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Leselupe.de > Humor und Satire
Kantinengeschichten des Pech
Eingestellt am 27. 02. 2003 07:09


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TheRealCure
Wird mal Schriftsteller
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Kantinengeschichten des Pech

In der Kantine I


Heute gab es Hackbraten. Wieder kein richtiges Fleisch. Mit einer braunen So├če drauf mit Pilzen. Die Dinger, die auf der Karte als Salzkartoffeln bezeichnet wurden, sahen zwar so aus, haben aber nach allem Anderen geschmeckt. Ich bin mir nicht sicher wonach. Es m├╝ssen aber Bestandteile alter Pressspanplatten darin gewesen sein. Interessant waren allerdings die Damen am Nebentisch. Allesamt Anfang Zwanzig und schlank. Eine hatte sch├Âne lange, schwarze Haare. Davon werde ich fast nicht wieder. Ihr Hintern war in allerbester Form. Leider war das ein Vierertisch und ich konnte mich nicht mit dransetzen. Ich habe aber den Nebentisch genommen und mich ganz an den Rand gesetzt, der ihrem Platz am n├Ąchsten war. Sie haben sich ├╝ber die ├╝blichen Frauenthemen unterhalten. Was stand in der letzten "F├╝r Ihr"? Mein Chef ist ein Arschloch! Der Herr Meier aus der Buchhaltung hat Schwei├čf├╝sse usw.. Ich habe dann den alten "Haben Sie mal bitte Feuer f├╝r mich, sch├Ânes Kind?"-Trick benutzt und sie sagt "Klar, junger, sch├Âner Mann!" und macht mich an, also meine Zigarette nat├╝rlich. Sie l├Ąchelt, die anderen drei grinsen. Pl├Âtzlich meinen die drei, dass sie an die Arbeit m├╝ssten, stehen auf und verziehen sich. Die mit den langen, schwarzen Haaren setzt sich zu mir, bevor ich meinen Arsch hochbekomme, um mich zu ihr zu setzen. Man die geht aber ran, denke ich. Sie l├Ąchelt immer noch, steht wohl auf Krawatten. Wir wechseln ein paar S├Ątze, allesamt Small Talk. Dann gibt sie mir ihre Telefonnummer und sagt, dass sie alleine wohnt. Sie gibt mir ihre Adresse, weil sie meint, dadurch w├╝rden wir nicht soviel Zeit verlieren. Ich schlage vor, dass, wenn es ihr darauf ank├Ąme, Zeit zu sparen, wir ja gleich mal in der Toilette verschwinden k├Ânnten. "Die f├╝r M├Ąnner oder die f├╝r Frauen?" fragt sie. Als ob das eine Rolle spielen w├╝rde. Wir lassen es aber und verabreden uns f├╝r heute Abend. Sie meint, wir k├Ânnten ja ein sch├Ânes Glas Wein zusammen trinken, worauf ich sage, sie solle mal lieber auf der Heimfahrt beim Aldi vorbeifahren und ordentlich Bier einkaufen. Sie verspricht, es zu tun. Mir kommt das merkw├╝rdig vor. Entweder ist die geisteskrank oder derma├čen ausgehungert? Bislang musste ich immer mindestens 15 Minuten baggern, aber diesmal? Na egal, ich werde sie heute Abend ordentlich nageln und gut ist!

