Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92211
Momentan online:
63 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Ist Essen zu billig?
Eingestellt am 27. 09. 2010 14:05


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 43
Kommentare: 1978
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Michael Schmidt eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil



Es wird wieder gestritten. Kernthema ist der erm├Ą├čige Mehrwertssteuersatz von 7%. Die M├Âvenpickpartei will ihre Entscheidung r├╝ckg├Ąngig machen und die Hotels wieder voll besteuern. Auch andere Ausnahmetatbest├Ąnde sollen ausger├Ąumt werden, einzig die Lebensmittel sollen verschont bleiben.

Scheinbar zu nah noch ist der Gedanke an die Nachkriegszeit, als Deutschland kr├Ąftig abspeckte und das halt alles andere als freiwillig. Wurden unl├Ąngst Butter und Milch teurer, glaubte man schon, die Nation sei am Verhungern, so verbittert wurden Preissteigerungen kommentiert.
Der Deutsche kann sich das Essen nicht mehr leisten. Ist das wahr?

Laut Sarrazin reichen 3,76 Euro am Tag um sich gut zu ern├Ąhren. Ein Kilo Hackfleisch gibt es stellenweise unter 4 Euro.

52% der Deutschen sind ├╝bergewichtig, 16% gar fettleibig. In Europa sind wir damit die Nummer 2, einzig die Briten schlagen uns.
Zwar zeigt sich da auch die ├ťberalterung der Gesellschaft ÔÇô ├ältere sind im Schnitt dicker als Junge, wie viele leidvoll an sich selbst feststellen k├Ânnen, doch der Anteil an ├ťbergewichtigen Kindern und Jugendlichen zeigt, dass die Ursachen noch woanders liegen m├╝ssen.

Gr├╝nde f├╝r das ├ťbergewicht gibt es viele. Zu wenig Bewegung ist mit Sicherheit ein Aspekt. Auch das man Rund um die Uhr zu Essen bekommt, ist ein wichtiger Faktor. Zahlreiche Kleinunternehmer betreiben entsprechende Lokale und Imbissst├Ąnde, die Tankstellen haben fast immer offen und bieten Chips und S├╝├čigkeiten. Auch der Einzelhandel bleibt bis 22:00 Uhr ge├Âffnet und l├Ądt zum Schmaus ein.

Das nationale ├ťbergewicht sorgt aber nicht nur f├╝r klingende Kasse der Gewerbetreibenden, sondern auch f├╝r entsprechende Ums├Ątze der Gesundheitsindustrie. Herzkreislauferkrankungen, Volksdiabetes und entsprechende Magen- und Darmerkrankungen sorgen f├╝r immer gr├Â├čere Ums├Ątze aber leider auch f├╝r immer gr├Â├čere Beitragszahlungen.

Jetzt soll der Staat ja steuern, um Fehlentwicklungen zu verhindern bzw. r├╝ckg├Ąngig zu machen.
3,76 Euro am Tag ist wirklich nicht viel. Auch ein ├╝ppiges Mittagsmen├╝ f├╝r 3-5 Euro, das es in fast jeder Stadt gibt, ist nicht die Welt.
Da der Staat Einnahmen braucht, w├Ąre eine Anhebung des Lebensmittelsatzes doch eine gute Sache. Der Staat nimmt mehr ein und umgekehrt darf man hoffen, dass weniger gegessen wird.
Vielleicht sollte man sogar zwischen guten und schlechten Kalorien unterscheiden. Gem├╝se und Obst kann ruhig g├╝nstiger besteuert werden. Einzig Fleisch und S├╝├čigkeiten sollten teurer werden.
Das w├Ąre sogar gut f├╝r die Umwelt, da gerade die Viehhaltung ein gro├čer CO2 Erzeuger ist.

Aber ich bin mir sicher, der Preisanstieg der Lebensmittel wird nicht kommen. Schlie├člich g├Ąbe es eine breite Opposition in der Bev├Âlkerung.
Und leider zeigt sich ja auch, dass gerade die ├ärmeren der Gesellschaft darunter am meisten zu leiden h├Ątten.

So bleiben wir wahrscheinlich dick. Und vielleicht ist das auch gar nicht so schlimm. Essen macht gl├╝cklich und das hat doch auch was.



__________________
Der ErnstFall Michael Schmidt

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


7 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Essays, Rezensionen, Kolumnen Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!