Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92269
Momentan online:
315 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Janni und seine Freunde, und das Geheimnis der alten Kate Teil2
Eingestellt am 14. 06. 2003 16:33


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
M├Ąrchentante
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2002

Werke: 63
Kommentare: 73
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um M├Ąrchentante eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Janni und seine Freunde, und das Geheimnis der alten Kate, Teil 2

Am n├Ąchsten Abend st├╝rmte es f├╝rchterlich. Die klapprigen Fensterl├Ąden der alten Kate schlugen hin und her. Das Windlicht auf dem Tisch stand immer kurz vor dem Verl├Âschen, weil der Wind heulend durch die Ritzen pfiff. Drau├čen im Garten rauften sich zwei Kater mit lautem Geschrei, und in der m├Ąchtigen Eiche neben dem Haus rief ein K├Ąuzchen. Irgendwie hatten die Freunde das Gef├╝hl, dass die ganze Situation etwas gespenstisches hatte.

"Und," fragte Lotte, "was sollen wir tun?"
"Gute Frage," meinte Janni, "hat sich jemand von euch in der Zwischenzeit dar├╝ber Gedanken gemacht? Wer m├Âchte einen Vorschlag machen?"
Noch ehe einer von ihnen antworten konnte, setzte sich der lange Sven pl├Âtzlich kerzengerade auf. "Habt ihr das auch geh├Ârt?" Fl├╝sterte er. Sie erstarrten.
"Was?" Fl├╝sterten sie zur├╝ck.
"Na, dieses Ger├Ąusch ├╝ber uns."
"Da ist nur der Dachboden," wisperte Lotte, da kommt doch keiner drauf, das Schloss war auch fest zu an der T├╝re."
"Bist du sicher?" Fragte Edwin leise. Sie starrten zur Decke und tats├Ąchlich, nun h├Ârten sie es auch. Es schlich jemand, oder etwas da oben herum. Sie holten kaum Luft.
Rainer sagte mit ged├Ąmpfter Stimme: "Leute, das ist sicher irgendein Tier, wie bei den letzten beiden Malen. Bestimmt haben wir wieder vergessen, das Dachfenster zu schlie├čen." Doch sehr ├╝berzeugend klang das nicht.

"Kommt, lasst uns nachsehen," meinte der lange Sven. "hat einer von euch eine Taschenlampe mit dabei?"
"Ja, ich," sagte Janni kaum h├Ârbar, "ich habe immer eine bei mir."
Allen war ein wenig unwohl bei dem Gedanken, jetzt dort hinauf zu gehen. Wer wei├č, was sie erwartete. Was, wenn es kein Tier, sondern. Oh man, blo├č nicht den Gedanken weiterspinnen!
Gerade an der Treppe angekommen, ├Âffnete sich zum Schrecken der Freunde die Dachbodent├╝r, und flog mit einem lauten Knall gegen die Wand. Eine Gestalt mit Hut und langem Mantel st├╝rmte die Treppe hinunter an ihnen vorbei, riss die Haust├╝r auf und verschwand.

"Na, das war aber kein Tier," bemerkte Edwin trocken.
"Das war Er wieder," hauchte Lotte mit versagender Stimme, und ihre Knie schlotterten.
"Ja genau, das war Er," bemerkte auch Rainer, weil ihm nichts besseres einfiel, und seine Ohren wackelten. Das taten sie immer, wenn er besonders aufgeregt war.
Nachdem sie sich einigerma├čen beruhigt hatten, schlossen sie die immer noch offenstehende T├╝r, und setzten sich wieder um den Tisch.
"Was will der denn blo├č?" Fragte Sven.
"Wenn wir das nur w├╝ssten," antwortete Janni, "es muss irgendwie mit diesem Haus zu tun haben. Er hat sicher etwas Bestimmtes auf dem Boden gesucht. Wir sollten uns in den n├Ąchsten Tagen den Krempel da oben mal genauer ansehen, vielleicht finden wir ja einen Hinweis."

"Da oben gehe ich so schnell nicht mehr rauf," br├╝llte Lotte.
Die anderen starrten sie entgeistert an.
"Bitte," flehte sie etwas leiser werdend, "k├Ânnten wir uns beim n├Ąchsten Mal nicht wieder am Weiher treffen?"
Sie versuchten ihre Freundin zu beruhigen.
"Na gut Lotte," sagte Janni, "wenn die anderen auch damit einverstanden sind," und er sah sich im Kreise um. Die anderen Freunde nickten. Lotte hatte schon wirklich oft starke Nerven bewiesen, und sie wussten, dass sie sich jederzeit auf sie verlassen konnten, doch dieses hier hatte sie offenbar ├╝berfordert. Sicher w├╝rde sie sich bald gefa├čt haben, und dann ├╝ber ihre ├ängstlichkeit lachen. So war sie eben. In der alten Kate konnten sie sich ja noch oft genug treffen.

Als sie das Haus verlie├čen, w├╝tete der Sturm immer noch. Wolkenfetzen jagten ├╝ber den dunklen Himmel, und der Mond war kaum zu sehen. In den B├Ąumen und Str├Ąuchern sauste und brauste es, und aus der Ferne h├Ârte man bereits Donnergrollen. Jetzt aber nichts als nach Hause. Sie verabschiedeten sich von Sven, der zum Erstaunen aller fragte: "Darf ich auch zum Weiher kommen?"
"Na klar," sagte Janni, "wir treffen uns morgen wieder dort, denn nun ist Eile geboten. Schlie├člich spaziert der Kerl schon im Haus herum."
Als Sven sich von ihnen entfernte, sahen sie ihm noch eine ganze Weile hinterher. Eigentlich war er ein ganz netter Junge.

