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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Kapitel 1 : Der Anfang vom Nichts und die Frage nach Etwas
Eingestellt am 26. 11. 2007 13:45


Autor
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moon-child
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Kapitel 1
Der Anfang vom Nichts und die Frage nach Etwas

Heute ist es auf den Tag genau f├╝nf Wochen her, das ich die
Nachricht bekam sterben zu m├╝ssen.
Es ist nicht so, das ich jetzt in Panik verfallen w├╝rde oder pl├Âtzlich allen Menschen sagen will wie sehr ich sie mag, das habe ich auch fr├╝her schon getan wenn ich es f├╝r richtig hielt.
Es ist vielmehr so, dass ich seitdem von einer ungew├Âhnlichen inneren Ruhe erf├╝llt bin. Ich meine, sollte ich jetzt nicht in Depressionen verfallen oder bei all den Personen anrufen mit denen ich zerstritten bin? Sollte ich nicht umherreisen und so tun als w├╝rde ich jede Sekunde genie├čen?
Aber genau das tue ich nicht! Mein Leben l├Ąuft genau so weiter wie bisher. Ich hasse immer noch die Werbeeinblendungen w├Ąhrend meiner Lieblingssendung und die Tatsache jeden Morgen zur arbeit gehen zu m├╝ssen, denn ich habe nicht vor mit dem arbeiten aufzuh├Âren bevor ich tot bin!
Vielleicht lebe ich ein bisschen ÔÇ×intensiverÔÇť und nehme meinen Alltag klarer wahr, vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein, weil ich es mir nicht anders erkl├Ąren kann.
Ist euch zum Beispiel schon mal aufgefallen wie wunderbar der Geruch von frischem Kaffee ist, wenn man am Morgen kurz drau├čen war um die Zeitung zu holen?
Ganz ehrlich! Mir ist es fr├╝her auch nie aufgefallen. Aber vielleicht muss das ja so sein, wenn man stirbt. Vielleicht sch├Ąrfen sich langsam alle Sinne, in der Hoffnung den Tod wahrzunehmen bevor er einen erreicht und so vielleicht die Chance zu bekommen zu entkommen. Das hat aber, soweit ich wei├č, noch nie funktioniert.
Manche, denen der Tod noch nicht so nah im Nacken stand wie mir, haben es geschafft etwas Zeit zu gewinnen.
Aber der Tod hat einen Plan und wenn man erstmal auf der Liste steht hat man h├Âchstens die M├Âglichkeit um ein oder zwei Pl├Ątze nach unten zu rutschen bevor er einen holt, denn das wird er bestimmt.
Andere, die mit dem Wissen ├╝ber ihren tot nicht umgehen konnten, sind verr├╝ckt geworden.
Ich kann mir besseres vorstellen als die letzten Tage und Wochen, vielleicht sogar Jahre, in eine Zwangsjacke geschn├╝rt in einer Psychiatrie zu verbringen. Da verbringe ich meine Zeit doch lieber mit Menschen, die ich nicht besonders gut kenne, aber daf├╝r in Freiheit!

__________________
"...ist es nicht die freie wahl der worte, die die lyrik lebendig macht? ist es nicht die freiheit zu sagen wonach einem der sinn steht, ohne verurteilt zu werden???"

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Duisburger
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quote:
Denn wir sind hier nicht da, um Seelenklempner zu spielen und dem Autor, insofern er wirklich eigene Erfahrungen verarbeitet, Trost zu spenden, sondern Texte nach ihrem literarischem Wert zu beurteilen.

Das "wir" ist meiner Meinung nach schon richtig, wenn man vom Sinn dieses Forums und dem Text auf der Startseite ausgeht.
Wir sind keine Psychologen und hier irgentwie einzugrefen, halte ich f├╝r gef├Ąhlich.
Ich f├╝r meine Person bewerte daher lieber die literarische Seite (auch weil ich mich als Hobbypsychologe nicht eigne).

Zum Text: Erst ist in weiten Teilen verbesserungsw├╝rdig, wobei die mangelnde Rechtschreibung das kleinere Problem ist. Sprachlich kommt dieser Text bei mir nicht ann daf├╝r ist er zu sperrig, machnche S├Ątze zu lang.
Mir fehlt hier auch angesichts der Thematik die Nachdenklichkeit, die Tiefe der Gedanken. Alles doch sehr oberfl├Ąchlich. Hier ist noch jede Menge Potential.
Die Idee ist gut, doch der Text sollte noch einmal gr├╝ndlich ├╝berarbeitet werden, grammatikalisch wie sprachlich.

lg
Duisburg
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige K├Ânig (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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petrasmiles
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Hallo moon-child,

auch mir gef├Ąllt der Gedanke recht gut und die angestrebte Haltung, wie man mit dem Gedanken des nahenden Todes umgehen k├Ânnte.

Die Rechtschreibung und die sprachlichen Defizite sind schon angemerkt worden.

Ich gehe ├╝brigens nicht davon aus, dass dieser Text autobiographisch ist, daf├╝r ist die Distanz zum Sterben zu gro├č. Ich meine die Glaubw├╝rdigkeit, ob ich gerade von jemandem lese, der sich mit seinem nahenden Tod auseinandersetzt. Man sp├╝rt noch zu sehr den Autor, der gerne statements machen m├Âchte.

Dann halte ich es nicht f├╝r glaubw├╝rdig, dass einer Person ihr Tod angek├╝ndigt wird, ohne dass sie in der Zeitspanne bis dahin Einschr├Ąnkungen ihrer Lebensqualit├Ąt erleiden werden wird. Das kommt bei Dir so als Spaziergang daher, der halt nur ein endg├╝ltiges Ziel hat.

Und ich glaube auch nicht, dass jemand, der noch f├╝nf Wochen zu leben haben wird, weiter arbeiten gehen m├Âchte.

Dagegen w├╝rde ich sehr wohl glauben, wenn diese Person sich w├╝nschen w├╝rde, ihr normales Leben weiterzuf├╝hren, und arbeiten k├Ânnte, wenn sie sich damit auseinandersetzte, wie viel ihr gewisse Rituale und Handlungsabl├Ąufe bedeutet haben.

Ich w├╝rde bei der ├ťberarbeitung bei der Glaubw├╝rdigkeit ansetzen.
Liebe Gr├╝├če
Petra
__________________
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moon-child
Wird mal Schriftsteller
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Kapitel 1

Nun ja diese Zeilen stammen nicht direkt von mir. Ich habe sie im Auftrag einer sehr guten Freundin eingestellt.
Es war ihre Art mit Ihrer Situation klar zu kommen.
Und ich kann stolz behaupten, dass sie das was sie geschrieben hat genau so durchgezogen hat. Sie starb am 12. Dezember 2007. Ihr letzter Arbeitstag war der 10. Dezember.
Ich denke das sie und allen bewiesen hat das es m├Âglich ist!


Freundliche Gr├╝├če
moon-child
__________________
"...ist es nicht die freie wahl der worte, die die lyrik lebendig macht? ist es nicht die freiheit zu sagen wonach einem der sinn steht, ohne verurteilt zu werden???"

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