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Leselupe.de > Ungereimtes
Jungenträume
Eingestellt am 06. 04. 2009 08:08


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MarenS
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Jungenträume (überarbeitete Version)

Indianerherzen, wild, gerecht,
hart gegen uns selbst. Stolzer
Häuptlingsschmuck aus erbeuteten Federn,
die Bögen aus Haselnussstecken.
Krumme Pfeile fanden dennoch ihr Ziel.

Sehen und nicht gesehen werden,
durch hohes Gras vorbei an Nachbars Garten,
Knie und Hände zerschunden doch das
Gesicht meisterlich beherrscht.
Herzklopfen. So eroberten wir die Wildnis.

Verdammt!
Warum bekam ich dann Brüste?


13. April 2009
MarenS



Jungenträume

Wir waren Indianerherzen, wild,
hart gegen uns selbst und gerecht.
Häuptlingsschmuck aus Raben- und Taubenfedern
trugen wir stolz, wie die Bögen aus Haselnussstecken.

Sehen und nicht gesehen werden hieß die Devise
und so robbten wir durch die hohen Gräser
des Ackerrandes, vorbei an Nachbars Garten.

Die Pfeile nie gerade und doch trafen sie ihr Ziel,
die Knie zerschunden wie die Hände, das Gesicht
meisterlich beherrscht, das Herz klopfend,
so erforschten wir die Wildnis.

Verdammt, warum bekam ich dann Brüste?


23.März 2009
MarenS



Version vom 06. 04. 2009 08:08
Version vom 13. 04. 2009 22:08

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

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Hallo Maren!

Das Gedicht hat sicherlich keinen hohen literarischen Anspruch, aber das war wahrscheinlich auch gar nicht deine Intention.
Sprachlich finde ich es in Ordnung, es ist dem Thema angepasst.
Es löst auf jeden Fall eine angenehme Art von Wehmut aus und darum finde ich es gut.
Dein lyr.ich sollte sich wegen den Brüsten keine Gedanken machen, sondern froh sein, dass es dabei war, denn üblicherweise dürfen Mädchen hier nicht mitspielen.

Danke für die schöne Jugenderinnerung!

Liebe Grüße
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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MarenS
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Vielen Dank fürs Lesen und Antworten, Franke. Es handelt sich hier, wie du schon schriebst, um einen Rückblick, eine Art Zeitfenster.
Das lyr. ich war allerdings nicht nur geduldet sondern einer der Häuptlinge der Bande! Das erliest sich, dachte ich.

Schön, dass ich bei dir mit meinen Zeilen Erinnerungen wecken konnte.

Grüße von Maren

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Liebe Maren,
tragikomisch deine Zeilen! Mir gefallen sie dennoch oder gerade deswegen. Allerdings könntest du, wenn du möchtest, aus der Prosa sicherlich durch Kürzung noch ein wenig mehr literarische lyrische Qualität herausholen.
Herzliche Grüße
Karl

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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MarenS
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Für Karl:

Danke für deine Worte! Ja, man könnte sicher noch durch Kürzung mehr herausholen, ich fürchte nur ich mag nicht (oder zumindest nicht sehr). Es ist die Erinnerung an eine Zeit, die aufstieg und in die Tasten purzelte und im Moment möchte ich sie nur festhalten. Doch wer weiß, vielleicht ändere ich meine Meinung bald, das ist gut möglich. Deshalb schon jetzt ein liebes "Danke" für den Denkanstoß.
Tragikomisch? Ja! Bitte stelle dir bildlich einen stolzen Indianerhäuptling vor, der seine Männer durchs Unterholz führt und dann plötzlich feststellt, dass auf seiner blanken, stolzen Brust Erhebungen wachsen! Gräßlich!

Liebe Grüße von Maren

P.S.: Ich muss heute noch über mein eigenes entsetztes Gesicht lachen und empfinde gleichzeitig leise Wehmut.

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Heidrun D.
Guest
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Inhaltlich gefällt mir das Gedicht gut.

Leider "verdirbst" du es m. E. mit der Schlusszeile.

Hier fehlt ein voller Vokal, beispielsweise:

Die Pfeile nie gerade und doch trafen sie ihr Ziel,
die Knie zerschunden wie die Hände, das Gesicht
meisterlich beherrscht, das Herz klopfend,
so erforschten wir die Wildnis.

Verdammt, warum bekam ich dann Busen?

Liebe Grüße
Heidrun


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