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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Integration - gelungen.
Eingestellt am 10. 12. 2015 18:20


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TaugeniX
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Der Text wurde von mir zwecks Generalsanierung rausgenommen. Ich danke allen Kollegen fĂŒr kritische Beurteilung und RatschlĂ€ge.

LG Darja
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Was uns obliegt, ist nicht die Lust des Lebens, auch nicht einmal die Liebe, die wirkliche, sondern lediglich die Pflicht. Th. Fontane

Version vom 10. 12. 2015 18:20
Version vom 12. 12. 2015 22:59

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Wipfel
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Integration? Taugi, ich finde keinen Zugang zu dieser Geschichte. Das Geschehen wirkt auf mich gestelzt, konstruiert, unwirklich. Sexueller Übergriff auf eine Kellnerin? Vor allen GĂ€sten? Und zeige mir den Mann, der so aus dem Schlaf gerĂŒttelt nichts dabei findet, wenn ein anderer seine Frau angrabscht. Die ErzĂ€hlform klingt oft eher wie ein Bericht.

quote:
Auf die Kinder wollte das Paar vorerst verzichten.

Integration und Text - noch nicht gelungen.

GrĂŒĂŸe von wipfel

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TaugeniX
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Klingt ĂŒbel. Ich bin wohl der Versuchung erlegen, unbedingt zur "tagesaktuellen" Problematik zu schreiben. In Schutz möchte ich den Text gar nicht nehmen, - wenn er aufgestelzt klingt, dann ist es so, völlig wurscht, was fĂŒr tolle GefĂŒhle ich beim Aufschreiben hatte.

Ich wunderte mich schon, warum ich "Noten" bekomme fĂŒr diesen Text, aber keine Kommentare. Da haben sich wohl die Leute aus ZartgefĂŒhl zurĂŒckgehalten. Dabei sind die kritischen Kommentare so wichtig. Man wird doch völlig betriebsblind dem eigenen Text gegenĂŒber!

Glaubst Du, dass schon die Wurzel der Geschichte wurmstichig ist und nichts daran zu retten?
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Arno Abendschön
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TaugeniX, zunĂ€chst habe ich mich gefragt, fĂŒr wie glaubwĂŒrdig ich eine solche dramatische Geschichte halten soll. Von tschetschenischen FlĂŒchtlingen in Deutschland wusste ich fast nichts. Nach einigem Recherchieren kann ich sagen: Der Stoff entspricht tatsĂ€chlich bekannt gewordenen VerhĂ€ltnissen in diesem Milieu. Besonders informativ war fĂŒr mich ein ausfĂŒhrlicher FAZ-Artikel vom 15.9.13: "Verroht und hoch aggressiv". Du hast also einen authentisch wirkenden Stoff verarbeitet, gut so.

Zum Formalen. Ich finde den Text weder misslungen noch rundum ĂŒberzeugend. Dem Ablauf der einzelnen Szenen merkt man deutlich an, dass mit ihnen etwas Gedanklich-Theoretisches realisiert werden soll, Ă€hnlich wie bei romantischer Programmmusik. Dadurch wirkt er auf mich eher wie eine bebilderte Folge von Thesen zu Migration und Integration, weniger wie eine organisch sich entwickelnde Kurzgeschichte. Besonders deutlich wird das an der Redeweise der Tschetschenen. Vor allem der Vater redet wie auf dem Theater, nicht wie ein Mensch von heute im realen Leben. Das entspricht einem Ă€lteren Literaturstil, wie er bis vor ca. 100 Jahren gerade in Romanen viel verwendet wurde. Bei einer modernen Kurzgeschichte wirkt das etwas befremdlich. Aber vielleicht irre ich insoweit auch und Tschetschenen reden miteinander doch auf diese Weise, wenn es um Extremes geht?

Ich kann nicht sagen, wie ich es besser machen wĂŒrde, da mir solche Menschen und VerhĂ€ltnisse gar nicht bekannt sind. Nur vermisse ich eben kleine individuelle Details und ÜbergĂ€nge, die erst AtmosphĂ€re erzeugen und den Leser dazu ĂŒberreden zu glauben, dass alles so gewesen und nicht zweckvolle Fiktion ist.

