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Jahresausklang
Eingestellt am 27. 12. 2003 18:46


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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

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Jahresausklang

Nun ja, wie vielen von euch bewusst ist, neigt sich das Jahr zu Ende und es wird Zeit fĂŒr die verschiedensten AktivitĂ€ten.
1. ResĂŒmee zu ziehen.
2. Irgendwas des Jahres wÀhlen
3. VorsĂ€tze fĂŒr das Neue Jahr vornehmen

Nun, das ĂŒbliche Prozedere. Ein ResĂŒmee zu ziehen ist nicht immer sonderlich einfach. Schließlich besitzt so ein Jahr 365 Tage mit einer Vielzahl an Ereignissen. Welches dieser Ereignisse ist erwĂ€hnenswert? Welches dieser Ereignisse interessiert das geneigte Publikum?

Klar, eine große Menge an Menschen interessierten sich im endenden Jahr fĂŒr den letzten Teil der Herr der Ringe, einem imposanten Finale der Geschichte eines Ringes, der die Macht ĂŒber Mittelerde fast ĂŒbernahm.
Doch bezeichnenderweise waren es zwei kleine Hobbits, die Mittelerde retteten. Kein großer König, kein mĂ€chtiger Zauberer. Unscheinbare Geschöpfe waren es, die das Böse besiegten.
Und in Deutschland erinnerte man sich ein Jahr zu frĂŒh an den ersten Fußballweltmeistertitel. Dieser war direkt mit dem Wirtschaftswunder verbunden, die letzten Kriegsgefangenen kehrten heim, der KĂ€fer war noch keine Legende. Das Wunder von Bern ist ein Film, der Hoffnung gibt, der zeigt, dass man selbst auch etwas bewegen kann. Womit wir den BrĂŒckenschlag zu den Hobbits hĂ€tten.
Es war auch das Jahr des Buches, doch scheint dies keinen Literaten und auch keinen Intellektuellen zu freuen. Schließlich heißen die Autoren der Gegenwart Dieter Bohlen und Boris Becker. Gibt es nicht zu denken, dass deren Leben spannender und interessanter ist wie die erdachten Welten der deutschen Schreiber?

Tja, nicht nur die Leselupe hat ihr Bewertungssystem, welches ganz automatisch das beste Werk wÀhlt, indem es ein bestbewertetes Werk hat.
Andere mĂŒssen dies bewusst tun. Und da gibt es natĂŒrlich die unterschiedlichsten Formen. Wahl eine Jury von Kennern, oder die Wahl der Zuschauer, Leser, etc.
GeschÀftsmÀnner wÀhlen anders. Sie orientieren sich an Zahlen. Aber selbst dort gibt es Unterschiede. Der eine bevorzugt den prozentualen Gewinn, der zweite die Umsatzhöhe, wÀhrend der dritte die Mitarbeiterzahl nimmt.
Nehmen wir das Kino. Sollte die Besucherzahl oder der Umsatz ausschlaggebend sein? Und warum sind die vielbesuchten chinesischen und indischen Filme in keiner Statistik? Ist das eine andere Welt?
Das deutsche SF-Magazin NOVA wĂ€hlt den „Little Green Men Award“ fĂŒr die Goldene Himbeere der SF-Kritik. Ach ja, die MĂ€r von den kleinen grĂŒnen MĂ€nnchen haben wir einem amerikanischen Ufologen zu verdanken, der die Geschichten „“The Green Man“ and „The Green Man Returns“ in dem Magazin Amazing veröffentlichte.
Ähnliches gab es natĂŒrlich auch in der Leselupe. Nur steht ja hier statt SF die Erotik im Vordergrund. So rief die kaffeehausintellektuelle den „Bad Sex In Fiction Nominee“ aus, der – wenn auch geteilte Zustimmung – regen Zuspruch seitens des Leserinteresse erwarb.
Ach ja, die khi ist wie viele andere von uns gegangen. Vielleicht kehrt sie aber auch wie viele andere wieder zu uns zurĂŒck. Einzig die Streitkultur scheint immer bei der Leselupe zu verbleiben. Ist auch ein Preis.
Neben den Untertitel gibt es ja auch ungekrönte „Bestsellerautoren“. Es gibt da z.B. den Bewertungsmathematiker DeGie, dessen AusfĂŒhrung wohl jedem bekannt sein dĂŒrften. Wenn das kein Applaus wert ist.
In „Neues von der Leselupe“ befindet sich mein Ordner „Erfolgsmeldungen der Literaturtermine. Dies soll keine Nabelschau sein, sondern jedem Mitglied die Möglichkeit geben, seinen Erfolg mitzuteilen. Ich freue mich fĂŒr jeden, den ich dort outen darf und hoffe, dass auch die bisher nicht genannten Lupenmitglieder nĂ€chstes Jahr mehr GlĂŒck haben werden, sofern sie danach streben.

Was nimmt man sich fĂŒr das Neue Jahr vor? Viele wollen das Rauchen aufgeben, ich darf mit Freude verkĂŒnden, ein Vierteljahr qualmfrei zu sein, und das als filterloser Kettenraucher ( mehr oder weniger ). Vielleicht macht das jemandem Mut.
Als Administrator wĂŒnsche ich mir weniger Streit, mehr konstruktives Miteinander, mehr Kommentare, mehr Bewertungen, mehr ehrliches diskutieren.
Wobei die Frage sein dĂŒrfte, wie viel Ehrlichkeit verkraftet man? Wann sollte man besser Schweigen? Oder die Wahrheit biegen und die Kritik abdĂ€mpfen?
Eine schwierige Sache. Die Leselupe ist schließlich ein Sammelsurium. Erfahrene Schreiber, Internetneulinge, junge und alte Menschen, unterschiedlichster Bildung. Da ist es nicht immer einfach. Man sollte sich immer vor Augen halten, der GegenĂŒber ist auch nur ein Mensch, mit StĂ€rken und SchwĂ€chen. Mit guten und schlechten Tagen.
Und manchmal ist ein Streit ja auch etwas gutes.
Kennt ihr Blues? Man sagt, guten Blues kann man auch nur spielen, wenn man gelitten hat. Wie ist es mit Literatur. Ist Schreiben nicht auch Auseinandersetzung? Muss nicht eine Streitkultur existieren, um „interessantere Literatur“ hervorzubringen?
Den Idealfall der konstruktiven Kritik wird man wohl kaum immer treffen.
Daher ist der Wunsch fĂŒr das nĂ€chste Jahr gewiss.
Mehr Menschlichkeit. Dann klappt es auch mit dem Nachbarn.

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LuMen
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Registriert: Jan 2003

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stimmiger Ausklang

Hallo Michael,

Du hast einen detaillierten und humorvollen RĂŒck- und Ausblick gegeben, den ich mit VergnĂŒgen gelesen habe und der mir einige Erkenntnisse und Anregungen vermittelt hat.

Ich wĂŒnsche Dir einen guten Rutsch, wie man heute so schön sagt!

LuMen

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Michael Schmidt
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Registriert: Jan 2002

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Hallo LuMen,

freut mich, dich gut unterhalten zu können.

Auch dir einen guten Rutsch!

Michael

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