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Leselupe.de > Ungereimtes
Kalt Lippenfleisch
Eingestellt am 06. 04. 2008 10:35


Autor
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Joh
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Kalt Lippenfleisch



Ein See lag zwischen uns
mit erstem Frostmorgeneis
das noch keinen Vogel trug
mit Wimpernschlingen fingst du mich
so konnten wir darauf tanzen
haben Wasserstoff umarmt

nun k├╝sse ich einen Stein
sp├╝re kalte Lippen
F├╝hlen gefriert
zerspringt in deinem
abwesenden Blick
solang der Gesternschal noch w├Ąrmt

mache ich den ersten Schritt
und geh...



Johanna Pless
3.2008



.


Version vom 06. 04. 2008 10:35
Version vom 07. 04. 2008 10:51

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Franka
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Hallo Joh,

ich lese deine Werke sehr gern, aber manchmal tr├Ągst du mir einfach zu "dick" auf.


Ein See lag zwischen uns
mit erstem Frostmorgeneis(hier vielleicht: Morgenfrost)
das noch keinen Vogel tr├Ągt (trug, da oben auch diese Zeitform)
mit Wimpernschlingen (diese Wortsch├Âpfung auch, finde aber gerade nichts)fingst Du (lieber du)mich
so konnten wir darauf tanzen
haben Wasserstoff ( kommt mir zu sehr aus der Chemie, ist f├╝r mich nicht lyrisch)umarmt

nun k├╝sse ich einen Stein
sp├╝re kaltes Lippenfleisch ( auch zu unlyrisch)
F├╝hlen gefriert
zerspringt in deinem
abwesenden Blick
(diese drei Zeilen sind sehr sch├Ân)
solang der Gesternschal noch w├Ąrmt (auch hier, aber Gesternschal ist f├╝r mich wieder eine ├ťberfrachtung, warum nicht das Gestern?)
mache ich den ersten Schritt
und geh...
(gef├Ąllt mir wieder sehr gut)

Okay, ist nur mein Eindruck, bin ja eine der ersten Leserinnen.

Lieben Gru├č
Franka

PS: Auch ├╝ber den Titel vielleicht noch ein wenig gr├╝beln, ist mir nicht wirklich passend und eben nicht lyrisch. Entschuldigung.

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Joh
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Hallo Franke,

erst einmal Danke f├╝r das intensive Besch├Ąftigen mit meinem Gedicht, und es freut mich nat├╝rlich, da├č du mich gern liest.
Das mit den ├ťberfrachtungen geh├Ârt zu meiner Art zu schreiben, da lasse ich gern ab und zu dem Gef├╝hl die Oberhand. F├╝r mich ist es dann stimmig. Z.B. der Gesternschal klingt f├╝r dich zu viel, ich finde hingegen, nur so w├Ąrmt die Erinnerung an sch├Âne Augenblicke der Beziehung. Genauso geht es mir mit dem Frostmorgeneis,dieses Wort malt in mir ein ganzes Bild, das ich nur ungern beschneiden w├╝rde.

Deine anderen Vorschl├Ąge nehme ich gern an, doch bei den Bildern w├╝rde ich gern noch andere Meinungen h├Âren, das wirst du sicher verstehen.

Auch an Dich ein lieber Gru├č, Johanna

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nofrank
???
Registriert: Oct 2004

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hi joh,

eine weitere meinung. f├╝r mich funktioniert der text. gerade aus dem ├╝berbordend lyrischen und der klinischen k├Ąlte entsteht ein reizvoller gegensatz, der das thema gut wieder spiegelt.

nun k├╝sse ich einen Stein
sp├╝re kaltes Lippenfleisch


scheint mir irgendwie doppelt. vielleicht lippenfleisch weglassen, da ja titel oder symbiose aus beidem lippenstein, steinlippen, waswei├čich.

das zarte eis in strofe 1 nimmst du gelungen in strofe 2 wieder auf.
wimpernschlingen mag ich . frostmorgeneis geht auch. vielleicht das eis schon zum see sortieren und nur frostmorgen? dann auch zeile 1 und 2 tauschen?

die letzten beiden bzw. letzte zeile w├╝rde ich absetzen.

aber genug davon, ist (gut) so wie es ist.

hoffentlich l├Âse ich keine verwirrung aus.

liebe gr├╝├če
nofrank




__________________
ÔÇ×Die Preisgabe der Diskretion im ├Âffentlichen Raum ist eine Vorstufe zum faschistischen Ordnungsdenken, sage ich." (Wilhelm Genazio "Die Liebesbl├Âdigkeit")

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lapismont
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Hallo Johanna,

ich bin nicht so der Fan von Substantivketten.
Aber einiges hat hier schon seinen Reiz.

"Kalt Lippenfleisch"
ein sehr gelunger Titel

"Frostmorgeneis"
schlimmes Wort, weder optisch sch├Ân noch gut zu sprechen

"mit Wimpernschlingen fingst Du mich
so konnten wir darauf tanzen
haben Wasserstoff umarmt"
die Wimpernschlingen w├╝rden in dieser Strophe reichen, letztlich wird das Bild nicht deutlicher, wenn das Eis von einem Frostmorgen stammt.

"solang der Gesternschal"
spannend w├Ąre es, wenn es Dir gel├Ąnge die doppelte Bedeutung von Schal einzubauen, es w├╝rde zum Text passen.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Joh
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Hallo Lapismont,

erst einmal danke f├╝r das Lesen, Deinen ausf├╝hlichen Kommentar und Dein sch├Ânes Lob.

erstes Frostmorgeneis mag ein langes Wortst├╝ck sein, doch es ist im Zusammenhang f├╝r mich wichtig, weil es in dieser Szenerie f├╝r die erste zarte Ann├Ąherung steht, ├Ąhnlich wie der erste Eis des beginnenden Winters noch nicht betreten werden kann. Zuerst sch├╝chtern, konnte das LyrI sich auf den anderen einlassen, dann die ersten tiefen Augen-Blicke.

Das Doppelspiel des Gesternschals w├Ąre sicher interessant, doch nicht f├╝r diese Frau, die sich ja bewu├čt daf├╝r entscheidet zu gehen, bevor die sch├Ânen Erinnerungen schal werden, damit diese sie noch w├Ąrmen/erfreuen k├Ânnen.

Du verstehst jetzt vielleicht, da├č ich mir diese Substantivketten nicht abringen lassen m├Âchte .

einnachtgru├čandich, Johanna

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