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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Jamaika – ... böse Mädchen kommen überall hin
Eingestellt am 29. 11. 2016 11:34


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EviEngel
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Jamaika –
... böse Mädchen kommen überall hin




Jessica lag am Strand des Grand Hotel Rose Hall in Montego-Bay und ließ sich von der Sonne verwöhnen.
'Erst einmal Jamaika', dachte sie, 'und dann mal sehen'.
Eines stand für sie fest: Der Rest des Lebens wird nur noch Urlaub.
Auf jeden Fall.
Absolut.
Wunderbar.
Jamaika war als Urlaubsort ideal, das wusste sie bereits, obwohl sie erst am Vortag angekommen war. Das Hotel war toll, nicht ganz billig jedoch fand sie den Service überragend. Der Strand mit dem herrlichen Karibik-Wasser lag direkt vor der Frühstücksterrasse.
Sie brauchte nur eine Hand zu heben und es kam jemand angeflitzt, erkundigte sich nach ihren Wünschen. Die Auswahl an Cocktails, die sogar hier am Strand serviert wurden, war beeindruckend.
Eine große Anzahl junger, wohl gewachsener, dunkelhäutiger Männer trieb sich am Strand herum und versuchte, mit den allein reisenden Damen anzubandeln. Sie warteten auf ein mehr oder weniger kleines Trinkgeld und waren bereit, dafür Großes zu leisten.
Dem Boy, ihrem Begleiter der ersten Urlaubsnacht, brauchte sie nichts vorzuspielen, er war mindestens so gut im Bett, wie ihr Mann annahm, dass er es sei.
Sie kicherte schadenfroh, als sie an ihn dachte.



„Du bist echt eine geile Schnecke!“, meinte Robert zu Jessica vor zwei Wochen. Sie lagen verschwitzt und entspannt im Bett, „Deswegen habe ich dich geheiratet. Ein so potenter und starker Stecher wie ich muss natürlich eine Frau haben, die mitgeht. Ich wette mit dir um alles was du willst, so einen geilen Fick wie von mir hast du noch nie gehabt und wirst du auch nie mehr haben.“
Er verschränkte seine Hände im Nacken, ganz offensichtlich mit sich und seiner Leistung zufrieden.
„Jetzt sei artig und mach Frühstück. Ich brauche ein weichgekochtes Ei und die aufgebackenen Brötchen. Ich geh schnell duschen. Los, beweg deinen süßen Arsch, der Tag ist kurz.“

Jessica stand in ihrem kurzen Hauskleidchen in der Küche und sinnierte darüber, wie sie auf diesen Typen hereinfallen konnte.
Er hatte sie getäuscht, eindeutig.
Sie war nie das, was man ein braves Mädchen nennen könnte. Als sie ihren jetzigen Mann auf einer Party kennen lernte, war sie mit ihm intim, als sie sich gerade drei Minuten kannten. Sie ließ sich von ihm im Vorratsraum neben der Küche vernaschen, die anderen Partygäste bedienten sich nur wenige Zentimeter hinter der unverschlossenen Tür am Buffet. Sie fand es geil, so locker drauf zu sein, es war cool.
Entgegen ihren Erwartungen entwickelte sich aus der hektischen Nummer eine andauernde Freundschaft. Sie lernte es, seine Aufmerksamkeit und seine Leidenschaft zu genießen, obwohl sie ihn an den seltsamsten Orten überfiel.
Sie fand es cool, als er sie auf der Motorhaube seines Autos in der Tiefgarage des Einkaufszentrums in der Stadtmitte nahm, wo sie jeden Augenblick mit Entdeckung rechnen mussten.
Sie fand es saucool, als er sie auf einer Autobahnbrücke vögelte und die unter ihr hindurch rasenden Autofahrer es sehen konnten.
Solche Locations waren seine Spezialität und sie lernte sie schätzen, teilweise war es ausgesprochen geil, was er mit ihr anstellte.
Außerdem stellte er sich als ein sehr aufmerksamer Liebhaber heraus, der es nie versäumte, ihr Geschenke mitzubringen. Manchmal Schmuck, mindestens aber eine einzelne Rose.
Sie schenkte ihm dafür ihr Herz und das 'Ja'-Wort, als er sie danach fragte. Erst nach der Heirat wurde er zu dem aggressiven, selbstgefälligen Macho, wie sie ihn nun erleben musste.
Im Nachhinein betrachte war es blöd, sich auf einen solchen Typen einzulassen. Das man hinterher immer schlauer ist, war nur ein schwacher Trost für sie.
Sie ließ sich überreden, ihren Job aufzugeben um nur für ihn da zu sein. Vor der Hochzeit hörte es sich prima an, die öde Arzthelferinnen-Tätigkeit aufzugeben und sich den ganzen Tag zu Hause pflegen zu können. Sie träumte damals von 'Dolce-Vita', von Feiern und Partys. Später sollten mal Kinder her, so stellte sie es sich vor, und sie würden eine glückliche Familie sein.

Jetzt, zwei Jahre danach, sann sie darauf, wie sie ihn loswerden könnte. Er benahm sich zu peinlich, so selbstgefällig und übertrieben machohaft. Er pflegte seine Marotten und eine unerträgliche Eifersucht so intensiv, dass sich ihre Freunde nach und nach verabschiedeten. Außerdem stellte er sich als aggressiver Streithahn heraus, vor dessen Wutausbrüchen sie mehr und mehr Angst bekam.
Kinder lehnte er rundweg ab. Vor der Hochzeit hörte sich das ganz anders an:
„Schatz, sicher wirst du Kinder haben, sicher. Schau dir mein Haus an, es wäre doch für Kinder ideal.“
So war es auch. Das große Grundstück in dieser wunderschönen Lage war wie geschaffen für Kinder und das geräumige Haus würde widerhallen vom Kinderlärm. Das war ihr Traum, den er ebenfalls nährte, um sie bei Laune zu halten.
Sie träumte, dass der ungemütliche Designerkasten, auf den ihr Mann so unglaublich stolz war, für Kinder in ein gemütliches Heim umgewandelt werden könnte. Sie stellte sich vor, Kiefernmöbel zwischen die kalten, lackierten Designermöbel zu stellen, damit die warmen Farben des Naturholzes die triste schwarz-weiß-Landschaft auflockerten und heimelig machten.
Heute meinte er nur, wenn sie auf ihren Kinderwunsch zu sprechen kam:
„Kinder würden nur alles schmutzig machen. Du hast doch noch Zeit, lass uns unser Leben genießen.“
Leben genießen!
Er genoss und sie hatte für ihn da zu sein, Köchin, Putzfrau und Hure in Personalunion.
Zu Anfang fand sie seine Auswahl an ausgefallenen Locations witzig und geil. Er trieb es mit ihr an den unmöglichsten Stellen. Nachts in einem hell beleuchteten Automatenrestaurant, im Waschraum einer Rockerkneipe, auf der Aussichtsplattform eines Feuermeldeturms hoch über dem Wald.
Mittlerweile jedoch führte ihre Abneigung gegen ihn dazu, dass sie das Geile nicht mehr zu schätzen wusste, sondern ihr wurde die Auswahl der Orte, an denen er seiner ausgefallenen Leidenschaft nachging, zu extrem, immer öffentlicher und damit immer peinlicher. Seine ausgefallene Neigung führte zu unglaublichen Szenen. Stets stand sie in deren Mittelpunkt, denn er verpflichtete sie, nackt zu sein oder sehr spärlich bekleidet. Echt peinlich. Die Aversion dagegen wuchs von Mal zu mal, das bemerkte er sehr wohl, es kümmerte ihn jedoch nicht.
Das, was sie früher mit Leidenschaft erfüllte, was sie damals zu lustvoller Raserei trieb, war zu einer ungeliebten, gar gehassten Pflicht geworden. Je öfter er Sex auf diese Art von ihr verlangte, desto intensiver lehnte sie ihn ab.


„Wir treffen uns pünktlich zur Mittagspause in der Gemüseabteilung im Supermarkt, ist das klar? Du ziehst einen von den kurzen Röcken an und nichts darunter, kapiert?“, ordnete er während des Frühstücks an.
„In unserem Supermarkt? Robert“, versuchte sie einzuwenden, „Robert, das geht doch nicht. Uns kennen dort alle, die Nachbarin sitzt an der Kasse und ihre Tochter steht hinter der Fleischtheke. Können wir es nicht irgendwo anders …?“
Robert lächelte amüsiert.
„Schatz, es braucht dir doch nicht peinlich zu sein. Das sind einfache, dumme Leute. Natürlich kennen die dich, aber was hat das zu bedeuten?“
„Nichts bedeutet das“, fuhr er fort, „wir gehen sehr diskret vor, es wird niemand bemerken, wir müssen halt vorsichtig sein. Aber eines ist ganz sicher, nämlich, dass ich meine Frau ficken kann wann und wo ich will. Da lasse ich mir nicht hineinreden.“
Er schaute wieder so aggressiv und fügte mit erhobenem Zeigefinger hinzu:
„Von Niemandem! Damit das mal klar ist!“
Er köpfte sein Ei auf sehr hitzige Art, als hätte ihm das Ding etwas vorzuschreiben gewagt, lächelte dann und meinte verschmitzt:
„Außerdem, wenn uns tatsächlich jemand beobachtet, so dient das nur seiner Weiterbildung. Von mir kann jeder Mann etwas lernen.“
„Und von dir können sie auch etwas lernen“, fügte er versöhnlich an, „wie du bei allem Schweinkram, den du in deinem hübschen Köpfchen aufbewahrst, immer noch so unschuldig aussehen kannst, als wenn du kein Wässerchen trüben könntest.“
Jessica fand keine Einwände, die gegen seine Überzeugung Bestand gehabt hätten. Wenn er sich etwas in den Kopf setzte, dann gab es keinen anderen Weg, zu dem sie ihn überreden könnte.
„Der Versicherungsvertreter kommt gleich, was soll ich ihm sagen?“, fragte sie, um ein neues Thema anzuschneiden.
„Ach, lass mich mit dem Verwaltungskram in Ruhe, ok? Ich will meine Lebensversicherung erhöhen, damit meine kleine Frau versorgt ist, auch wenn ich mal ins Gras beiße. Auf fünzigtausend oder so, man soll ja nicht übertreiben. Kann nicht so schwierig sein, mach du das mal.“
Er kniff ihr in die Wange.
„Wobei es sehr unwahrscheinlich ist, dass du mich überlebst. Bei meinem gesunden Lebenswandel werde ich wahrscheinlich hundertzwanzig Jahre alt.“
'Ins Gras beißen' war ein interessanter Gedanke, wie Jessica für sich anzüglich bemerkte.



Sie trug eines ihrer kurzen Hauskleidchen, das ihr Mann sehr gern an ihr sah, sie jedoch sonst niemandem vorführte, als der Versicherungsmakler pünktlich erschien. Es war bereits ihr drittes Treffen mit dem Fachmann und heute sollten die Beratungsgespräche in eine Vertragserhöhung münden.
Sie wollte ihn möglichst für sich einnehmen und ablenken, damit er den wahren Hintergrund der Erhöhung nicht erahnte und sich nicht womöglich bei ihrem Mann rückversicherte.
Jessicas Entschluss stand fest, ihr Mann musste weg. Es gab noch keinen exakten Plan, wie das geschehen sollte, jedoch stand ihr Entschluss fest. Scheidung kam für sie nicht in Frage, dagegen stand der Ehevertrag, in den sie damals blauäugig einwilligte. Sie wollte 'danach' ausgesorgt haben und musste aus dem Grund die Lebensversicherung deutlich erhöhen. Wenn ihr Mann das Ausmaß der Erhöhung erführe, würde er sicher Einwände dagegen haben und ganz sicher würde er misstrauisch werden. Das wollte sie unbedingt vermeiden. Sie musste den Vertreter dazu bringen, dass er sie als alleinige Verhandlungspartnerin akzeptierte, ansonsten war ein weiterer Wutausbruch ihres Mannes zu befürchten. Falls er von ihrer Absicht erführe würde er gewiss misstrauisch werden. So weit war es bereits gekommen, aus Angst vor ihrem Mann musste sie Heimlichkeiten pflegen.
Sie kicherte leise, nur für sich.
Sie kannte einen sehr effektiven und lustvollen Weg, wie sie den Makler für sich gewinnen wollte. Wenn sie das, was sie jetzt plante, mit 'Heimlichkeiten' umschrieb, war es wirklich zum Kichern.

