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Leselupe.de > Kindergeschichten
Janni und seine Freunde, und das Geheimnis der alten Kate. Teil 3
Eingestellt am 19. 06. 2003 22:48


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M├Ąrchentante
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Janni und seine Freunde, und das geheimnis der alten Kate, Teil 3

In drei Tagen wollen sie sich wieder hier treffen," ergriff Janni das Wort, "ob wir es schaffen bis dahin Licht ins Dunkel zu bringen, was meint ihr? Ich w├╝rde vorschlagen, wir durchsuchen den Dachboden nochmals ganz gr├╝ndlich, ehe wir zur Polizei gehen. Nun wissen wir ja, wonach wir suchen m├╝ssen. Eine Schatulle wird doch nicht so schwer zu finden sein."
"Na ich wei├č nicht," sagte Rainer zweifelnd, "ich glaube, es wird jetzt zu gef├Ąhrlich f├╝r uns."
"Wie w├Ąre es," meldete sich Edwin, "wenn wir eine Wache aufstellen, w├Ąhrend wir anderen den Boden unter die Lupe nehmen?"
"Nicht schlecht dein Vorschlag," meinte Janni, "und wer w├╝rde sich freiwillig melden?"
Alle Augen ruhten auf Lotte. Ihr str├Ąubten sich bei dem Gedanken zwar die Nackenhaare, doch sie lie├č es sich nicht anmerken, und so sagte sie leichthin: "Klar Jungs, mach ich. Wenn ich etwas verd├Ąchtiges bemerke, werde ich laut pfeifen."
"Du kannst ja gar nicht pfeifen," bemerkte Rainer grinsend.
"Na, daf├╝r sind Trillerpfeifen gut," meinte sie und lachte, obwohl ihr nun wirklich nicht danach war.
"Gut Leute, machen wir es so," sagte Janni, "wir sollten jetzt nach Hause gehen, es ist schon fast stockfinster. Morgen abend sehen wir uns alle am Haus. Wir werden schon hinter dieses Geheimnis kommen."

Am n├Ąchsten Tag war der lange Sven der Erste am Treffpunkt. Er war ganz aufgeregt. So etwas spannendes hatte er noch nie erlebt! Sein Leben war bisher ziemlich langweilig verlaufen, was aber auch an ihm lag. Er war es ja selbst, der sich von den anderen Kindern zur├╝ckhielt, und sich lieber mit seinen B├╝chern verkroch. Er war es gewohnt allein zu sein, da er keine Geschwister hatte. Seine Mutter musste viel arbeiten, um sie beide durchzubekommen,denn sein Vater hatte sie und ihn verlassen, als er noch ein kleines Kind war. Bei Janni und seinen Freunden, f├╝hlte er sich zum ersten Mal richtig wohl.

So im Gr├╝beln versunken bemerkte er nicht, dass pl├Âtzlich wie aus dem Nichts ein Mann vor ihm stand.
"He du," polterte dieser los, "was machst du hier? Hast du vor wieder in dieses Haus einzubrechen? Das k├Ânnte dir so passen. Verzieh dich ganz schnell, oder ich werde dir Beine machen. Lass dich nicht wieder in der N├Ąhe sehen, das gilt auch f├╝r den Rest deiner Bande. Ich beobachte euch schon eine ganze Weile."
Erschrocken blickte Sven auf, und sah einen Polizisten vor sich stehen. "Aber, aber," stammelte er.
"Nichts aber," schimpfte der Polizist grob weiter. Er lie├č den Jungen nicht zu Wort kommen. "Dies ist nicht euer Haus, ihr habt kein Recht hier unerlaubt einzudringen. Wer wei├č was alles passieren kann, wenn ihr mal vergesst die Kerze auszublasen. Und merke dir B├╝rschchen," zischte er nun und verzog widerlich sein Gesicht, "wenn ich euch noch einmal erwische, greife ich durch, glaub es mir."

