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Leselupe.de > Kindergeschichten
Janni und seine Freunde, und das Geheimnis der alten Kate Teil 1
Eingestellt am 13. 06. 2003 19:39


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M├Ąrchentante
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Janni und seine Freunde, und das geheimnis der alten Kate, Teil 1

Sie waren vier und seit Jahren schon dicke Freunde. Regelm├Ą├čig trafen sie sich an ihrem Lieblingsplatz, dem Dorfweiher. Er lag etwas abseits und war von alten B├Ąumen und dichtem Strauchwerk umgeben. Oft hatten sie ihre Angelruten mit dabei und einen Eimer f├╝r die gefangenen Fische. Der Weiher war ziemlich fischreich, und so kamen auch gelegentlich Leute aus der Umgebung, um sich eine Mahlzeit zu angeln. Enten schwammen auf dem Wasser, und ein Reiherpaar hatte sein Nest in einem der hohen B├Ąume. Ab und zu nahm Janni auch mal seinen Hund mit zu ihrem Treffpunkt, doch dann wurde es meistens nichts mit dem Fischen. Kein Fisch bei├čt n├Ąmlich an, wenn ein gro├čer Hund im Wasser herumpaddelt und die verschreckt schnatternden Enten jagt. Den Freunden machte es aber nichts aus, sie hatten sich immer viel zu erz├Ąhlen. Heute ging es um die alte verlassene Kate am Dorfrand, die schon lange unbewohnt war.

Der Besitzer war eines Tages pl├Âtzlich mit Sack und Pack verschwunden und niemand wusste wohin. Er soll ein alter komischer Kauz gewesen sein erz├Ąhlte man sich im Dorf, einer der st├Ąndig m├╝rrisch war und mit keinem der Leute etwas zu tun haben wollte. Niemand wusste eigentlich so recht, wer er war und woher er vor einigen Jahren kam. Wurde er angesprochen, reagierte er oft unwirsch. Sobald es dunkelte, schloss der alte Mann die Fensterl├Ąden an seinem Haus und verriegelte T├╝r und Tor. Man hatte sich im Dorf an ihn gew├Âhnt und da er offensichtlich keine Gesellschaft w├╝nschte, gingen ihm alle aus dem Weg.

Freunde oder Verwandte schien er nicht zu haben, man sah ihn nur alleine. Nur ab und an, und im Schutz der Dunkelheit, kam ein seltsamer Besucher zu ihm. Nach kurzer Zeit schon h├Ârte man die beiden dann laut streiten, und der Fremde verlie├č jedes Mal w├╝tend das Haus. Sein langer Mantel wehte im Abendwind wenn er mit eiligen Schritten, einen Hut tief ins Gesicht gezogen in die Nacht lief, die ihn f├Ârmlich verschluckte. Die Leute fanden das Ganze ziemlich unheimlich. Als der alte Mann dann eines Tages so sang und klanglos verschwand, weinte keiner ihm eine Tr├Ąne nach. Man h├Ârte bis auf den heutigen Tag nichts mehr von ihm, und auch den Fremden sah man nie wieder in dem Dorf.

Nachdem einige Zeit verstrichen war, dachte niemand mehr an den alten m├╝rrischen Mann und seinen unheimlichen Besucher. Kein Mensch k├╝mmerte sich um das alte Haus am Dorfrand. Nun war es also der Mittelpunkt der Unterhaltung zwischen den Freunden.
"Was meint ihr," fragte Janni in die Runde, "wollen wir uns das Haus nicht mal genauer ansehen? Vielleicht k├Ânnten wir es als unseren neuen Treffpunkt nehmen. Es k├╝mmert sich doch sowieso niemand darum, und wir k├Ânnten uns dann bei jedem Wetter sehen."
Seine Freunde sahen ihn entgeistert an. "Mensch Janni," sagte Lotte, die eigentlich Christiane hie├č. Sie war das einzige M├Ądchen unter ihnen und niemand wusste, warum jeder sie Lotte rief. "Wir k├Ânnen doch nicht so einfach mir nichts dir nichts die alte Kate in Beschlag nehmen. Bestimmt gibt es ├ärger mit den Erwachsenen im Dorf wenn sie dahinter kommen."
Die beiden anderen, Edwin und Rainer, waren wie elektrisiert von der Idee. "Typisch M├Ądchen," rief Rainer, "immer Schiss."
Und Edwin sagte begeistert: "Man, das w├Ąre eine tolle Sache. Janni hat Recht. Die Erwachsenen werden schon nichts dagegen haben,lasst es uns doch probieren."
"Ja, stimmte auch Rainer zu, "ich finde den Gedanken super. Und wenn wir vorsichtig sind und aufpassen, kriegen die Leute es auch gar nicht erst mit."
"Na gut," f├╝gte Lotte sich, "vielleicht ist es ja doch ein guter Einfall. Manchmal ist es echt unangenehm am Weiher, wenn es regnet und kalt ist." Nat├╝rlich wollte sie auch nicht das die Jungens dachten, sie sei feige. Immerhin hatten sie zusammen schon einige Abenteuer erlebt.
Wie gesagt, sie waren dicke Freunde, Janni, Rainer, Edwin und Lotte, die eigentlich Christiane hie├č.