Der Versicherungsmann schluckte trocken, als er sie in dem kurzen Kleidchen erblickte.
„Sie können erhöhen, so viel Sie wollen. Den Antrag habe ich hier“, sagte er mit belegter Stimme.
Er schluckte erneut.
„Sie sehen aber heiß aus“, meinte er nach kurzer Pause.
„Ja“, bestätigte sie und schaute ihn mit großen Augen an. Wenn er nicht verstand, was sie von ihm erwartete und was für ihn möglich war, dann war ihm nicht zu helfen.
„Wie trinken Sie ihren Kaffee? Mit Milch? Mit Zucker? Schwarz?“
„Schwarz mit Zucker bitte“, stammelte er mehr, als er es gelassen aussprach.
Er räusperte sich.
Er machte eine Geste, als sei ihm der Hemdkragen zu eng.
„Wäre denn die Erhöhung sofort wirksam?“, fragte sie mit einem sinnlichen Augenaufschlag, „Mein Mann legt großen Wert darauf, dass ich sofort abgesichert bin. Sie sagten letztens, dass Sie die Möglichkeit hätten, den Antrag vorzudatieren, um die dreimonatige Wartezeit zu umgehen“, sagte sie, als sie den Kaffee servierte. Sie beugte sich weit vor, um ihm einen Einblick in ihr Dekolletee zu ermöglichen.
„Selbstverständlich“, antwortete er schnell. Er löste mit Mühe seinen Blick von ihrer Brust. Wenn sie ihn über Versicherungen ausfragte, stand er auf festem Boden, gab schnell und sicher Antwort, sobald sie ihm jedoch Einblick in das Kleid gewährte, kam ihm die Sicherheit abhanden, er begann zu stammeln und zu stottern. Jessica war ganz offensichtlich auf dem richtigen Weg.
„Ist Ihnen auch so warm?“, fragte sie hinterhältig und öffnete einige Knöpfe des kurzen Hauskleidchens. Sie zeigte ihm nun den Brustansatz und ein komplettes Bein. Er schluckte erneut und fuhr sich mit der gleichen Geste wie vorher hinter den Hemdkragen.
„Die drei Monate sind wohl unumgänglich, wie? Habe ich das richtig verstanden?“, fragte sie mit möglichst tiefer, sinnlicher Stimme.
„Oh-oh-ohja!“, bestätigte der Versicherungsmakler, „Ohja, das haben Sie ausgezeichnet verstanden.“
„Kein Wunder bei den hübschen Öhrchen“, fügte er linkisch an.
„Bitte?“, fragte sie nach und schaute den Mann durch die Wimpern hindurch an, „Wie?“
„Ach nichts, nichts, ich wollte nur ...“
„Jaah?“, machte Jessica. Sie wusste um die Wirkung dieses speziellen Augenaufschlags, den sie ihm nun vorführte. Was sie damit bezweckte und zu erreichen schien, verursachte bei ihr Schmetterlinge im Bauch und Wärme im Unterleib.
Er führte erneut die Geste des zu engen Kragens vor.
„Nun“, sagte sie und schlug ausführlich die Beine übereinander, so, dass er jede Bewegung und jeden Quadratmillimeter Haut mitbekam, den sie ihm zeigen wollte. Auch die gezierte Bewegung, mit der sie das Kleidchen zurecht zupfte, um ihre bloßen Beine zu bedecken führte sie nur aus diesem einen Grund durch.
Noch einmal dieser Augenaufschlag. Sie umfasste ein Knie mit beiden Händen, verschränkte sie dahinter und präsentierte ihren Körper, zeigte die Beine in voller Länge, betonte die Brüste.
Er schien verstanden zu haben, richtete sich auf, brachte sein Gesicht ganz nah zu ihrem. Sie wich nicht aus und empfing ein erstes, kleines Küsschen.
„Sie gehen aber ran!“, lobte sie ihn und fuhr dann geschäftsmäßig fort: „Mein Mann hat mich beauftragt, die Versicherung zu erhöhen, aber das ist ja kein Problem, nicht wahr?“, meinte sie locker „Er wollte, dass sie ab sofort gültig ist. Er meinte, nicht, dass er morgen gegen einen Baum fährt und es gibt noch keinen Versicherungsschutz, haha.“
Sie sprach so locker wie möglich und schaute ihn gespannt an.
Der Makler nahm eine weitere Kostprobe von ihren Lippen. Sie gab sich mehr ein, rückte zu ihm, reckte ihm die Brust entgegen. Die flatternden Schmetterlinge bemühten sich darum, in ihrem Körper die Oberhand zu gewinnen.
Etwas atemlos sagte sie in seinen geöffneten Mund hinein:
„Können wir das erst ausfüllen und unterschreiben?“
Er ließ etwas Dampf ab, riss sich zusammen und sagte:
„Ja, natürlich.“
Sie begannen, Formulare auszufüllen.
„Von Zehntausend auf fünf Millionen?“, fragte er perplex.
„Ja, das ist sein Wunsch“, erklärte Jessica. Sie drückte die Brust so weit heraus, wie es nur ging.
„Maximal eine Million“, meinte der Fachmann, „Maximal.“
„Ach!“, Jessicas Planungen beruhten auf mehr als einer Million, „Mein Mann wollte aber auf fünf Millionen erhöhen.“
„Für Abschlüsse über eine Million Versicherungssumme muss ich in der Zentrale nachfragen und mir schriftlich genehmigen lassen“, er warf einen Blick auf ihre nackten Beine, „das kann dauern“, schloss er an.
Dann fiel ihm etwas ein, er fügte hinzu:
„Aber bei Unfall werden aus der einen Million fünf.“
„Ach“, wiederholte Jessica nachdenklich, „bei Unfall fünf?“
„Ja“, bestätigte der Versicherungsmakler. Er hielt ihr den Kugelschreiber zur Unterzeichnung entgegen.
Jessica sann kurz nach, dann lächelte sie den Makler an und unterschrieb. Es gab noch einige Formulare, er zeigte ihr die Vordatierung, raffte die Papiere zusammen und stopfte sie in seine Mappe.
Jessica war erhitzt, erregt von den Aussichten in die allernächste Zukunft und was sich am Horizont abzeichnete.
Sie wollte fortführen, was sie begonnen hatte, um sicher zu stellen, dass er die Vertragsänderung und -erhöhung mitsamt der Vordatierung unmittelbar weiter leitete. Außerdem musste sie ihrem Mann unbedingt eins auswischen, unbedingt. Wenn der wüsste ...
Was würde er sagen, wenn er erführe, dass einer der 'primitiven einfachen Leute' mit seiner Frau schlief und sie ihn mit einem 'von denen' betrog? In seinem eigenen Haus? In seinem eigenen Bett?
Es war ihr zum Kichern zumute.
Sie war geil, zeigte es deutlich, näherte sich dem Versicherungsmann lächelnd und fragte:
„Wo sind wir stehengeblieben?“
„Oh!“, erwiderte der, der Kragen wurde scheinbar erneut eng. Seine Kundin öffnete ihm lächelnd den Kragenknopf und löste den Krawattenknoten.
„Die brauchst du im Moment nicht“, meinte sie locker.
Sie zog ihn ins Schlafzimmer.
Der Futon war bereits abgedeckt, sie war gründlich vorbereitet. Es lagen einige Kissen auf der breiten Matratze, ansonsten war dort reichlich Platz für lustvolle Spielchen. Sie knöpfte sein Hemd auf und sagte:
„Lass uns den Vertrag besiegeln.“
Er packte ihre Brüste, die sie ihm entgegen reckte, glitt mit beiden Händen unter den Stoff des Kleides. Sie schloss verzückt die Augen. Er langte kraftvoll zu, zwirbelte die Warzen exakt auf die Art, wie sie es liebte. Er schien ein Frauenversteher zu sein, zumindest, was den Sex anbelangte.
„Ohja!“, bestärkte sie ihn. Er langte in ihren Schritt, auch dort benahm er sich gesittet und erfahren, verbreitete Hitze, zeigte sein Verlangen, vergrößerte das ihre. Sie öffnete den einzigen Knopf, der das Kleidchen noch zusammenhielt, ließ es über die Arme hinuntergleiten und ließ sich nackt und bloß erst bewundern, um sich sich an ihren Lover anzuschmiegen, um ihm zu zeigen, dass sie sich ihm gab, dass sie auf Befriedigung wartete und seine erleben wollte.
„Komm!“, sagte sie und lockte ihn aufs Bett. Er entkleidete sich in Windeseile, legte sich rasch zwischen ihre Beine und küsste sie sehr intensiv.
Jessica konnte es kaum erwarten, dass er sich an ihr Lust verschaffte. Sie verfügte mit diesem Schritt über das, was ihr Mann als sein Refugium, als sein Eigentum betrachtete. Dabei war sie es, Jessica, und es war ihr Körper. Der gehörte ihr und niemandem sonst. Damit unternahm sie, wozu sie Lust hatte.
Die Lust, ihn hinzugeben und einem fremden Begehren stattzugeben, der gab sie hier und jetzt nach, so wie es ihr passte.
Hinzu kam das starke Gefühl, den fremden Mann vollkommen in der Hand zu haben. Das beglückte sie beinahe eben so sehr, wie die Freude auf den verbotenen Sex.
Sie wies dem Makler den Weg und empfing seinen Penis, den er langsam und genüsslich einschob.
Er füllte sie in ungewohntem Ausmaß.
Das Gefühl des Eindringens dauerte erheblich länger, füllte sie deutlich mehr an, als sie es bisher gewohnt war und ging auch erheblich weiter, höher hinauf, tiefer hinein.
Er beherrschte sie, überwältigte sie.
Sie japste überrascht.
Als sich ihre Schamhügel berührten, drückte er noch ein wenig nach und verharrte:
„Und? Gefällt er dir?“
Sie fühlte sich in einem Maße dominiert und erobert, wie sie es noch nie empfunden hatte. Sie umklammerte den fremden Mann mit Armen und Beinen, gab ihm auf diese Weise zu verstehen, wie sehr sie 'Ihn' mochte und erwiderte den Druck. Sie war beherrscht von unbändigem Verlangen, der Mann füllte sie aus, nahm sie in Besitz, verdrängte mit seiner enormen Präsenz ihren eigenen Willen. Sie musste sich bedingungslos geben, zur Verfügung stellen.
Dann begann er sie zu vögeln, sehr erfahren und umsichtig. Er zog seinen Prachtburschen nahezu vollständig heraus, sehr langsam. Ihr wurde schwindelig von der Macht, die dieser Mann besaß, von diesem wunderbaren Penis, mit dem sie dieser wundervolle Mann beglückte, mit dem er einen so lustvollen Reiz ausübte, dass sie sofort von allem Irdischen abhob und in die Weiten der Lust aufstieg.
Sie rief ihm ihre Lust zu, als er sich wieder einschob, jauchzte bei jeder seiner Bewegungen, erwiderte die schneller aufeinander folgenden Stöße und gab sich Mühe, exakt das von ihm vorgegebene Tempo mitzugehen.
Er wechselte die Geschwindigkeit und weckte damit in ihr himmlische Gefühle. Er legte eine Pause ein und schob ihre Beine ganz zusammen. Sie wurde dadurch so eng, dass sie entsetzt aufschluchzte, als er sich hinaus und wieder hinein bewegte, es rubbelte ganz schrecklich wunderbar.
„Ist das geil!“, sang sie, er grunzte zustimmend. Er stieß sie mit ganz ganz kleinen Bewegungen, schnell hintereinander.
„Nein!“, sang sie, „Nein! Ohja, ohja!“
Sie hieb dem hämmernden Schwanz entgegen, die Beine hinter seine Oberschenkel geklammert, laut keuchend und stöhnend.
„Ich werd verrückt!“, rief sie. Die ansteigende Lustwoge drohte sie umzubringen. Ihr Herz raste, sie verlor die Kontrolle über ihre Körperfunktionen. Sie hämmerten wie wild auf einander ein, er begann tief und guttural zu stöhnen. Ihre Geräusche waren mehr ein Kreischen als ein Stöhnen, der heranrasende Orgasmus überwältigte sie, nahm ihr jedes bewusste Denken. Sie krallte sich in seinem Rücken fest und rief:
„Ja! Ja! Ja!“
Er stöhnte ebenfalls, nagelte sie noch fester in die Matratze, geriet in hemmungslose Raserei. Er brüllte wie ein Löwe und schoss ihr den Samen ein, den sie von ihm mit der unglaublichen Hitze in ihrem Inneren hervor lockte. Für sie entstand dadurch abermals ein Kick der sie noch einmal aufschluchzen ließ vor Lust. Sie umklammerte ihn fest, presste ihr Becken an seines um auch den letzten Tropfen aus dem Samenspender zu erhalten.
Er bohrte sein Gesicht neben ihrem Kopf in das Kissen.
„Mein Gott!“, sagte er und schaute sie an.
„Mein Gott!“, wiederholte er, „Das ist ja unfassbar. Liebe Güte, was bist du für eine heiße Frau.“
„Oh“, keuchte sie stolz lächelnd. Sie hielt die Augen geschlossen im Nachhall der Gefühle.
„Meine Güte, was bist du stark“, meinte sie nach einiger Zeit, in der sich der Atem beruhigte.
„Und du bist gut gebaut“, rutschte es ihr heraus, „Wahnsinn. Lass mich mal sehen“, traute sie sich zu sagen.
Sie benahm sich, entgegen ihrer üblichen Zurückhaltung, vollkommen schamlos. Sie wollte, sie musste das Ding sehen, das sie auf diese unglaubliche Art zu beglücken in der Lage war.
Sie hätte niemals gedacht, dass sich ein Größenunterschied so deutlich bemerkbar machen würde.
Sie beobachtete gespannt, wie er das lange Ding aus ihr herauszog.
Er legte sich neben sie und stellte vor:
„Das ist Johnny. Johnny, das ist Jessica, Jessica, das ist Johnny.“
„Boh eh!“, sagte sie ehrfürchtig und nahm das saftglänzende Monstrum in die Hand. „Boh eh!“, wiederholte sie. Sie schob die Haut zurück und ließ sie wieder vor gleiten.
„Geiles Teil!“, sagte sie ehrfürchtig, „Echt, so einen Großen habe ich noch nie gesehen.“
„Tja“, meinte er selbstgefällig, „das richtige Werkzeug führt zu dem richtigen Ergebnis. War geil, oder?“
„Ohja!“, bestätigte sie.

Nachdem er gegangen war, legte sie sich noch einmal hin. Dieses starke Gefühl, dieser überwältigende Nachhall schaffte sie, er machte sie glücklich, jedoch nahm er ihr die Kraft, aufzustehen, sie musste ruhen und genießen.
Die Planung der Ereignisse, für die sie die erhöhte und vordatierte Lebensversicherung benötigte, geriet kurz ins Wanken.
„Achwas!“, verwarf sie den auftauchenden Einwand. Lebenslanger Urlaub winkte und Gelegenheiten, mit einem Mann mit großem Geschlechtsteil Sex zu haben, würden sich immer ergeben.
Trotzdem musste sie eingestehen, dass das Erlebte sehr exquisit war. Doch, es, er war beeindruckend.
Mit der Verführung wollte sie ursprünglich den Mann fest in die Hand bekommen und ihrem Herrn Gemahl eins auswischen. Dass sich aus dieser Absicht heraus ein solches Vergnügen entwickeln würde, war nicht vorauszusehen. Sie gestand sich verschämt ein, dass sie doppelte und dreifache Freude empfand.
Sie würde ihn gern wiedersehen, oh ja.
Am liebsten würde sie es ihrem Mann erzählen.
Der würde platzen.
Die Gedanken hüpften in ihrem Kopf herum und blieben an einer Frage hängen:
Wie könnte sie einen tödlichen Unfall herbeiführen?

Bevor sie aufbrach, um ihren Mann zu treffen, duschte sie. Sie meinte den Duft des vorhin erlebten unter dem warmen Wasserstrahl noch riechen zu können. Der Gedanke an den heißen Sex törnte sie weiterhin an. Sie fühlte sich wunderbar mit ihrem schmutzigen Geheimnis, es machte sie scharf, es ließ sie immer geiler werden. Es war nicht auszudenken, wie ihr Mann reagieren würde, wenn er davon erführe. Sie kicherte schadenfroh.
Der Gedanke an die bevorstehende Gefahr machte sie noch heißer als sie schon war.
Sie zog den sehr kurzen, leicht ausgestellten schwarzen Rock an und nichts darunter, wie von ihrem Mann befohlen. Wenn sie sich schnell umwendete, schleuderte der Rock hinauf und man könnte ihre Nacktheit sehen. Auch ein einfacher Windstoß könnte ihre Blöße sichtbar werden lassen.
Die Erinnerung an das Erlebnis mit dem Versicherungskerl heizte sie weiterhin an, sorgte für sich stetig steigernde Hitze, es machte sie sogar so heiß, dass sie das Bewusstsein, gleich etwas ganz und gar Unanständiges zu unternehmen und gehorsam zur Verfügung stehen zu müssen, noch heißer werden ließ.
Im Supermarkt nahm sie sich einen Wagen, stellte sich in die Gemüseabteilung und wartete. Er trat von hinten an sie heran, als sie sich über die Äpfel beugte. Sie roch sein Aftershave, bevor er sie berührte. Wie üblich streichelte er mit der flachen Hand die Innenseite ihres Beines hinauf, bis er entdeckte, dass sie seine gehorsame Frau war. Und noch etwas entdeckte er.
„Du bist ja total nass, du geiles Weibchen. Und dabei tust du immer so, als wenn es dir nicht gefallen würde. Du siehst aus wie ein Schulmädchen und unter deinem Rock wartet ein hungriges Monster.“
Sie drehte den Kopf zur Seite und küsste ihn, er spielte derweil mit der Hand an ihrer Möse.
„Ahja!“, meinte er ironisch und schleckte den Finger ab. Sein selbstzufriedener Blick machte sie wütend.
„Gott bist du eine geile Schnecke, wenn ich dich nicht bereits geheiratet hätte, dann müsstest du mich jetzt heiraten“, meinte er.
Er ließ von ihr ab und tat so, als wenn er sich für die Gemüseauslage interessierte.
Das Top, das sie trug, war dazu gedacht, über einem Shirt getragen zu werden. Es bedeckte die Brüste knapp und wurde von einem dünnen Band gehalten, das im Nacken zusammen geknotet wurde. Der hauchdünne Stoff zeichnete ihre Formen exakt nach und ließ das Dunkel ihrer Brustwarzen durchscheinen. Sie kam sich unglaublich erotisch und leichtsinnig vor. Dass sie hier zwischen Nachbarn und Bekannten halbnackt herum lief und auch noch Sex haben würde, überaus heimlich, führte zu beinahe ungebremst wachsender Geilheit. Allein der Gedanke daran, wie unvorstellbar peinlich es wäre, wenn man sie hier erwischte, hielt sie davon ab, sich gleich hier nackt auf die Äpfel zu legen und sich zum ficken anzubieten.
Sie ging in den nächsten Gang, Robert folgte ihr dichtauf. Hier waren sie allein und fühlten sich unbeobachtet. Sie schaute die Konserven an und gab vor etwas zu suchen. Ihr Mann trat hinter sie und fuhr erneut mit der Hand unter den Rock. Sie bog das Kreuz durch, um ihm den Zugriff auf den wichtigsten Punkt zu ermöglichen. Er traf den Punkt, streichelte sie auf seine üblich Art, hart, fordernd, dominant.
Jessicas Knie wurden weich, sie konnte sich gegen das Gefühl nicht wehren. Robert beließ seine Hand unter dem Rock. Als sie ein paar Schritte ging, behielt er die Hand an ihrer Möse, zwei seiner Finger flutschten hinein, mit dem Daumen berührte er den Anus. Sie schloss die Augen, stöhnte leise und musste sich an das Regal lehnen. Es war peinlich hier in der Öffentlichkeit dermaßen große Lust zu empfinden, jedoch auch unfassbar geil. Sie bekam weiche Knie, er musste sie stützen.
„Siehste, Schatz, du genießt es auch. Also hab dich nicht so.“
Ein Ehepaar bog in den Gang ein, Robert ließ von ihr ab.
Jessica war außerstande, sich freihändig auf den Beinen zu halten, sie musste sich am Regal festhalten. Robert schlenderte davon.
Das Paar passierte sie gemächlich, der Mann schaute interessiert auf die leicht bekleidete junge Frau, die sich offensichtlich auf das Regal stützen musste.
„Alles in Ordnung?“, fragte er besorgt.
„Ja, danke“, erwiderte Jessica. Sie riss sich zusammen und folgte Robert, langsam und vorsichtig, immer am Regal entlang.
Robert stand an den Tiefkühlgeräten. Sie ahnte, was als Nächstes kommen sollte. Einerseits lehnte sie es ab, wie sie es bisher immer getan hatte, andererseits war sie heute in einer Stimmung, in der sie es genießen können würde. Sie beugte sich über die tiefgefrorenen polnischen Gänse und wartete auf ihren Mann. Der drängte sich an sie, sein Glied stach lang und hart aus der Hose. Es flutschte ohne Verzögerung in ihre empfangsbereite Möse. Er knallte sie mit aller Kraft und hoher Geschwindigkeit, um schnell fertig zu werden.
'Ist das geil!', sang es in ihr.
Es kam jemand um die Ecke, Robert verbarg seine Blöße hinter dem Jackett auf seinem Arm. Jessicas Knie waren weich, sie konnte sich nicht allein auf den Beinen halten, denn sie stand unmittelbar vor dem Höhepunkt.
Die Gefahr entdeckt zu werden und die absurde Aussicht auf die tiefgefrorenen Gänse beflügelten ihre Emotionen. Hinzu kam eine Hemmungslosigkeit, die sie bisher nicht kannte, die sie aus dem Zusammensein mit dem Versicherungsmann bezog und hier vollkommen frei auslebte.
Sie hielt sich an Robert fest, der umarmte und hielt sie.
„Du bist eine so geile Schnecke, ich könnte dich in jedem Augenblick den ich dich sehe, vögeln“, raunte er ihr ins Ohr.
Die Kundin verschwand nach einem schrägen Blick auf das Pärchen.
„Mach ihn mir wieder hart!“, flüsterte Robert. Jessica war so heiß, sie tat etwas, was sie nie freiwillig über sich bringen würde. Sie ging in die Hocke, nahm Roberts Schwanz in den Mund, lutschte intensiv daran um ihn wieder hart zu bekommen. Robert verbarg sie mit Mühe hinter seinem Jackett. Jessica lutschte mit Inbrunst den Schweif, der sie gleich wieder beglücken würde, hier im Supermarkt, hier, unter Bekannten und Nachbarn.
Als er hart genug war, beugte sie sich wieder über die polnischen Gänse. Der ersehnte Reiz fand erneut statt, vertiefte sich, brachte sie zur Raserei, zu unbeherrschbaren Zuckungen der Arme. Robert knallte seine Frau mit aller Kraft und hoher Geschwindigkeit. Sie spürte es heraufkommen, ihr Mann schien ebenfalls gleich so weit zu sein, er begann bereits, sich zu verkrampfen. Jessica ließ es laufen, jawohl, jetzt, ab jetzt war alles egal, kein Einfluss mehr möglich. Ihr Mann hämmerte wild und war beinahe soweit, da ertönte eine Stimme:
„Ich glaub, der Mond latscht durch die Gurken. Was machen Sie denn da? Hallo? Hören Sie SOFORT auf!“
Es gab jedoch weder für Jessica noch für Robert eine Möglichkeit, zu stoppen, sie befanden sich mitten in der Ekstase. Robert stöhnte sein Entlastungs-Stöhnen, Jessica quiekte, weil sie versuchte, ihr Stöhnen zu unterdrücken.
„Hören Sie auf, sage ich!“, brüllte der Mann, der mit großen Schritten auf sie zueilte.
Robert verstaute sein bestes Stück, schnappte Jessicas Ellbogen, drehte dem heran eilenden Hausangestellten den Rücken zu und führte sie davon.
Hinter der Kasse wartete jemand auf sie.
„Hausdetektiv, guten Tag. Bitte begleiten Sie mich für eine Minute.“
„Wieso, was ist?“, fragte Robert und drängte Richtung Ausgang, „Wir haben leider keine Zeit.“
„Bitte kommen Sie mit, ansonsten muss ich Sie anzeigen, Herr Wolters.“
Robert war total überrascht.
„Woher wollen Sie wissen, dass ich Wolters heiße?“
„Ihre Frau kauft hier mit Kreditkarte ein, wir kennen unsere Kunden.“
Sie gingen mit und bekamen im Beisein des Marktleiters, der Jessica ebenfalls kannte und sie bisher immer sehr freundlich grüßte, ein Video vorgespielt, das alle ihre Aktivitäten zeigte.
„Mit einem Hausverbot sind sie noch glimpflich davongekommen, das versichere ich Ihnen. Auf Nimmerwiedersehen.“
Es war Jessica unglaublich peinlich. Wie die Nachbarin, die in einer der Kassen saß, schaute, mit welch abschätzigem Blick der Hausdetektiv und der Marktleiter sie bedachten. Oberpeinlich.
Nein, so ging es nicht weiter. Sie konnte sich bald nirgends mehr blicken lassen. Der Vorfall bestärkte sie erneut in ihrem Vorhaben.
Robert war alles egal.
„Macht doch nichts“, meinte er locker, als sie zum Auto gingen, „es gibt Supermärkte wie Sand am Meer. Übermorgen machen wir etwas Geiles, wird dir Spaß machen.“
„Übermorgen? Was ist morgen?“, fragte Jessica naiv.
Robert grinste, er schien sich bestätigt zu fühlen.
„Kannst es kaum noch erwarten, stimmt's?“, er zwinkerte ihr verschwörerisch zu, „Geht mir genauso. Morgen bin ich zu einer Schulung, da komme ich nicht weg, aber übermorgen wird geil, versprochen. Du hast in dem Rock übrigens einen supergeilen Arsch, Mädchen, hammergeil. Obenrum siehst du aus wie die Unschuld vom Lande und vom Hals abwärts wie ein Pin-Up-Girl. Echt scharf.“
Damit war das Thema für ihn erledigt.



