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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Kamen vor Jesus alle in die Hölle (gelöscht)
Eingestellt am 19. 12. 2017 16:34


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AbrakadabrA
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Der Text wurde vom Autor gelöscht.
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Aron Manfeld

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revilo
???
Registriert: Nov 2008

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ja, ja...ganz nett.....aber was ist an diesem Text lyrisch und was experimentell??...und warum diese seltsamen Zeilensprünge?

Kamen vor Jesus alle in die Hölle fragte ich Pastor Oelze im Konfirmandenunterricht.Er schmunzelte die Frage weg.Heute weiss ich als Lehrer warum er schmunzelte.

LG revilo
__________________
Manch mal weiß ich nicht
ob der Tag anbricht oder
ausbricht (revilo)

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AbrakadabrA
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Er

Werter Oliver,

da ich nicht Goethe bin, vermag ich nicht zu urteilen, wo sich die Prosa von der Poesie trennt - in anderen Foren spuken so manche halbgebildete Narren, die das erklären wollen, zum Spotte der Leserschaft.

In meinen Zeilen kann "Er" nur Gott sein, wobei ich mich schon seit Jahren frage, ob Jesus selbst nicht Gott war.

Was habe ich in meinem armseligen Leben den Herrn schon angebetet und angefleht, er möge mir die Eingebung für ein geniales Gedicht anweisen - nichts kam.

Dein
Aron
__________________
Aron Manfeld

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Bernd
Foren-Redakteur
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Registriert: Aug 2000

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Kommentare: 11410
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Die Zeilensprünge machen aus einem Prosatext ein Gedicht.

Zur Frage der Grenze:

2 Hypthesen:

1. Die Grenze liegt dort, wo der Dichter sie sieht.

2. Die Grenze liegt dort, wo der Kritiker sie sieht.
Dabei gibt es so viele Grenzen wie Kritiker, und sie verschieben sich in der Zeit.

Für mich gibt es mehrere zum Teil hinreichende, zum Teil nicht allein hinreichende Bedingungen für Lyrik.

1. Aufteilung in Verse (hier gegeben)
2. Metaphern werden verwendet (hier ist der Gesamttext eine Metapher)
Das ist nicht hinreichend für Lyrik, aber verstärkend.
3. Rhythmische Eigenschaften
(Hier haben wir keinen festen Rhythmus, aber doch eine rhythmische Struktur, diese führt bis zur Selbstreferenz.
4. Eine Bedeutungsumkehr (nicht hinreichend, aber strukturell verstärkend) (Hier bei "er schmunzelte ...")


Wir haben hier sehr unterschiedliche Meinungen der Kritiker. Letztlich ist aber nicht der Kasten entscheidend.

Der Übergang zwischen lyrischer Prosa (kein Gedicht) und prosaischer Lyrik (Kritik) ist unscharf.

Revilo sieht es viel enger als ich.

---




__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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revilo
???
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Kommentare: 7249
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ja
ja
jeder
zeilensprung
macht
ein
Gedicht
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Manch mal weiß ich nicht
ob der Tag anbricht oder
ausbricht (revilo)

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AbrakadabrA
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Kommentare: 291
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quote:
2 Hypthesen:

1. Die Grenze liegt dort, wo der Dichter sie sieht.

2. Die Grenze liegt dort, wo der Kritiker sie sieht.
Dabei gibt es so viele Grenzen wie Kritiker, und sie verschieben sich in der Zeit.

Für mich gibt es mehrere zum Teil hinreichende, zum Teil nicht allein hinreichende Bedingungen für Lyrik.

1. Aufteilung in Verse (hier gegeben)
2. Metaphern werden verwendet (hier ist der Gesamttext eine Metapher)
Das ist nicht hinreichend für Lyrik, aber verstärkend.
3. Rhythmische Eigenschaften
(Hier haben wir keinen festen Rhythmus, aber doch eine rhythmische Struktur, diese führt bis zur Selbstreferenz.
4. Eine Bedeutungsumkehr (nicht hinreichend, aber strukturell verstärkend) (Hier bei "er schmunzelte ...")


Wir haben hier sehr unterschiedliche Meinungen der Kritiker. Letztlich ist aber nicht der Kasten entscheidend.

Der Übergang zwischen lyrischer Prosa (kein Gedicht) und prosaischer Lyrik (Kritik) ist unscharf.

Werter Bernd,

das Enjambement allein als Merkmal war stets umstritten, ich erinnere mich noch an heftige Diskussionen im Studienseminar, in dem ich mit einem Professor böse aneinandergeriet.

Auch die Metapher ist Auslegungssache, steckt im Auge des Betrachters.

Ein Gedicht muss kein Lied sein, zumindest kein konventionelles - der Rhythmus hier ist ein widersprüchlicher, der den zweifelnden Inhalt nährt.

Wer schmunzelte? Gott und Pastor Oelze schmunzelten, wobei zweiterer aus dem Zweifel heraus.

Mich erinnert alles an Heines Zeilen: Die Liebe suchte ich auf allen Gassen / Doch lachend gab man mir nur kaltes Hassen.

Danke fürs Reindenken!


__________________
Aron Manfeld

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