Als Janni und seine Freunde gerade um die Ecke biegen wollten, bekamen sie die letzte Worte des Polizisten noch mit. Geistesgegenw├Ąrtig sprangen sie hinter eine Hecke, und verharrten dort regungslos. Fragend sahen sie sich an. In diesem Moment ging der Mann hastig an ihnen vorbei, ohne sie zu sehen. Sprachlos sahen sie ihm hinterher. Er war klein, dick und hatte einen watschelnden Gang. Sie verlie├čen ihr Versteck und liefen zu Sven, der immer noch wie zur Salzs├Ąule erstarrt vor dem Haus stand. Er erz├Ąhlte ihnen den ganzen Hergang. Als er endete bemerkte er noch, das dieser Polizist aussah wie der Mann gestern am Weiher, der mit dem Unheimlichen zusammen war.
"Ja merkw├╝rdig," sagte Edwin, "wir haben ihn auch gesehen, als er an uns vorbeiging."
"Aber er ist doch ein Polizist," beeilte sich Lotte zu sagen, "vielleicht bilden wir uns das nur ein, und die ├ähnlichkeit ist rein zuf├Ąllig."
"Auch Polizisten sind nur Menschen," bemerkte Rainer, und seine Ohren wackelten, "wir sollten vorsichtig sein. Das er uns beobachtet hat, scheint zu stimmen. Woher wei├č er sonst, dass wir bei unseren Treffen immer eine Kerze anstecken?"

"Lotte, hast du deine Trillerpfeife dabei?" Fragte Janni.
"Sicher," antwortete sie. "Wenn ihr jetzt hineingeht, klettere ich in die Eiche und pass auf. Von dort oben habe ich eine gute Aussicht, und wenn jemand kommt, pfeife ich drei mal."
Die Jungen gingen ins Haus, und begaben sich sofort auf den Boden. Wo sollten sie blo├č mit dem Suchen anfangen? Man hatte so gar keinen Anhaltspunkt. Sie r├Ąumten den ganzen Plunder von der einen auf die andere Seite, durchw├╝hlten Kisten und Kartons. Au├čer viel unnutzem Kram fanden sie nichts. Ersch├Âpft setzten sie sich mitten in dem Durcheinander auf die Erde.
"Was machen wir nun?" Fragte Janni. Die anderen zuckten mit den Schultern. Mit dem Fu├č schob er die vergilbten Zeitungen die zuhauf dort lagen, hin und her. Pl├Âtzlich blieb sein Blick an einer von ihnen h├Ąngen. Neugierig fischte er sie mit seinen Fingern heraus.
"Ach, sie mal einer an," sagte er, und pfiff leise durch die Z├Ąhne. "H├Ârt zu, ich lese euch jetzt mal was vor." Gespannt spitzten seine Kameraden die Ohren, um nur ja nicht auch nur ein Wort zu verpassen.

