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Leselupe.de > Gereimtes
Ja so ein Tag
Eingestellt am 13. 02. 2004 10:09


Autor
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M├Â├čner, Bernhard
Routinierter Autor
Registriert: Dec 2001

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Ja so ein Tag, so wundersch├Ân

Ich bin das ganze Jahr ein Narr
und pfleg die Narretei,
jedoch an Fasnacht droht Gefahr,
da nehm' ich narrenfrei!
Da sprie├čt der Frohsinn im Verein
in wohlgesetzten Worten,
da spr├╝ht der Geist aus Sekt und Wein,
und will schier ├╝berborden.

Im Fernseh'n bringt man: "Mainz bleibt Mainz",
das muss ich mir beschauen,
es ist zwar nichts f├╝r unsereins
und unser eines Frauen.
Denn wer sich dort vergn├╝gen will,
dem greift man in die Tasche,
ein Gl├Ąschen Sekt kostet so viel,
wie sonst die ganze Flasche.

So leg' ich mich auf's Sofa hin,
direkt vor's Telewischen,
und dr├╝ckt ein L├╝ftchen mich wohin,
dann lass ich es entwischen.
Ich seh' die Mainzer Hautevolee,
die Riege lahmer Lenden,
genannt das Narrenkomitee
mit ihrem Pr├Ąsidenten.

Ein Herr besteigt die Narrenb├╝tt,
geb├╝gelt und geschniegelt,
als Till bringt er den Spiegel mit,
mit dem er sich bespiegelt.
Den Roten ist der Till nicht gr├╝n,
was sei da alles schlecht,
und die Regierung in Berlin...
na ja, da hat er recht!

Nun drischt er auf die Gr├╝nen ein
mit ihren Frauenquoten,
das muss unendlich lustig sein
und bietet Stoff f├╝r Zoten.
Dann lacht und johlt der ganze Saal,
jedoch die Komiteeter,
die ├╝berlegen erst einmal..
sie lachen etwas sp├Ąter.

Er scheint den Schwarzen zugeneigt,
mit seinen schlechten Scherzen,
und als er fertig ist und schweigt,
da freu ich mich von Herzen.
Danach kommt Stimmung auf im Saal:
die flotten Balletteusen!
"K├Ânnt ich", denk' ich, "doch noch einmal",
- es w├Ąr' so sch├Ân gewesen.

Da bin ich eingeschlafen, scheint's
lange vor Mitternacht,
doch mit dem Schlachtruf: "Mainz bleibt Mainz",
zum Gl├╝ck noch aufgewacht.
Denn der Gesang von diesem Chor
ert├Ânt von Land zu Lande,
noch lang dr├Âhnt mir ihr Lied im Ohr,
ihr Lied vom Viagrante.


__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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Udogi-Sela

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Registriert: May 2003

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Der frohe Stumpfsinn oder der stumpfe Frohsinn, hier ist er wunderbar beschrieben.
Und weil diese Auff├╝hrung, die auch noch unters Fernsehvolk gebracht wird, sich seit mindestens 30 Jahren nicht ver├Ąndert hat (das kann man aus Deiner Beschreibung ganz klar entnehmen), schalte ich sie seit mindestens 25 Jahren nicht mehr ein.

quote:
So leg' ich mich auf's Sofa hin,
direkt vor's Telewischen,
und dr├╝ckt ein L├╝ftchen mich wohin,
dann lass ich es entwischen.

Dem sei nichts hinzugef├╝gt...

Herzliche Gr├╝├če
Udo

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem h├Âchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

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Klasse gemacht, Bernhard! Chapeau!

Zwei winzige Verbesserungen:

a) zweite Strophe, zweitletzte Zeile: "kost'" statt "kostet"
b) letzte Strophe, zweite Zeile: "lang'" statt "lange".

Beides betrifft den Rhythmus. Habe sonst nix gefunden.
J├╝rgen

__________________
┬ę J├╝rgen Locke

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet


Karnevalsbedingt

Mit Knopfdruck-Heiterkeit besticht,
so mancher deutsche Spie├čer-Wicht,
der sonst nur gries- und gr├Ąmig schaut,
doch gerne auf die Pauke haut
- was immer drunter man versteht -
wenn Karneval ins Lande geht.