In der Kantine II

Holla, heute war mal wieder Kantinenzeit. Ich war schon lange nicht mehr da, weil mir das Essen da irgend wir nicht mehr geschmeckt hat. Irgend wie schmeckt nach einer Weile alles gleich. Man muss nicht mehr auf die Karte schauen oder am Tresen ├╝berlegen. Egal, was man bestellt, alles schmeckt gleich. Ein anderer Grund war, dass ich megam├Ąssig viel zu tun hatte wegen der Urlaubszeit. Jeder noch so dumme Sack hat Urlaub nur ich wieder nicht. Ok und der letzte Grund war, dass ich SIE nicht wieder treffen wollte. Na, ihr wisst schon, die mit den langen, schwarzen Haaren. Heute wei├č ich noch viel mehr ├╝ber sie. Welche Haarfarbe sie wirklich hat. Wo sie ├╝berall gepierct und t├Ątowiert ist und wie sie so an der einen und anderen Stelle schmeckt. Ich hatte damals etwas vorgetrunken und war ordentlich besoffen. Sonst w├Ąre mir ja auch so was nicht passiert. Ich bin ja nicht der Typ, der mal eben so ├╝ber eine fast wildfremde Frau herf├Ąllt und mit ihr pimpert. Ich will nicht sagen, dass ich was gegen Pimpern habe, aber ich finde es meistens nicht schlecht, wenn man sich ein wenig kennt, damit man vorher noch den einen oder anderen Satz austauschen kann. Im Grunde ist das nat├╝rlich absoluter Quatsch, das wei├č ich ja selbst, aber es ist eben so eine Macke von mir, dass ich immer vorher was sagen will. Bei ihr war es so, dass sie mich richtig ├╝berw├Ąltigt und dann vergewaltig hat. Jawohl richtig vergewaltigt hat mich die. Ich finde Vergewaltigungen im Grunde in Ordnung, wenn es so abl├Ąuft, dass mich eine Frau mit langen, schwarzen Haaren und Intimpiercing vergewaltigt. Insbesondere wenn ich eh einen im Kahn habe. Ich wollte eben vorher nur noch meinen Satz gesagt wissen und dazu bin ich echt nicht gekommen. Ich wollte ihr doch unbedingt sagen, dass ich sie ganz, ganz dolle liebe und sie die einzige Frau und die meiner Tr├Ąume ist. So was sage ich sonst immer. Es wirkt auch immer. Nun habe ich irgend wie nicht so recht das Gef├╝hl, dass ich sie erobert h├Ątte. Sie hat mich erobert oder besser ├╝berw├Ąltigt, also vergewaltigt, kann man sagen. Sie hat mich geritten wie eine Furie und ich war tagelang wund. Heute war ich mal wieder in der Kantine, aber sie war nicht da, verdammte Schei├če noch mal. Ich geh' morgen wieder hin. Hoffentlich gibt es Hackfleisch.

In der Kantine (oder auch nicht) III

Heute hat die Kantine geschlossen. Br├╝ckentag. Aber es war immer meine ├ťberzeugung, dass das Essen uns eines Tages umbringen wird. Sei es nun verseuchter Biofra├č oder eine im Halse stecken gebliebene H├Ąhnchenkeule, schon lange ist Essen kein wirklicher Genuss mehr. ├ťberhaupt frage ich mich, was in unserer Zeit ├╝berhaupt noch ein wirklicher Genuss ist. Da gibt es nicht mehr viel. Best├Ątigung im Job? Positive Kritiken auf das Geschreibsel? Wilder, hemmungsloser, schwei├čtreibender, nie enden wollender Sex? Im Grunde ist alles nur am Anfang interessant, das Prickeln vergeht schnell und immer und immer wieder ist man auf der Suche nach Neuem, rastlos, ruhelos, entt├Ąuscht, deprimiert und frustriert. Da fragt man sich dann, ob es an einem selbst oder aber an dieser Welt liegt. Die Welt sagt, es liegt an mir und ich sage, es liegt an der Welt, aber wer ist im Recht? Bei einer Abstimmung w├╝rde ich verlieren, denn die Welt ist in der ├ťberzahl und ich auf mich allein gestellt. Wie kann man nun die Welt vom Gegenteil ├╝berzeugen? Etwas Gr├Â├čeres als die Welt selbst vollbringen? Dazu m├╝sste man mindestens gr├Â├čer als Gott sein. Das Unterfangen scheint also hoffnungslos. Wie w├Ąre es aber, wenn man diese Gedanken ausschalten k├Ânnte? Lebt nicht der D├╝mmste im gr├Â├čten Gl├╝ck? Finden wir dann in den st├Ąrksten aller Drogen unser Heil, wenn wir bedr├Âhnt in unserem Erbrochenen lachend das kurze Gl├╝ck genie├čen? Ist nicht der Tod die st├Ąrkste aller Drogen, da der Rausch am l├Ąngsten w├Ąrt? Ist dann nicht der Tod die L├Âsung aller dieser Probleme, die Antwort auf alle diese Fragen? Muss man dann nicht also so konsequent sein und den letzten Schritt gehen? Man kann nat├╝rlich auch darauf warten, dass eines Tages alles besser wird, dass man die gro├če Erleuchtung hat und pl├Âtzlich einen Sinn in all dem Tun erkennt. Was aber, wenn man daran einfach nicht glauben kann? Einfach so weiter machen? Manchmal erscheint alles so einfach. Man liegt in den Armen einer wunderbaren Frau. Man meint, die Liebe entdeckt zu haben. Sektgl├Ąser schlagen aneinander und f├╝r einige kurze Augenblicke windet man sich im Gl├╝ck. Am Ende aber wieder die Erkenntnis, dass Sekt auch einen dicken Kopf macht und die Frau, zwischen deren Schenkel man sich noch vor Kurzem vergn├╝gte, nun f├╝r immer gegangen ist oder einen an├Âdet. Ich k├Ânnte nun noch Millionen von S├Ątze weiter schreiben. Ich kann meine Gedankeng├Ąnge immer und immer wieder von vorne beginnen lassen. Ich kann mir immer und immer wieder sagen, dass alles einen Sinn hat und nur ich einen gewaltigen Sprung in der Sch├╝ssel habe, aber all das hilft mir nicht.
So was schreibt ein Psychopath, was? Es muss keiner antworten, wenn es ihm zu bl├Âde ist. Seid froh, dass ihr die Dinge anders seht. Im Grunde ist ja auch alles nur ein riesengro├čer Witz.