Als er endete, h├Ątte man eine Stecknadel fallen h├Âren k├Ânnen, so still war es. Und dann, wie auf Kommando, redeten alle aufgeregt los.
"Ruhe!" Rief Janni, "Wir wissen endlich, worum es geht. Nun gilt es, einen k├╝hlen Kopf zu bewahren, und genau zu ├╝berlegen."
"Recht hat er," meldete sich der lange Sven, "lasst uns alles noch einmal genau durchgehen, und zwar von Anfang an.
Also, der alte Mann kam vor Jahren ins Dorf und zog in diese alte Kate. Niemand wusste wer er war, und woher er kam. Er lebte total zur├╝ckgezogen, und wollte mit keinem etwas zu tun haben. Sein einziger Besucher war dieser merkw├╝rdige Kerl der ab und an kam, und dann stritten sie jedes Mal miteinander. Eines Tages verschwand der Alte bei Nacht und Nebel genauso geheimnisvoll, wie er gekommen war. Nach langer Zeit nun, taucht der Fremde wieder auf, und schleicht st├Ąndig um das Haus herum. Selbst auf dem Dachboden war er. Es ist ganz offensichtlich, dass er etwas sucht. Dann das Treffen mit dem kleinen Dicken am Weiher neulich. Ihr habt ja ihren Streit geh├Ârt, es ging dabei unter anderem um diese Schatulle. So, und nun haben wir hier einen alten Zeitungsbericht aus dem hervorgeht, dass vor vielen Jahren eines nachts die Bank in der Stadt ausgeraubt wurde. Die R├Ąuber sollen zu zweit gewesen sein. Einen fasste die Polizei, und steckte ihn f├╝r lange Zeit ins Gef├Ąngnis. Der andere entkam, und blieb samt Beute spurlos verschwunden. Der Eingesperrte schwieg beharrlich w├Ąhrend seiner Haft, ├╝ber den Verbleib des Geldes und seines Komplizen. Nachdem er seine Strafe abgesessen hatte, ging er in ein Altersheim, wo er nach ein paar Monaten starb. Von dem gefl├╝chteten Bankr├Ąuber und dem verschwundenem Geld, h├Ârte man nie wieder etwas. Man nahm an, dass die beiden einen Kumpanen hatten, der sich genauestens mit Alarmanlagen auskannte, und ihnen einen Tipp gab. Es k├Ânnte sogar ein Angestellter der Bank gewesen sein. Soll ich euch was sagen? Dieser Fremde und der Dicke suchen das Geld vom Bankraub damals, und das wird wohl in der Schatulle versteckt sein."
Atemlose Stille herrschte unter den Freunden.
"Mensch, was f├╝r ein Ding," fl├╝sterte Rainer, und seine Ohren wackelten heftig. "Ist denn das zu fassen? Es ist doch m├Âglich, dass die beiden vom Weiher etwas mit der Sache zu tun haben. Vielleicht ist der eine auch gar kein echter Polizist, was meint ihr? Und dann, was ist mit dem alten Mann passiert? Haben sie ihn wirklich aus dem Weg ger├Ąumt? Ich meine jetzt gekillt oder so?" Er sch├╝ttelte sich.
"Was?" Gr├Âlte Edwin, " meinst du echt die haben ihn???" Und seine Augen traten aus den H├Âhlen. Das war ja schauerlich.
"Ich wei├č es nicht," meinte Rainer, "doch zutrauen w├╝rde ich es ihnen. M├Âglichicherweise steckte der alte Kauz mit ihnen unter einer Decke, denn schlie├člich vermuten sie ja das Geldversteck in seinem Haus."
"Ja, und wo ist denn wohl die Schatulle mit dem Geld versteckt? Sie muss sich hier irgendwo befinden. Auf dem Boden scheint sie nicht zu sein, dort haben wir jeden Winkel abgesucht," bemerkte Janni. "Aber sie muss im Haus versteckt sein, sie suchen ja immer noch nach ihr."

Pl├Âtzlich h├Ârten sie von drau├čen drei scharfe Pfiffe. Lotte! Gefahr war im Anzug, also nichts wie weg. Sie rasten die Treppe hinunter, und flitzten durch den Wohnraum in Richtung Haust├╝r. Im Vorbeirennen rissen sie die St├╝hle um, und der lange Sven flog quer ├╝ber die alte dreibeinige Kommode. Er br├╝llte auf, denn er hatte sich an einer Ecke sein Bein verletzt. Erschrocken blieben die anderen stehen, und sahen nach ihm.
"Alles klar, alles in Ordnung, lasst uns abhauen," rief er ihnen aufgeregt zu, und verzog schmerzhaft sein Gesicht. Es war zwar nur ein tiefer Kratzer, doch der brannte h├Âllisch. In dem Moment sah Janni, dass neben dem altersschwachen M├Âbelst├╝ck eine Holzschachtel lag.
"Hey Leute," sagte er staunend, "schaut mal was wir da haben." Gebannt starrten sie darauf. Wo kam die denn so pl├Âtzlich her?
"Oh man," der lange Sven konnte es nicht fassen, "sicher war sie in der Kommode versteckt und ist herausgefallen, als ich sie umstie├č."
"Wollt ihr hier Wurzeln schlagen?" Br├╝llte Edwin. "Los, nehmen wir sie mit und nix wie weg!"

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