Die Sache war also beschlossen. Sie verabredeten sich f├╝r einen der n├Ąchsten Abende, um die alte Kate mal n├Ąher unter die Lupe zu nehmen. Als es d├Ąmmerte, schlich Janni als Erster durch das schief in den Angeln h├Ąngende Gartentor. Als es leise quietschte, hielt er die Luft an. Kurze Zeit sp├Ąter trafen Lotte und Edwin ein, und wieder quietschte das Tor.
"Das m├╝ssen wir als erstes ├Ąndern," sagte Janni leise, "das Gequietsche muss aufh├Âren, sonst k├Ânnten sie uns schnell auf die Schliche kommen."
Die Minuten vergingen, und Rainer war immer noch nicht in Sicht. Gerade wollten sie ohne ihn hineingehen, als er atemlos um die Ecke gerannt kam. "Tut mir leid Leute,"japste er, "ich musste mal wieder den Hund meiner Tante einfangen, immerzu b├╝xt er aus."
"Macht nichts," sagte Janni und die anderen grinsten, "jetzt bist du ja da, kommt." Er zog eine Taschenlampe aus seiner Jackentasche und ging voran. Die T├╝r war unverschlossen. Lotte sah ihn bewundernd von der Seite an. Er dachte an alles. Nicht einer von ihnen war darauf gekommen, etwas zum Leuchten mitzunehmen. Dies war auch ein Grund mit, aus dem sie ihn stillschweigend zu ihrem Anf├╝hrer w├Ąhlten. Er hatte die besten Ideen und wusste immer Rat in allen Lebenslagen.

Es roch muffig in dem dunklen Haus. Vorsichtig begutachteten sie das Innere der R├Ąume. Bis auf ein paar alte St├╝hle, einem wackeligen Tisch und einer Kommode die nur noch drei Beine besa├č, waren sie alle leer. Eine schmale, knarrende Treppe f├╝hrte hinauf auf einen stickigen Dachboden, der vollgestopft war mit altem Tr├Âdel. Vergilbte Kisten und allerlei Unrat lag auf dem Boden herum. Ein Rascheln lie├č sie erschrocken innehalten. Im Lichtkegel der Taschenlampe sahen sie eine M├Ąusefamilie, die ihrerseits erschreckt in das Licht starrte. Sie hatte es sich in dem Durcheinander gem├╝tlich gemacht. Die Freunde sahen sich an und lachten. Ja, dies hier w├Ąre ein prima Treffpunkt. Den Dachboden k├Ânnten sie nach und nach in Augenschein nehmen, vielleicht w├╝rden sie das ein oder andere Interessante unter dem ganzen Ger├╝mpel finden. Als sie die alte Kate wieder verlie├čen, waren sie sich einig. Da niemand davon wissen sollte, lie├čen sie bei ihren Treffen die Fensterl├Ąden stets zu, und Lotte brachte ein Windlicht und einen kleinen Karton mit Kerzen mit, von denen sie dann jeweils eine anz├╝ndeten, um besser sehen zu k├Ânnen. Gewissenhaft ├╝berzeugten sie sich jedesmal vor ihrem Weggehen, dass diese auch gel├Âscht wurde.

