Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m√ľssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92234
Momentan online:
474 Gäste und 16 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Jackie die freche Elster
Eingestellt am 24. 05. 2004 12:56


Autor
Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.
mandra
Autorenanwärter
Registriert: Apr 2004

Werke: 18
Kommentare: 49
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um mandra eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Dies ist die Geschichte einer beginnenden Freundschaft zwischen der Elster Jackie, die verletzt gefunden und von einem kleinen Mädchen gepflegt wurde. Mit der Zeit lernte Jackie das Sprechen, machte Geräusche nach und war stets zu Streichen aufgelegt ... Ihre besondere Aufmerksamkeit galt dem armen Nachbarn Erwin, auf den Jackie es abgesehen hatte.


Jackie die Elster
Es war einmal ein kleines Mädchen mit dem Namen Sina. Eines Tages als Sina wieder einmal unterwegs war, hörte sie plötzlich ein leises Krächzen.
Wo mag dies nur herkommen?

Sie blieb einen Moment stehen und horchte, dann lief sie eilig in die Richtung, aus der die Stimme zu hören war. Je näher sie kam, desto lauter wurde es.
Pl√∂tzlich entdeckte sie ein schwarz-wei√ües Kn√§ulchen, das sie aus winzigen √Ąuglein √§ngstlich anblinzelte. Es war eine junge Elster. "Die ist ja verletzt", bemerkte Sina.
Sie √ľberlegte nicht lange, nahm ein Taschentuch und wickelte den kleinen Vogel vorsichtig darin ein. In ihrer Hand sp√ľrte sie, dass das kleine Herzchen schneller und schneller schlug. "Mit leiser Stimme", sagte sie:"Ich will dir helfen, hab keine Angst!"

Dann lief Sina rasch nach Hause.

Von weitem hörte die Mutter Sina rufen:"Mama, Mama, sieh mal, was ich mitgebracht habe."

Die Mutter kannte die Liebe ihrer Tochter zu den Tieren und wunderte sich nicht, dass es auch dieses Mal ein verletztes Tier war, das sie mitbrachte.

Kaum war Sina vor der Haust√ľr, schlug sie vorsichtig ihr Taschentuch zur√ľck, sogleich war das Kr√§chzen zuh√∂ren.
"Ach bitte", darf ich die Elster behalten?",bat Sina.

Wenn du mir versprichst, dass du sie pflegst, "dann habe ich nichts dagegen", sagte die Mutter.
"Irgendwann"- musst du sie aber in die Freiheit entlassen!"

"Ich verspreche es", antwortet Sina rasch. Einen Namen habe ich auch schon. "Jackie werde ich die Elster nennen", rief Sina voller Freude. Schon bald waren die beiden unzertrennlich und mit jedem Tag ging es Jackie besser.

Eines Tages, als Sina im Garten saß und ein fröhliches Liedchen trällerte, hörte sie plötzlich das ihr Pfeifen wie ein Echo erschallte. Sie sah sich um, aber außer Jackie war niemand zu sehen. "Hm," räusperte sich Sina. War das Jackie?

Sie pfiff noch einmal ihr Liedchen und Jackie stimmte fröhlich mit ein.

Aufgeregt lief Sina ins Haus und erzählte der Mutter, was geschehen war. "Elstern sind kluge Tiere", sagte die Mutter. "Warte nur, bald wird sie sprechen können." Je mehr Zeit verging desto unzertrennlicher waren die beiden. Wo Sina auch hinging, war auch Jackie.

Es schien als h√§tte Jackie eine innere Uhr, stets war sie p√ľnktlich.

Mittags, wenn Schulschluss war, wartete Jackie schon auf Sina und gemeinsam machten sie sich auf den R√ľckweg.
Unterwegs, sagte Sina immer wieder "Jackie lieb, Jackie lieb." Dabei hoffte sie, dass auch ihre kleine Freundin diese Worte wiederholen w√ľrde! Sina wollte die Hoffnung schon aufgeben, als sie pl√∂tzlich "Jackie lieb, Jackie lieb" vernahm.

‚ÄěEin kluger Vogel bist du‚Äú, rief Sina und mit jedem Tag lernte die Elster dazu.

Je länger ihre kleine Spielkameradin bei ihr war, um so mehr gewöhnten sich die beiden aneinander.

Manchmal war Jackie sehr √ľberm√ľtig und stets zu neuen Streichen bereit.

Sah sie etwas Glänzendes, hatte sie ihre Freude daran. Sie wartete, bis jemand sie entdeckt hatte und eins, zwei, drei, schnappte sie zu und flog eilig davon. Oft lag sie auf der Lauer,um zu sehen, ob sie etwas stehlen konnte. Löffel, Ringe oder..., einfach alles, was in ihren Schnabel passte verschwand.
Wenn das Telefon klingelte, wusste Sina: Jackie hatte wieder ihr Unwesen getrieben.

Neugierig, wie sie war, hatte sie es besonders auf den Nachbarn Erwin abgesehen.

Wenn Jackie ein offenes Fenster sah, war sie Schwups im Zimmer und jagte Erwin einen gehörigen Schrecken ein. "Einbrecher! Einbrecher! Polizei!", rief sie.
Nichts lie√ü die kleine Diebin aus. Besondere Freude machte es ihr, wenn sie wieder einmal das Knarren und Quietschen von T√ľren nachmachte. Hatte Erwin sie erwischt, quitschte sie voller Begeisterung und dies war erst der Anfang.

Jackies √úbermut kannte keine Grenzen und der √Ąrger war nicht weit, dann, wenn sie Erwins Kopf wieder einmal als Landeplatz benutzte. Es machte ihr riesigen Spa√ü, wenn Erwin schrie und wild um sich schlug. "Hau ab, verschwinde!", rief er. Von den Hilferufen angelockt, eilte Sina herbei.

"Was soll ich nur machen", seufzte sie. "Jackie einsperren?" Schnell schob sie diesen Gedanken beiseite.
"Ach, w√ľrde ich doch einen Spielkameraden f√ľr Jackie finden", hoffte Sina.

Eines Tages war Jackie pl√∂tzlich verschwunden. Hoffentlich ist ihr nichts passiert! Wo mag sie nur sein? Sina war in gro√üer Sorge. So oft sie auch rief, Jackie kam nicht. Sina war sehr traurig dar√ľber. Vielleicht sitzt sie in den B√§umen und beobachtet mich, dachte sie.

Die Tage vergingen, ohne dass Sina das vertraute Krächzen und Pfeifen von Jackie hörte.
Eines Morgens, als Sina wieder einmal aus dem Fenster sah, war ihre kleine Freundin wieder da, aber nicht allein. Jackie hatte einen Partner gefunden.

Obwohl Sina das gehofft hatte, war sie dennoch traurig. Mehr und mehr vermisste sie das fröhliche Pfeifen und dass niemand sie von der Schule abholte. Wieder waren einige Wochen vergangen, als Sina von lautem Lärm geweckt wurde.

Ihre Augen strahlten, als sie Jackie erblickte, diesmal war sie nicht allein, ausgelassen tobten ein paar junge Elstern im Garten.

Die Jahre vergingen und immer, wenn Sina Elstern sah, blieb sie stehen und schaute ihnen zu.

Vielleicht waren es Jackies Kinder?

Schließe deine Augen einen Augenblick und träume.
lg. mandra

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur√ľck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!