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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Joop
Eingestellt am 05. 12. 2001 11:24


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ingridmaus
Hobbydichter
Registriert: Oct 2001

Werke: 2
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Ich hab mich jetzt auch mal an einer erotischen Geschichte versucht - bin aber nicht ganz zufrieden, deshalb bin ich dankbar fuer Kritik und Anregungen.


JOOP

Manchmal, wenn ich an einem schönen windigen Tag beschwingt durch die FußgĂ€ngerzone bummle, passiert es: Ich bleibe unvermittelt stehen, so als wĂ€re ich gegen eine Betonmauer gelaufen. Unsichtbare MarionettenfĂ€den ziehen meinen Kopf herum, die Nase sichernd im Wind – und da ist er: Dein Duft. Irgendein Mann mit einem guten Geschmack fĂŒr Parfum trĂ€gt Deinen Duft an mir vorbei. TrĂ€umerisch schließen sich meine Augen und ich sehe Dich vor mir. Zuerst seltsam zweidimensional wie in dem Bilderrahmen auf meinem Nachttisch. Dein verschmitztes LĂ€cheln weitet sich, Du zwinkerst mir wissend zu und schĂ€lst Dich langsam, unertrĂ€glich langsam aus Deinem Rahmen, entwickelst mehr Dimensionen als mir mitten in einer Menschenmasse lieb ist – warum bist Du bloß nackt? – und streckst die Arme nach mir aus... Und dann ist der DufttrĂ€ger auch schon vorbei und Du kehrst, wieder angekleidet und unschuldig als sei nichts geschehen, in Deinen Rahmen zurĂŒck. Ich öffne mit trockener Kehle widerwillig und etwas schamvoll die Augen, denn ich weiß, meine Gedanken sind fĂŒr die Passanten um mich herum ebenso offensichtlich als trĂŒge ich ein Schild mit der Aufschrift „Ich will poppen“ um den Hals.
Einmal will ich wissen, wie es weitergeht, wenn der Duft nicht verschwindet, was Du tust, wenn Du Dich nicht unschuldig in Deinen Rahmen zurĂŒckziehst. Als ich also wieder einmal einen DufttrĂ€ger ausmache, gehe ich meiner Nase nach. Ich muß ein seltsames Bild abgeben, wie ich mich mit geschlossenen Augen und hochgereckter Nase durch die Menschen schiebe und einer Witterung nachlaufe, die nur ich ausmachen kann. Und es geschieht wieder: Langsam befreist Du Dich aus Deinem Rahmen, Deine Kleider fallen von Dir ab wie BlĂ€tter von einem Baum und Du kommst auf mich zu, die Arme ausgebreitet, mit diesem LĂ€cheln, dem ich ihm nicht widerstehen kann. Du kommst nĂ€her, noch nĂ€her, der Duft wird immer intensiver. Ich nehme noch eine volle Nase davon und laufe Dir entgegen. Blind haste ich durch die Menschen, doch ich kenne mein Ziel. Deine Lippen empfangen mich, heißen mich willkommen, alles an mir. Heiße KĂŒsse auf meinen Augenlider, den Mund, Du knabberst an meinem Ohr und an meinem Nacken. Ich winke meiner Selbstbeherrschung ein freundliches Lebewohl hinterher und stöhne heiser meine Lust heraus, dabei ist es mir scheißegal, wer mich hört, Hauptsache, Du verstehst die Botschaft. Du bist ein intelligenter Kerl, eines der Dinge, die ich an Dir liebe, und bist auch jetzt schnell von Begriff. Deine HĂ€nde sind ĂŒberall. Unter ihren sanften BerĂŒhrungen schmelzen Bluse und Jeans wie Schnee in der Sonne. Frau Vernunft in meinem Kopf wundert sich kurz, warum Du ausgerechnet heute keine Probleme mit meinem Knöpfen und ReißverschlĂŒssen hast. Ich bringe sie zum Schweigen, indem ich Dir krĂ€ftig in die Brust beiße. Na, Ms. Reason, da bist Du platt? Du ziehst mich an Dich, hĂ€ltst mich fest, flĂŒsterst in mein Ohr, was Du von mir willst, warum fragst Du ĂŒberhaupt, Du mußt doch wissen, daß ich gerade alles fĂŒr Dich tun wĂŒrde, alles, nur damit Du nicht wieder gehst. Ich drĂ€nge mich an Dich, fester, nĂ€her, tiefer. Verschmelze mit mir, will ich schreien, sei mir nahe, sei in mir, nimm mich und laß mich Dich nehmen. Ich versinke in Deinen Augen, als Du mich sanft zu Boden legst. Warme braune Kerzen, die meine Seele wĂ€rmen, nicht nur jetzt, sondern jeden Tag. Du beugst Dich ĂŒber mich und es ist einer dieser Momente, in denen ich nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen weiß, daß Du mich liebst. Noch besser, es ist gleichzeitig einer dieser Momente, die mir zeigen, daß Du mich begehrst. Mein Körper entwickelt ein Eigenleben, bĂ€umt sich Dir entgegen...




