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Leselupe.de > Kindergeschichten
Janni und seine Freunde, und das Geheimnis der alten Kate, Teil 4
Eingestellt am 25. 06. 2003 20:08


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Märchentante
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Janni und seine Freunde, und das Geheimnis der alten Kate, Teil 4

Mittlerweile war Lotte vom Baum gestiegen, und wartete ungeduldig auf ihre Freunde. "Macht schon!" Rief sie, die beiden Kerle kommen wieder."
Sie rannten zum Weiher. Hastig erzählten die Jungen Lotte von all dem, was sie in Erfahrung brachten. Mit angehaltenem Atem hörte sie ihnen zu. Dann fiel ihr Blick auf die alte Schatulle in Jannis Arm.
"Und ihr meint da ist das geklaute Geld drin?" Fragte sie neugierig.
"Das werden wir gleich wissen, meinte Janni, und stellte sie auf die Erde. Eilig √∂ffnete er sie. Nachdem er mehrere Lagen Packpapier und Klebeband entfernt hatte, starrten sie auf den Inhalt. Geld! Ganz viel Geld. Soviel hatten sie noch nie auf einen Haufen gesehen. Meine G√ľte, ob es sich wirklich um die Beute vom Bankraub handelte? Sie war also nicht auf dem Dachboden versteckt, wo die beiden Kerle sie vermuteten, sondern in dieser uralten wackeligen Kommode. Ganz sch√∂n schlau, darauf muss erst mal einer kommen!
"Was machen wir denn nun?" Fragte Lotte, und ihr Gesicht war vor Aufregung ganz rot. Wir m√ľssen die Schatulle bei der Polizei abgeben und ihnen alles erz√§hlen was wir wissen, da bleibt uns gar nichts anderes √ľbrig."

"Das stimmt," pflichtete Janni ihr bei, "nun wird es wirklich f√ľr uns zu gef√§hrlich. Nicht, dass uns diese Halunken auch noch um die Ecke bringen."
Er grinste, als er das Entsetzen in Lottes Augen sah.
"Vielleicht vermuten sie jetzt, dass wir das Geld haben, und eröffnen die Jagd auf uns," meinte Edwin, und ihm war nicht sehr wohl in seiner Haut. Sicher haben sie uns beim Weglaufen gesehen, es war ganz schön knapp. Je eher wir zur Polizei gehen, desto besser."
"Genau der gleichen Meinung bin ich auch Leute," beeilte sich Rainer zu sagen. "Los, lasst uns gehen. Aber es k√∂nnte nicht schaden, wenn wir noch mal zur√ľckschleichen um zu sehen, ob sie sich noch im Haus befinden."
"Na bist du denn verr√ľckt?" Entr√ľstete sich Lotte. "Hast du noch nicht genug? Warum sollten sie noch dort sein? Genauso gut ist es m√∂glich, dass sie schon auf der Suche nach uns sind. Mehr Spannung halte ich kaum aus, und du auch nicht. Schau dir deine Ohren an, die wackeln unaufh√∂rlich."
Trotz der gef√§hrlichen Situation in der sie sich befanden, lachten sie alle br√ľllend los. Selbst Rainer lachte mit, denn es machte ihm nichts aus. Er sah das Wackeln seiner Ohren wenn er aufgeregt war, einfach als sein Markenzeichen an.
Immer noch vor sich hinkichernd, machten sie sich mit ihrem wertvollen Fund auf den Weg zu Polizei.

Als sie pl√∂tzlich ein lautes Knacken und Krachen h√∂rten, sahen sie sich fragend an. Nun lag Brandgeruch √ľber dem Dorf. Die Freunde liefen schneller. Schon von weitem sahen sie, dass ihr altes Haus in hellen Flammen stand. Das konnte doch nicht m√∂glich sein? Zwei dunkle Gestalten waren zu sehen, die panisch das Weite suchten. Innerhalb k√ľrzester Zeit brannte die Kate nieder. Als Polizei und Feuerwehr anr√ľckten, war alles zu sp√§t.
"Schade, das wars wohl mit unserem neuen Treffpunkt," meinte der lange Sven trocken, und die anderen schluckten.
"Ob diese Kerle es angesteckt haben?" Fragte Lotte traurig mit leiser Stimme.
"Davon kannst du ausgehen," antwortete Janni, "du hast doch gesehen, wie sie abgehauen sind, diese Halunken. Aber warum haben sie das nur getan? Sie sind doch bei ihrer Sucherei nach dem Geld nicht f√ľndig geworden. Ob sie es nun tats√§chlich bei uns vermuteten und aus Wut das Feuer legten?"

Die Polizei befragte inzwischen die umherstehenden Leute. Haben sie etwas gesehen? Ist ihnen in der letzten Zeit etwas Verd√§chtiges aufgefallen? Sind im Dorf Fremde gesehen worden die sich auff√§llig benahmen? Eben die √ľblichen Fragen.
Als der Kommissar zu Janni und seinen Freunden kam, erz√§hlten sie ihm von allem was sie wussten, und √ľbergaben ihm die Schatulle. Dieser staunte nicht schlecht. Auch von dem merkw√ľrdigen Polizisten berichteten sie ihm.
"Ach sie mal einer an," bemerkte der Beamte und zog eine Augenbraue hoch. "Haben wir doch richtig gelegen mit der Vermutung, dass der Kollege mit Gangstern unter einer Decke steckt. Er ist zwar ein echter Polizist, doch das mit Sicherheit nicht mehr lange. Schon eine geraume Weile sind wir hinter ihm her, weil er in Verdacht steht, krumme Dinger zu drehen. Selbst bei der Mafia soll er angeblich mitmischen. Bislang haben uns leider immer die Beweise gefehlt, um ihn zu verhaften. Dieser Mensch ist ganz schön gerissen.
Als der damals gefasste Bankräuber aus dem Gefängnis entlassen wurde, beschatteten wir ihn. Während der langen Haftzeit krank geworden, quartierte er
sich in einem Altersheim ein, wo er regelm√§√üig Besuch von seinem Sohn bekam, der √ľbrigens auch kein unbeschriebenes Blatt ist. Wir nahmen an, dass sein Vater ihn damit beauftragte, seinen ehemaligen Komplizen und die Beute aus dem Raub ausfindig zu machen. Er wird hinter seinem Anteil hergewesen sein."