In der Kantine IV oder so?

Ha! Heute Kantinentag bei Zomtec. Es gab N├╝rnberger W├╝rstchen mit Kartoffelp├╝ree und Sauerkraut. N├╝rnberger W├╝rstchen sind diese ganz, ganz, ganz kleinen W├╝rstchen, die sogar noch kleiner sind als diese Minisalamis von BiFi. Daf├╝r bekommt man auch nicht eines sondern gleich mehrere. Ich war mal in N├╝rnberg in der Altstadt mit Arbeitskollegen. Ja, mit Arbeitskollegen, weil ich in N├╝rnberg keine Bimse kenne. Normalerweise kenne ich in jeder gr├Â├čeren deutschen Stadt mindestens eine Bimse und kann mit der losziehen, wenn ich zuf├Ąlligerweise mal beruflich dahin muss, aber in N├╝rnberg war eben tote Hose. Also Arbeitskollegen, Altstadt, Alkohol und N├╝rnberger W├╝rstchen, die leider nicht mir A anfangen, denn dann w├Ąre das eine vern├╝nftige Alliteration geworden. Egal, heute gab es in der ollen Zomtec-Kantine jedenfalls auch N├╝rnberger W├╝rstchen ohne A. Im Gegensatz zur N├╝rnberger Altstadt gibt es in der Kantine aber massenweise Frauen, die ich kenne. Nicht alle mit Namen, aber so vom Sehen und Begrabbeln. Eine hatte ich mir vor einer Weile mal ausgeguckt und ich hatte sogar ein Date mit ihr. Manchmal muss ich noch daran denken, wenn auch die Erinnerung schon recht verblast ist. Heute war sie aber wieder da. Lange, schwarze Haare. Ich wurde fast nicht wieder. Haben Frauen lange, schwarze Haare, werde ich fast immer fast nicht wieder. Sie hat mich angesprochen. Ich konnte nicht, weil ich ein N├╝rnberger W├╝rstchen im Mund hatte. Na ja, wir haben uns verabredet f├╝r heute Abend. Ich werde wieder eine Flasche Wein mitbringen und vielleicht sogar Blumen. Blumen verzaubern Frauen und verzauberte Frauen sind so sch├Ân hemmungslos. Ein paar Gl├Ąser Wein dazu und der Abend wird so richtig kuschelig. Ich werde ja sehen. Wie sie hei├čt, kann ich heute Abend ja auch mal fragen. Ich erz├Ąhle dann Morgen, was so war. Ok?