Wham! Ich bin mit vollem Karacho in meinen DufttrĂ€ger gelaufen. Du lĂ€ĂŸt mich los und spurtest mit Lichtgeschwindigkeit zurĂŒck in Deinen Rahmen, wĂ€hrend sich Deine Kleider um Dich herumlegen wie um eine jener Anziehpuppen auf den alten Sanellapackungen. Ich öffne die Augen, bin sekundenlang orientierungslos, mein Geist checkt schnell die wichtigsten Fragen: Wo bin ich? Bin ich angezogen? Der DufttrĂ€ger ist gestolpert und dreht sich jetzt um. Er sieht mir in die Augen und meine Botschaft an die Welt ist mal wieder allzu offensichtlich und wird noch von einem Knopf meiner Bluse verstĂ€rkt, der wohl auch mitspielen wollte und direkt ĂŒber meinem Busen dekorativ aufgesprungen ist; in den dunklen Augen des DufttrĂ€gers glitzert es – er ist wohl ein Mann, der eine gute Gelegenheit am Schopf zu ergreifen weiß. Er sieht nicht einmal schlecht aus, breite Schultern, schwarze Haare, dunkler Teint, irgendwo scheint sich in seinen Stammbaum ein Italiener eingeschlichen zu haben. Aber er ist leider absolut indiskutabel, denn er ist ja nicht Du. Ich stottere ein paar Entschuldigungen, wĂ€hrend ich so beilĂ€ufig wie möglich meine Bluse zuknöpfe und schreibe eine gedankliche Notiz fĂŒr die nĂ€chste Ausgabe des Deutschen Duden, denn das Rot auf meinen Wangen hat eine eigene Farbbezeichnung verdient. Dann drehe ich mich um und fliehe in Höchstgeschwindigkeit. Und Du sitzt in Deinem Rahmen und lachst Dich halb tot! Warte nur, bis ich nach Hause komme!
__________________
Never wake a sleeping dragon!

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kolibri
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo ingridmaus,

leider kann ich in diesem Text nur wenig Erotik herauslesen, da sowohl auf sprachlicher als auch inhaltlicher Ebene recht viele Patzer zu finden sind, die nicht erst bei "Ich öffne mit trockener Kehle widerwillig und schlage etwas schamvoll die Augen nieder" (??) beginnen. Der Text ist ein ziemliches Durcheinander und hĂ€tte ich auch nur einen einzigen Funken Erotik verspĂŒren können, so wĂ€re dieser vermutlich durch die sprachliche Umsetzung erloschen.

Gruß
kolibri

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ingridmaus
Hobbydichter
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Hi Kolibri,
Danke fuer die Kritik, wie gesagt, bin ja selber nicht zufrieden. Der erwaehnte Patzer wird korrigiert. Was die sprachlichen Maengel angeht: Kannst Du das noch ein bisschen spezifizieren? Und den Inhalt betreffend: Findest Du die ganze Idee nicht erwaehnenswert oder haette ich irgendwie mehr draus machen koennen?
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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

liebe ingrid,
ich finde die idee sehr gut..
(auch das mit dem mann im rahmen"..und der schluss..hab geschmunzelt)
dĂŒfte, die erinnerungen wecken und in einen tagtraum fallen lassen..fĂŒr einen moment röte in unser gesicht zaubert und wir uns schĂ€mend umsehen:
"oh gott..hoffentlich errÀt nur niemand meine gedanken"
Ich selbst hab ne andere art zu schreiben..mir fÀllt es textlich her gesehen schwer..was an umÀnderungsvorschlÀgen zu geben..
aber ich wollte auch nur das sagen..was ich zu beginn sagte..
lg
sanne

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Antaris
Routinierter Autor
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Spannung

Hallo Ingrid,

was die Grundidee angeht schließe ich mich den anderen an, sie ist gut! Allerdings könnte die Geschichte einen ausgeprĂ€gteren Spannungsbogen gebrauchen, und wahrscheinlich tĂ€te es der Geschichte gut, wenn das Bild lebendiger wĂŒrde und Eigenleben entwickelte. Eine Protagonistin mit einer originellen Phantasie, das ist ok, zwei Protagonisten oder ein Protagonist und ein Antagonist machen sich besser und bringen mehr Spannung. Mit dem dunkehaaringen Schönen gegen Schluss kann ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen. Ich wĂŒrde ihn weglassen oder ziemlich zum Anfang hin auftreten lassen, so wie er jetzt auftritt bringt er die Handlung nicht weiter.

Nix fĂŒr ungut

Mit feurigen GrĂŒĂŸen

Antaris

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ingridmaus
Hobbydichter
Registriert: Oct 2001

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Hi Sanne,
danke fuer das Lob! Das tut wohl.. Ich wollte eben genau so ein Gedankenspiel formulieren, wie es einem manchmal ins Hirn zischt.

Hi Antaris,
da hast Du schon recht, nach meinem Kopf sollte die Geschichte auch irgendwie spannender zu lesen sein - allerdings ist mir nicht ganz klar wie ich das machen soll; wie soll ich in ein Gedankenspiel einen Pro/Antagonisten einfuegen? *gruebel* Aber an den Bildern kann ich bestimmt noch mal arbeiten.
Mit dem Schluss wollte ich eigentlich bewusst aus der (noch nicht vorhandenen ) Spannung rausreissen und mit etwas Witz zur Realitaet zurueckkehren.

Liebe Gruesse
Ingrid

P.S.: Hoert bloss nicht auf mit der Kritik!

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