Wochen sp├Ąter. Die Freunde waren auf dem Weg zu ihrer Verabredung, als sie eine dunkle Gestalt sahen, die neugierig um das Haus schlich. Als sie die vier erblickte, ging sie mit eiligen Schritten und ohne sich noch einmal umzusehen davon, schnurstracks zum Dorf hinaus.
"Merkw├╝rdig," sagte Edwin, "habt ihr den gesehen? Warum der wohl hier herumschleicht?"
"Ja," meinte Rainer, "schon komisch, er hatte seinen Hut so tief ins Gesicht gezogen, dass man ihn nicht erkennen konnte."
"Und dieser lange wehende Mantel," fl├╝sterte Lotte, "richtig unheimlich."
Janni ├╝berlegte kurz: "Das k├Ânnte der geheimnisvolle Besucher von dem altem Mann gewesen sein der fr├╝her hier wohnte, der sah doch auch so aus. Jetzt ist er also wieder da. Was er wohl hier will? Und wo ist eigentlich der Alte abgeblieben? Ja, und warum ist er so schnell abgehauen als er uns bemerkte?"
"Es sah so aus, als ob er etwas suchen w├╝rde," bemerkte Edwin." "Du hast Recht," pflichtete Rainer ihm bei, "ob er wohl hinein wollte? Wir sollten zur Sicherheit ein Schloss anbringen."
"Der Meinung bin ich auch," meinte Janni, "wer von uns k├Ânnte eines bis morgen besorgen?"
"Ich mach`s," rief Edwin, "mein Vater hat welche in seiner Werkstatt, er gibt mir sicher eines."

Am n├Ąchsten Abend brachten sie zuerst das Schloss an und unterhielten sich anschlie├čend ├╝ber allerlei Wichtiges. Hauptthema war nat├╝rlich der unheimliche Fremde. Sie steckten eine Kerze an. Lottes Mutter hatte Kuchen gebacken, und so brachte sie f├╝r jeden ein St├╝ck mit. Leise unterhielten sie sich. Pl├Âtzlich h├Ârten sie ├╝ber sich ein Ger├Ąusch. Es war,als ob dort oben jemand hin und her lief. Lotte blieb der Bissen fast im Halse stecken. Sie sahen sich an.
"Was war das?" Fl├╝sterte Rainer.
"Pssst," machte Edwin, "still."
Da, schon wieder dieses Ger├Ąusch. Sie lauschten angespannt, und wagten kaum zu atmen. Ob dieser Kerl da oben war? Und wenn, was suchte er auf dem Boden? Er m├╝sste sich, ehe sie gekommen waren, hineingeschlichen haben.
"Kommt, wir sehen einfach mal nach, was da los ist," schlug Edwin vor.
Leise schlichen sie die Treppe hinauf bem├╝ht, die knarrenden Stufen auszulassen. Mit klopfendem Herzen stie├č Janni die T├╝re bis hinten hin auf, und dann sahen sie den Urheber des L├Ąrms, der ganz erschrocken zum ge├Âffneten Dachfenster hinaussprang. Es war ein Waschb├Ąr! Schon wieder hatten sie sich von einem Tier in Panik bringen lassen! Nun fiel die Aufregungvon ihnen ab, und sie lachten ausgelassen ├╝ber ihre ├ängstlichkeit. Au├čerdem war der hektisch fl├╝chtende Waschb├Ąr wirklich ein lustiger Anblick.

Bei ihrem letzten Treffen hatten sie also das Bodenfenster aufgelassen. Da mussten sie in Zukunft aber besser aufpassen, so etwas durfte nicht noch einmal passieren. An der T├╝r befand sich jetzt zwar ein Schloss, doch was nutzte es ihnen wenn sie verga├čen, eines der Fenster zu schlie├čen. Jeder der wollte, k├Ânnte so in Haus gelangen. In dem Augenblick fiel ihnen wieder der Unheimliche ein. Herumgeschlichen war er hier drau├čen ja schon. Es wurde ihnen ein wenig mulmig zu Mute. Von nun an w├╝rden sie bei jedem Weggang die Fenster kontrollieren.

Auf dem Weg zur├╝ck ins Dorf, trafen sie den langen Sven. Er hatte diesen Spitznamen weil er sie alle, obwohl er fast im gleichen Alter wie sie war, um Hauptesl├Ąnge ├╝berragte. Er galt in dem Ort als Einzelg├Ąnger, weil er eine sehr zur├╝ckhaltende Art hatte und mit den anderen Kindern nur das N├Âtigste sprach. In der Schule war er einer der Besten und hilfsbereit anderen Mitsch├╝lern gegen├╝ber, die es nicht so leicht mit dem Lernen hatten. Wurden die Kleinen in der Schulpause gelegentlich von den ├älteren drangsaliert, so half er ihnen stets. Sven war ein Stadtkind. Vor kurzer Zeit erst zog er mit seiner Mutter hierher. Am Anfang suchten die Kinder seine Freundschaft und luden ihn immer wieder ein zum Angeln am Weiher, zu ihren Geburtstagsfeiern, zum Toben durch Wald und Feld, zum H├╝tten bauen und nat├╝rlich auch zum Streiche spielen. Doch von alledem wollte Sven nichts wissen, er blieb lieber alleine. Irgendwann gaben sie ihre Bem├╝hungen um ihn auf, und gew├Âhnten sich an seine Eigenbr├Âtlerei. Sie lie├čen ihn in Ruhe und es war, als w├╝rde er gar nicht bei ihnen leben. Nur ab und zu wenn sie ihn zuf├Ąllig trafen, redeten sie ein wenig ├╝ber dies und das und gingen wieder ihrer Wege.

