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Leselupe.de > Ungereimtes
Jorams Lied
Eingestellt am 23. 07. 2009 17:42


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Midian
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2009

Werke: 14
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Jorams Lied

Die Wolken kĂĽssen deine schwarzen Zinnen:
Dur-el-Scharan, auf Zagros’ schroffem Fels erbaut.
Der ist verloren, der dich je geschaut,
weil die Dämonen jedes Spiel gewinnen.

Dein FĂĽrst, den Adlerschwingen tragen,
er ist mein Gott, und ob er sich verschrieben
den finstern Mächten, muss ich ihn doch lieben,
an seiner Seite mir der Menschen Gunst versagen.

Den blut’gen Reigen tanzen wir zusammen,
wir lauschen Belials knöcherm Harfenspiel,
ein festlich Mahl bereiten wir Hyänen.

In seinen Armen ruh ich, mag die Welt entflammen,
in seinen dunklen Augen les ich seiner WĂĽnsche Ziel.
Für mich voll Zärtlichkeit, doch ohne Mitleids Tränen.




Der Geliebte

Es war gestern als du tanztest
Vor dem roten Schein des Feuers
Jenen wilden Tanz der Freiheit
FĂĽr den Herrn des Regenbogens.
Deiner Lenden PerlenschnĂĽre
Schwangen wie das Gras der Steppe,
und dein Lachen glich dem Wolfe,
deine Blicke Sturmeswolken.

Wie Silber glänzte vor dem Mond dein Leib,
dein Antlitz ĂĽberflammte rote Glut
Dann fiel dein Blick auf mich, ein Lächeln –
Du spanntest deine Arme aus, du schwanktest.
Wie eine BlĂĽte neigtest du dich vor dem Winde,
wie eine Fackel leuchtete dein langes Haar.
Wie rasch verzehrte dich der Herr des Regenbogens –
Hat er dich mehr geliebt als ich?



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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 850
Kommentare: 4772
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Hallo Midian,
auch deine ungereimten Zeilen mit ihren fantasievollen Bildern entfĂĽhrten mich in eine Liebesgeschichte aus 1001 Nacht. Ein wenig schwĂĽlstig fĂĽr meinen Geschmack. Aber eben passend fĂĽr 1001 Nacht.
Herzliche GrĂĽĂźe
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1589
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Lb. Midian,

sei begrĂĽĂźt auf der grĂĽnen Weide der Dichtung. Ich habe mir die Freiheit erlaubt, unter Dein Sonett ein Silbenbild zu legen. Wie Du siehst, haben sich dort eine Menge Holperer eingeschlichen:

quote:
Die Wolken kĂĽssen deine schwarzen Zinnen:
xXxXxXxXxXx
Dur-el-Scharan, auf Zagros’ schroffem Fels erbaut.
xXxXxXxXxXxX
Der ist verloren, der dich je geschaut,
xXxXxXxXxX
weil die Dämonen jedes Spiel gewinnen.
xXxXxXxXxXx

Dein FĂĽrst, den Adlerschwingen tragen,
xXxXxXxXx
er ist mein Gott, und ob er sich verschrieben
xXxXxXxXxXx
den finstern Mächten, muss ich ihn doch lieben,
xXxXxXxXxXx
an seiner Seite mir der Menschen Gunst versagen.
xXxXxXxXxXxXx

Den blut’gen Reigen tanzen wir zusammen,
xXxXxXxXxXx
wir lauschen Belials knöcherm Harfenspiel,
xXxXxXXxXxX
ein festlich Mahl bereiten wir Hyänen.
xXxXxXxXxXx

In seinen Armen ruh ich, mag die Welt entflammen,
xXxXxXxXxXx
in seinen dunklen Augen les ich seiner WĂĽnsche Ziel.
xXxXxXxXxXxX
Für mich voll Zärtlichkeit, doch ohne Mitleids Tränen
xXxXxXxXxXxXx
Ein Sonett besteht heute üblicherweise aus 4-, 5- oder 6-hebigen Jamben. An der Versenden wechseln sich je nach Reimeschema weiblich und männliche Kadenzen ab. Als Dialog- oder Lehrgedicht wechseln sich These und Antithese in beiden ersten Quartetten inhaltlich ab, um dann über das erste Terzett in eine Synthese oder Conclusio zu münden.

Da steckt wahrlich viel Arbeit drin, um aus diesem Versuch ein gutes Sonett zu machen.

Viel ĂĽberzeugender ist Dein zweites Gedicht im Vers libre. Hier sieht man, daĂź Du ein gutes Potential zum Schaffen von Stimmungsbildern hast, das aber eher in die lyrische Poesie denn das eigentliche Gedicht reicht.

Ich würde mich freuen, mehr von Dir zu lesen, bitte Dich aber sehr, Deine Einträge und die anderer zu begleiten. Bisher kann ich nur 9 Werke erkennen aber keine weiteren Aktivitäten. Das ist entschieden zu wenig. Auch die anderen haben ein Recht auf Antwort und Deine engagierte Mitarbeit, die sich nicht nur im Posten von Werkbeiträgen erschöpfen darf.

Bester GruĂź

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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