In der Kantine V

Ok, ich habe es ja versprochen, also mache ich es auch. Ich erz├Ąhle euch, was vorgefallen ist bei meinem letzten Date. Ich hatte eine Flasche Rotwein besorgt. 1,99 Euro. Und nat├╝rlich eine Palette B├╝chsenbier, denn eine Palette B├╝chsenbier ist mir tausend mal lieber als eine Flasche Wein. Egal, Frauen trinken Wein und das macht sie so sch├Ân hemmungslos. Ich bin also mit dem Fahrrad los. Den ganzen Getr├Ąnkemist hinten auf dem Gep├Ącktr├Ąger. Da haben die Nachbarn wieder dumm geschaut, als sie die Fuhre gesehen haben. So was ist mir aber echt Schei├č egal. Was gehen mich irgend welche d├Ąmlichen Nachbarn an, wenn es auf Pimpertour geht? Nun aber zur eigentlichen Geschichte. Ich fahre zu ihrer Wohnung. Ist gar nicht so weit weg, sonst w├Ąre das Fahrrad ja auch keine gute Wahl, denn wenn man was trinken will und nicht wei├č, ob man nicht am Ende rausgeschmissen wird, sollte man vorbereitet sein. Ich klingele und sie macht auf. Sie hatte sich m├Ąchtig herausgeputzt. So mit Schminke, Lippenstift, die Haare geb├╝rstet und all diese frauenm├Ą├čigen Vorbereitungen, wenn man einen Mann ins Bett bekommen will. Das h├Ątte sie nicht machen m├╝ssen, denn mich ins Bett zu bekommen ist wirklich kein Problem. Mein Blick fiel zuerst auf ihre wahnsinnigen Br├╝ste und dann auf ihre langen, schwarzen Haare. Was f├╝r Haare! Lang und schwarz! Ich also rein und sie fragt, ob sie mir was anbieten kann. Ich sage, dass ich alles dabei habe, was ich brauche. Bier, Wein und Kondome. Ich mache die Flasche Wein auf und schenke ihr was ein. Mir schie├čt dabei so ein Gedanke durch den Kopf. Soll ich ihr einfach den Wein ├╝ber ihr Kleid kippen? Dann m├╝sste sie es nat├╝rlich ausziehen. Ich verwerfe den Gedanken und mache mir eine B├╝chse Bier auf. Sie fragt, ob ich ein Glas m├Âchte, aber ich lehne ab, weil ich ja keine Umst├Ąnde machen will. Ich will nie Umst├Ąnde machen - in keiner Beziehung. Sie setzt sich neben mich und ihre Scheinwerfer strahlen mir voll in mein Gesicht. Ich muss rauchen und mache mir noch eine B├╝chse auf. Sie raucht auch. Dann legt sie ihre Hand auf mein Knie und das f├Ąngt tierisch an zu schlottern. Sie fragt, ob ich nerv├Âs sei. Ich verrate ihr, dass ich nerv├Âs bin, weil das letzte Mal. Na ja, das war etwas merkw├╝rdig und ich kann mich ja auch nicht an alles erinnern und ich mache mir eine B├╝chse Bier auf, weil ich bin wirklich nerv├Âs. Sie legt ihre Hand auf meinen Hals und ich rei├če mich zusammen, drehe mich zu ihr, n├Ąhere mich und ramme ihr meine Zunge in den Mund, der diese wohlwollend und bestimmend aufnimmt. Wir k├╝ssen uns wild. So wild, dass ich es dabei nicht schaffe, mir eine B├╝chse aufzumachen. Ist aber auch nicht so schlimm, denn mein Gehirn ist schon so gut wie ausgeschaltet und das Tier in mir erwacht. Meine H├Ąnde schieben sich unter ihre Bluse und ich f├╝hle, dass sie das echt geil findet. Ich sage ihr, dass es hier auf dem Sofa zu unbequem ist und wir ziehen ins Schlafzimmer um. Na ja, was man so in Schlafzimmern macht, wei├č ja sicher jeder, dass ich das hier nicht n├Ąher ausf├╝hren muss. Dummerweise hatte ich mir vorher noch schnell zwei B├╝chsen auf Ex reingesch├╝ttet wegen der Nervosit├Ąt, sodass ich erst einmal in ihr Bett kotzen musste. Kotzt nie in das Bett einer Frau, rate ich euch. Das kommt nicht gut. Ich musste mich auf den Schreck hinlegen, w├Ąhrend sie das Bett neu bezog. Das habe ich noch mitbekommen, bevor mir die Augen zugefallen sind. Es war ein verdammt harter Tag. Irgend wann merke ich, dass sie an meiner Hose zerrt. Ich wache auf und sie beugt sich ├╝ber mich. Sie hat nichts an. Sie zieht mich aus, f├Ąllt ├╝ber mich her und vergewaltigt mich nach Strich und Faden. Ich bin wehrlos. Ich hatte nicht einmal mehr Bock auf eine B├╝chse Bier. Am n├Ąchsten Morgen bin ich dann abgezischt, weil ich ja p├╝nktlich auf Arbeit sein muss und ich keine Umst├Ąnde machen wollte. Ich will nie Umst├Ąnde machen - in keiner Beziehung.

__________________
(c) J├╝rgen Erbe

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Alpha O'Droma
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Registriert: Jan 2003

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Wie lautet der Genitiv von Pech?

Naja, ganz am├╝sant, aber wegen des obersch├╝lerhaften Erz├Ąhlstils und der grundsch├╝lerhaften Fehler, solltest du noch mal dr├╝ber gehen. Berichtsstil als Stilmittel ist ja an sich nicht unangemessen hier.

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