Ein paar kleine sprachliche Schnitzer sind wohl deiner fremdsprachlichen Herkunft geschuldet. So mĂŒssten die BrĂŒder zum Ehrenmord aufrufen, nicht schreien. Auch holt man die Schule nach.

Schönen Abendgruß
Arno Abendschön

PS Gerade noch Wipfels Kommentar und deine Reaktion gelesen. Nein, "wurmstichig" ist es im Kern durchaus nicht. Es mĂŒsste nur stilistisch anders bewĂ€ltigt werden.

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TaugeniX
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Tschetschenen sind immer noch in etwa das: (keine grausame Szene, ruhig reinschauen) Hier klicken

Ich kenne in Salzburg einige Familien und bin sogar anfreundet, sofern man sich mit dem gelebten Mittelalter anfreunden kann. Die Älteren und die besser Gebildeten von ihnen sprechen ein leidliches Russisch.

Weißt Du, es sind MĂ€nner, die vor ihrem Vater auf ein Knie gehen, ihm die Hand kĂŒssen und ihn mit "mein Herr, Dein Knecht" anreden. Sie sagen auch: "die Zöpfe meiner Schwester sind so lang, dass man damit die Burg Derbent umwinden könnte". Ich werde diese Zöpfe aber niemals sehen, denn ihre MĂ€dchen hĂŒten das Aurat auch vor Frauen, wenn diese wie ich Kafir (unglĂ€ubige) sind. Verstehst Du, was ich meine? Sie sind keine Menschen von heute. Aber wenn es nicht so ankommt, dann habe ich es schlecht erzĂ€hlt.

Ich habe mich ĂŒbernommen, bzw. ich habe nicht genug gearbeitet. Mein Ziel war das Aufprallen des Mittelalters auf die Moderne zu zeichnen. Aber das Mittelalter wirkt gekĂŒnstelt. Das ist das Problem...
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Norbert Söhl
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Hallo TaugneniX.
Etwas gegen Betriebsblindheit:
Das zB KĂŒssen der vĂ€terlichen Hand ist nicht unĂŒblich nach meiner Erfahrung. Die Sprache des Vaters scheint sich an arabischer Lyrik zu orientieren, die in diesem Kulturkreis einen hohen Stellenwert hat. Es gibt sogar TV-Shows in denen die besten Gedichte und Vortragenden ausgezeichnet werden. Das ist fĂŒr NordeuropĂ€er nicht unbedingt nach zu vollziehen. Man muss auch bedenken, das es sich um ein deutlich geringeres Bildungsniveau mit stĂ€rker ausgeprĂ€gten Traditionen handelt.
Ich finde die Geschichte ein wenig grob abgehandelt, mag aber die Aussage. Ihr fehlt ein wenig das ErzÀhlerische, Emotionelle.
Scham wird in anderen Kulturen sicher tiefer verinnerlicht (die Augen senken, sich bedecken), deshalb ist Aischas Reaktion nachvollziehbar. Auch die der Familie, denn das Werben anderer Glaubensrichtungen wird zuweilen schon als Mordversuch angesehen, da es jemanden der Familie und der Gemeinschaft entreißt.
Die Aussage, die ich sehe, ist, das Aischa am Ende nirgendwo mehr hin gehört. Die Geschichte wirft bestenfalls einen fahlen Schatten, was das Aufeinanderprallen von Kulturen angeht. Die HintergrĂŒnde kommen nicht heraus.
Aischas Liebesheirat und Abkehr von ihrer Tradition kann man bestenfalls als Anpassungsversuch, nicht aber als Integration auslegen. Sie mag einige ihrer neuen Freiheiten, kann sich aber nicht von ihrem Wesen trennen. Das wird ihr letztendlich klar. Integration muss nicht unbedingt etwas Positives sein. Die Werte, auf die man trifft, können durchaus etwas VerabscheuungswĂŒrdiges haben, den Aspekt hĂ€tte ich gern etwas klarer gesehen. Die Geschichte lĂ€ĂŸt sich verbessern, indem man sie stĂ€rker ausbaut, meine bescheidene Meinung.

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NS

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