An diesem Abend aber war es anders. Er machte auf die vier Freunde einen sehr aufgeregten Eindruck, was ungew├Âhnlich war bei seiner ruhigen Art.
"Hallo Sven," begr├╝├čten sie ihn, "wie gehts?"
Dieser ging gar nicht erst auf ihre Frage ein und antwortete stattdessen: "Oh man Leute, ich habe mich vielleicht erschrocken. Stand doch gerade als ich um die Ecke bog, ein unheimlicher Kerl vor mir. Ganz dunkel gekleidet war der, mit einem langen Mantel und einem Hut, unter dem man sein Gesicht nicht erkennen konnte. Auch er erschrak ganz offensichtlich als er so pl├Âtzlich vor mir stand, und rannte dann Richtung Dorfende davon."
Sprachlos sahen die vier sich an. Der Fremde schon wieder? Was wollte er hier nur? Wen oder was suchte er? So langsam wurde es spannend. Sie erz├Ąhlten Sven von ihrer eigenen Begegnung mit ihm.
"Eigenartig," meinte Lotte nachdenklich, "es muss doch einen Grund daf├╝r geben, dass er immer wieder hierher kommt."
"Ja," gr├╝belte Janni, "ob es nicht doch mit der alten Kate zu tun hat?" "Aber da ist doch nichts zu holen," entgegnete Edwin zweifelnd, und Rainer bemerkte: "Irgendetwas scheint er aber tats├Ąchlich zu suchen, nur was? Wir sollten der Sache auf den Grund gehen."

"Und wie wollt ihr das machen?" Fragte Sven, "wollt ihr ihn beobachten? Ihr wisst ja nicht wann er wiederkommt, falls er sich ├╝berhaupt noch mal blicken l├Ąsst."
"Ja, das ist schon schwierig," sagte Janni, "wir sollten das auf unserem n├Ąchsten Treffen ausf├╝hrlich besprechen. Was meint ihr, wollen wir uns morgen abend zusammensetzen?" Als seine Freunde nickten, fragte er den langen Sven: "Wie ist es, m├Âchtest du nicht mitkommen?" Die anderen sahen ihn ungl├Ąubig an. Der w├╝rde doch nie mitmachen. Zum Erstaunen aller aber antwortete er: "Wenn ihr mich wirklich dabei haben wollt, dann komme ich, das scheint eine spannende Sache zu werden." "Abgemacht," sagte Janni, "treffen wir uns alle morgen hier."

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Sie waren vier (an dieser stelle glaube ich, dass sie vier jahre alt sind und wundere mich, warum sie schon seit jahren dicke freunde sein k├Ânnen) und seit Jahren schon dicke Freunde. Regelm├Ą├čig trafen sie sich an ihrem Lieblingsplatz, dem Dorfweiher. Er lag etwas abseits und war von alten B├Ąumen und dichtem Strauchwerk umgeben. Oft hatten (da w├╝rd mich interessieren, wie regelm├Ą├čig, jede woche, jedes jahr ...) sie ihre Angelruten mit dabei, Komma weg und einen Eimer f├╝r die gefangenen Fische. Der Weiher war ziemlich fischreich, und so kamen auch gelegentlich Leute aus der Umgebung, um sich eine Mahlzeit zu angeln. Enten schwammen auf dem Wasser, und ein Reiherpaar hatte sein Nest in einem der hohen B├Ąume. Ab und zu nahm Janni auch mal seinen Hund mit zu ihrem Treffpunkt, doch dann wurde es meistens nichts mit dem Fischen. Kein Fisch bei├čt n├Ąmlich an, wenn ein gro├čer Hund im Wasser herumpaddelt und die verschreckt schnatternden Enten jagt. Den Freunden machte es aber nichts aus, sie hatten sich immer viel zu erz├Ąhlen. Heute ging es um die alte verlassene Kate am Dorfrand, die schon lange unbewohnt war.

