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Leselupe.de > Humor und Satire
Ist Saddam auf dem Mond gelandet?
Eingestellt am 05. 06. 2003 16:03


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LuMen
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Ist Saddam auf dem Mond gelandet?


Ist es Ihnen, verehrte Leser, noch nicht aufgefallen, da√ü niemand mehr von Saddam spricht? Und das, obwohl der ganze Schlamassel mit ihm, von der h√∂heren globalen Warte gesehen, erst h√∂chstens einige Weltminuten zur√ľckliegt. Merken Sie nicht, da√ü George Dabbelju Bush sich pl√∂tzlich scheut, diesen Namen in den Mund zu nehmen? Und auch die Presse, hinauf oder hinunter bis zum geilsten sensationsgierigen Boulevard-Blatt, scheint den "Schl√§chter von Bagdad" pl√∂tzlich zu tolerieren und h√ľllt sich, ganz ungewohnt solidarisch, in r√ľcksichtsvolles h√∂fliches Schweigen. Es ist nicht zu glauben, aber ist Saddam mit seiner vielk√∂pfigen Familie, die nur zahlenm√§√üig um ein paar Nenner geringer als die saudischen Prinzen aus tausendundeiner Nacht einzusch√§tzen ist, einfach vom Erdboden verschluckt worden? Wer das n i c h t glauben mag, ist meilenweit von der Wirklichkeit entfernt! Wie das? Jetzt plaudere ich aus dem N√§hk√§stchen der Geheimdienste, in deren Schatten ich schon intolerantere Regime als die von Saddam oder Bush √ľberlebt habe. Ich mache meinen Mund auch nur deshalb ungestraft auf, weil meine Geschichte so phantastisch ist, da√ü sie eh keiner glaubt ‚Äď nicht mal der Chefredakteur von "Bild".
Zun√§chst ist klar, wenn ein w√ľstengewohnter Texaner wie George Dabbelju Bush solches in m√ľhevoller Schaufelarbeit eruiert hat, dann stimmt das: Nat√ľrlich hatte Saddam Massenvernichtungsmittel und jede Menge an kurzlebigen, aber weitreichenden Raketen! Und die CIA behielt sie immer im kriegerischen Weitblick. Weil man dann aber einige Zeitlang zu stark mit der Umdisponierung der in den irakischen Museen vor sich hind√§mmernden Kunstsch√§tze besch√§ftigt war, achtete man ein paar Augenblicke nicht auf den ohnehin nicht kunstsinnigen Saddam, und dieser verkroch sich angeschlagen in einer seiner monumentalen Sandburgen. In diesem Versteck ruhte auch ganz zuunterst, so da√ü die Amerikaner sie wirklich nicht finden konnten, Saddams Superrakete SMS 2000 mit der gr√∂√üten je konzipierten Reichweite. Sie war noch so neu, da√ü man sie noch gar nicht ausprobiert hatte und auf die Sch√§tzungen internationaler Wissenschaftler angewiesen war, die zwischen Strecken von 10000 km und interpoliert bis zum Vierzigfachen schwankten. Da Saddam sich etwas in Zeitnot befand und seine Wissenschaftler sich in weit entfernten unterirdischen Forschungsst√§tten mit wichtigen Projekten weltumspannender Extinction befa√üten, entschlo√ü er sich, diese Rakete selbst zu testen, und w√§hlte als n√§chstgelegenes interplanetarisches Zielobjekt den Mond. Seine S√∂hne wurden zur Mitfahrt zwangsverpflichtet, die √ľbrige Familie hatte ohnehin nichts zu sagen und mu√üte sogar die Beh√§lter mit den Mikroben, Bakterien und Viren zur menschlichen Massenvernichtung eigenh√§ndig transportieren und im Hochsicherheitstrakt der Raumkapsel verstauen. Auf der anderen Seite bem√ľhte sich eine kleine Schar noch Getreuer unter F√ľhrung von ‚Äď na wem wohl?- dem unverw√ľstlichen "Mo" (Mohammed Said el-Sahhaf), Saddams ber√ľhmt gewordenem Informationsminister und erfolgreichstem Kriegsteilnehmer, um die ordnungsgem√§√üe Verladung von Tarnkappen und anderen Utensilien aus dem √úberlebensprogramm. "Mo" selbst besorgte dann die erfolgreiche Z√ľndung der Rakete von der schon in den Tiefen der Erdschicht des Jung-Terti√§rs (Plioz√§n) gelegenen unterirdischen Abschu√ürampe. Der Feuerstrahl der Rakete fiel in den Blitzen des amerikanischen Bombenhagels auf Bagdad nicht weiter auf, und die Landung auf dem Mond ist, wie Saddam seinem Informationsminister √ľber sein rotes Telefon mit Weltraumton mtigeteilt haben soll, "butterweich" verlaufen.
F√ľr dieses wahrhaft unglaubliche Geschehen habe ich sogar einen Gew√§hrsmann: Ex-Minister "Mo" pers√∂nlich! Er gilt zwar ebenfalls als verschollen oder gar tot. Das ist aber eine der √ľblichen gezielten Fehlinformationen. Es gelang mir, ein Geheim-Essen mit ihm zu vereinbaren, das in Moskau in einem S√©par√© des Kreml stattfand. Dabei konnte ich ihm unter dem Tisch eine Vorab-Ausfertigung des Adolf-Grimme- Preises des deutschen Fernsehens f√ľr den besten Infotainer des Jahres 2003 zu √ľberreichen, die er in einem √ľbergro√üen Hosensack verschwinden lie√ü, ohne eine Miene zu verziehen. Dann erz√§hlte er mir die ganze Geschichte mit der √úberzeugungskraft eines morgenl√§ndischen Propheten; ich habe nichts hinzugef√ľgt und nichts weggelassen. Aber was n√ľtzt es? Und da w√§ren wir wieder beim Thema: Warum niemand mehr von Saddam redet. Hat man nicht vor einiger Zeit auch Amerikaner auf den Mond geschossen? Wer spricht heute noch davon? Der Mann im Mond interessiert nicht einmal mehr die Kinder an ihren Computern.

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