Ihr Mann stand früh auf, weil er zu der Schulung weiter und länger fahren musste als sonst, Jessica blieb im Bett. Sie dachte an den geilen Schwanz des Versicherungsmaklers, Johnny. Es wurde ihr warm unter der Decke. Sie machte es sich häufig morgens, wenn ihr Mann weg war oder manchmal auch, wenn er noch im Bad war. Sie fand es erregend, es zu tun, während er jede Sekunde hereinkommen konnte. Sie dachte an den großen Schwanz, an das Gefühl beim Einschub, das endlose Einschieben. Sie rieb wie wild an der Klit, mit zwei Fingern vögelte sie sich. Sie kam zu einem heftigen Höhepunkt, heftig, ungebremst, laut aufschluchzend.
Das war ein schweinegeiler Schwanz, der Johnny, dachte sie noch einmal verschämt, echt, schweinegeil. Bevor sie es sich ein zweites Mal machen musste, stand sie lieber auf, erledigte ihre Morgentoilette und ihre Morgenaufgaben.
Das Telefon läutete, es meldete sich der Versicherungsmakler. Ihr Herz raste, als sie ihn erkannte.
„Hi!“, meinte er, „Ich bin in einer halben Stunde mit einem Termin in deiner Nähe fertig, hast du einen Kaffee für mich?“
„Ja“, sagte sie, unvermittelt atemlos.
„Soll ich etwas mitbringen? Brötchen oder so?“
„Ja“, Jessica war erst recht atemlos, sie rang mit sich und sagte dann: „Bring den Johnny mit.“
Der Lover lachte selbstgefällig.
„Geht klar Schätzchen, mach dich schon mal bereit.“
Der schweinegeile Schwanz war im Anmarsch.
In einer halben Stunde.
Blut schoss ihr in den Unterleib, Hitze machte sich breit, ließ die Hände fahrig herumzappeln.
Wie könnte sie noch besser gerüstet sein, als sie es bereits war? Heiß, feucht, geil, was könnte daran verbessert werden?
Eine Erregung und Vorfreude machte sich breit, die sie zu unsinnigen Handlungen verleitete. Es fiel eine Tasse zu Boden, sie stolperte über den Putzeimer, vergaß Kaffee in die Maschine zu füllen und benahm sich, wie ein Teenie vor dem ersten Date.
Ein ganzer Schwarm Schmetterlinge machte sich in ihrem Magen auf und übernahm das Kommando. Sie lackierte die Zehennägel, schminkte sich, zog ein durchscheinendes Hemdchen über und zappelte herum, bis die Türglocke erklang. Sie trug ihre höchsten Hacken, als ihr Versicherungsmakler in der Tür erschien.
„Leck mich fett!“, stieß er bei ihrem Anblick aus, „Das sieht mir nicht nach Kaffee aus.“
Sie lachte geschmeichelt.
„Erst Kaffee, dann Johnny, dann Kaffee?“, fragte sie. Die Erregung nahm ihr jede Hemmung.
„Das hört sich nach einem guten Plan an. Mädchen, Mädchen, was bist du gut gebaut. Lass dich mal anschauen.“
Sie drehte sich vor ihm, hob das Hemdchen, um ihm zu zeigen, dass sie darunter außer der feuchten Geilheit nichts trug.
Er schluckte, der Kragen schien ihm erneut eng zu werden.
„Ich schlage eine Planänderung vor“, er musste sich räuspern, weil die Aufregung seine Stimme belegte, „erst Johnny, dann Kaffee, dann vielleicht noch einmal Johnny. Meine Güte Mädchen, was bist du für ein Feger. Leck mich fett!“
Er griff zu, um den geänderten Plan gleich in die Tat umzusetzen. Sie zog sich mit einem Griff das Hemdchen über den Kopf und empfing bereitwilligst den Schwanz ihrer Träume. Er vögelte sie erneut so intensiv, routiniert und gekonnt wie am Vortag. Er schien ihre Bedürfnisse und ihre Wünsche zu erahnen und bemühte sich, darauf zu reagieren und sie zufrieden zu stellen.
Sie ermutigte ihn, an ihren Brüsten härter zuzupacken, unterstützte ihn, als er ihre Knie bis an die Ohren bog. Er fickte sie mit aller Kraft, seine Dominanz war durch diese riesige Lustwurzel unbeschreiblich beeindruckend. Jessicas Vergnügen, dass er sich an ihr so unglaubliche Lust verschaffte, trieb ihre eigenen Emotionen in unerreichte Höhen. Sie gab sich ihm mit allem was sie besaß, mit allem was ihr zur Verfügung stand, nahm bereitwilligst alles, was er ihr zu geben bereit war. Er schoss sie in den Himmel Richtung Sonne, in der sie im Glück verglühte.
Sie bemerkte, dass er verkrampfte und ihm ebenfalls die Entladung bevorstand. Sie ermunterte ihn laut, lustvoll, hemmungs- und rückhaltlos:
„Ja, komm, Lieber, spritz mich voll, gib es mir. Niemand hat mich je so gefickt wie du jetzt. Es ist so geil. Ja, oh, ich komme nochmal, ich werd verrückt!“
Der Riesenpimmel entlud sich, Johnny gab ihr seine Ladung, die schoss sie noch einmal in den Himmel.
„Leck mich am Arsch!“, meinte der Lover. Er keuchte ins Kissen. Sie umarmte ihn mit Armen und Beinen. Sie wollte ihn verschlingen, ihn in sich aufnehmen, ganz für sich haben, nie mehr loslassen.
„Du bist ein Sexgott, sowas habe ich noch nicht erlebt“, keuchte sie. Es klang, als läge sie in den letzten Zügen
„Das Kompliment kann ich gerne zurückgeben. So eine Rakete wie dich hatte ich noch nie vor der Flin ..., äh, im Bett, noch nie. Was machst du, dass es so abgeht?“
„Keine Ahnung“, sie lächelte stolz. Es freute sie sehr, dass sie ihm gefiel, dass er geil darauf war, sie zu ficken, dass sie ihn mit ihren Fähigkeiten im Bett animierte.
„Kaffee?“, fragte sie.
„Ich weiß nicht“, meinte der Versicherungsmakler. Es war ihm anscheinend zu gemütlich im Bett, um aufzustehen.
„Ich hole ihn rasch her“, schlug sie vor, eilte in die Küche, erschien Minuten später mit einem Tablett und stellte es neben ihren feurigen Liebhaber. Dem blieb die Spucke weg, als er sie näher in Augenschein nahm. Sie führte ihm ein Kleidchen vor, das den Namen nicht verdiente. Die Spaghettiträger trugen kaum etwas, Ausschnitte unter den Brüsten ließen ihre wundervolle Oberweite frei schweben. Das Kleidchen war so kurz, dass ihr Po komplett herausschaute und ihr Schlitz hervorlugte.
„Meine Güte, bist du ein scharfes Mädchen, meine Güte.“
Sie lächelte geschmeichelt.
„Milch? Zucker?“
Sie bereitete den Kaffee nach seinen Vorstellungen und reichte ihm die Tasse. Sie strahlte ihn dabei so intensiv an, dass ihm klar wurde, dass sie von ihm noch mehr erwartete.
Er trank einen Schluck.
„Wow!“, sagte er, „Kaffee kochen kannst du auch noch. Du bist eine Traumfrau.“
„Bist du verheiratet?“, fragte Jessica in Gedanken.
„Geschieden“, erwiderte er.
Jessica spielte mit Johnny, ganz, ganz zart. Sie wusste um die Empfindlichkeit dieser Wurzel des Glücks.
„Du bist unfassbar scharf“, staunte ihr Liebhaber, „dein Mann muss der glücklichste Mann auf der Welt sein.“
„Müsste“, berichtigte sie ihn, „müsste.“
Vorsorglich lag auf dem Tablett ein feuchter, warmer Waschlappen mit dem sie den Prachtriemen reinigte. Ihr Liebhaber lachte verlegen.
„Ich weiß nicht, Mädchen ...“, äußerte er Zweifel, ob ihre Bemühungen Erfolg haben würden.
Jessica ließ sich nicht beirren. Sie streichelte den Wonnespender erst mit den Händen, dann mit den Lippen.
„Grundgütiger Himmel!“, ächzte der Versicherungsmakler angesichts der schönen Frau, die seinen Penis mit aller Inbrunst bearbeitete. Sie reizte das geile Teil mit ihren erregten Brustwarzen, bearbeitete ihn mit Mund, Zunge, mit allem, was ihr zur Verfügung stand. Sie bekam den Lustspeer wieder in Form.
Sie betrachtete mit Stolz ihr Werk.
Das sah sehr gut aus.
Sie ließ das Kleidchen an und nahm auf dem Lustobjekt Platz, ließ es sich langsam und genüsslich jeden Millimeter mit Bedacht und bewusst in ihr Intimstes einführen und jede Bewegung, jede Regung, die wachsende Lust und den grenzenlosen Reiz genießend. Das Riesending war genau für sie gebaut. Es füllte sie zur Gänze aus, wurde in diesem Moment der Mittelpunkt ihres Daseins, ohne den sie nicht mehr leben konnte. Das Ding war für sie maßgeschneidert, das würde sie nie mehr missen wollen.




Ihr Bettpartner drehte sie um, legte sich auf sie, schob ihr den gewaltigen Lustspeer erneut in die bereitwillig geöffnete Spalte, zwang sie mit seinem Reiz, der übermächtigen Persönlichkeit in Form des gewaltigsten Riemens ihres Lebens wiederum zur Nehmenden zu werden. Er zog alle Register seines Könnens, teilweise wirkten die Stellungen, in die er sie brachte, wie Turnübungen. Wie lustbetonte, sexueller Begierde Ausdruck verleihende Übungen, nur zu dem Zweck erdacht, ihre Lust womöglich noch zu steigern. Er vögelte sie wieder in die Sonne hinein, hielt sie dort, entließ sie und schoss sie wieder hinein, bis er zum zweiten Male kam.
„Das ist das Geilste, was ich in meinem ganzen Leben je erlebt habe“, erzählte er, als er wieder einigermaßen zu Atem gekommen war.
„Das Aller-aller-allergeilste.“
Sie umarmte und küsste ihn statt einer Antwort.



Als er weg war, bezog sie das Bett neu. Sie summte und sang, wie sie es seit ihrer Hochzeit mit Robert niemals mehr über die Lippen brachte.
Als sie abends zu ihrem Mann ins Bett schlüpfte, sagte der:
„Vorgestern hatten wir ein weißes Bettlaken, gestern ein grünes und heute ein blaues, was ist los?“
Sie erschrak zutiefst. Es war nicht damit zu rechnen, dass ihm das auffiel. Sie suchte angestrengt nach einer plausiblen Erklärung für den ungewöhnlich häufigen Wechsel der Bettwäsche. Gerade rechtzeitig erinnerte sie sich daran, dass sie oftmals Kaffee im Bett trank, wenn er morgens zur Arbeit gegangen war. Wenn er daran dachte und es der Mühe Wert fand brachte er ihr sogar eine Tasse ans Bett.
„Hab Kaffee verschüttet“, sagte sie wie nebenher. Sie lag dabei mit geschlossenen Augen auf dem Rücken. Sie dachte an ihn, an den Versicherungsmann, der sie so unglaublich dominierte, der sie so nahm, dass es sie glücklich machte.
Ihr Mann suhlte sich in Selbstgefälligkeit. Er führte jede ihrer Regungen, jedes ihrer Gefühle auf sich zurück.
„War heiß im Supermarkt, stimmts? Hat dir die Geilheit auf mich die Hände mit der Kaffeetasse zittern lassen?“
Im Kopf dieses Mannes drehte sich alles ausschließlich um ihn. Er stand ihr so sehr im Hals, sie hasste ihn geradezu. Er brauchte jetzt nur noch ein schräges Wort zu verlieren und sie würde ihn hier und jetzt umbringen.
Sie bemühte sich, Fassung zu bewahren.
„Ja, die Geilheit“, bestätigte sie nach einiger Zeit. Sie lächelte in dem Bewusstsein, dass er keine Ahnung von dem zu haben schien, was sie wirklich berührte und keine Vorstellung von dem, was sie plante zu tun.
Er betrachtete sein Weib, fühlte sich bestätigt und meinte:
„Siehste, du magst es auch. Lass uns mal jetzt schlafen, morgen erlebst du wieder etwas Obergeiles.“
„Krieg ich keinen Sex?“, fragte sie provokant. Sie drohte erneut die Fassung zu verlieren, seine herablassende Art und seine dämlichen Spielchen wurden mit einem Mal zu viel für sie. Um ihn jetzt und hier an seine Grenzen zu bringen und sie ihm damit aufzuzeigen, nahm sie seine Nähe in Kauf. Hätte sie sich umgedreht und „Gute Nacht“ gesagt, dann müsste sie nun nicht mit ihm schlafen müssen. Sie wollte jedoch sehen, dass er versagte, dass er die Kraft nicht mehr aufbringen konnte, mit der er so unangenehm für sie umging.
Sie befreite sich von der Bettdecke, legte sich mit gespreizten Beinen auf den Rücken und rief:
„Los, fick mich. Ich brauche es, hart und schmutzig, mit aller Kraft.“
„Mein Gott, Frau!“, sagte er überrascht. Obwohl er offensichtlich nach dem harten Arbeitstag nicht in Stimmung war, war er es seinem Ruf als Super-Liebhaber, den er selbst verbreitete, schuldig, seine Frau zu befriedigen.
„Komm!“, rief sie, „Oder muss ich es mir selbst machen?“
Sie begann ihre Brust zu kneten und die Klit zu streicheln, so wie sie es sich tatsächlich selbst besorgte.
„Warte Fräulein!“, meinte ihr Mann entschlossen und legte sich auf sie. Sein Penis spielte allerdings nicht mit, er schien ein Problem zu haben.
Er wälzte sich von ihr herunter und sagte:
„Geht nicht, du bist nicht geil genug. Mach ihn mir hart, los. Nimm ihn in den Mund.“
„Ach nee, ich glaube, ich habe doch keine Lust mehr“, gab sie zur Antwort und zog sich die Decke über den nackten Körper.
Er verlor sofort die Beherrschung und sein Gesicht verzerrte sich zu einer wütenden Fratze. Er knirschte, mühsam beherrscht:
„Du machst mir jetzt auf der Stelle ...“
„Ist ja gut“, gab sie sofort klein bei. Irgendwann würde er wahrscheinlich in einem solch unbeherrschten Augenblick komplett ausrasten, in dem Moment beherrschte sie panische Angst vor ihm.
Sie arbeitete das schlaffe Glied hart und erduldete seine Art, sich durch Sex mit ihr Selbstbestätigung zu verschaffen. Ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, bis er endlich fertig war.
„Ich kann eben immer“, meinte er und schlief ein.

