Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5510
Themen:   94063
Momentan online:
299 Gäste und 15 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Julie und Juliette
Eingestellt am 18. 10. 2015 12:08


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Claustrophob
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2015

Werke: 13
Kommentare: 6
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Claustrophob eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Julie und Juliette

Sitze im Zug und tr├Ąume mir die Vergangenheit in die Gegenwart. Ratatatam.

Fr├╝hling in S├╝dfrankreich.

Ich h├Ąnge rittlings auf dem Stuhl, Arme und Kopf auf der Lehne. Vor mir knackt das Kaminfeuer des alten Steinhauses in einem Bergdorf der Cevennen. Die Teilnehmer eines Seminars sind ├╝ber den Raum verteilt und mit sich besch├Ąftigt, unterhalten sich angeregt, trinken ein Gl├Ąschen, einige r├╝hren in den gro├čen, dampfenden T├Âpfen in der offenen K├╝che. Die T├╝r nach drau├čen ├Âffnet sich. Frische Abendluft str├Âmt herein und mit ihr tritt Julie in den Raum. Unsere Augen sind sich im Seminarkreis begegnet. Ein wildes, ungeb├Ąndigtes Fohlen, immer zu einer Fopperei aufgelegt. Ihr Temperament hat mich ebenso gefesselt wie ihre rotbraunen Naturlocken. Sie ist eine der 'Hexen von Eastwick', die mit dem Cello. Gestern Abend hat sie uns noch mit ihrem 300 Jahre alten Instrument in die Klassik gehext. Ob sie wohl die dunklen Vibrationen zwischen Ihren Knien genie├čt, die meine Bauchdecke erzittern lie├čen? Aber solche Fragen stellt keiner!

Noch nicht.

Jetzt streift sie im Vorbeigehen mit der Hand ├╝ber meinen R├╝cken. Mein wohliges Brummen veranlasst sie stehen zu bleiben.

You want more?

Mein Franz├Âsisch ist nahe Null und ihr Englisch klingt eher wie Franz├Âsisch.

Mmmmmh!

Sie massiert mir das Genick. Von den anderen am langen Esstisch kommt ab und zu eine neckische Bemerkung. Irgendwann h├Ârt die Ber├╝hrung auf - aber der Zauber h├Ąlt an.

Ich frage sie: You also want this? If you like, I will give you a massage.

Sie will.

Sp├Ąter am Abend: Musik, Lachen, Trommeln. Ich ziehe mich zur├╝ck. Wie sch├Ân, dass es diesen dunklen, abgelegenen Gruppenraum gibt. Kerzen, Matratzen, Decken (leider kratzen sie etwas, aber die Fr├╝hlingsn├Ąchte sind nicht sehr warm in den Cevennen). Wie gut, dass ich eine Flasche Rosen├Âl eingepackt habe.

Die T├╝r knarrt leise und ein Schatten huscht herein. Endlich sitzt sie mir gegen├╝ber.

I will give you a tantric yoga massage. Normally it is done in the nude, because of the oil. Take off whatever you like. I'll take care.

Ich kenne sie nicht - nicht wirklich.

Sie steht auf, verschwindet hinter meinem R├╝cken. Ich schlie├če die Augen und ├Âffne sie erst wieder als ich h├Âre, dass sie zur├╝ckkommt. Wieder sitzt sie mir gegen├╝ber im Schneidersitz. Ihr Seidenh├Âschen hat sie anbehalten. Aber die weiten Hosen, ihren Schlabberpulli, der ihre sch├Âne Figur und ihre festen Br├╝ste verbirgt, hat sie abgelegt. Ihre Achseln sind nicht rasiert. Sie schaut mich an, offen und direkt. Ihr Vertrauen schmeichelt mir. Keine Fragen: Kommt auch keiner? Wer bist Du? Was willst Du? Ihre Augen scheinen tief in mein Inneres zu blicken.

Ich bitte sie, sich auf den Bauch zu legen, fasse sie an den Kn├Âcheln, spreize ihre Beine ein wenig und bedecke ihren Oberk├Ârper mit einer der Wolldecken. Sie hat bereits losgelassen. Die F├╝├če, mit denen ich beginne, sind warm. Langsam arbeite ich mich nach oben, Kn├Âchel, Wade, Kniekehle, Oberschenkel. Ihre schmalen H├╝ften mit den kr├Ąftig-runden Pobacken lasse ich aus. Seidenh├Âschen und ├Âlige H├Ąnde vertragen sich nicht. Vielleicht sp├Ąter... Ich ziehe jedoch den oberen Rand des Slips etwas nach unten bis die Pofalte sichtbar wird, um das Kreuzbein zu bearbeiten. R├╝cken rauf und runter, kreisen, schieben, trommeln, krabbeln, kneten, streicheln, dr├╝cken... Langsam breitet sich der Duft des Rosen├Âls aus. In der aus groben Natursteinen geformten Nische flackern gelegentlich die Kerzen. Ansonsten liegt der Raum mit seinen schwarzen, krummen Holzbalken im Dunkel. Wir sprechen kein Wort, der Zauber k├Ânnte sich verfl├╝chtigen. Nach einer Stunde bin ich am Kopf angelangt, knie, ihren Kopf mit der wilden M├Ąhne zwischen meinen Schenkeln, ├╝ber ihr, schiebe ihr meine H├Ąnde in einer gro├čen Bewegung den R├╝cken hinunter, ziehe sie ├╝ber die Seiten wieder hoch, ├╝ber die Achseln, die Innenseite der Arme, verharre mit dem Gewicht kurz auf ihren warmen H├Ąnden, weiter ├╝ber die Au├čenseiten der Arme zu den Schultern, und wieder den R├╝cken hinunter, wieder und wieder. Sie brummt leise. Es gef├Ąllt ihr. Meine Energie str├Âmt, und trotz der k├╝hlen Luft im Raum bin ich leicht ins Schwitzen gekommen.





