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Leselupe.de > Science Fiction
Iris M. Rössler: Unterwegs zum Sirius
Eingestellt am 27. 03. 2002 09:11


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Bernd
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Selten kommt es vor, dass ein Werk heute so gefragt ist, dass man es fast nur unter dem Ladentisch erhält. Iris M. Rösslers Roman "Unterwegs zum Sirius" ist so ein Werk. Das war nicht immer so. Zunächst fristete das Buch ein Mauerblümchendasein und wurde kaum wahrgenommen. Ein Kleinstverlag hatte es in hundert Exemplaren aufgelegt (ich habe noch ein Exemplar davon, dass ich vor sieben Jahren auf dem "Tag der Phantastik" in der Archenholdsternwarte erwarb) und nur wenige Stück wurden verkauft.

Das aber änderte sich schon bald. Heute gehört das Buch zu den empfohlenen Kinderbüchern und fast jeder hat davon schon gehört.

Was macht ihr Buch so bedeutsam, dass sie (als erste SF-Kinderbuchautorin) für den Nobelpreis vorgeschlagen wurde (sie erhielt ihn dann aber doch nicht ...)?
Ist es die farbige Sprache, der ungewöhnliche Inhalt, oder der Optimismus, mit dem sie die Zukunft beschreibt?
Wohl von jedem etwas.

Viel vom Inhalt brauche ich nicht viel zu erzählen. Er ist wohl weithin bekannt.
Jeder kennt Tanja und ihre Freunde, die sich eine Rakete bauten und damit zum Sirius flogen, allerlei Abenteuer erlebten und fast nicht mehr zur Erde zurückkehrten. Zeitweilig erinnerte die Geschichte an Märchen, an Hexerei, aber endlich wurde alles aufgeklärt, die meisten kennen die überraschende Lösung, den anderen möchte ich sie nicht verraten, um nicht die Spannung zu nehmen.

Die fünfte Auflage des Buches enthält auf einer eingelegten CD den gesamten Text als Hörbuch und weitergehende Informationen zur Herstellungsgeschichte, einschließlich Fotos vom Haus der Autorin, sowie einige der von ihr verwendeten Computerprogramme.
Kochrezepte sind ebenso vorhanden, wie ein Geheimalphabet und ein Musikgenerator für "kosmische Gesänge". Die Kinder sind begeistert.

Nicht vorenthalten werden den Kindern wissenschaftliche Experimente, so werden "Phinius"-Samen mitgeliefert, die man zu lang ausdauernden "Sirius"-Kakteen züchten kann.

Iris M. Rössler hat viele Nachforschungen betrieben und sich kundig gemacht. Alles in ihrem Buch ist stimmig. So besuchte sie, um das vierte Kapitel, das, in dem die Kinder ihr Raumschiff zum ersten Mal erprobten, zu schreiben, die ISS (die internationale Raumstation) und unterzog sich dem eigenen Eindruck der Schwerelosigkeit.
Die Reise war nicht einfach zu arrangieren, und der Zufall half ihr, zumal sie im Hauptberuf Ingenieurin ist.

Ich kann jedem das Buch nur wärmstens (auch erwachsenen Lesern) empfehlen.
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Bernd
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Es ist wohl eine fiktive Rezension.

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Bernd
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Wieso diese Geschichte in die Bücherecke kommt, weiß ich nicht.
Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass sowohl das Buch, als auch die Autorin reine Erfindungen sind, nicht real in dieser Welt existieren, sondern in der parallelwelt.
Da ich das in meinem Kommentar auch geschrieben habe, sollte es zu begreifen sein.

Ist die Bücherecke jetzt der geeignete Platz für erfundene Rezensionen?

Ich dachte, da es sich um eine Parallelweltgeschichte handelt, gehöre es in SF und Phantasy?

Freundliche Grüße von Bernd


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Bernd
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PS:

Wie Jadzia bewiesen hat, ist das auch durchaus zu erkennen, sofern man sich mit dem Genre beschäftigt.

... insofern war es wohl doch zu übertrieben ...
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Matthias Schulz
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Hallo Bernd,

kennst Du eigentlich J.L. Borges? Der verfasste 1936 die fiktive Rezension zum imaginären Buch "Der Weg nach Almotásim", wohlgemerkt der zweiten Fassung des Buches, da die erste, und wahrscheinlich bessere, nicht mehr erhältlich war. Viele Leser dieser Rezension wollten das Buch (mit einem Vorwort der realen Dorothy L. Sayers) dann bestellen, und mussten enttäuscht erfahren, dass es das Buch gar nicht gibt. Du hast also würdige Vorgänger :-)

Viele Grüße,
Matthias

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Bernd
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Sie war aber doch unter "Fantasy und SF", oder?
Langsam beginne ich zu zweifeln.
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Borges gehört mit zu meinen Lieblingsschriftstellern. Allerdings habe ich im Wesentlichen von ihm Kurzgeschichten gelesen. Mit am meisten faszinierend fand ich seine Geschichte über ein Labyrinth, aus dem es keinen Ausweg gibt, obwohl es keine Mauern besitzt.

Von Lem gibt es die "Imaginäre Größe" und "Das Absolute Vakuum", mit Vorworten und Rezensionen zu nicht existierenden Büchern, viel viel besser, als was ich hier geschrieben habe.


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