Er malt sich, wie zur Urzeit an
- mit Papmache' am Zinken dran -
und bl├Âkt, wie ein verirrtes Schaf,
dann tagelang "Hellau....Alaaf!!!"
Wobei er gern zur Tr├Ąnke eilt
und lang in mancher Sch├Ąnke weilt.

Hat er dann endlich "aus-hellaut",
er wieder gries- und gr├Ąmig schaut,
denn leider hat ein solcher Tor,
nur karnevalsbedingt Humor,
oder was er f├╝r solchen h├Ąlt -
So ist es halt in unsrer Welt


Lieber Bernhard, ich danke Dir, da├č ich mich
so am├╝sieren konnte
und w├╝nsche Dir, da├č Du solche Tage
unbeschadet ├╝berstehst

Liebe Gr├╝├če von
Klopfstock (Karnevalsmuffel)

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Bruno Bansen
Guest
Registriert: Not Yet

Karneval

Hi Bernhard, sowie liebe Frau Bernhard

toll gemacht, Ihr Lieben! als wennste dabei w├Ąrst! Punkte? ja, mach ich, ne handvoll!

schwappt etwa die Karnevals-Welle bis zu Euch? Auf jeden Fall auch hier bis zu uns - was niemand glaubt, aber auch relativ kleine D├Ârfer machen hier relativ gro├če Umz├╝ge: Drei Prunkwagen, also, eher Wagen, ohne Prunk und die stehen mehr oder weniger, als dass sie umziehen, denn wenn der erste der drei aus'm Dorf draussen ist, f├Ąhrt der letzte, der Dritte also, am andern Ende los. Dann machen die'n gr├Â├čeren Bogen auf der Umgehungsstra├če und sind dann nach drei Minuten und 45 sek. wieder da. Tar├Ą, tar├Ą, tar├Ą!!! Aber saufen tun die die gleichen Mengen, wie der gesamte Rosenmontagszug in K├Âlle ...

Ach Gott ja, ist doch nicht das selbe, hei├čt "Faslam" oder so.

Hier ├╝prinx der gew├╝nschte Link: Hier klicken

liebe Gr├╝├če von
Bruno

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M├Â├čner, Bernhard
Routinierter Autor
Registriert: Dec 2001

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Ja so ein Tag

Hallo Udo,
danke f├╝r Deinen Kommentar!

Als roter Promi muss man scheint's
so manche Kr├Âte schlucken,
und sich sogar bei -Mainz bleibt Mainz-
verbeugen und sich ducken.
Wer sich vor solchem Gremium
zum Affen machen l├Ąsst,
der ist nicht n├Ąrrisch, er ist dumm,
und ..... ins eigne Nest!

Wie gut, dass wir nicht dort gewesen sein m├╝ssen!
-Bernhard-

Liebe Irene,
ich bedanke mich f├╝r Deine hochkar├Ątige Lobeshymne! Es f├Ąllt mir bei Dir sicher nicht schwer, mich einmal zu revanchieren.
Ansonsten werde ich diese Tage unbeschadet ├╝berstehen, ich lebe auf einer narrenfreien Insel, umgeben von Hochburgen der alemannischen Fasnacht.
Helau! -Bernhard-

Hallo J├╝rgen,
nimm es nicht so sehr genau mit dem Versma├č usw! Was ich in die LL. stelle, ist mehr oder weniger Gebrauchsliteratur, um den Alltag der Lupen-Leser etwas aufzuheitern.
Irgendwann hole ich diese Gedichte wieder aus der Schublade und ├╝berarbeite sie und schleife daran herum. Irgendwann...
-Bernhard-


Hi Bruno, und wer immer mit Dir diese Zeilen liest!
Das Problem mit den Umz├╝gen auf kleinen D├Ârfern ist mir nicht unbekannt. Wenn ein Umzugwagen (mehr ohne, als mit Prunk) vorne hereinf├Ąhrt, muss der andere hinten hinausfahren, denn die Musikkapelle mit Humba, humba t├Ątar├Ą ben├Âtigt ja auch mindestens zwanzig Meter Dorfstra├če in der
L├Ąnge. Ansonsten ist die alemannische Fasnet eine recht ernsthafte Sache. Jedes Nest hat seine eigene Zunft, Maske, H├Ąs, Fasnetruf und seine besondere, meist m├╝hsam zusammengebastelte Historie, die es vor karnevallistischen Nachahmern zu bewahren gilt. Aber das Saufen verbindet!
Narri, narro! -Bernhard-
__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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