„So Schätzchen“, meinte er am nächsten Morgen beim Frühstück. Kurz vor dem Klingeln des Weckers war er aus dem Bett geflohen, leise und vorsichtig, offensichtlich, um sie nicht aufzuwecken. Jessica glaubte zu wissen, warum er so darauf bedacht war, sich unbemerkt aus dem Bett zu stehlen.
Sie griente schadenfroh.
Der Herr 'Ich-kann-eben-immer' schien zu befürchten, gestern Abend an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gestoßen zu sein und einer eventuellen Forderung nach Sex heute Morgen nicht mehr gewachsen zu sein. Vor Allem in Hinblick auf die geheimnisvolle Mission, die er gestern andeutete, auf die sie keineswegs gespannt war. Die Initiative vom Vorabend schien doch von Erfolg gekrönt zu sein.
Der Morgen ließ sich gut an.
„Also Schätzchen“, wiederholte er, während er das Frühstücksei köpfte und dessen Konsistenz penibel unter die Lupe nahm.
„Wir treffen uns gleich bei deinem Opa in der Geriatrie. Du wirst ...“
„Watt?“, fragte sie entgeistert, „Was willst du denn da?“
„Du wirst“, fuhr er fort. Sein mahnender Gesichtsausdruck und sein erhobener Zeigefinger gaben zu verstehen, dass er es nicht duldete, von ihr unterbrochen zu werden, dass er darauf bestand, weiter zu erzählen und seinen Willen durchzusetzen, „Du wirst die Schwesterntracht tragen, die ich dir oben zurecht gelegt habe und nichts darunter.“
„Nein, Robert, das geht nicht, nicht dort!“, sie war ehrlich entrüstet und entschlossen, „Da kennt mich jede Schwester und jeder Arzt, nein, Robert, nicht da. Alle meine Verwandten besuchen Opa. Nein, blamiere mich nicht dort, bitte nicht.“
Er wurde ärgerlich.
„Ich blamiere dich? Du willst mir vorschreiben, wann ich wo mit dir zu schlafen habe? Das wüsste ich aber.“
Er bekam den aggressiven Gesichtsausdruck, vor dem sie bisher immer kuschen musste.
„Denk nicht, dass ich deine Anwandlung von gestern Abend bereits vergessen hätte, Fräulein. Du tust jetzt, was ich sage, verstanden?“ Er wurde lauter, „Wir treffen uns dort um zwölf Uhr, hast du mich verstanden?“
Er regte sich ein paar Augenblicke ab, dann legte er seine Hand auf ihre und sagte:
„Ich meine es doch nur gut, Schätzchen. Du wirst ebenfalls deine Freude haben, glaub mir.“
Eine Idee begann in ihrem Hinterkopf zu entstehen. Ein Insulin-Schock in ausreichender Stärke war immer tödlich, fußte fast immer auf natürlichen Ursachen und war in der Pathologie nicht leicht auffindbar. Ihr Opa wurde wegen seines Zuckers behandelt, ein Insulinpen lag neben seinem Bett in ständiger Bereitschaft. Wenn sie Robert eine Insulininjektion an einer schlecht sichtbaren Stelle geben würde, dann wäre sie ihn los. Es wäre kein Unfall, aber er wäre jedenfalls weg.
Bisher war sein Tod nur Wunschdenken ohne einen festen Plan. Nun jedoch wurde er dringend herbeigesehnt, er wäre eine Erlösung. Sie war bereit dazu, an der Umsetzung ihres Planes zu arbeiten.
Sie würde sofort den modernen, ungemütlichen blöden Kasten von einem Designerhaus verkaufen und zu einer Weltreise aufbrechen, sofort nach dem Verkauf des Hauses. Danach nur noch Urlaub, ein Leben lang Urlaub, denn zusammen mit der Lebensversicherung hätte sie dann wohl ausgesorgt.
Der Gedanke an die Möglichkeit brachte sie dazu, sich die Schwesterntracht näher anzuschauen. Extrem kurz und obenrum sehr eng geschnitten, typisch Robert. Untenrum glockenförmig, aber der unterste Knopf erst in Hüfthöhe. Bei dem kleinsten Windhauch bestand die Möglichkeit, dass der Schlitz auseinander wehte und sie im Freien stünde.
Sie verfluchte ihren Mann.
Trotzdem machte sie sich auf den Weg, es half ja nichts. Den roten Lackmantel trug sie über dem weißen Kittel, den würde sie erst im allerletzten Moment ausziehen, wenn überhaupt.
Die Oberschwester grüßte sie freundlich.
„Moin Frau Wolters. Heute geht es ihm gut, er hat nach Ihnen gefragt. Gehen sie nur rein. Die Visite ist heute etwas später.“
Ihr Opa erkannte sie und freute sich, dass sie da war. Die Schachtel mit Konfekt, die sie ihm als Mitbringsel reichte, ließ er gleich im Nachtschränkchen verschwinden, denn er musste fürchten, dass die Schwester sie ihm wegnehmen würde.
Robert betrat das Zimmer ohne anzuklopfen. Er grüßte nicht, sondern fragte seine Frau:
„Wie geht es dem Alten?“
„Hallo Robert, es geht mir gut, danke“, erwiderte Jessicas Opa.
„Der erkennt mich ja“, meinte Robert erstaunt, „oder ist das Zufall?“
„Warum sollte ich dich nicht erkennen?“, fragte der Großvater.
Robert kümmerte sich nicht um den alten Mann.
„Hast du den Kittel drunter? Zieh den Mantel aus.“
Jessica war perplex.
„Waas? Jetzt? Hier?“
„Na sicher“, meinte ihr Mann, „der Opa vergisst das doch in drei Sekunden.“
„Nein!“, sagte Jessica fest. Der Insulinpen lag griffbereit auf dem Wagen, auf dem die Gerätschaften standen, die die Körperfunktionen ihres Opas anzeigten. Jessica war sich nicht sicher, ob das Insulin auch intramuskulär schnell wirkte. Sie würde sich jedenfalls hier im Beisein ihres Opas keine Blöße geben, unmöglich.
„Los, zieh den Mantel aus.“
„Nein!“
Er bekam wieder diesen unbeherrschten, überaus wütenden Gesichtsausdruck. Sie ging zwei Schritte auf den Pen zu. Um Robert zu beruhigen, löste sie den Gürtel ihres Mantels, der sogleich auseinander klaffte.
„Jessica? Was passiert hier?“, fragte ihr Opa.
„Halts Maul, alter Mann!“, befahl Robert barsch und drängte Jessica entschlossen gegen das Krankenbett. Er rupfte den bereits großen Penis ungeduldig und eilig aus der Hose, drängte Jessica immer weiter auf das Bett.
Sie drückte ihn weg.
Er stand zwischen ihren Schenkeln und drängte weiter. Jessica musste einsehen, dass sie seiner Kraft und seiner Wut nicht gewachsen war. Sie hangelte nach dem Pen, sie reichte jedoch nicht heran.
Sie sah kaum noch eine Chance, ihren rasenden Mann aufzuhalten.
Plötzlich öffnete sich die Tür, der Chefarzt in Begleitung der Stationsärzte und einer Reihe von Schwestern betrat das Zimmer während er dozierte:
„ … vierundachtzig Jahre alt, als demenzkrank eingeliefert, stark dehydriert ….“
Er überblickte die Situation mit einem Blick und schaltete sofort.
„Waas? Frau Wolters? Was machen Sie da? Wer ist der Mann?“
Er wandte sich an den Oberarzt:
„Herr Mennert, rufen Sie die Polizei.“
Er wandte sich an zwei Pfleger, die neugierig in das Zimmer hineinschauten.
„Die Herren? Würden sie die beiden Personen bitte in das Arztzimmer geleiten und sie der Polizei übergeben?“
Er schaute Jessica empört an:
„Frau Wolters, so wenig Respekt vor ihrem Großvater hätte ich bei Ihnen nicht erwartet, bei Ihnen am Allerwenigsten. Schämen Sie sich. Das ist Ihr Mann, wenn ich nicht irre? Schämen Sie sich. Unfassbar so was. Dass ich Ihnen das nicht durchgehen lasse, dürfte wohl klar sein.
Unfassbar!“



Robert stand auf einer Leiter, die an der Giebelseite des Hauses lehnte. Die große Bohrmaschine hing ihm am Kabel um den Hals.
Er schob sich vorsichtig höher, bis er das Fenster im Obergeschoss erreichte. Jessica stand unten und schaute hinauf.
„Warum soll ich denn die Leiter nicht festhalten?“, rief sie.
„Weil du ein Trampel bist. Wie kann man so blöde sein und sich erwischen lassen? Hättest du dich nicht gewehrt, sondern wärest direkt darauf eingegangen, dann wären wir längst fertig gewesen, als die Ärzte reinkamen.
So haben wir eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses am Hals.
Das hab ich davon, dass ich mit einem Trampel verheiratet bin.“
So ging das seit zwei Tagen. Er schikanierte und mobbte sie, wo er konnte.
Er drehte sich vorsichtig auf der Leiter zu Jessica um.
„Rühr sie nicht an!“, warnte er.
Jessica sah, dass ihn die Höhenangst fast lähmte, aber er musste auch hier den starken Mann spielen. Die Leiter stand mit einem Bein im Kiesbeet, mit dem anderen auf dem gepflasterten Weg. Robert erreichte den Punkt, an dem er bohren wollte. Er setzte die Bohrmaschine an, das schwere Ding ratterte los.
Robert änderte den Standplatz, um anscheinend die Bohrmaschine fester andrücken zu können. Durch die Gewichtsverlagerung rutschte der eine Holm der Leiter ohne Vorankündigung von dem großen Kiesel, auf dem er stand, hinunter in das Kiesbeet, der andere blieb auf dem Pflaster. Die Leiter stürzte mit dem wild zappelnden Robert um, in Richtung Kellertreppe. Eine Stufe der Leiter hakte an der Fensterbank ein, die Leiter drehte sich abrupt und warf Robert ab, wie ein Rodeopferd den Cowboy.
Er fiel über das Treppengeländer in den Kelleraufgang hinab. Es gab einen hellen Knall, als er unten aufschlug, Jessica ahnte das Schlimmste.
Robert lag leblos mit dem Hinterkopf auf der untersten Treppenstufe, seine Augen halb geöffnet.
Jessica rief hektisch den Notarzt, der stellte Roberts Tod fest, helfen konnte er ihm nicht mehr. Die Kripo rückte an, die Kommissarin zuckte mit der Schulter.
„Tja, tragischer Unfall“, konstatierte sie und ergänzte, „Herzliches Beileid.“
Jessica war geschockt.
Als die Polizei abgerückt und der Leichenwagen aus der Einfahrt gefahren war, wanderte Jessica benommen über die Terrasse ins Wohnzimmer.
Das Haus war still, totenstill.
Die Gedanken tröpfelten in ihr betäubtes Hirn.
Unvermittelt standen die Fakten im Raum.
Er war tot.
Es war ein Unfall.
Sie würde fünf Millionen bekommen.
Alles lief, wie sie es sich nur erträumen konnte.
Der Unfall war ohne ihr Zutun eingetreten.
Fünf Millionen, sie würde fünf Millionen bekommen.
Das Haus blieb still und würde still bleiben, denn er war weg.
Das moderne, ungemütliche blöde Designerhaus in der unverbaubaren Alleinlage blieb still. Keine Vorwürfe, keine Befehle, keine 'ich-wünschte-mir-du-würdest-einmal,-ein-einziges-Mal'-Quengeleien mehr, nichts mehr, es blieb still und es würde still bleiben.
Er war weg und würde für immer weg bleiben.
Geil!

