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Leselupe.de > Kurzprosa
Jennifer Lopez, Cameron Diaz und mein Leben als Gentleman - Teil 4
Eingestellt am 28. 06. 2001 23:37


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masterplan
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2001

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Dann will ich meine f├╝nf Stammleser mal nicht l├Ąnger warten lassen. Hier ist die vierte und trotz ersch├╝tternd wenig Leserzuspruch der vorhergegangenen Teile, l├Ąngst nicht letzte Folge meiner philosophisch- tragisch- komischen Alltagsreihe.
Neulich habe ich eine Reportage in einem "Terrormagazin" auf dem Privatsender Sat1 gesehen. Ich nenne diese Boulevardsendungen "Terrormagazine", weil man nach jedem zweiten Bericht davon ausgehen kann, dass man sich laut der "Information", die man dort bekommt, seines Lebens nicht mehr sicher sein kann. Aber das nur am Rande. In dem von mir gesehenen Beitrag ging es um die exzessiv gefeierte Abschlu├čfahrt einer Schulklasse in ein, f├╝r Ibiza- und Mallorcaerfahrene, bekanntes Ferienziel. Dass es dabei letztlich nur um "Sex, Drugs n' Alcohol" ging, war schon irgendwie klar. Da frage ich mich immer, warum es die Natur nicht von vornherein so eingerichtet hat, dass der Strand dort nicht einfach aus Koks, satt aus Sand und das Meerwasser aus purem Alkohol ist. Gnadenlos versto├čen die jungen Seelen schlie├člich gegen jede ethische Grundregel und lassen bis zur Verbl├Âdung die Sau raus.
Ich m├Âchte und kann kein Moralprediger sein. Moral ist f├╝r mich selbst, mit einer leicht kommunistischen Seele, kein wirklicher Grund, so ein Thema aufzuziehen. Auch ist es mir eigentlich v├Âllig egal, ob diese Menschenaffen einem ehemals sch├Ânen Badeort mit ihrem Proll- Tourismus jegliche Atmosph├Ąre entziehen, da ich kein Stammurlauber in diesen Regionen bin und die Orte mit ihren Urlaubsangeboten schlie├člich selbst daran Schuld haben.
Vielmehr st├Ârt mich die Eigenherabwertung dieser Menschen und f├╝r mich als selbsternannten Gentleman, vor allem die der Frauen. F├╝r einen echten Gentleman sind Girls eine edle und sch├Âne Form der menschlichen Gestalt. Zauberhafte Wesen die einen ebenso zauberhaften Ruf genie├čen. Aber eben dieser Ruf wurde ihnen durch die von mir gesehen Bilder ein weiteres Mal schwer angeschlagen. Mein ganzes Dasein, auf Bezug zum weiblichen Geschlecht, wird mir damit in Frage gestellt. Warum sollte ich nett zu Frauen sein und mich ihnen gegen├╝ber entsprechend respektvoll verhalten, wenn sie sich nackt, voller Freude und noch dazu unverzeihlich n├╝chtern (!!), mit volltrunkenen, hirntoten, r├╝lpsenden, stinkenden, pubert├Ąren, herrisch- prolligen und noch dazu selbstverherrlichenden "M├Ąnnern" in ihrem Alter abgeben? Wo bleibt da mein Sinn? Der besteht darin, Frauen zu gefallen, indem sie Respekt, Aufopferungsbereitsschaft und Liebe von mir bekommen. Ich m├Âchte nicht akzeptieren, dass echte Damen f├╝r diese Paviane eine ebenso leichte Beute sein k├Ânnen, wie eine Flasche Bier.
Darum dieses: Girls, lasst euch doch bitte wieder "erobern" und nicht gleich "aufrei├čen" (auch klamottentechnisch gemeint). Stellt euch eine Stufe h├Âher als ihr euch f├╝hlt. Ihr seit keine Flittchen, wie die in den Medien hochgepriesenen und f├╝r euch als Vorbilder gedachten Pop- Tussies, im Britney Spears- und Brandy & Monica- Stil. Seid rebellisch und habt euren eigenen Kopf. F├╝hlt euch nicht nur gut, wenn ihr einen Mann an eurer Seite habt. Und wenn es denn unbedingt einer sein soll, dann mu├č es doch kein Macho sein, der mehr Bier als Gehirnfl├╝ssigkeit in seiner Birne hat. Werdet wieder w├Ąhlerisch, dass k├Ânnt ihr euch n├Ąmlich leisten. Wir M├Ąnner sind leichter rumzukriegen als ein Schaf mit einer saftigen Wiese von der Nahrungsaufnahme zu ├╝berzeugen. Seht euch um und schaut euch den ein oder anderen zuerst Typen an, bevor ihr mit ihm zusammenkommt. Weist doch einfach mal den typischen Anmacher ab und steht den vermeintlich ruhigeren, charmanteren Gesellen offener gegen├╝ber. Und Girls, ich verpreche euch, wenn ihr wirklich nicht so doof seid, wie ihr euch im Moment verhaltet (n├Ąmlich ebenso bescheuert und pussyhaft wie eure Mallorcabekanntschaften), dann werdet ihr diesen Schritt sicherlich nicht bereuen.
Eigentlich schade, dass euch ein Mann mit seinen einundzwanzig Jahren erst auf diesen Trichter bringen m├Âchte. Statt (selbsternannter) Gentleman, bin ich jetzt auch noch ein Feminist. Wahrscheinlich feministischer als die meisten M├Ądels da drau├čen.

- Ende von Teil 4 -

__________________
Sch├Ân, dass wir einmal dar├╝ber sprechen konnten...

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