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John Grisham: Der Richter
Eingestellt am 27. 05. 2002 17:46


Autor
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Ann-Kathrin Deininger
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Sep 2000

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John Grisham: Der Richter

Richter Atlee ist tot und Ray, sein ├Ąltester Sohn, machte eine ungew├Âhnliche Entdeckung: Im Arbeitszimmer des Richters findet er 27 Kartons voll Geld; insgesamt 3,1 Millionen Dollar in bar. Ray gibt seinem ersten Impuls nach und versteckt das Geld, kurz bevor sein Bruder eintrifft: Forrest, drogenabh├Ąngig, verschleudert seit Jahren das Geld der Familie in zahlreichen Entziehungskuren. Ray wei├č eines sicher: Sollte Forrest das Geld in die H├Ąnde bekommen, w├╝rde er sich damit zugrunde richten. Das Geld wird zu Rays kleinem Geheimnis – doch er stellt bald darauf mit Entsetzen fest, dass noch jemand davon wei├č. Jemand der keine Skrupel kennt...
Soweit, so gut. Die Situation verspricht spannende Unterhaltung, doch leider wird der Leser nach dieser Er├Âffnung bitter entt├Ąuscht. Rays Versuche, den Ursprung des Geldes zu ermitteln, gestalten sich langatmig und werden auf Dauer einfach langweilig, w├Ąhrend der geheime Mitwisser sich damit begn├╝gt, Fotos und seltsame Gru├čkarten zu verschicken. Er scheint Ray aus der Ferne zu beobachten und unternimmt einige kl├Ągliche Einsch├╝chterungsversuche. Ray seinerseits beweist in verschiedensten Kasinos, dass das Geld nicht markiert ist, und entdeckt zudem seine Lust am Gl├╝cksspiel. Obwohl er sich st├Ąndig vorh├Ąlt, die drei Millionen seines Vaters nur zu verwahren, ist er auch bald bereit, sie auszugeben.
Im letzten Viertel des Romans schlie├člich kommt Ray der Gedanke, den Ursprung des Geldes in den Ermittlungsakten des Richters zu suchen, die sich schon vom ersten Rundblick an im Flur stapeln. Hier wird er etwas zu schnell f├╝ndig, und pl├Âtzlich wei├č Ray ganz genau, woher das Geld stammt und wer hinter dem Spiel steckt. Dieses Wissen n├╝tzt Ray jedoch wenig, erf├Ąhrt er doch noch auf den letzten Seiten, dass er sich geirrt hat.
John Grishams Roman zeichnet sich aus durch farblose, blutleere Charaktere und eine Story, die nicht richtig in Gang kommen will. Das Ende kommt zwar ├╝berraschend, ist jedoch schlichtweg unbefriedigend, ist es doch letztlich Forrest, der um drei Millionen reicher seine n├Ąchste Entziehungskur antritt.
Fazit: Nach zahlreichen hervorragenden Grisham- Thrillern eine herbe Entt├Ąuschung, die man sich durchaus schenken kann.

__________________
Ein Raum ohne B├╝cher ist wie ein K├Ârper ohne Seele.

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Gegge
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Ann-Kathrin Deininger,

Sch├Ân, da├č Du bei der Schreibaufgabe mitgemacht hast und uns deine Rezension zur Verf├╝gung stellst.

Nur das Ende des Romans h├Ąttest Du vielleicht besser nicht verraten sollen.

Lieben Gru├č
Gegge

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