Die Verabredung w├Ąre beinahe buchst├Ąblich ins Wasser gefallen, denn nach dem Sturm am Tag vorher, regnete es nun schon seit den fr├╝hen Morgenstunden in Str├Âmen. Als es Abend wurde, beruhigte sich das Wetter allm├Ąhlich. Langsam wurde es still am Weiher. Das Prasseln des Regens wurde leiser, bis es schlie├člich ganz aufh├Ârte. Im Schilf h├Ârte man noch ein paar Enten schnattern, und in den Zweigen der alten B├Ąume, stimmte bereits eine Nachtigall ihr Abendlied an. Fr├Âsche quakten, und die ersten Flederm├Ąuse jagten lautlos nach Insekten.

Nach und nach waren die Freunde eingetroffen. Auch der lange Sven kam, er war sogar eine der Ersten.
Sie unterhielten sich sehr leise, da vom anderen Ufer zu h├Âren war, wie zwei M├Ąnner miteinander redeten. Sicher waren es Angler, die sich ihr Abendbrot fischten. Ab und zu flogen Wortfetzen zu ihnen her├╝ber, jedoch konnte man sie nicht sehen, weil das hohe Schilf sie vor ihren Blicken verbarg.
Pl├Âtzlich wurden die Stimmen lauter. "Habe ich dir noch nicht genug gezahlt? Es wird langsam Zeit, dass ich auch mal etwas f├╝r mein Geld bekomme," h├Ârten die Freunde den einen aufgebracht reden.
Gereizt antwortete der andere: "Ach, du hast also noch keine Gegenleistung bekommen f├╝r deine paar Kr├Âten? Schlie├člich habe ich den Alten ausfindig gemacht und ihn aus dem Verkehr gezogen damit du freie Bahn hast,falls du das vergessen haben solltest. Kann ich etwa was daf├╝r das die G├Âren die jetzt die alte Kate besetzt haben, dich fast erwischt h├Ątten, und du nicht mehr in Ruhe suchen kannst?"

Den Freunden stockte der Atem. Hatten sie richtig geh├Ârt? War es der Fremde der sich mit einem anderen stritt?
"Dann tu gef├Ąlligst was dagegen Mensch," der andere schrie fast, "meine Geduld ist am Ende, lange genug habe ich darauf gewartet mir das zu holen, was mir zusteht. Sieh zu, dass du uns diese G├Âren vom Leib h├Ąltst, egal wie."
"Und wie stellst du dir das vor?" Fragte sein Kumpel ihn jetzt auch lauter werdend.
"Das ist deine Sache, daf├╝r bezahle ich dich schlie├člich," kam es w├╝tend zur├╝ck, "bin ich erst am Ziel, so soll es dein Schaden nicht sein."
"Ich glaube, du w├╝rdest ├╝ber Leichen gehen, um deinen Willen zu bekommen," bekam er zur Antwort, "du bist genau wie dein Vater. Nie h├Ątte ich mich auf dieses faule Ding einlassen sollen."
"So?" Schrie der andere, "die Einsicht kommt aber ziemlich sp├Ąt. Du steckst jetzt mitten drin und das Geld hast du auch gerne genommen. Du bist doch sonst nicht so zimperlich. Halte also dein Jammermaul, und tu gef├Ąlligst was ich von dir verlange!"

Als irgendwo ein Ast knackte, hielten die beiden f├╝r eine Augenblick inne, und wurden wieder leise. "Komm, lass uns hier abhauen, nicht das uns noch einer h├Ârt bei deinem Gebr├╝ll," sagte das Jammermaul, "ich werde tun was ich kann, aber nach dieser Geschichte hier, trennen sich unsere Wege. Ich w├╝rde vorschlagen, dass wir uns in drei Tagen wieder hier um die gleiche Zeit treffen. Vielleicht ist ja dann alles ausgestanden, und du hast die Schatulle gefunden. Ich bin froh, wenn es vorbei ist. Bisher ist mir niemand auf die Schliche gekommen,aber das kann sich manchmal scnell ├Ąndern. Man soll es mit dem Gl├╝ck nicht ├╝bertreiben. Du glaubst doch wohl, dass ich geliefert bin wenn sie mich erwischen."

Es raschelte gegen├╝ber im Schilf. Die Freunde, die sich inzwischen leise in ein Geb├╝sch zur├╝ckgezogen hatten sahen, wie die beiden M├Ąnner den Weiher verlie├čen. Zu ihrem Schrecken, war einer davon der unheimliche Kerl. Mittlerweile war es zwar fast dunkel, doch sie sahen deutlich den Hut und den langen Mantel. Den anderen, der ein ganzes St├╝ck kleiner war und ziemlich dick, kannten sie nicht.
Die beiden entfernten sich mit schnellen Schritten, und ihnen fiel auf, dass der Kleinere einen Watschelgang hatte.
Noch ganz unter dem Eindruck des gerade geh├Ârten, kamen sie aus ihrem Versteck.
"Was l├Ąuft denn hier nur ab? Und was hat es mit der Schatulle auf sich, die sie so fieberhaft suchen?" Fragte Sven, "sollten wir nicht langsam mal die Polizei einshalten? Wer wei├č, was sie mit dem alten Mann gemacht haben, und uns wollen sie auch an den Kragen."
Nachdenklich schauten sie sich an und ├╝berlegten. Wenigstens wussten sie jetzt, wonach diese finsteren Gestalten so fieberhaft suchten, und das war ja immerhin schon was.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!