung klar, die unterschiedlichkeit der welten aber nicht mehr. letzteres ist hier allerdings der fokus.
insofern werde ich eher versuchen, die brücke am ende weiter auszubauen. in einem film würde hier wohl die kamera aus seinem kopf heraus in das behandlungszimmer fahren - das ist abrupt und macht dennoch den zusammenhang klar. etwas in der art brauche ich in textform. ich mache mir mal gedanken dazu und warte in der zwischenzeit noch eventuelle andere kommentare ab.

danke auf jeden fall dafür, dass du dich so detailliert mit dem text und der problematik dahinter auseinander gesetzt hast, obwohl es vielleicht nicht unbedingt deine richtung ist.

vg
marius

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