Langsam entferne ich die Decken, mit denen ich immer wieder die K├Ârperteile warm gehalten habe, die ich nicht gerade massiere. Ich hebe Julie schrittweise, erst die Beine, die H├╝ften, den Oberk├Ârper auf die Seite der Matratze. Sie ist einfach nur relaxed und schwer und macht keine Anstalten, mir zu helfen. Ihren einen Arm lege ich nun nach oben ├╝ber den Kopf, packe ihren Fu├č am Kn├Âchel und ziehe langsam und stetig das Bein ├╝ber das andere hinweg. Allm├Ąhlich verdreht sich ihr Becken, die Schulter hebt sich, der K├Ârper rollt herum, der Kopf folgt nach. Sie lacht leise ohne dabei die Augen zu ├Âffnen. Zu leicht und ├╝berraschend m├╝helos gelang dieser Trick, als dass sie im Nirvana bleiben k├Ânnte.

Ihr Lachen steckt mich an, und ich muss lange schmunzeln, w├Ąhrend ich von den F├╝ssen beginnend mich wieder durch ihren K├Ârper w├╝hle.

Nur einmal atmet sie schwer. Als ich ihren Hara-Punkt, zwei Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels - nach fern├Âstlicher Anschauung der Sitz der Lebensenergie - dr├╝cke, spannt sich ihre Bauchdecke und ihre Atmung wird langsam und tief. Ansonsten ist ihr K├Ârper weich und elastisch ohne die geringsten Verspannungen. Your body tells me that you don't have major problems, werde ich ihr sp├Ąter sagen, und sie wird darauf nicken, w├Ąhrend sie mich ernst und wortlos anschaut.

Als ich dann wieder, ihre Lockenpracht zwischen meinen Beinen, ├╝ber ihr knie, f├╝hre ich ihre H├Ąnde zu meinen Pobacken. W├Ąhrend meine Handfl├Ąchen ├╝ber Schultern, Schl├╝sselbeine, Brustbein und Bauch gleiten, dann den Weg zur├╝ck ├╝ber ihre Br├╝ste, Achselh├Âhlen und Arme nehmen, sp├╝re ich, wie ihre Fingerspitzen das neue, runde Terrain erkunden. Ihr Gesicht sieht von oben ganz anders aus, irgendwie fremd.

Zum Schluss setze ich sie auf, packe sie von hinten unter den Kniekehlen und ziehe sie auf meine Schenkel. Wegen des ├ľls geht das fast wie von selbst, und ich schaukle sie ein wenig auf und ab, wiege sie sanft hin und her wie ein Baby. Dann lasse ich sie zur Seite gleiten, rolle sie zusammen, decke sie zu und w├Ąhrend ich mich von hinten an sie schmiege, fl├╝stere ich ihr ins Ohr: Your massage is finished.

Die Massage ist vorbei, nicht jedoch die Nacht. Nach einer kurzen Pause hebt Julie die Decke und r├╝ckt n├Ąher mit ihrem R├╝cken an meinen Bauch heran. Sie tastet nach meinem Arm und legt meine Hand zwischen ihre Br├╝ste. W├Ąhrend ihre Fingerspitzen die Erkundungen dort fortsetzen, wo sie vorhin unterbrochen wurden, beginnen wir zun├Ąchst z├Âgernd, dann zunehmend heftig unsere K├Ârper aneinander zu reiben. Irgendwann muss mein String daran glauben, dem wenig sp├Ąter ihr zarter Seidenslip folgt. Anscheinend ist sie nicht damit einverstanden, dass ich einen Teil ihres K├Ârpers bei der Massage ausgespart habe. Meine unverhohlene Neugier nimmt sie mit am├╝sierter ├ťberraschung zur Kenntnis. Ich lerne anhand des praktischen Beispiels ganz nebenbei, dass Hintern auf Franz├Âsisch 'fesse' hei├čt. Nur auf meine Frage nach dem franz├Âsischen Wort f├╝r das dunkle Dreieck ihres Geschlechts muss sie passen. There is no good name for it in French, sagt sie fast traurig nach kurzem Z├Âgern. Okay, sage ich spontan, let's call her Juliette! Sie schaut mich verst├Ąndnislos an. Well, if there is no good name, we will give her one. Just like maison and maisonette it's Julie and Juliette. Julie and little Julie. Isn't this a good name? Sie nimmt meinen Vorschlag lachend an und von nun an ist Juliette die Dritte im Bunde.

I am not as free as you may think, sagt sie mir sp├Ąter. Ich verstehe sie nicht. Meine Fragen w├╝rden den Zauber st├Âren, stattdessen schenke ich ihr ein L├Ącheln.

Am n├Ąchsten Tag, dem Abreisetag, bin ich noch im Dunkel lange vor Julie unterwegs. Die aufmerksame Caroline findet meinen Zettel auf dem Fr├╝hst├╝ckstisch: Bon voyage, Juliette! Keine Unterschrift. Das muss f├╝r Dich sein, Julie. Sonst gibt es hier doch keinen ├Ąhnlichen Namen, kombiniert sie messerscharf. Aber wieso eigentlich Juliette? Julie berichtet mir sp├Ąter von ihrem kurzen Schluckauf. Dann: Na ja, wie eben Maison und Maisonette, Julie und Juliette, little Julie!

N├Ąchste Woche seh' ich die beiden wieder.

Sitze im Zug und tr├Ąume mir die Zukunft. Ratatatam.
__________________
Am Abend wird der Flei├čige faul.
(Claustrophob)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.



Werbung