"Nat√ľrlich hefteten wir uns jetzt an die Fersen des Sohnes, sprach der Kommissar weiter, "aber ohne Erfolg. Dann bekamen wir eines Tages einen anonymen Anruf. Jemand teilte uns mit, wo der alte Gangster lebte, den wir in all den Jahren suchten, n√§mlich hier in eurem Dorf. Wir nahmen an, dass es der Sohn des gestorbenen Bankr√§ubers war, der ihn irgendwie gefunden und verpfiffen hat. Er k√∂nnte meiner Meinung nach aus Rache gehandelt haben, weil der Komplize nicht mit dem Anteil seines Vaters herausr√ľcken wollte. √úbringens sah man ihn immer merkw√ľrdig herumlaufen, mit Hut und langem Mantel.
Der von uns damals vermutete Dritte im Bunde den wir ebenfalls bis heute nicht gefunden haben, hat ihm sicher den neuen Aufenthaltsort gesteckt.
Kann sein, dass dieser nochmal absahnen wollte, und so zum Handlanger des Sohnes wurde.

Die Freunde sahen sich sprachlos an.
"Aber was ist aus dem alten Mann geworden der hier lebte?" Fragte Edwin. "Er war eines Tages spurlos verschwunden. Als wir die beiden Männer am Weiher belauschten hörten wir, wie der eine sagte, er hätte ihn aus dem Weg geräumt."
Der Kommissar lachte. "Keine Sorge. Sie haben ihn nicht so beseitigt, wie ihr jetzt denkt." Und wieder ernst werdend, sprach er weiter: "Der alte Mann wusste, dass man ihm keine Ruhe mehr lassen w√ľrde. Aber auf der anderen Seite, wollte er das restliche Geld aus dem Raub auch f√ľr sich alleine behalten. Also plante er eine Flucht bei Nacht und Nebel, um wieder von der Bildfl√§che zu verschwinden. Ahnungslos, nichts von dem Verrat wissend, machte er sich auf den Weg. Er staunte nicht schlecht, als wir ihm im Schutz der Dunkelheit auflauerten, direkt nachdem er aus dem Dorf war.
Nun ist er wirklich von der Bildfläche verschwunden, im wahrsten Sinne des Wortes. Seine nächsten Jahre wird der Kerl hinter Gittern verbringen. Leider fanden wir zu unserer Überraschung bei seiner Verhaftung keinen Hinweis auf die Beute. Der Alte schwieg wie ein Grab."

Schmunzelnd sagte der Polizeikommissar: "Irgendwann geht uns der andere auch ins Netz, und der Kerl mit dem Mantel wird ebenfalls mit Haftbefehl gesucht, wegen Diebstahl und verbotenem Gl√ľcksspiel. Au√üerdem haben wir den Strafbestand der Brandstiftung, in den beide verwickelt sind. Meine Leute sahen, wie sie aus dem brennenden Haus rannten, und haben die Verfolgung aufgenommen. Hoffentlich erwischen sie diese Bande noch."
"Wieso waren sie eigentlich so schnell hier?" Fragte Lotte ihn.
"Tja mein M√§dchen," antwortete er, "wir versteckten uns abwechselnd in den B√ľschen der n√§heren Umgebung, und beobachteten die beiden schon eine zeitlang. Nach der Festnahme des Alten lie√üen wir das Haus nicht mehr aus den Augen. Zu gern h√§tten wir sie ertappt, wenn sie mit dem Geld abhauen wollten. Das w√§re der Beweis gewesen, dass dieser Polizist," - er schnaubte ver√§chtlich, -"gemeinsame Sache mit der Unterwelt macht. Da der alte Bankr√§uber es aber nicht bei sich hatte, musste das Geld noch in dem Haus sein. Die Absicht der beiden Gangster war, ihn aus dem Dorf zu bekommen, was ihnen auch gelang wie ihr wisst. Sie gingen von Anfang an davon aus, dass er die restliche Beute nicht mitnahm, sondern in der Kate versteckte, um sie irgendwann heimlich zu holen. Schlie√ülich war die Gefahr der Entdeckung zu gro√ü f√ľr ihn. Wahrscheinlich kamen sie nie auf die Idee, in der altersschwachen Kommode zu suchen. Wenn euer Freund nicht zuf√§llig √ľber sie gest√ľrzt w√§re, w√ľrde es wegen dem Brand keine Schatulle mehr geben. Nachdem die beiden von seiner Verhaftung erfuhren, hatten sie nun freie Bahn, und konnten in aller Ruhe suchen. Doch dann seid ihr ins Spiel gekommen. Ein Umstand, mit dem sie garantiert nicht rechneten."

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