Jessica hockte in dem kalten, glänzenden, schwarz-weiß gehaltenen Wohnzimmer, goss sich einen seiner kostbaren 'du-rührst-sie-nicht-an'-Cognacs in ein Whisky-Glas und, um ihn restlos zur Raserei zu bringen, warf sie einen Eiswürfel hinein.
Er würde sich im Grab umdrehen, wenn er das wüsste.
Sie kicherte, als ihr bewusst wurde, dass er noch nicht in einem Sarg lag, geschweige denn in einem Grab. Er lag wahrscheinlich immer noch in der grauen Kiste, in der er abtransportiert worden war.
Den ersten Schluck Alkohol spürte sie bereits, er drehte sich in ihrem Kopf.
Sie rief Roberts Bruder an. Den Bruder, den er nicht, den er ab-so-lut nicht leiden konnte. Unter dessen Knute er sich während der gesamten Jugend fühlte, den er immer und überall ausstechen musste, um sich zu beweisen.
„Du, Christopher, hörmal, dem Robert ist etwas zugestoßen“, begann sie. Sie legte Trauer und Entsetzen in ihre Stimme, der Cognac half ihr dabei.
Sie wusste nicht zu sagen, ob es die lockernde Wirkung des Alkohols war oder ihr die plötzliche Befreiung von ihrem Macho-Mann die Ideen eingab, jedenfalls überfiel sie ein überaus geiler Gedanke, einer, der Robert zum Glühen bringen und ihr selbst Genugtuung verschaffen würde.
Dem Bruder hatte Robert voller Schadenfreude dieses Grundstück hier vor der Nase weggeschnappt, damals. Die Episode wurde von ihm oft und oft ausführlich und genüsslich erzählt. Er kam sich unheimlich toll vor, dabei, den Bruder ausgestochen zu haben.
Dem würde sie das Haus nun verkaufen. Zumindest anbieten. Wenn sie das Verhältnis der Brüder richtig einschätzte und den Bruder, den sie kaum kannte, in die gleiche Schublade einsortierte wie Robert, dann würde der alles tun, alles, um das Haus zu bekommen.
Und er würde versuchen, es so billig wie möglich zu ergattern. Innerlich wappnete sich Jessica, nach außen blieb sie die schwache, derangierte, trauernde Witwe.
Sie freute sich diebisch über diese Einsichten und Ideen, verblieb jedoch beharrlich in ihrem Trauer-Modus.
Bruder Christopher eilte herbei, er brachte seine Frau Gudrun mit.
Es war erst das zweite Mal, dass sie ihre Schwägerin traf und es fühlte sich womöglich noch unangenehmer an als beim ersten Mal. Die Frau des Bruders ihres Mannes, was war sie für Jessica? Eine Schwägerin? Schwippschwägerin?
Robert behauptete, vielmehr er hatte behauptet, 'hihi' kicherte sie innerlich, dass sein Bruder es mit der Frau nur aushielt, weil sie ein großes Vermögen mit in die Ehe gebracht hätte.
Das Vermögen konnte ihr Jessica nicht ansehen, wohl aber den dicken, unförmigen Hintern, den die holde Schwägerin mit arrogantem Selbstbewusstsein durch die Weltgeschichte schob. Trotz ihrer hochgerechneten erst knapp dreißig Jahren Lebenserfahrung wartete sie mit tiefen Kummerfalten an der Nasenwurzel und in den Mundwinkeln auf. Die Frau war Jessica regelrecht unheimlich, unattraktiv und beinahe hässlich mit ihrer missgünstigen oder melancholischen Miene.
Dass jemand Freude daran haben könnte, diese Frau nackt zu sehen und mit ihr zu schlafen, erschien Jessica unwahrscheinlich.
Sie musste wohl sehr reich sein, erklärte sie sich dieses Mysterium.
Die Schwägerin begrüßte die Witwe mit einem beiläufigen „Hi, Beileid!“, ohne sie weiter zu beachten.
Vielmehr schaute sie an ihr vorbei ins Haus und drängte sich an der verdutzten Witwe vorbei, um das Innere in Augenschein zu nehmen.
Jessica schaute der beinahe fremden Frau entgeistert nach.
Die Rückansicht der Schwägerin gab ihr zu guter Laune Anlass, denn das, was der Schwägerin an Schulterbreite und Brustumfang fehlte, lastete breit und dominant auf den Hüften. Jessica kannte den Fachausdruck für solcherart geformtes Hüftgold, man nannte es sachlich korrekt 'Breitarsch'.
Sie war versucht zu kichern, erinnerte sich jedoch rechtzeitig ihrer Trauer und wendete sich dem Schwager zu. Der schaute peinlich berührt seiner Frau nach.
„Mein herzliches Beileid, liebe Jessica. Was für ein tragisches Ereignis. Was ist passiert?“
Er behielt ihre Hand in seiner, sein Mitgefühl schien echt zu sein.
Er war sehr viel umgänglicher als sie von den Schilderungen Roberts her vermuten konnte, gab sich sehr mitfühlend und einfühlsam.
„Du solltest nicht hier allein sein“, meinte er, als sie ihm mit entsetzter und von Tränen erstickter Stimme den Hergang des Unfalls schilderte.
Das Haus zu verlassen, jetzt wo es ihr gehörte, war keinesfalls in Jessicas Interesse, sie wollte schön allein hier bleiben um sich ihrer Freiheit zu erfreuen.
Sie würde mit den 'Heiligtümern' rumsauen, wie es ihr in den Sinn kam, wollte die Fernsehsendungen sehen, die sie gern sah, wollte endlich mal ein Feuer im Kamin anzünden, auch wenn das Haus später nach Rauch roch. Alle die verbotenen Dinge wollte sie tun, alle die ihr einfielen.
Vielleicht würde sie sich sogar eine seiner heiligen Havannas anzünden. Ihr Blick glitt zu dem wertvollen Humidor, in dem Robert seine kostbaren Zigarren aufbewahrte.
Obwohl ihr davon höchstwahrscheinlich schlecht werden würde.
Wenn das so wäre, dann würde sie einfach auf das blöde heilige Eisbärenfell vor dem Kamin kotzen.
Sie war geneigt, aufzulachen oder zu kichern, wurde sich im letzten Augenblick bewusst, dass Christopher sie besorgt beäugte, unsicher, ob er den Notarzt rufen oder ihr den Arm um die Schultern legen sollte.
Er entschied sich für Letzteres.
In dem Moment kam die werte Schwägerin bei ihrem Hausrundgang vorbei. Sie war anscheinend mit einer Bestandsaufnahme der für sie wertvollen Gegenstände beschäftigt. Ihre taxierenden Blicke sprachen Bände.
Sie schaute giftig auf die Szene. Jessica lehnte sich bereitwillig in den Schutz des Schwagers. Das ehrliche Mitgefühl tat ihr gut, trotz all der gewonnen Freiheit war es beruhigend, die beschützende Nähe eines Mannes zu haben.
„Was plant ihr denn da?“, zickte die Schwägerin.
Christopher zuckte schuldbewusst zusammen, behielt aber Jessica im Arm.
'Blöde Ziege', dachte die Witwe.
Wenn Jessica jemals einen so dicken Hintern bekommen sollte, dann würde sie sich erschießen. Mein Gott, wie konnte man nur so aussehen?
„Ist alles Roberts Geschmack, habe ich Recht?“, fragte Gudrun, wiederum ohne sie anzusehen.
„Er hatte immer einen Blick für Schönheit“, fuhr die Schwägerin fort. Sie blickte erstmals Jessica ins Gesicht und fuhr fort:
„Innere Werte spielten für ihn eine eher untergeordnete Rolle.“
Sie meinte mit dieser Anzüglichkeit offensichtlich Jessica.
'Also, das ist doch …', dachte die Betroffene, 'das schlägt doch … was für eine Unverschämtheit. Das kann doch wohl nicht …'
Bevor sich Jessica ernsthaft aufregen konnte, lenkte Christopher sie ab.
„Darf ich dir etwas zu trinken bringen, Jessica? Einen Cognac? Ich brauche jetzt einen. Gudrun, du auch einen?“
Christopher wuselte eifrig herum, Gudrun folgte ihm und nahm die Vitrine mit den Gläsern unter die Lupe.
Jessica fiel etwas ein, wie sie ihren Robert im Grab zu noch heftigeren Turnübungen bringen und wie sie sich gleichzeitig der Schwägerin für ihre Unverschämtheit erkenntlich zeigen könnte. Sie würde den Bruder verführen und sich in Roberts Bett von ihm ficken lassen.
Sie dachte 'ficken' und kicherte wieder.
Weil er noch nicht unter der Erde lag, wäre dieses im-Grab-umdrehen jetzt eine Trockenübung für Robert. Sie kicherte erneut, versteckt hinter dem Taschentuch, mit dem sie sich die Augen rot rieb, um Trauer und Tränenfluss vorzutäuschen.
Ihr stockte der Atem, weil ihr eine weitere Idee durch den Kopf schoss. Sie warf einen raschen Blick auf den Schwager. Die nun aufkeimende Idee war so ungeheuerlich, dass sie sich kaum getraute, sie zu Ende zu denken.
Das wäre was, wenn ihr dieses Vorhaben gelänge.
Unglaublich!
Und gleichzeitig könnte sie dieser Schwägerin, diesem selbstgefälligen Fettarsch dermaßen eins auswischen und was für eins! Darüber würde die sich so richtig aufregen, aber ganz richtig. Vielleicht zerriss es sie ja, wie dazumal Rumpelstilzchen, hihi.
Diese Idee war einfach und schlicht grandios.
Sie fußte darauf, dass Robert immerzu mit seinen technischen Geräten angeben musste, wie immer maßlos. Sein Auto war das schnellste, das teuerste, das beste, sein Fernseher war der beste, der schönste, der größte. So war auch sein Smartphone das tollste, leistungsfähigste, beste, neueste, weltbewegendste überhaupt. Die eingebaute Kamera war angeblich so gut, dass man damit Filme drehen könnte und die Speicherkapazität des Wunderdings reichte aus, um einen abendfüllenden Film damit aufzeichnen zu können. Wenn sie nun das Smartphone auf den Sims an der Wand im Schlafzimmer stellte, so dass es das Bett im Focus hatte, dann könnte sie doch …
Den Einfall, der ihr gerade kam, dessen Durchführung sie sich zutraute, der musste reifen, den ließ sie jedoch nicht mehr aus den Augen.
Ihre ständig neuen Ideen drohten sie zu verwirren, deswegen setzte sie zuerst die erste Idee, dem werten Schwager Roberts Haus zu vertickern, um, und leitete die dafür notwendigen Vorbereitungen ein. Mittlerweile weinte sie wirklich, allerdings war nicht Trauer der Grund für ihren Tränenfluss, sondern sie weinte aus Ergriffenheit über die tollen Möglichkeiten, die sich ihr auftaten.
„Ich sitze jetzt seit einer Stunde hier herum“, schluchzte sie und blickte dabei ihre Schwägerin an, die sie kalt musterte.
Das Taschentuch in ihren Händen verdrillte Jessica zu einer Wurst, sie bot einen hilflosen Eindruck, „ich denke dauernd, dass er gleich reinkommt. Dabei liegt er doch … dabei ist er doch … .“ Sie schluchzte verzweifelt. Christopher drückte sie mitfühlend an sich, sah ihr besorgt in die Augen.
„Habt ihr euch gut verstanden?“, fragte er gefühlvoll.
Die Schwägerin warf den Kopf in den Nacken, sagte „Tse!“ und wandte sich den Vitrinen mit Roberts Sportpokalen zu.
Jessica blickte Christopher aus den rot geriebenen Augen treuherzig an.
„Es hört sich unglaublich an, wenn ich es erzähle. Aber, wir konnten die Finger nicht voneinander lassen, wir waren echt verrückt nacheinander. Es war unglaublich, wirklich. Es hat uns letztens sogar im Supermarkt überfallen.“
„Im Supermarkt?“, fragte Christopher ungläubig nach. Er griente schmierig, er stellte es sich offensichtlich vor.
„Im Supermarkt?“, fragte er ungläubig grinsend nochmals nach.
„Ja“, Jessica nickte treuherzig, „wir haben uns so geliebt!“, sie weinte aus voller Brust, voller Verzweiflung.
„Alles hier erinnert mich an ihn. Kann ich mit zu euch kommen?“
Christopher sah sich überrascht um.
'Was Frauen so empfinden', schien er zu denken.
„Ja sicher, sicher. Du solltest in diesem Zustand nicht allein sein. Komm, packe ein paar Sachen, wir nehmen dich mit.“
„Gudrun?“, rief er seine Frau und unterrichtete sie von Jessicas Notlage und seinem Entschluss.
Die Schwägerin blickte abschätzig.
„Wie lange soll das denn gehen?“, fragte sie ablehnend, „Meine Mutter kommt in einer Woche zu Besuch, dann muss sie aber verschwunden sein.“
Christopher blickte seine Frau entrüstet an und sprach ein Machtwort.
„Jessica kommt mit zu uns, alles Weitere wird sich zeigen.“
Jessica fühlte sich in ihrer Meinung über die Schwägerin bestärkt, ihr Plan nahm Gestalt an, ihr Entschluss stand fest.

Später saß sie mit den beiden an deren Küchentisch, die Augen nach wie vor gerötet. Sie wollte nicht länger hier bleiben, musste allerdings ihren Plan weiter umsetzen. Um ihr Ziel zu erreichen, würde sie sogar eine Nacht in dem ungemütlichen Gästezimmer verbringen.
„Ich glaube, ich werde das Haus verkaufen“, ließ sie nach einiger Zeit die Katze aus dem Sack. Sie schaute blicklos aus dem Fenster, vielmehr auf die kitschige Gardine, die ihr die Aussicht verwehrte.
„Ach, ehrlich?“, fragte Christopher. Sein Interesse schien mäßig.
„Ja“, bestätigte Jessica, „das ist immer sein Haus gewesen, er atmet dort aus jeder Fuge. Das könnte ich nicht ertragen.“
„Wo willst du denn hin?“, fragte er nach.
Die Schwägerin zeigte unvermittelt einen berechnenden Gesichtsausdruck und stellte, wie nebenbei, die für Jessica entscheidende Frage:
„Weißt du schon, was du für Roberts Haus haben möchtest?“
'Angebissen!', beglückwünschte sich Jessica.
„Ach, ich weiß nicht. Robert hat mal davon gesponnen, dass es mehr als zwei Millionen wert wäre.“
Sie wusste, dass es mindestens eine wert war, allein das Grundstück war nahezu unbezahlbar. Sie wusste jedoch nicht, ob ihre Schwägerin einen solchen Betrag aufbringen können würde. Wie weit deren Kreditfähigkeit ging, wusste sie nicht zu sagen, jedoch sprach Robert von ihr immer als einer vermögenden Frau.
„Wenn ich jemanden finde der mir sympathisch ist, könnte man über den Preis reden.
Ich glaube, wenn ich weiß, dass Roberts Haus in guten Händen ist, dann wäre ich mit einer oder anderthalb Million zufrieden.“
Christopher zeigte sich besorgt über ihren Gemütszustand, der Gesichtsausdruck der Schwägerin nahm einen gierigen Ausdruck an, sie spitzte regelrecht die Ohren.
„Wo willst du denn hin? Was wirst du tun?“, fragte der Schwager.
Das wusste Jessica nicht so ganz genau, aber sie wusste, dass sie nie mehr etwas Unangenehmes machen würde. Den gesamten Rest ihres Lebens würde sie als Urlaub verbringen.
Schönes Wetter, Freizeit, schöne Gegend. Sie würde sich so viel wie möglich von dieser Welt anschauen.
Es gab doch eine Karibik-Insel, die bekannt für die Potenz ihrer Männer war und die von reichen Amerikanerinnen gern besucht wurde. Wie hieß die gleich? Sie nannte die erste Insel, die ihr einfiel.
„Robert wollte unbedingt mit mir nach Jamaika, die Reise werde ich unternehmen und ständig an ihn denken. Danach werde ich sehen, was sich ergibt.“
Sie würde sich von großschwänzigen Schwarzen durchvögeln lassen, Tag und Nacht. Würde am Strand liegen, Cocktails schlürfen, flirten, vögeln, schlafen, Freizeit haben, tanzen, flirten, am Strand liegen, vögeln, lieben, ficken. Bei jedem Schwarzen, den sie in ihr Bett ließ, würde sich Robert schneller im Grab drehen.
Für ihn waren Schwarze 'Bimbos', Türken nannte er 'Kanacken'.
Eigentlich müsste sie sich noch von einem Türken in seinem Haus und in seinem Bett flach legen lassen. Beinahe hätte sie laut aufgelacht, sie dachte gerade noch rechtzeitig daran, ihre Trauermiene beizubehalten. Ihr Alkoholspiegel war mittlerweile besorgniserregend angestiegen.
Sie war sich der Gefahr bewusst, dass sie sich verplappern könnte und bemühte sich um Vorsicht.
„Ja“, meinte Christopher mitfühlend, „ein Urlaub mit viel Abwechslung wird dir gut tun.
Lass uns die Beerdigung hinter uns bringen, dann fährst du erst einmal nach Jamaika.
Wenn du willst, dann kümmere ich mich um die Formalitäten, ein Schulfreund hat ein Beerdigungsinstitut. Wo liegt Robert denn jetzt?“
Das Angebot kam unverhofft. Jessica nahm es jedoch mit Freuden an.
Gudrun fragte:
„Eine Million, sagst du?“
Jessica meinte zu spüren, dass die Schwägerin heiß auf das Haus war, sie schien die finanziellen Möglichkeiten zu haben. Vielleicht war ja mehr drin? Sie wollte diesem, äh, diesem Bratarsch nichts schenken. Sie senkte den Blick und versuchte einen unsicheren Eindruck zu hinterlassen:
„Ich weiß nicht. Wie viel ist es denn wert?“
Gudrun schien einen Entschluss gefasst zu haben und wechselte das Thema:
„Brauchst du ein Nachthemd? Eine Zahnbürste lege ich dir heraus.“
Ganz offensichtlich schluckte sie Jessicas Köder, sie würde Zeit zum Nachdenken brauchen. Es hieß abzuwarten, was herauskommen würde.
Die arme trauernde Witwe sah nun keine Notwendigkeit mehr, länger bei Schwager und Schwägerin zu bleiben, im Gegenteil, je schneller sie hier verschwand, desto besser. Sie bat in jammervollem Ton:
„Ich kann nicht hier bei euch bleiben, ich muss nach Hause, ich will nahe bei Robert sein. Ich kann sein Haus nicht allein lassen, bitte bringt mich zurück, zurück zu ihm, heim.“
Die beiden Möchtegern-Hausbesitzer redeten auf sie ein, um sie zum Bleiben zu bewegen, waren aber letztendlich sichtlich froh, sie nach Hause fahren zu können.

Sie lief mit einem mit Whisky randvoll gefüllten Cognacschwenker durch das Haus. Sie wollte Robert schön in Bewegung halten und ihn nicht etwa unterfordern.
Sie kicherte, als sie sich in einem Spiegel sah.
Die Einrichtung entsprach Roberts Geschmack, nichts hier war etwas von ihr, nichts entsprach ihrem Geschmack. Die gesamte Einrichtung war ihr nichts wert. Keines der kalten Hochglanzmöbel, keines dieser Designer-Einrichtungsstücke gefiel ihr so gut, dass sie es auch in Zukunft in ihrer Nähe haben wollte.
Es kamen ihr andere Designer-Stücke in den Sinn. Welche aus Fleisch und Blut. Welche, die von einem göttlichen Designer entworfen worden waren, welche mit großem Penis und muskulösem Körperbau.
Sie rief den Versicherungsmakler an. Er meldete sich nicht persönlich, sondern sie sprach mit einer Frau, die sich an seinem Anschluss meldete. Sie verabredete einen Termin für morgen Vormittag.



Sie empfing den glückbringenden Versicherungsmann und wunderbaren Lover in einem sehr kurzen seidenen Unterkleidchen über sehr hohen Hacken.
„Leck mich fett!“, meinte ihr derzeitiger Bettgefährte statt einer Begrüßung und staunte sie an, „Schwarz steht dir aber auch gut, kommt gut mit den Haaren. Und was du für einen süßen Arsch hast.“
Er packte kräftig zu. Sie lachte auf geile Art und bot ihm über die Schulter ihre Lippen zum Kuss. Sie lockte ihn ins Wohnzimmer.
„Ich hab dir auch etwas mitgebracht!“, erzählte er und deutete auf seinen Schoß.
Sie machte ein ernstes Gesicht und ging nicht auf den frivolen Scherz ein.
„Was ist denn los?“, fragte er.
„Leg erst einmal ab“, erwiderte sie und half ihm aus dem Jackett. Sie schmuste sich gleich an, suchte seine Nähe und seine Wärme.
„Es ist etwa passiert“, flüsterte sie mit dem Gesicht in seiner Halsbeuge.
„Ach? Was denn?“, fragte er und schickte seine Hände auf Erkundungsreise.
Sie wiegten sich leicht zu der leisen Musik aus dem Radio.
„Mein Mann ist verunglückt.“
„Waaas?“, wurde sie ungläubig gefragt. Er schob sie auf Distanz, um den Wahrheitsgehalt der Aussage aus ihrem Gesicht zu lesen.
„Was ist passiert?“, fragte er nach.
„Er ist von der Leiter gefallen. In die Kellertreppe hinein, Genickbruch.“
Weil sie gestern bei genau diesen Worten immer wieder weinen musste um den Schein zu wahren, kamen ihr auch dieses Mal die Tränen, automatisch.
„Gibts doch nicht!“, der Makler wollte es nicht so recht glauben.
„Was brauchst du für die Versicherung?“, fragte sie sachlich nach, „Den Totenschein? Du hast die Police doch abgeschickt oder?“
„Als wenn du es geahnt hättest“, meinte der Versicherungsmensch erschüttert, „als wenn du es geahnt hättest.“
„Wie?“, schreckte er auf und schien zu rekapitulieren, was sie ihn gefragt hatte, „Na sicher, hab ich gleich online abgesandt und auch die Eingangsbestätigung erhalten, die Versicherung ist gültig.“
Er studierte den Totenschein.
„Fraktur des Dens axis, Genickbruch. Tatsache. Wie hast du das geschafft?“, fragte er anzüglich.
„Also ist die Versicherung gültig und sie wird mir ausbezahlt?“, bohrte sie zur Sicherheit noch einmal nach.
„Na sicher, sicher ist die gültig. Du hast das Geld innerhalb von vierzehn Tagen auf dem Konto.“
Er schaute perplex auf den Totenschein.
„Leck mich fett!“, meinte er und schaute sie ratlos an.
Jessica lief das Herz über. Sie entwickelte starke Gefühle für den Mann, den Ritter, der ihr eine sorgenfreie Zukunft bescherte, der sie jetzt beschützte, dessen Nähe sie nun brauchte. Zudem war er im Besitz eines großen Schwertes und wusste trefflich damit umzugehen.
Sie bestätigte sich in ihrer Absicht, nie mehr in ihrem Leben etwas Trauriges und nie mehr in ihrem Leben etwas Negatives erleben zu wollen.
Sie begann gleich mit etwas Fröhlichem und löste seine Krawatte.
„Würdest du denn bitte so freundlich sein und eine arme Witwe trösten?“
Sie öffnete seinen Kragenknopf. Er ließ sie mit erwartungsfrohem Lächeln auf den Lippen arbeiten.
Mit vielversprechendem, lüsternem Gesichtsausdruck knöpfte sie emsig das Hemd auf.
„Trägst du deswegen schwarz? Wegen der Trauer?“, fragte er.
Jessica öffnete mit Kraft und sehr zielstrebig seinen Hosengurt.
„Ich weiß schließlich, was Pietät ist“, sagte sie und kicherte schadenfroh.

