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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Kantaktanzeigen Teil I
Eingestellt am 11. 09. 2001 10:12


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Naciye
???
Registriert: Jul 2001

Werke: 33
Kommentare: 18
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Haben Sie schon Mal eine Kontaktanzeige aufgegeben? Ich auch nicht. Die Trefferqute ist einfach zu gering und irgendwie hat man so was ja auch nicht nötig. Kontaktanzeigen sind blöd. Sie verschandeln einem immer die Tageszeitung und peinlich eine aufzugeben ist es ohnehin. Nun gut. Kontaktanzeigen sind also peinlich und führen zu nix.
Meine Freundin hat mal eine aufgegeben, wobei ich dazu sagen muß, die war nur ein Spaß. Die Anzeige lautetete folgender Maßen.

Junge (26), hübsche (Modell), schlanke (55), große
(177), gebildetete (Dr.) Frau, sucht schönen (Brad Pitt?),
humorvollen (Harald Schmidt), vielseitigen (Camälion),
reichen (Bill Gates)gut riechenden Mann! Bitte schickt
1 weißes getragenes T-Shirt, zwecks Geruchstest +Bild.
Chiffre AJ 12345

Die Anzeige war meiner Meinung nach übertrieben formuliert (Meine Freundin war mal Fußmodell, wiegt sicher! über 10 KG mehr, ist höchstens so groß wie Tom Cruise und im Studium hängt sie schon seit 7 Jahren) überteuert (die paar Zeilen 86,50), aber Hanna (so heißt die Gute) meinte die Männer würden auch übertreiben. Also schön, dachte ich , wollen wir mal schauen was da kommt. Und ich sags Ihnen !
Am Samstag erschien die Zeitung, am Montag klingelt das Telefon.
„Hier Redaktion des Hamburger Abendblattes. Mit wem spreche ich bitte?“
Ich sage meinen Namen. Die Frau am anderen Ende der Leitung will Hanna sprechen.
Ich brülle durch die Wohnung „ Hanna kannst mal kommen? Hier ist das Abendblatt für Dich am Telefon!“ Hanna liegt gerade eingeölt in der Wanne und ist so glibschig, dass sie mir prustend zuruft ich müsse ihr helfen. Ich sag zu der Frau „Einen kleine Augenblick, bitte, meine Freundin ertrinkt gerade. Kann sie zurückrufen?“
„ Nein, es ist wirklich äußerst dringend, ich warte.
Ich lege den Hörer bei Seite und laufe ins Bad. „Toll, wie siehts denn hier aus?“ Das Bad steht unter Wasser, Hanna lacht sich schlapp. „Stell Dich nicht so an, hilf mir lieber! Was die wohl wollen?“ Wäre Hanna wie in der Anzeige geschrieben schlank und groß, hätte Sie wohl keine Probleme gehabt aus meiner Wanne zu steigen. „Hanna, ich hatte noch nie Schwierigkeiten, aus meiner Wanne raus zu kommen“ langsam weicht das Lachen aus ihrem Gesicht und im toternstem Ton sagt Sie: „Ich mache ja auch nicht 5x in der Woche Sport und quäle mich mit irgendwelchen bescheuerten Diäten so wie Du!“ So ernst hatte ich das eigentlich garnicht gemeint und helfe ihr gecknickt aus der Wanne. Hanna greift sich meinen Bademantel (glücklicherweise Größe XL) und stapft ins Wohnzimmer.
„Hallo hier Hann Saat“ Hanna steht bibbernd vor meinem Telefon und hat ein fragendes Gesicht
„Was denn bitte für´n Problem?“ Ich wische das Bad und gehe auch ins Wohnzimmer. Hanna hat sich inzwischen hingehockt und hat den Hörer fest an ihr Ohr gepresst. „Nein, Nein kein Problem ich komme gleich vorbei. .... Sekunde ich hole mir mal eben einen Stift.“ Hanna schaut sich suchend um, ich gebe ihr einen Kulli vom Schreibtisch. Hanna klopft sich mit dem Stift auf die Brust, was urkomisch aussieht, greift sich eine Zeitung und notiert etwas. „Ja, in Ordnung. Dann also bis gleich!“ Hanna legt den Höhrer auf.
„Du Hanna, das war echt nur ein Scherz. Hoffe Du bist mir nicht böse.“ Hanna schaut auf die inzwischen naß gewordene Zeitung mit dem Gekritzel, dann auf mich. „Du kannst mich mal!“ kommt von ihr zurück
„ Was wollten die denn?“ „Sag ich Dir nicht!“ Hanna tut gespielt beleidigt, aber ich sehe ein veräterisches Blitzen in Ihrem Gesicht. Hanna geht pfeifend ins Bad, fönt sich die Haare und kommt nach geschlagenen 25 Minuten erst wieder raus. Ich platze vor Neugier und drohe ihr damit, heute Abend nicht zu kochen und sie in die Wohnung einzusperren. Hanna fängt auf einmal an lauthals zu lachen, nein Sie schreit eigentlich mehr. Ich denke an die Nachbarn, Hanna nicht. Die singt und springt durch die Wohnung und will Polonaise mit mir tanzen. „Wir müssen jetzt“ singt sie in Schlagermanier „zur Heidenstraaaße...... 56....und daaas.... mit Deinem Auto“
Ich stehe nicht auf Albernheit, versuche Hanna zu beruhigen. „Was hast Du für einen Auftrag?Ich muß warten, der Klempner kommt gleich!“ Hanna jubiliert. Ich weiß nicht warum.
„OK..“ Hanna wird einiger Maßen ernst „Ich fahre jetzt in die Heidenstraße und hole meine Zusendungen ab. Die Tante von der Redaktion sagt es wären zuviele Packete auf meine Anzeige gekommen und keiner wüßte wo man das ganze Zeug lagern solle. „Ahhhh, ist das nicht der Hammer?“ Hanna dreht wieder durch und ich gebe ihr meine Autoschlüssel, sag ihr wo der Stadtplan liegt und daß sie bitte leise sein soll im Hausflur. Dann drücke ich sie durch die Tür.

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flammarion
Foren-Redakteur
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Registriert: Jan 2001

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und,

hat es dann mit einem der typen geklappt? nette geschichte, aba kannst doch nich so abrupt enden! und reduziere die fehler. ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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klara
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

Werke: 11
Kommentare: 53
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und ich drücke für Hanna die Daumen!!!

Es wäre sehr schön gewesen, wenn die Leser auch etwas über die "Typen" erfahren würden.

Was deine Fehler angeht, sind wirklich viele. Aber ich fühle mich nicht kompetent genug, um dich darauf aufmerksam zu machen. In meinen Schriften schwirren auch gramatikalische und Ausdrucksfehler, die ich selten in Griff bekomme.

Wie du schreibst, bringt mich zum Schumunzeln. Und das finde ich schön.
Grüße.
__________________
klara

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