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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Israel und die Diplomatie
Eingestellt am 07. 01. 2011 15:46


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Herbert Schmelz
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Israel und die Diplomatie

Den blutigen Angriff auf eine tĂŒrkische Hilfsflotte am 31. Mai 2010 rechtfertigten israelische Verantwortliche als Abwehr einer Gefahr. Neun tĂŒrkische Aktivisten wurden getötet. Die TĂŒrken wollten die Blockade des Gazastreifens durchbrechen. HilfsgĂŒter sollten die palĂ€stinensische Bevölkerung unter dem Hamas-Regime erreichen. 1,5 Mio. Menschen in dem abgeriegelten Gebiet leiden unter schlimmen Lebensbedingungen. Die von hier ausgehende terroristische Gefahr ist nachrichtlich stĂ€ndig prĂ€sent. Daran erinnerte der ultra-nationalistische Außenminister Israels, als er die wiederholte tĂŒrkische Forderung nach Entschuldigung und EntschĂ€digung „gewagt“ nannte.

UrsĂ€chlich prallen in den nahöstlichen SpannungszustĂ€nden gleiche Rechte aufeinander. Die Gewalt, die sich dabei entlĂ€dt, erscheint unserem Denken als mitleidslos, und wesentlich ist sie das auch. Deshalb ist MitgefĂŒhl mit allen BedrĂ€ngten geboten. Aus den ernsten diplomatischen Verwicklungen zwischen Israel und der TĂŒrkei, einst enge VerbĂŒndete, könnte leicht ein nervöses, krisenhaftes Handeln folgen. Schwer, in solchen Zeiten zuverlĂ€ssige Freunde fĂŒr den Friedenskampf zu gewinnen. Aus meiner Sicht ist es billig und ungerecht, von Israel diplomatische Heuchelei zu verlangen. Seine hartnĂ€ckige, kontroverse Siedlungspolitik wird nicht mit einem Federstrich abgeschafft werden können. Das wissen sogar die USA. Wer diplomatischeres Verhalten Israels wĂŒnscht, darf dessen Kampf gegen den Terrorismus nicht ĂŒbergehen. Unsre erste Friedenspflicht aber besteht darin, nicht hilflos zuzusehen, wie Europa abgeschottet wird, gegen Migranten und die TĂŒrkei.











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Ernst H.Stiebeling,EHS

Version vom 07. 01. 2011 15:46
Version vom 11. 01. 2011 22:55

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