Der Besitzer war eines Tages pl├Âtzlich mit Sack und Pack verschwunden und niemand wusste wohin. Er soll ein alter komischer Kauz gewesen sein komma erz├Ąhlte man sich im Dorf, einer der st├Ąndig m├╝rrisch war und mit keinem der Leute ÔÇô niemandem etwas zu tun haben wollte. Niemand wusste eigentlich so richtig ÔÇô das ist ein paradebeispiel an f├╝llseln, die du gern verwendest , wer er war und woher er vor einigen Jahren kam ÔÇô tempus: gekommen war . Wurde er angesprochen, reagierte er oft unwirsch. Sobald es dunkelte ÔÇô dunkel wurde , schloss der alte Mann die Fensterl├Ąden (an seinem Haus) und verriegelte T├╝r und Tor. Man hatte sich im Dorf an ihn gew├Âhnt und da er offensichtlich keine Gesellschaft w├╝nschte, gingen ihm alle aus dem Weg.

Auch hatte er wohl keine Freunde oder Verwandte, denn man sah ihn stets (nur) alleine. Einen Bekannten schien er allerdings doch zu haben. Dieser kam ab und an und nur im Schutz der Dunkelheit zu ihm. Nach kurzer Zeit schon h├Ârte man die beiden dann laut streiten und der Besucher verlie├č dann jedes Mal w├╝tend das Haus. Sein langer Mantel wehte im Abendwind wenn er dann mit eiligen Schritten, einen ÔÇô den Hut tief ins Gesicht gezogen in die Nacht lief, die ihn f├Ârmlich verschluckte. Die Leute fanden das Ganze ziemlich unheimlich. Als der alte Mann dann eines Tages so sang- und klanglos verschwand, weinte keiner ihm eine Tr├Ąne nach. Man h├Ârte bis auf den heutigen Tag (an dieser stelle wei├č ich nicht, wann heute ist. Ist heute, als die vier freunde fischen?) nichts mehr von ihm, und auch den Fremden sah man nie wieder in dem ÔÇô im Dorf.

Nachdem einige Zeit verstrichen war, dachte niemand mehr an den alten m├╝rrischen Mann und seinen unheimlichen Besucher. Kein Mensch k├╝mmerte sich um das alte Haus am Dorfrand. Nun war es also der Mittelpunkt der Unterhaltung zwischen den Freunden. (das passt hier nicht zusammen. Also zuerst w├╝rde ich gern wissen, wie lange ist das schon her. Monate, jahre? Und in so einem dorf, da vergisst man solche dinge nur selten. Au├čerdem stimmt dann der ├╝bergang nicht, da schreibst du, dass sich kein mensch k├╝mmerte darum und im n├Ąchsten satz ist er der mittelpunkt)
Hier k├Ânntest du die dialoge sichtbarer machen durch abs├Ątze

"Was meint ihr," fragte Janni in die Runde, "wollen wir uns das Haus nicht mal genauer ansehen? Vielleicht k├Ânnten wir es als unseren neuen Treffpunkt nehmen. Es k├╝mmert sich doch sowieso niemand darum, und wir k├Ânnten uns dann bei jedem Wetter treffen." (Wiederholungen. Treffpunkt- treffen, k├Ânnten, k├Ânnten) Seine Freunde sahen ihn entgeistert an.
"Mensch Janni," sagte Lotte, die eigentlich Christiane hie├č. Sie war das einzige M├Ądchen unter ihnen und niemand wusste, warum jeder sie Lotte rief. (Hier f├Ąllt mir auf, dass ich keine ahnung habe, wie alt die freunde ungef├Ąhr sind. Am anfang glaube ich ja vier, ehe ich kapiere, dass sie vier freunde sind. Dann dachte ich kurz, das w├Ąren alte m├Ąnner. Jetzt ist aber ein m├Ądchen dabei. Ist die verwirrung absichtlich?)
"Wir k├Ânnen doch nicht so einfach mir nichts dir nichts die alte Kate in Beschlag nehmen komma um uns dort zu treffen. Bestimmt gibt es ├ärger mit den Erwachsenen im Dorf Komma wenn sie dahinter kommen." Die beiden anderen, Edwin und Rainer, waren wie elektrisiert von der Idee.
"Typisch M├Ądchen," rief Rainer, "immer Schiss." Und Edwin sagte begeistert: "Man, das w├Ąre eine tolle Sache. Janni hat Recht, so k├Ânnten wir viel ├Âfter zusammen sein. Die Erwachsenen werden schon nichts dagegen haben Punkt. Lasst es uns doch probieren."
"JaÔÇť , stimmte auch Rainer zu, "ich finde die Idee auch toll, ein Haus f├╝r uns. Und wenn wir vorsichtig sind und aufpassen, kriegen die Leute es auch gar nicht erst mit."
"Na gut," f├╝gte Lotte sich, "vielleicht ist es ja doch ein guter Einfall. Manchmal ist es schon unangenehm am Weiher, wenn es regnet und kalt ist." Nat├╝rlich wollte sie auch nicht Komma dass die Jungens dachten, sie sei feige. Immerhin hatten sie zusammen schon einige Abenteuer erlebt.
Wie gesagt, sie waren dicke Freunde, Janni, Rainer, Edwin und Lotte, die eigentlich Christiane hie├č.