Er liebte sie wieder auf diese wunderbare, erfüllende Art und Weise. Er machte sie restlos glücklich, führte sie erneut in diesen Sinnenrausch, der sie alles Ungemach, jedes Lebenshindernis vergessen ließ. Der sie von der Erde loslöste und sie schwerelos schweben ließ.
Nach ihrer beider Höhepunkt lag sie glücklich und atemlos keuchend unter ihm, atmete seinen Duft, seine Wärme ein, fühlte seinen Schweiß, der sich mit dem ihren mischte. Sie umschlang ihn und wollte ihn nie mehr loslassen.
Die Lustwurzel wurde schwächer, bescherte ihr einen weiteren Gefühleflash als sie herausrutschte und einen Schwall Körperflüssigkeiten mitbrachte.
Er legte sich neben sie.
„Was wird denn jetzt aus dir, Schätzchen?“, fragte er schwer atmend. Sie meinte, in seiner Stimme unterschwellig Sorgen anklingen zu hören. Sie erinnerte sich an die Frau, die ihren Anruf entgegen genommen hatte und zählte eins und eins zusammen.
„Ich werde eine Weltreise unternehmen, dorthin, wohin ich schon immer wollte.“
„Aha, und wo ist das?“, er schien erleichtert zu sein, dass sie sich nicht an ihm festhalten wollte.
„Jamaika, ich fahre erst einmal nach Jamaika.“
Der Entschluss stand nun fest, es war nun oft genug gesagt worden.



„Wir würden das Haus gerne kaufen“, eröffnete ihr Christopher, der Schwager, „Gudrun hat bereits mit der Bank gesprochen, die Finanzierung steht.“
Das ging ja flott, dachte Jessica.
„Allerdings bekommen wir nur Achthundertausend finanziert“, mischte sich die Schwägerin ein, „Was meinst du, würdest du uns das Haus für den Preis verkaufen?“
Gudrun beugte sich gespannt vor, um jedes Wort von den Lippen der trauernden Witwe ablesen zu können.
'Nachtijall, ick hör dir trapsen!', dachte Jessica.
„Mh“, meinte sie und mischte Enttäuschung mit hinein. Sie würde sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, auf keinen Fall von diesem Breitarsch.
„Der Versicherungsmakler war hier“, tischte sie ein Märchen auf, halb wahr, halb erfunden, „er meinte, er würde leicht jemanden finden, der zwei Mios zahlen würde. Sag du mir, was ich tun soll?“
Die Schwägerin lehnte sich frustriert zurück.
„Zwei können wir nicht“, meinte sie enttäuscht, „Anderthalb, mehr kann ich so schnell nicht locker machen.“
Dass sie sich mit der Aussage verplapperte, wurde neben Jessica nur dem Schwager bewusst, der schaute entsprechend verwundert.
„Anderthalb?“, hakte Jessica ein, „Anderthalb wäre gut, dafür würde ich alle Möbel, die gesamte Einrichtung im Haus lassen. Ihr könntet sofort einziehen.“
„Natürlich erst, wenn das Geld auf meinem Konto ist“, ergänzte sie schnell.
Die Schwägerin bat sich Bedenkzeit aus.
'Muss wahrscheinlich erst den eigenen Bratarsch befragen', mutmaßte Jessica respektlos.



Die Beerdigung nahm Jessica ziemlich mit. Roberts Arbeitskollegen wünschten ihr Beileid, die Firma richtete den Leichenschmaus aus und es wurden einige bewegende Trauerreden gehalten.
Als Christopher sie nach Hause brachte, weinte sie echte Tränen und empfand echte Trauer. Erst als sie mit dem Schwager bei einem Cognac vor dem kalten Kamin saß, erinnerte sie sich ihres Schwures, nie mehr etwas Trauriges sondern nur noch fröhliche Dinge zu unternehmen.
Sie wurde sich bewusst, dass sie frei war, eine freie Frau mit Geld. Die Bestätigung der Versicherung war eingetroffen, ihr Anspruch wurde ihr bescheinigt, das Geld werde 'in Kürze' angewiesen.
Sie begann nun ihren Schwager zu umgarnen. Der ließ es zu, dass sie näher an ihn heranrückte, dass sie mit seiner Krawatte spielte. Erst als sie ihm so nahe rückte, dass er sie ohne weiteres hätte küssen können, wich er zurück.
Sie stand auf, machte sich im Schlafzimmer mit Roberts Smartphone zu schaffen, schaltete es ein, stellte es, wie geprobt, auf den Sims. Sie zog sich vor dessen Linse dieses kleine schwarze Unterkleidchen über den beinahe nackten Leib, das Kleidchen in dem sie den Versicherungsmakler bezirzt hatte. Mit einem vielversprechenden Lächeln kehrte sie zu ihrem Schwager zurück.
Der schaute unsicher, sie schenkte nach und gab sich ganz natürlich, als sei es das Normalste der ganzen Welt, dass sie sich umzog und äußerst sexy und sehr leicht bekleidet zurückkehrte.
Als sie sich wieder zu ihm setzte, berührte sie ihn mit der Brust.
Er schaute sie fragend an, unsicher, ob er sie richtig verstand. Sie lächelte unmissverständlich. Sie wollte ihn im Bett seines Bruders haben, sie wollte, dass er sich die Frau seines Bruders nahm.
Sie wünschte sich Robert in wilder Bewegung in seinem Sarg.
Sie lächelte ein breites Lächeln, als sie an den rotierenden Robert dachte und brachte sich wieder in Christophers Kuss-Radius hinein.
Er konnte kaum ausweichen, er nahm eine kleine Kostprobe von ihren Lippen.
Sie schaute ihn ermutigend an.
Er küsste sie ausführlicher. Sie gab sich hinein, signalisierte ihre Bereitschaft, deutlicher konnte sie kaum werden.
Er zauderte immer noch, die Hemmung schien zu groß.
„Ich brauche deine Nähe“, flüsterte sie und nahm ihn damit in die Pflicht.
„Ich weiß nicht“, zauderte er weiterhin, er behielt sie im Arm, wich mit seinem Kopf zurück, um ihr in die Augen zu schauen.
Sie lächelte immer noch breit, hoffte, dass mittlerweile die Arbeiter genügend Erde in das Grab geworfen hätten, damit niemand die Bewegungen in Roberts Sarg hören konnte.
„Das bist du mir als Schwager schuldig“, behauptete sie mit einem Schmunzeln.
Er akzeptierte, dass sie wusste was sie tat und zeigte sich mit einem weiteren Kuss und einem vorsichtigen Griff an ihre Brust einverstanden.
Die äußere Ähnlichkeit Christophers mit Robert war eindeutig vorhanden, die Statur, die Größe, auch die Kontur des Gesichtes war sehr ähnlich. Die herausragendste Gemeinsamkeit waren die Hände. Sie sahen nahezu identisch aus.
Wie die beiden Männer ihre Körper darstellten und sie einsetzten, darin unterschieden sie sich grundlegend. Wo der Ehemann befehlend und bestimmend zupackte, wo er sich nahm, von dem er glaubte, dass es ihm rechtmäßig zustand und seine eigenen Interessen die einzigen Interessen waren, die er zu verfolgen hätte, da ging der Schwager rücksichtsvoll und einfühlsam vor.
Es löste in Jessica Befremden aus, von der ihr wohlbekannten Hand so zart gestreichelt und liebevoll berührt zu werden.
„Du bist die schönste Frau, die ich je gesehen habe“, flüsterte der Schwager. Er streichelte Jessicas Wange, ihren Hals, folgte mit einem Finger zärtlich den Konturen ihres Gesichtes.
Er küsste warm und liebevoll. Jessica gab sich ein, wartete auf die Leidenschaft, die sich mit Kraft das nahm, was sie haben wollte.
„So“, sagte er überraschend nach einigen Schmuse-Einheiten, „jetzt muss ich gehen.“
„Wieso?“, fragte sie ängstlich und unsicher, „Ich brauche dich jetzt hier.“
„Du bist verwirrt, du bist in Trauer, du weißt nicht, was du tust. Das will ich nicht ausnutzen.“
Jessica lächelte.
„Ich wollte, dein Bruder wäre auch so rücksichtsvoll gewesen. Aber du irrst, ich bin nicht verwirrt. Ich will deine Nähe spüren, ich will und ich brauche dich jetzt. Du darfst dich nicht weigern.“
Sie sah Christopher an, dass er in einer Zwickmühle steckte. Einerseits schien er ihren Verlockungen nicht abgeneigt, andererseits war er ein echter Gentleman.
Sie knöpfte sein Hemd auf und streichelte seine Brust.
„Und wenn es nur für ein Mal ist. Bitte, ich will.“
Er gab sich geschlagen und setzte fort, was offensichtlich ihr Wunsch war. Er behielt diese Gentleman-Art bei.
Seine Vorgehensweise war gesittet, die Leidenschaft war da, auch die männliche Unwiderruflichkeit. Jedoch erschien sie ihr immer gelenkt, immer beherrscht, immer auch ihre Interessen und Rechte berücksichtigend. Er schien Freude daran zu empfinden, ihr Vergnügen und Lust zu schenken.
Hinzu kam seine lustbetonte Raffinesse. Er verfügte über eine Technik, Berührungen zu kombinieren, zu variieren und zu verzögern, dass sie sich berauscht fühlte. Sie wurde überall, an anscheinend jeder Stelle ihres Körpers berührt, gestreichelt und verwöhnt und all das, ohne dass er Besitz ergriff. Er ließ sie Jessica sein, nicht ein verfügbarer und begehrenswerter Körper, sondern akzeptierte sie als Person.
Er teilte ihr sein Verlangen mit, nahm sich was er wollte, aber fragte praktisch bei jeder Handlung um Genehmigung. Sie bekam den Eindruck, dass er jederzeit ein 'Nein' akzeptieren würde.
Das war fremd für sie. Es war eine sehr schöne Erfahrung. Sie fühlte sich frei, als Frau respektiert. Sie fühlte sich wohl in der Rolle des willigen Opfers, genoss es, wie er sich offensichtlich an ihrem Körper und ihrer Hingabe ergötzte. Er war jedoch offensichtlich jederzeit bereit, abzubrechen.
Das machte sie frei. Diese seine Einstellung gab ihr die Möglichkeit, sich ganz hinein zu geben, ohne sich aufzugeben. Freiwillig zur Verfügung zu stehen, für ihre Lust, zu ihrem Vergnügen.
Er honorierte die gern dargebotenen Köstlichkeiten die ihr Körper ihm bot, durch ausgefallene Zärtlichkeiten.
Er brachte sie dazu, sich komplett bekleidet auf den Futon zu legen. Er küsste sie, betrachtete sie, streichelte sie, verzauberte sie.
Anfangs erwartete sie keine besonderen Ereignisse durch den Sex mit ihrem Schwager, sie wollte nur etwas Ungehöriges tun, etwas, was Robert zur Weißglut bringen würde, wenn er es wüsste. Sie wollte sich auch darauf einlassen, um der stieseligen Schwägerin eines auszuwischen.
Anstelle der Schadenfreude erlebte sie zu ihrer Überraschung Lust und Vorfreude. Voller Spannung wartete sie auf das was sich anbahnte, auf unbekannte Lustgefilde.
Er entblätterte sie nach und nach, legte Haut frei und erkundete jedes freigelegte Fleckchen mit den Fingerkuppen und den Lippen.
Sie lag mit geschlossenen Augen in der Unterwäsche da, seine Lippen und seine Fingerkuppen fühlten sich an wie Schmetterlinge die über ihren Körper flatterten. Sie reizten die Haut, machten sie empfänglich und bereit.
In ihrem Inneren schlugen mittlerweile ebenfalls unruhige Falter-Flügel herum und raubten ihr den Verstand.
Der Schwager legte ihre Brüste frei. Ihre Erregung nahm in einem Maße zu, dass sie die Kontrolle zu verlieren begann. Ihre Hände und Arme zappelten ungelenkt herum.
Mit Gesten gab er ihr zu verstehen, die Hände über dem Kopf zu verschränken und die Arme auszustrecken. So bot sie sich ihm perfekt dar, die Augen geschlossen, das Kinn verlangend in den Himmel gereckt, die Hände weit hinter dem Kopf fest ineinander verschränkt.
Er streichelte ihr Gesicht mit den Lippen. Als er ihre Ohren bedachte, hörte sie ihn erregt atmen, ansonsten hörte sie nur sich selbst stöhnen, schwer atmen und ein immer stärkeres Rauschen im Ohr.
Er streichelte sich hinunter, zum Hals, den Schultern, küsste ihre Achselhöhlen, streichelte ihre Brüste. Die aufgewendete Kraft wuchs an den Brüsten, sein Zupacken wurde deutlicher, dominanter. Die Blutzirkulation in den gestreichelten, massierten, erogenen, gekneteten Gebieten wuchs. Er walkte ihre Brüste kräftig durch, sie begannen zu glühen, zu brennen, zu leuchten. Sie verging vor zärtlichen Gefühlen, ihr Verlangen wuchs in den Himmel.
Er beugte sich über sie und flüsterte:
„Du bist wunder-wunderschön!“
Er sagte nicht 'Du hast nen süßen Arsch' oder 'Deine Beine sind der Hammer' oder 'Deine Titten sind geil!', sondern er fand sie schön, er fand Jessica schön, er fand den Menschen schön, nicht irgendeinen Körperteil.
Noch stärkere Gefühle konnte sie für einen anderen Menschen nicht empfinden, als das, was sie für Christopher empfand.
Seine warmen, trockenen Hände heizten weiterhin ihre Haut und ihr Gemüt ein. Er bewegte sich weiter, in Richtung des duftenden Feuchtbiotops, das seiner Eroberung harrte. Er streichelte weiterhin zärtlich-kraftvoll, bezog den Slip mit ein, ihre Schenkel, ihre Beine. Die Hitze in Jessicas Lustzentrale nahm unkontrollierbar weiter zu. Er verwöhnte diese Region, bedachte sie mit zärtlicher Kraft, strich über den Slip, unter dem sich die Zentrale befand, traf genau den Punkt, verließ ihn wieder, um gezielt dorthin zurückzukehren.
Ihr Atem wurde lauter, stockte bei neuerlicher Berührung, ging über in ein ungesteuertes Keuchen.
Letztendlich legte er die duftende, verlangende Spalte frei, schaute sie an, bevor er sie in Besitz nahm.
Er öffnete sanft und zärtlich die dort wartenden Lippen und streichelte sie, zart aber bestimmt.
So war er, der ganze Mann, zärtlich, aber bestimmt.
Jessicas Gefühle drohten zu überborden. Dieses Verlangen nach Hingabe, wie sie es nun empfand, war ihr völlig fremd, es fühlte sich an, als käme es aus einer anderen Welt.
„Ja!“, hauchte sie, „Ja!“
Seine Lippen küssten ihre unteren Lippen, streichelten sie, reizten das Lustknötchen. Die Zunge spielte mit der zentralen Lusteinheit, er küsste sich hinauf bis zu ihrem Gesicht. Küsste sie, seine Zunge spielte auf die gleiche Art mit ihrer Zunge, wie sie mit dem Lustknötchen gespielt hatte.
Die verlangenden Lippen und die warmen, zärtlichen Hände wendeten sich wiederum den heißen Gebieten zu.
Sie hörte mit weiterhin geschlossenen Augen, dass sich Christopher entkleidete.
„Ja!“, wiederholte sie, voller Vorfreude, „Ja!“
Sie ergriff Besitz von dem wundervollen Liebesspeer, sobald Christopher ihn freilegte, streichelte ihn, wollte ihn hinunterschlingen, ihn ganz in sich aufnehmen. Den Mann, seine Persönlichkeit vereinnahmen.
Er streichelte mit seinem glühenden Penis ihre unteren Lippen.
Zart, ganz zart.
Mit dem lüsternen Köpfchen streichelte er das lüsterne Knötchen, massierte die feuchten und verlangenden Lippen, teilte sie, gab ihr einen Vorgeschmack, massierte weiter, fuhr ein kleines Stückchen hinein, dass es ihr den Atem raubte, zog es wieder hinaus, streichelte wieder, fuhr erneut ein Stückchen hinein.
Jessica japste, jenseits jeder kontrollierten Regung. Ihr Verlangen ließ sie glühen, wärmte den Raum, heizte das gesamte Universum, schmolz alle Vorbehalte und alle anderen Regungen zu einem bedeutungslosen Klumpen zusammen.
Er gab ihn ihr immer noch nicht ganz, obwohl sie ihn mit ausgestreckten Armen verlangte.
„Ja!“, forderte sie, „Ja!“
Er hob sie empor und gab ihr den verlangten Speer, bohrte sich hinein in die glühende Lust, brachte ihr die Erfüllung.
Er hob sie zu sich hinauf, sie saß aufgespießt auf dem heißesten Liebesbeweis, den sie je erlebt hatte und blickte aus nächster Nähe in dieses männlich-schöne Gesicht. Diesen wunderbaren Mann, der sie in Regionen lockte, die weitestgehend unerforscht waren.
Er hob sie ein wenig an, dadurch rieb sein heißes Horn in ihr. Sie nahm den Impuls auf und bewegte sich auf dem Speer, der ihr Innerstes aufwühlte, der sie um den Verstand brachte, der sie in die Urzeit zurückstieß, der sie zur wilden Trieb-Gesteuerten werden ließ, die ihre Beherrschung vollkommen verlor.
Sie bewegte sich heftiger, die Sonne ging in ihrem Kopf auf, erstrahlte hell. Sie musste sich heftig, noch heftiger bewegen. Die Sonne erstrahlte in ihrem Kopf, ließ sie kreischen, ließ sie rasen, schreien, untermalt von tiefem Brummen, das aus der Brust stammte, gegen die sie ihre Brust presste, mit aller Kraft. Der Höhepunkt der Erregung verursachte einen weißen Blitz, der ihr gegenwärtiges Sein auslöschte, es bis zur Bedeutungslosigkeit verkohlte.
Sie hockte auf seinem Schoß, die Raserei war beendet. Beide keuchten, sie stammelte unzusammenhängende Worte und wollte das liebe Gesicht aufessen.
Sie legte den Kopf auf seine Schulter und war glücklich.
Er legte sie auf sich, sie verstand sich als Teil der Entspannung, vermittelte ihr Glück und nahm seines wahr.
Er küsste ihre Stirn.
„Hattest du dir das in etwa so vorgestellt, liebste Schwägerin?“
Sie konnte nicht antworten.
Sie nahm den Duft seines Achselschweißes auf, nahm ihn auf in ihre Erinnerung, wollte den Augenblick und das Aroma des Glücks konservieren.
Unfassbar, ein solches Erlebnis war unfassbar.

