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Leselupe.de > Gereimtes
Irgendwie heiter
Eingestellt am 04. 06. 2009 17:35


Autor
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Walther
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Irgendwie heiter


Ich bin so nahe schon am Tod,
Kann zart die feine K├Ąlte sp├╝ren.
Sie will zum Schlafen mich verf├╝hren!
Ich wehre mich, hab liebe Not.

Und irgendwie bin ich jetzt heiter,
Weil, was auch ist, es ist, wieÔÇÖs ist.
Dass man sein Ende nicht vergisst,
Ist gut, hier geht es aber weiter:

Auch wenn ich geh, ein St├╝ck bleibt doch,
Ich bin recht gut im Hakenschlagen.
Denn springe ich ins kalte Loch,

Dann seh ich meine Kinder klagen:
Sie leiden, leben, lieben, tanzen.
Und ist das nicht der Sinn des Ganzen?

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 04. 06. 2009 17:35
Version vom 04. 06. 2009 17:54
Version vom 05. 06. 2009 17:52

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Mir gef├Ąllt das Sonett auch.

Nach meinem Sprachgef├╝hl (ich sage das jetzt mal ohne weitergehende Pr├╝fung, weil ich gleich nochmal weg muss) sollte es besser:


Ich bin so nahe schon am Tod,
Kann zart die feine K├Ąlte sp├╝ren.
Sie will zum Schlafen mich verf├╝hren!
Ich wehr mich, hab die liebe Not.
Ich wehre mich, hab liebe Not

hei├čen, aber wie gesagt ...

Die 1. Strophe gef├Ąllt mir im ├ťbrigen am besten *l├Ąchel, sehr sch├Ân die "feine K├Ąlte".

Liebe Gr├╝├če
Heidrun

Tja, und `ne 2 f├╝r ein Sonett ist wieder ├╝beraus scharfsinnig bewertet ...

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

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Heidruns Vorschlag ist im Prinzip gut, bringt aber die Silbenanzahl durcheinander.

Inhalt und Verlauf gef├Ąllt, bis auf das zweite Terzett. Die Kinder klagen, dann der Doppelpunkt, es folgt also eine Auflistung (der Klagen) leben, lieben, leiden, tanzen.
Hmpf! Das scheint mir nicht stimmig.
Es geht doch darum, dass du etwas aus deinem Leben an deine Kinder weitergibst.
Sie wagen es, das Leben, machen weiter, wo du gehen musstest.
Ich finde, das w├Ąre ein guter Ansatz.

Gr├╝├če von Maren

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo LeiseWege,

danke f├╝r Deine freundlichen Worte. Den Titel habe ich aus dem Text genommen, weil er mir die Aussage des Gedichts am besten "angez├╝ndet" hat. Z1S4 ist ein wenig eine stehende Redewendung, die hier ein wenig aufs Korn genommen und absichtsvoll ├╝berzeichnet wurde. Daher m├Âchte ich nur ungern darauf verzichten. Du siehst das mir bitte nach.

Lieben Dank und ebensolche Gr├╝├če

W.

Hallo Heidrun,

Deinen Hinweis habe ich aufgenommen und bereits umgesetzt. Die Zahl der Hebungen und Senkungen bleibt, der vierhebige Jambus wird erhalten.

Ich schwanke zwar immer noch, was die bessere Formulierung w├Ąre; im Moment neigt sich die Waage in Richtung Deines Vorschlags.

Die Schlechtwertung(en) bei mir kommentiere ich nicht mehr, weil sich die VergeberInnen selbst desavouieren, da sie sich immer in der deutlichen Minderheit befinden. Ich mu├č und werde damit leben, da├č es in der Lupe MitstreiterInnen gibt, die mich nicht m├Âgen und denen meine St├╝ckchen Sprache nichts geben. ├ťber Geschm├Ącker und Nasenkompatibilit├Ąten kann man sich bekanntlich nicht streiten.

Exkurs: Ihr k├Ânnt werten, wie ihr wollt, ich bleibe, wie ich bin.

Lieben Dank und ebensolche Gr├╝├če

W.

Hallo Maren,

in der Tat kann man Deine Auffassung mit dem harten Schnitt zwischen Z1S4 und der Conclusio im Schlu├č streiten. Ich habe mich entschieden, diesen Gegensatz, der die Ambivalez des Heiterseins im Tod auf die Spitze bringt, drinzulassen. Ein anderer Reim w├Ąre mir sicherlich eingefallen, das war also nicht der Grund f├╝r die gew├Ąlte Aussage.

Danke f├╝r Deine Gedanken zum Text.

Beste Gr├╝├če

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Lieber Walther,

ist das schon Altersweisheit, -milde? Philosophisch ist es allemal.

Um das Klagen besser mit dem Tanzen zu vers├Âhnen, k├Ânntest Du auch die Verben anders anordnen:

quote:
Sie leiden, leben, lieben, tanzen

In jedem Fall ein sehr sch├Ânes Sonett.

Liebe Gr├╝├če

Herbert
__________________
┬ę herberth - all rights reserved

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Walther
Routinierter Autor
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Hi Herbert,

Du meinst das so?

quote:
Dann seh ich meine Kinder klagen.
Und ist nicht das der Sinn des Ganzen:
Sie leben, lieben, leiden, tanzen.

Danke und Gru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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