Die Sache war also beschlossen. Sie verabredeten sich f├╝r einen der n├Ąchsten Abende, um die alte Kate mal n├Ąher unter die Lupe zu nehmen. Als es d├Ąmmerte, schlich Janni als Erster durch das schief in den Angeln h├Ąngende Gartentor. Als es leise quietschte, hielt er die Luft an. Kurze Zeit sp├Ąter trafen Lotte und Edwin ein, und wieder quietschte das Tor.
"Das m├╝ssen wir als erstes ├Ąndern," sagte Janni leise lass ihn ruhig fl├╝stern, den janni , "das Gequietsche muss aufh├Âren, sonst k├Ânnten sie uns schnell auf die Schliche kommen." Die Minuten vergingen, und Rainer war immer noch nicht in Sicht. Gerade wollten sie schon ohne ihn hineingehen, als er atemlos um die Ecke gerannt kam. "Tut mir leid Leute,"japste er, "ich musste mal wieder den Hund meiner Tante einfangen, immerzu b├╝xt er aus." "Schon gut," sagte Janni und die anderen grinsten, "jetzt bist du ja da. Lasst uns hineingehen." Er zog eine Taschenlampe aus seiner Jackentasche und ging voran. Die T├╝r war unverschlossen. Lotte sah ihn bewundernd von der Seite an. Er dachte aber auch an alles. Niemand von ihnen hatte daran gedacht, eine Taschenlampe mitzunehmen. Dies war auch ein Grund mit, aus dem sie ihn stillschweigend zu ihrem Anf├╝hrer gew├Ąhlt hatten. die taschenlampe ja wohl nicht, oder? ÔÇô so kommt das aber hier r├╝ber Er hatte die besten Ideen und wusste immer Rat in allen Lebenslagen.


So. bis hier her hab ich an der geschichte rumgemacht. Vielleicht konnte ich dir ein bisschen helfen, auch f├╝r den restlichen teil.
Ich finde, du k├Ânntest das ganze wesentlich verdichten. Spannender machen.grad an der stelle, wo ich aufgeh├Ârt hab. Da muss man das herzklopfen der kinder h├Âren, und den leisen windhauch zusammenzucken will ich da als kind.

Ich hab mir auch die m├╝he gemacht, manche worte zu z├Ąhlen.

4 x ziemlich
6x eigentlich
7x mal
15 x auch
15 x dann
9 x Haus

manchmal hast du die worte noch dazu knapp hintereinander.
nicht dass du glaubst, das passiert anderen nicht. Mir auch. Aber es ist ganz leicht, im word programm dann eben nach solchen worten zu suchen und zu ├╝berlegen, wo man sie braucht. Wo man sie nicht braucht. Wo man sie durch andere worte ersetzen kann.
Das ist arbeit, ich wei├č. Aber das macht eine nette geschichte zu einer guten geschichte.


Viel spa├č beim schreiben und daran arbeiten.

Die k.

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M├Ąrchentante
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Janni und seine Freunde

Liebe Kaffehausintellektuelle,

bitte entschuldige, dass ich erst jetzt antworte.
Ich danke Dir f├╝r Deine Kritik, und werde versuchen an mir zu arbeiten. Es stimmt wenn du schreibst, dass es viel Arbeit macht eine sch├Âne Geschichte zu schreiben. Doch es macht auch ungeheuer Spa├č. ├ťbung macht den Meister, und man lernt immer dazu durch Kritiken und Anregungen. Werde mir einiges zu Herzen nehmen.

Ich w├╝nsche Dir einen sch├Ânen Freitag und ein sonniges Wochenende

M├Ąrchentante

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