Christopher verschwand und ließ eine ratlose Jessica zurück.
Das Erlebte war nicht das, was sie unter Sex verstand. Das, was sie mit Christopher erleben durfte, war die reine, die einzige, die wunderbare Liebe.
Ein Wunder.
Sie kannte sich mit Sex aus, der war nichts Neues für sie. Sie definierte ihn so: Sex war ein durch einen Mann hervorgerufener in der Hauptsache mechanischer Reiz, der, wenn sie Glück hatte, so lange andauerte und so intensiv war, dass bei ihr selbst ein Höhepunkt entstand. So war es normalerweise, mit nur geringen Abweichungen.
Das gerade Erlebte war ganz anders.
Vollkommen neu.
Das war die reine, die unverfälschte, die absolute Liebe. Wie könnte man es anders beschreiben? Welchen Namen könnte man einem solchen Ereignis sonst geben, wenn nicht 'Liebe'? Was war Liebe sonst?
Oder war das, was Christopher mit ihr zelebriert hatte, ein einmaliger Vorgang? Etwas, was ein Mann machte, wenn er eine Frau erstmals ins Bett bekam?
So könnte es sein, denn dass man ein solches Erlebnis wiederholen könnte, einen solchen Aufwand auch im Alltag trieb, war unvorstellbar.
Den Bratarsch würde er garantiert nicht so verwöhnen.
Die Eifersucht stach ihr ins Herz.
Er war jetzt auf dem Weg zu diesem Fettmops. Ob er oft mit ihr schlief? Obwohl sie so mit ihm umsprang und obwohl sie so unattraktiv war?
Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er dem Fettkloß ins Ohr flüsterte: „Du bist wunder-wunderschön!“
Sie kicherte, weil sie den Gedanken für extrem abwegig hielt.
Sie stoppte die Aufnahme, die das weltbeste Smartphone in ihrem Schlafzimmer immer noch aufnahm. Nun konnte der technische Schnickschnack, den das Ding eigentlich nur zum Angeben bereithielt, einem guten Zweck dienen.
Sie schaute sich den Film auf dem weltbesten, größten, gebogenen Fernseher an. Wie der Mann auf sie eingegangen war, das war ein Wunder. Wie er sie betrachtete, wenn er sie zur Lust führte, wie gefühlvoll er sie zum Höhepunkt brachte, mit welcher Gier er ihr zuschaute und wie entrückt er blickte, als er sich selbst verströmte. Der Mann liebte sie, so wie sie ihn liebte.
Sie war sich sicher, das war die reine, die echte Liebe.
Sie wollte das nicht.
Das Erlebnis war toll, keine Frage. Aber sich einem Mann so ausliefern? So auf ihn angewiesen zu sein, dass nur er es fertig brachte, sie zu befriedigen?
Nein, das wollte sie nicht.
Ihr Streben ging nach Unabhängigkeit.
Sie wollte und würde alles mitnehmen was sich ihr anbot.
Jepp, das war die Devise, kein Drama mehr, nie mehr. Nur noch leichtes Leben, mitnehmen, was sie bekommen konnte. Sie würde genauso wenig Rücksicht auf Andere nehmen, wie mit ihr bisher umgesprungen wurde. Das schien so üblich zu sein.
Nur nicht Christopher.
Der war anders.



Sie einigte sich mit der Schwägerin auf einen Verkaufspreis. Sie feilschten dazu wie auf einem türkischen Bazar, weil keine von beiden der andere auch nur einen Cent gönnte. Der Preis wurde ein dementsprechend ungewöhnlicher Betrag, mit Stellen hinter dem Komma.
Als Vergeltung für diese kleinliche Feilscherei und als Andenken an Jessica nahm sie sich vor, die nette kleine Aufnahme von ihrem Schwager-Stündchen der Breitarsch-Schwägerin zukommen zu lassen.
Im Moment fehlte ihr der Mut dazu. Allerdings bestand zur Eile kein Anlass.



Sie fuhr vor dem Flughafen vor und parkte im absoluten Halteverbot. Die beiden schweren Koffer, die alles das enthielten, was sie mitnehmen wollte, wuchtete sie mit Mühen auf den Bürgersteig.
„Heh!“, rief ein Polizist und eilte auf sie zu, „Heh! Hier können Sie aber nicht stehen bleiben!“
Hinter ihrem Auto bildete sich eine Schlange, das erste Fahrzeug hupte.
„Los, fahren Sie weiter!“, herrschte sie der Polizist an.
Sie hielt ihm den Schlüssel hin.
„Das Auto schenke ich Ihnen, die Papiere liegen im Handschuhfach.“
„Häh? Watt?“, meinte der Ordnungshüter verblüfft.
Jessica wies mahnend auf die Autoschlange hinter dem Auto, zog die Griffe aus den Koffern und stolzierte von dannen.
Wegen der herrschenden Witterung Ende November trug sie einen Pelzmantel, den Robert unglaublich schick fand, als er ihr ihn kaufte, eine Fellmütze und Fellstiefel. Dieses Outfit war seine Wahl, als sie sich das letzte Mal auf dem Flughafen befanden. Damals trug sie nichts unter dem Mantel und er beglückte sie auf der Aussichtsplattform. Einige Leute bekamen das mit, das war ihm allerdings herzlich egal.
Sie checkte am Schalter der Airline ein, gab ihr Gepäck auf und war damit fertig mit Europa.
Sie stopfte den Pelzmantel und die Mütze in einen Papierkorb, warf die Stiefel hinterher. Unter dem Mantel trug sie ein kurzes, ein sehr kurzes Strandkleidchen, dass sie unter dem Namen 'Caribbean Dream' in einer Boutique entdeckt hatte. Es war so kurz, dass es ihr gerade bis über den Po reichte. Um ihre Beine noch länger erscheinen zu lassen, schlüpfte sie in hochhackige Sandaletten, die sie einer schmalen Papiertüte entnahm, die ebenfalls in dem Papierkorb landete.
Sie betrachtete sich im Spiegel.
Jepp, das war ihr Outfit ab jetzt. Ihre Haut würde brauner werden, aber die Kleider oder Röcke nicht länger.
Jepp, kommt her ihr Abenteuer!

Im Duty-free-Bereich schnupperte sie sich durch eine ganze Batterie Parfums, als ihr jemand ins Ohr raunte:
„Ich will dich ficken.“
Ihr Outfit schien die richtige Wirkung hervorzurufen.
Stolz lächelnd wandte sie sich dem Flüsterer zu und hätte fast laut gelacht.
Ein Türke!
Das wäre das Richtige für Robert gewesen, der wäre ausgerastet, wenn sich das ein Mann in seiner Gegenwart erlaubt hätte. Und dann noch ein Türke?
Ihr Lächeln wurde breiter. Sie war bereit, ihre Pflicht zu erfüllen und sich von einem Türken flachlegen zu lassen.
Sie dachte wieder 'ficken' und lächelte breit.
Der Mann sah sehr gepflegt aus, dunkler Anzug, dunkle Krawatte.
Robert würde verrückt werden, wenn er von ihrer Bereitschaft wüsste. Sie hoffte, dass er es wüsste und seine Rotation im Grab fortsetzte.
In dem Moment setzte sich die Schlange in Bewegung, die anstand, um an Bord der Maschine zu gelangen, die sie erst nach New-York und von dort nach Jamaika bringen sollte.
Sie öffnete die Hände und bedauerte:
„Da bist du ein paar Minuten zu spät, ich muss an Bord gehen.“
Sie fühlte sich wieder wie das unartige Mädchen von früher, kicherte böse und sagte:
„Aber ich habe ein Andenken für dich!“
Sie hielt sich an seiner Schulter fest und zog sich den Slip unter dem kurzen Kleidchen aus, drückte ihn dem Türken in die Hand und wollte gehen.
„Zeig es her!“, verlangte er und hielt sie am Arm.
„Was?“, fragte sie scheinheilig.
„Hast du jetzt nichts mehr drunter?“
„Was meinst du denn?“, fragte sie neckisch, „Wie viele Unterhosen trägst du normalerweise?“
Sie wollte an Bord gehen, er drängte sie kraftvoll in den Männerwaschraum und kniete sich vor sie.
„Zeig!“, verlangte er.
Mutwillig lächelnd hob sie ihr Kleidchen an und zeigte es ihm.
Er stierte fasziniert auf die entblößte Stelle, packte ihren Po, drückte sie an sich und schleckte einmal durch den freigelegten Spalt.
Ein irres Gefühl kam von dort zu Jessica hinauf, total irre, abgedreht.
Männerklo, kniender Türke, keine Unterhose, irre geil.
Sie versuchte, sich zu befreien, er hielt sie jedoch fest und schleckte noch einmal.
Irre, absolut irre.
Sie kicherte wieder, er gab sie nicht frei.
„Boh, bist du geil!“, stöhnte er und schleckte ein weiteres Mal.
Er packte sie fester, er hielt sie kraftvoll fest.
Sie kicherte hinterhältig und löste ihre Blase. Ein scharfer Strahl Urin strömte dem Türken auf die Zunge, in den Mund und über das Gesicht, er ließ sie sofort los.
Sie lachte auf, zupfte sich ein Papierhandtuch aus dem Spender, trocknete sich unter dem Kleidchen und ging an Bord.
Immer noch kichernd hockte sie sich auf ihren Platz. Ein Türke hatte ihr durch die Möse geschleckt und es war unwahrscheinlich geil, unglaublich geil. Robert wurde bestimmt verrückt in seinem Sarg.
Sie saß vor der Tragfläche auf einem Fensterplatz und kicherte.
Das Flugzeug rollte los, über den Fairway an die Landebahn, wartete eine Lücke im Verkehr ab, rollte hinaus auf die Mitte der Startbahn, bremste ab, die Triebwerke brüllten auf, das Flugzeug setzte sich in Bewegung.
Die Beschleunigung presste sie in den Sitz, die Landschaft flog schneller und schneller an ihr vorüber, bis das Flugzeug abhob und sich wie ein riesiger Phallus in den Himmel bohrte.
Ein geiles, ein heißes Gefühl.
Jessica schaute sich um. Überall sah sie betont gelangweilte Gesichter, einige lasen Zeitung, wenige schauten aus dem Fenster, um das Ereignis so wahrzunehmen wie sie es tat.
Die frostige Landschaft wurde kleiner und kleiner, verschwand schließlich unter einer Wolkendecke und es öffnete sich der Weg zur Sonne.
Jessica wollte nie mehr frieren, nie mehr irgendwo sein, wo es kalt war.
'Caribbean Dream', das war das Richtige!
Sie musste an den Türken denken und kicherte wieder.

Achteinhalb Stunden später verließ sie den Flieger auf dem JFK. Sie musste umsteigen und stellte entsetzt fest, dass es hier in New-York noch kälter war als Zuhause.
Anderthalb Stunden musste sie hier ausharren. Sie fror wie verrückt mit ihren nackten Beinen.
In einer der Boutiquen kaufte sie sich eine lächerlich wirkende weiße Leggings und einen kleinen Slip, beides zog sie gleich im Geschäft über. Es half ihr nicht viel, aber sie fror nun nicht mehr ganz so erbärmlich.
Sie genehmigte sich einen Grog, der seltsamerweise auch in New-York 'Grog' hieß. Der Rum-Genuss brachte sie darauf, wieder etwas Unartiges zu tun. Sie suchte das Filmchen heraus, das sie bei ihrem wundervollen Nümmerchen mit dem Schwager zeigte, schaute es sich noch einmal an.
Das war ein Liebhaber von ganz besonderen Gnaden.
Sie schickte eine Kopie davon an Schwägerin 'Bratarsch'. Ihr selbst hatte das öde Haus kein Glück gebracht, warum sollte es dem Bratarsch welches bringen? Dass sie Christopher verpetzte und ihm eventuell das Leben zur Hölle machte, war ein trauriger Nebeneffekt. Sie würde ihn ja doch nie wieder sehen, also, was sollte es?

