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Leselupe.de > Horror und Psycho
Jagdsaison
Eingestellt am 07. 11. 2004 18:41


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Isa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2004

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Jagdsaison

Blut rann aus der Wunde an ihrem Hals. Ein einziger Biss hatte gen√ľgt, um die Halsschlagader zu durchtrennen. Die Bestie schaute sich um, die Schnauze rot vor Blut. Es suchte nach mehr. Ein schwaches, j√§mmerliches St√∂hnen kam von seinem Opfer, doch die Bestie k√ľmmerte sich nicht mehr darum. Das Interesse an dem armen Gesch√∂pf war ihm vergangen. Es liebte die Jagd, wenn es die Angst der Beute witterte. Wie ein wohliger Geruch stieg er ihm in die Nase und es f√ľhlte, wie hei√üe Schauer es durchfuhren, allein bei dem Gedanken seine m√§chtigen Kiefer erneut in das warme Fleisch √§ngstlicher Opfer zu schlagen. Nochmals schaute es sich nach seinem Opfer um. Das junge M√§dchen war nun tot und vor einigen Minuten hatte sie es wahrscheinlich bereut, nicht auf ihre Eltern geh√∂rt zu haben. Die Bestie war anspruchsvoll mit der Wahl seiner Opfer. Es schlug nie ohne Grund zu. Tagelang beobachtete es seine Opfer, um sicher zu gehen, dass es die richtigen erwischte. Manchmal lie√ü es einen Kandidaten fallen, da es merkte, wie sich die Person zu √§ndern begann. Es suchte sich seine Opfer nach bestimmten Kriterien aus. Der Mensch musste jung sein, denn als es √§ltere Menschen gejagt hatte, war der Spa√ü und die Lust, die er bei anderen Jagden empfunden hatte nicht vorhanden gewesen. So hatte es eine Grenze gezogen und griff Menschen, die ihr drei√üigstes Lebensjahr √ľberschritten hatten nicht mehr an. Ein weiterer Gesichtspunkt war der Gehorsam seiner Opfer. Die meisten waren ohnehin j√ľnger als drei√üig und lebten noch bei ihren Eltern. Es beobachtete, ob die potentiellen Opfer sich respektvoll ihren Eltern gegen√ľber benahmen und ebenso anderen, √§lteren Dorfmitgliedern. Dann achtete es auch auf die Stimme. Es gab schrille Stimmen im Dorf, jedoch auch sanfte und beruhigende. Die Schrillen interessierten es nicht. Es mochte die Sanften, denn sie waren meist interlistig und umschmeichelten die √Ąlteren geschickt, hatten jedoch noch weniger Respekt als jene, die es offenkundig zur Schau stellten. Es h√∂rte sie oft genug reden, wenn sie sich allein w√§hnten. Als die Bestie begonnen hatte zu jagen, waren die Dorfbewohner davon √ľberzeugt gewesen, dass es nur junge Frauen oder M√§dchen anfalle. Es grinste b√∂sartig, als es die Reaktion mitbekommen hatte, als die Dorfbewohner merkten, dass es auch vor jungen M√§nnern und Jungen nicht Halt machte.
Es drehte seinen Kopf nochmals zur Leiche des M√§dchens um. Sie war besonders am√ľsant gewesen. Die panische Angst, die ihm entgegengeschlagen war, als es ihr bewusst geworden war, dass es ihre F√§hrte aufgenommen hatte. Schloss es die Augen, sah es die d√ľrren Beinchen, die den Weg entlang rannten, v√∂llig orientierungslos den K√∂rper in eine Richtung trugen, die sie nur weiter von der Sicherheit des Dorfes wegbrachte. Es hatte mit ihr gespielt, mit ihrer Angst. Sie in Sicherheit gewiegt und dann wieder angegriffen. Sie hatte zuerst nur geschrieen, dann war dieses Schreien langsam in ein Schluchzen und schlie√ülich in ein Wimmern √ľbergegangen. Dann hatte es schlie√ülich das letzte Mal zugeschlagen. Das wohlige Gef√ľhl, als seine festen Kiefer in das weiche Fleisch am Hals drangen und es den s√ľ√ülichen Geschmack des warmen Blutes schmeckte. Es hatte das Blut getrunken, doch nach wenigen Sekunden, als es den eisenartigen Geschmack erkannte von ihr abgelassen. Es hasste diesen Geschmack und erg√∂tzte sich immer nur wieder am ersten warmen Schwall des Blutes, in dem man das Eisen noch nicht so schmeckte.
Seine Ohren zuckten herum und es hob die Schnauze in die Luft. Sein Maul verzog sich erneut zu einem Grinsen. Diesmal hatten sie seine Spur schneller gefunden, als das letzte Mal. Es wusste jedoch, dass es nicht in Gefahr schwebte, die Menschen hatten viel zu viel Angst vor ihm, als dass sie es jagen w√ľrden. Ein letztes Mal streifte sein Blick den reglosen, blassen K√∂rper des M√§dchens. Sie war nur eine von vielen gewesen und in ihm schrie erneut die Macht nach einer neuen Jagd.
√Ąste knackten und es wurde heller, als die Menschen den leblosen K√∂rper fanden. Ein Raunen ging durch die Menge. ‚ÄěEs macht wieder Jagd!‚Äú

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mye
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Registriert: May 2003

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hallo

gef√§llt mir inhaltlich ganz gut, nette idee. nur sprachlich hakt es an einigen stellen, denke ich. irgendwie sind die s√§tze manchmal einfach ungl√ľcklich gebaut, so dass der lesefluss unterbrochen wurde. es k√∂nnte also fl√ľssiger sein. ansonsten aber -wie gesagt- eine nette, kleine horrorgeschichte.

gruß

mye
__________________
man findet keine freunde mit sala-at, man findet keine freunde mit sala-at... (die simpsons)

www.moviereporter.net

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