Sobald wie möglich betrat sie ihr Flugzeug nach Kingston. Hier gab es keine reservierten Plätze, sondern man suchte sich einen Sitz aus, wie in einem Bus.
Sie nahm sich den gleichen Platz wie auf dem Atlantik-Flug, am Fenster, vor der Tragfläche.
Es setzte sich jemand neben sie, der sie nicht interessierte, sie schaute nicht einmal auf, sondern blickte unverwandt aus dem Fenster.
Das Flugzeug setzte sich in Bewegung, beschleunigte die Startbahn entlang an deren Rändern sich Wälle aus geräumten Schnee aufhäuften. Sie hoffte, zum allerletzten Mal in ihrem Leben Schnee gesehen zu haben.
Wieder begeisterte sie die heftige Beschleunigung, wieder empfand sie den Start, das Eindringen des penisförmigen Flugzeuges in den Himmel als einen gewaltigen Akt. Es machte sie heiß und unruhig.
Sie blickte sich um und schrak heftig zurück, als sie sah, wer auf dem Nebensitz saß. Dort saß der Türke! Der, den sie vor mehr als neun Stunden angepinkelt hatte.
Er griente schadenfroh über ihren Schreck.
Jessica fing sich rasch und meinte cool:
„Na? Wieder trocken?“
Der Türke griente weiter, er sah sehr souverän aus. Er zupfte ihren Slip aus der Tasche, hielt ihn sich unter die Nase und fragte zurück: „Und selbst, immer noch feucht?“
„Dazu müsste ich wegen irgendwas geil sein. Siehst du hier irgendwas oder irgendwen, der mich geil machen könnte?“, patzte sie zurück. Seine Souveränität schüchterte sie ein, sie versuchte, ihn mit Frechheit zu verunsichern.
„Na sicher“, meinte der Türke erstaunlich ruhig, „dass ich dich gleich im Waschraum durchficke, von dem Gedanken wirst du geil.“
Sie beschäftigte sich wenige Sekunden mit der Vorstellung.
„Ach“, winkte sie ab, „in so eine kleine Stinkbude kriegen mich keine zehn Pferde. Das kann nicht geil sein.“
Der Typ blieb so souverän und erklärte:
„Diese Maschine hat vorne einen größeren Waschraum für die Crew, mit einem Tisch darin. Wenn wir da hinein könnten, das wäre geil. Ficken in zehntausend Metern Höhe!“
Es schoss sofort Wärme in Jessicas Unterleib. Das wäre geil. Das war etwas für das unartige Mädchen. Spontan zu ficken mit jemandem, dessen Namen sie nicht einmal kannte und für Robert eine besondere Erniedrigung, weil es sich um einen Mann mit osmanischen Wurzeln handelte.
„Was ist nun?“, fragte der Türke ungeduldig.
„Was willst du in Jamaika?“, fragte sie, um ihn abzulenken und um etwas Zeit für ihre Entscheidung herauszuschinden.
„Beruflich“, erklärte er kurz und forderte sie mit einer ungeduldigen Geste auf, ihm ihre Entscheidung mitzuteilen.
„Was bist du von Beruf?“, fragte sie. Sie wollte sich nicht drängeln lassen, obwohl sie ihr Verlangen drängte, seinem Verlangen nachzugeben.
„Boh eh!“, erwiderte er ungeduldig, „Neugier, dein Name ist Weib.“
Jessica lächelte. Mit seiner Souveränität war es doch nicht so weit her.
„Und?“, fragte sie ihn, als ob sein Beruf eine Grundvoraussetzung wäre, mit ihm in den Waschraum zu gehen um sich von ihm ficken zu lassen.
Ihr Gesprächspartner verdrehte die Augen und erklärte:
„Ich bin Pilot und übernehme dort eine Maschine. Gehen wir jetzt oder gehen wir jetzt?“
Jessica brachte noch einen Einwand vor:
„Es muss größer sein als ein normales Klo. In ein normales Klo gehe ich nur allein und du bleibst draußen. Klaro?“
Ihr indirektes Einverständnis machte den Türken sofort nervös, er begann unmittelbar herum zu zappeln und schluckte mehrfach trocken.
Er sprang gleich auf und wollte sie hinter sich her zerren.
„Momentchen!“, sagte Jessica. Sie quälte sich in dem schmalen Sitz aus der Leggings. Die würde sie in einer engen Kabine behindern. Sie schlüpfte wieder in die Sandaletten, schaute dem Muselmann in die Augen und zog zum zweiten Mal für ihn den Slip aus.
Geil.
Sie fühlte sich so unartig wie vor der Zeit mit Robert. Das Gefühl kam gut, es war alles so wie früher, nur jetzt war sie finanziell abgesichert.
Die ganze Welt konnte sie kreuzweise.
Sie kicherte und schaute sich ihr aktuelles Opfer an.
Das wurde langsam aber sicher verrückt vor Geilheit und hätte sie offensichtlich am liebsten gleich hier vernascht. Jessica behielt jedoch die Übersicht.
„Du lässt mich jetzt auf den Gang treten, ohne Aufsehen und du hältst die Finger bei dir, ok? Ich gehe vor und schaue es mir an. Wenn es nicht in Ordnung ist, dann gehe ich zurück auf meinen Platz und wir machen es nicht. Klaro?“
Der Türke wusste nicht wohin mit seinen Händen, zeigte sich jedoch einverstanden mit ihren Bedingungen.
Derweil verteilten die Stewardessen Getränke, eine Zweiermannschaft schob Getränkewagen von hinten durch den Flieger, eine zweite von vorne. Mehr Flugbegleiter gab es nicht. Alle waren beschäftigt und Jessica sah gute Chancen, unbemerkt in den Pilotenwaschraum zu gelangen.
Falls der überhaupt existierte und falls er nicht abgeschlossen war.
„Was ist, wenn er abgeschlossen ist?“, fragte sie.
Mit einer herrischen Geste wischte er den Einwand beiseite. Er biss die Zähne zusammen, um seine Ungeduld zu zügeln.
„Es ist der erste Waschraum hinter dem Cockpit auf dieser Seite.“
„Wieso kennst du dich so gut aus?“, fragte sie neugierig.
„Nun mach hinne, der Augenblick ist günstig!“, bekam sie als Antwort.
Sie ging so gelassen wie möglich in Richtung Cockpit, quetschte sich an den beiden Flugbegleiterinnen mit ihren Getränke- und Snack-Containern vorbei.
Tatsächlich gab es diesen Waschraum, unverschlossen. Dusche, Klo, verstellbarer Tisch, alles da, wie ihr Lover in Aussicht gestellt hatte, sogar ein Stuhl stand darin.
Der Türke drängte sich hinein, warf noch einen sichernden Blick hinaus und
verschloss die Tür.
„So, Schätzchen, nun zu uns“, wandte er sich an Jessica und griff ihr unter das Kleid. Die war bereit dazu, ihm die Unartige zu geben und ihren Robert rotieren zu lassen. Provokant zog sie sich entschlossen das Kleid, ihr einziges Kleidungsstück über den Kopf, schwang ihren Po auf den Tisch, spreizte die Beine, streckte die Arme aus und sagte:
„Los, fick mich, du geiler Hengst!“
Ohne Vorspiel rammte er ihr seinen kurzen dicken Speer in die lüsterne Spalte. Mit großer Kraft und Geschwindigkeit nagelte er sie. Ihr Höhepunkt war nicht der höchste, den sie je erreichen würde, jedoch machte sie das Ambiente heiß genug, dass sie etwas von der ausgefallenen und hektischen Nummer verspürte, dass sie genießen konnte. Der Türke ächzte kurz, gab ihr sein Bestes, verharrte tief in ihr und zog sich zurück.
Sie duschte sich untenherum ab, schlüpfte wieder in ihr Kleid und ging ruhig und gelassen auf den Platz neben ihm zurück.
Es war wie früher, sie war wieder das unartige Mädchen, das aussah, als wenn es kein Wässerchen trüben könnte. Eines, das die Männer verrückt machte und sich nahm was es wollte.
Ihr Lover sah ihr gespannt entgegen:
„Nun?“, fragte er, „Wie war ich?“
Sie zwängte sich an ihm vorbei auf den Fensterplatz, zog den Schminkspiegel und den Lippenstift aus der Tasche und kontrollierte ihr Aussehen.
„War ich gut?“, wurde sie bedrängt.
„Du warst schnell fertig“, erzählte sie dem Schminkspiegel.
Frustriert ließ er die Luft ab.
„Dafür hast du aber ganz schön gestöhnt“, meinte er.
„Du müsstest mich hören, wenn es richtig mit mir abgeht“, sagte sie schnippisch und blickte weiter in den Kosmetikspiegel. Sie war schön unartig, fand sie, und amüsierte sich prächtig.
Ein Fick seiner Frau mit einem Türken in zehn Kilometern Höhe, Robert schob garantiert Sonderschichten in seinem Grab. Und der Türke konnte mit ihrer Einschätzung seiner Fähigkeiten als Mann nicht zufrieden sein.
Das böse Mädchen kicherte.
Der Atlantik zu ihrer Linken verfärbte sich langsam von graublau mit weißen Schaumkronen darauf, in ein ruhigeres Azur-blau. Der Himmel wurde freundlicher, die Sonneneinstrahlung nahm an Intensität zu.
Der Türke gab keine Ruhe, er war der festen Überzeugung, dass sie die Unwahrheit sagte und er ein überragender Liebhaber sei.
Nach einiger Zeit ging ihr das aufdringliche Gezeter des Nachbarn auf die Nerven.
Sie tauschte einen Blick mit einer der Stewardessen, die verstand gleich, was sie meinte. Zwei der Flugbegleiterinnen baten den Türken, mit dem sie zwar gevögelt hatte, dessen Namen sie jedoch immer noch nicht kannte, mit ihnen zu kommen und Aufsehen zu vermeiden. Sie geleiteten ihn auf einen Sitzplatz in der hintersten Reihe.
Das Meer nahm eine türkis-Färbung an, sie überflogen die Bahamas, Kuba und landeten schließlich in Kingston.
Auf dem Flughafen mussten sie auf dem Vorfeld in einen Bus steigen und wurden zu einem Fließband gebracht, um das Gepäck in Empfang zu nehmen.
Der Türke machte sich wieder an sie heran.
„Jetzt sag, was war schlecht daran, wie ich es dir besorgt habe?“, raunte er ihr zu.
Sie sprach sehr laut:
„Es war nichts schlecht daran, es war nur schnell vorbei.“
Sie waren wahrscheinlich die einzigen beiden deutschsprachigen unter den Passagieren, trotzdem blickte sich ihr Quälgeist hektisch um. Er raunte beschwörend:
„Dann lass es uns nochmal machen, dann mache ich es dir länger.“
Ihr ablehnender Gesichtsausdruck ließ ihn lauter werden.
„Du musst mir noch eine Chance geben!“
„Nein“, sagte sie fest, „muss ich nicht. Einmal hat mir gereicht.“
Das Gepäckband setzte sich in Bewegung.
„Hier, das ist mein Koffer und dieser da ist auch mein Koffer“, zeigte sie ihrem Begleiter die Gepäckstücke. Er angelte erst ihre großen und schweren Koffer vom Band, er selbst wartete auf einen sehr viel kleineren. Den nahm sie und überließ dem Türken ihr schweres Gepäck. Der zerrte es hinter sich her zu einem Taxi vor dem Airport und wollte mit zu ihr einsteigen.
Sie bat den Taxifahrer, einen Schwarzen mit einer Größe von mindestens einem Meter Neunzig, ihr den Türken vom Hals zu schaffen.
Der Fahrer baute sich vor dem Verfolger auf und blickte ihn von oben herab an. Der sah ein, dass er keine Chance bekam, sich sofort jetzt zu beweisen und rief ihr nach:
„Wo fährst du hin? Du musst mir eine zweite Chance geben!“
Sie lachte nur, das Taxi brachte sie auf ihren Wunsch zum Grand Hotel Rose Hall in Montego-Bay. Dort checkte sie ein.



Sie lag am Strand. Ihre innere Uhr zeigte bereits auf Mitternacht, trotzdem lag sie im warmen Sand in der Sonne.
Von jetzt ab nur noch Urlaub.
Ihr Handy klingelte, es war Christopher.
„Was hast du getan?“, rief er statt einer Begrüßung, „Was hast du getan?“
Es hörte sich weinerlich an, so, als würde er tatsächlich weinen.
„Hi, Chrissy, was ist denn los?“, fragte sie. Erst dann fiel ihr der Film ein. Gudrun schien ihn bekommen zu haben, Jessica griente schadenfroh.
„Oh!“, sagte das unartige Mädchen, „Ist sie sauer?“
„Sie stirbt!“, rief er und hörte sich verzweifelt an.
„Quatsch“, meinte Jessica, „von Eifersucht stirbt man nicht.“
Christopher schien sich etwas zu beruhigen. Er erklärte:
„Ich bin vor einer halben Stunde nach Hause gekommen, da lag sie da. Irgendetwas mit dem Herzen, sagte der Notarzt. Das Hirn war wohl einige Zeit ohne Sauerstoff, ich kenne mich nicht damit aus. Sie wissen nicht, ob sie sie durchbringen.
Ich habe gerade den Film angeschaut, den du ihr geschickt hast, der war wohl der Anlass für ihre Herzattacke.“
„Oh!“, sagte Jessica, 'ein Fettarsch weniger!', dachte sie und schlug vor:
„Wenn du Lust hast, kommst du her. Helfen kannst du ihr ja eh nicht oder?“, sie wollte kühl klingen, drückte aber doch ihre Sehnsucht nach ihm aus.
'Denn hier gibt es ein lüsternes Frauchen, für das du die richtige Medizin bist!', dachte sie.
„Du hast Ideen“, meinte er, „Ich kann doch jetzt nicht weg. Sie meinen, sie übersteht die Nacht nicht.“
'Naja', dachte sie achselzuckend, nachdem er das Gespräch beendet hatte, 'da hat sie Pech gehabt', und bot der Sonne das Gesicht zum Bräunen an.
Am nächsten Morgen, Jessica bediente sich am Frühstücksbuffet, teilte ihr Christopher mit, dass die Schwägerin tot sei. Sie sei friedlich eingeschlafen, erzählte er mit gefasster Stimme.
„Kommst du zur Beerdigung?“, fragte er.
In Anbetracht der Tatsache, dass sie keinerlei Wintergarderobe mehr besaß und nie mehr Schnee sehen wollte, sagte sie ab. Auch wenn ihr dadurch das eine oder andere Liebesspiel mit dem erfahrenen Schwager entging. Der Gedanke an die reine Liebe Christophers machte sie bereits wieder heiß.
„Ich werde hier an sie denken. Wann ist denn die Beerdigung?“
„Sie wird übermorgen eingeäschert und am gleichen Tag beigesetzt.“
„Ich werde in Gedanken bei dir sein. Anschließend könntest du herkommen. In meinem Zimmer steht ein Doppelbett, die eine Hälfte davon ist leer“, schlug sie vor.
'Es wird allerdings heute Abend nicht mehr leer sein!', versprach sie sich selbst.
„Lasse ich mir durch den Kopf gehen“, versprach der Schwager, „Urlaub würde mir gut tun.“

Eine Woche später holte sie ihn am Flughafen Kingston ab. Er sah mitgenommen aus.
„Du siehst toll aus!“, meinte er bewundernd. Er fremdelte etwas, gab ihr zur Begrüßung förmlich die Hand.
Im Taxi rückte sie näher an ihn heran.
„Wie geht es dir denn jetzt?“, fragte sie und streichelte seine Hand, die aussah, wie Roberts Hand. Obwohl sie erst kurze Zeit hier war, war Robert ganz weg, aus ihrer Welt verschwunden.
„Ach“, erwiderte er und legte einen Arm um sie, „ich weiß auch nicht. Ich müsste große Trauer empfinden, das tue ich aber nicht. Halte mich bitte nicht für gefühllos, aber irgendwie fühle ich mich leichter.
Hättest du etwas dagegen, wenn ich das Haus verkaufe?“
„Nein, es ist dein Haus, vorher war es Roberts Haus, ich hatte nie eine Beziehung dazu.“
„Der Freund, der Beerdigungsunternehmer, der ist interessiert.“
„Das hört sich gut an!“, sagte die junge Witwe begeistert, „Dann kommst du her und wir machen es uns hier schön. Du wirst sehen, es wird dir hier gefallen.“
Christopher lächelte schief, „Meinst du?“, fragte er unsicher.
Sie brachte ihn hinauf in ihr Zimmer, zeigte ihm die Aussicht auf Strand und Meer.



Er begann, Jessica in Besitz zu nehmen, berührte ihre Schulter, schaute sich die gebräunte Haut unter seiner Hand genau an, beugte sich zu ihr und küsste sie.
Es war nicht so, dass sie bisher hier enthaltsam gelebt hätte, sie hatte unbedingt ausprobieren müssen, ob die Gerüchte um die dunkelhäutigen Liebhaber stimmten.
Die Anatomie der Lover-Boys war eindeutig begeisternd, die Technik und das Gefühl fand sie enttäuschend.
Obwohl sie körperliche Nähe von einem der Boys, die am Strand zahlreich Jagd auf einsame Frauen machten, bis in die Morgenstunden genossen hatte, berührte sie Christophers Zärtlichkeit so sehr, dass sie in Atemnot geriet.
Er verzauberte sie mit einem Handgriff, brachte sie damit in seinen Bann. Seine Lippen fühlten sich kühl an, erhitzten sich jedoch unmittelbar, seine Zunge streichelte die ihre und verzauberte sie. Er legte sie auf das Bett und entkleidete sie.
„Du bist so wunder-wunderschön, ich kann es nicht glauben hier bei dir zu sein.“
Sie fühlte sich wie eine Königin, so, als sei sie etwas ganz Besonderes. Er gab ihr das Gefühl ein Juwel zu sein, edel, kostbar und begehrenswert.
Seine Zielstrebigkeit ließ sie passiv werden, seine Bewunderung und sein Verlangen machten sie willenlos. Ihr Körper wurde gestreichelt, mit warmen, weichen Lippen gefühlvoll verwöhnt, überall, immerfort. Ihre Erregung stieg in Regionen auf, die sie nicht mehr definieren konnte, jenseits jeder Beschreibung.
Ihr eigener Duft, der zu ihr aufstieg, den sie oftmals als peinlich empfand, erschien ihr wie ein Wohlgeruch aus tausendundeiner Nacht. Er betörte sie selbst, sie meinte, Zimt und Backapfel zu riechen.
Er beugte sich mit seinem wunderbar warmen Körper über sie, küsste sie. Seine Zunge drang zwischen ihre Lippen, gleichzeitig schob er seinen Lustspeer in die Zimt- und Bratapfel-Region. Die beiden Stellen begannen zu glühen, zu gleißen. Ihr Unterleib schmolz dahin, in ihrem Mund entstand ein Feuer, das hell in ihren Kopf strahlte und alles, was sich darin befand zu bedeutungsloser Masse zusammenschmolz.
Ihr Körper glühte, vor Verlangen, vor Erregung und von seiner Liebe. Sie hob in Sphären ab, aus denen sie nie wieder auf die Erde zurück wollte, in Regionen des absoluten Glückes. Der Orgasmusrausch erfasste sie so schnell und mit unvorstellbarer, vorher nie erlebter Macht. Ihr Liebster arbeitete langsam und genüsslich. Mit unglaublicher Hitze bewegte sich sein Liebesspeer in ihr, im Gleichtakt mit der streichelnden Zunge. Sie vermeinte, die Kontur des Zepters des Glücks genau erfühlen zu können.
Der ausgeübte Reiz nahm Dimensionen an, die jenseits aller Vorstellungskraft lagen, der geschmolzene Unterleib und das Licht in ihrem Kopf vereinigten sich, wurden heller und heller und explodierten in einem gigantischen Feuerball.
Sie kam keuchend auf dem Bett in ihrem Hotelzimmer auf Jamaika wieder zu sich. Atemlos, losgelöst von allem, was sie bisher erlebt hatte. Alles Vorherige trat in den Schatten des unfassbar großartigen Ereignisses. Der Mann war unglaublich, das Gefühl, das er ihr vermittelte, überwältigte sie. Er schien für sie und ihre Bedürfnisse geschaffen zu sein, hier lag sie mit ihrem Traummann, der einzige, der zu ihr passen konnte.
„Ich liebe dich“, meinte sie.
Sie war so entrückt, dass sie nicht wusste, ob sie es aussprach oder nur dachte. Er jedenfalls reagierte nicht darauf, küsste sie und streichelte sie, begleitete sie im Ausklang der heftigen Gefühle.
Das war es, sie wusste es, das war das, was sie in ihrem bisherigen Leben vermisst hatte. Das war es, was sie niemals zu finden versucht hatte, weil sie nicht wusste, dass es so etwas gab. Nun war es, war er gefunden, das erfüllte sie mit größtem Glück.
Sie würde alle Kraft daran setzen, das hier, dieses Glück, zu bewahren. Das war ab jetzt ihr Lebensziel.

© Evi Engler 2014

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Metino
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quote:
so einen geilen Fick wie von mir hast du noch nie gehabt und wirst du auch nie mehr haben.“

Sorry aber das ist selbstredend für eine Frau ´ ohne´ Selbstwertgefühl. Devote Veranlagung wäre da anders. Wär ich Frau, die so was zu hören bekommt, würd ich antworten,"wieso, bist Du ab heute impotent oder war es unser letztes Mal?
Mal sehen, ob sich noch was findet

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Susi M. Paul
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Oct 2013

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Zu Die Geschichte ist zwar lang, aber ich bin drangeblieben, und hab mich nicht dazu zwingen müssen. Du schreibst gut, das wissen wir. Und trotzdem, obwohl Schreibe und Geschichte eigentlich passen, habe ich beim Lesen das Gefühl gehabt, dass irgendetwas fehlt. Etwas Unvorhersehbares, eine wirklich verblüffende Wendung - im Stil und in der Story. Summa summarum: Gut, aber irgendwie zu konventionell.

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EviEngel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2009

Werke: 20
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Tolle Interpretation


Hi Susi

Nach dem Duden steht konventionell für:
den gesellschaftlichen Normen entsprechend, förmlich, steif,
herkömmlich, althergebracht.
Wie du das in meiner Geschichte gesehen hast, finde ich toll,
hätte ich jetzt darin nicht vermutet.
Danke für die Interpretation.

quote:
Du schreibst gut, das wissen wir.

Für die Einschätzung danke ich dir ebenfalls. Es handelt sich
doch hierbei um den Pluralis Majestatis oder? Da schreibt man doch das Pronom groß oder nicht?
Es müsste wohl heißen:

quote:
Du schreibst gut, das wissen Wir.

Gruß

Evi
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