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Leselupe.de > Ungereimtes
Kapitulation
Eingestellt am 17. 03. 2005 14:59


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Vera-Lena
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Kapitulation

Im Galeriewäldchen
hast du dich verschanzt,
wissend,
dass ich dich
finden werde.

Ich komme unbewaffnet,
auch das Trotzhemd
blieb daheim.

So fröstele
ich dir entgegen
bis dein Erbarmen
in dir hochreift,
du mich einh√ľllst
in das sternengezackte Kleid,
das unsere Streitwunden
umfängt,
ich deine
wiedererwachende Wärme
sp√ľre.



(Galeriewälder: Schmale Baumstreifen an Flussläufen)




__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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aboreas
Routinierter Autor
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Ein extrem kluges Gedicht, wie ich finde.

Es tr√§gt die eigenartige (aber funktionierende!!) Widerspr√ľchlichkeit der Konfliktbew√§ltigung von einander Vermissenden, Begehrenden, Suchenden.

Gruß. abo

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Hallo aboreas,

Dein Kommentar freut mich sehr.Ja, diesen Text hatte ich gedacht als Beitrag zur Konfliktbewältigung. Ich wollte einfach den Augenblick schildern, wenn eigentlich beide eine Versöhnung herbeisehnen, aber keiner weiß, wie das nun gehen könnte.
Der eine schirmt sich noch ab und tut so als k√∂nne er bis in alle Ewigkeit weiterk√§mpfen, obgleich seine Abwehr nur noch hauchd√ľnn ist. Der andere schlie√ülich, der das endlich wahrnimmt macht sich auf, nun wirklich eine Vers√∂hnung herbei zu f√ľhren, weil er sp√ľrt, das auf der anderen Seite der Widerstand dahingeschmolzen ist.

Dennoch schafft auch er es nicht, ein Friedensangebot zu machen. Er wartet einfach bis in dem anderen die Bereitschaft zum Verzeihen aufkeimt.

Ich denke dieser letzte Punkt wird im allgemeinen nicht ge√ľbt in der Welt. Das Abwartenk√∂nnen ist nicht die St√§rke unter uns Menschen. Da wird verhandelt und die Dinge werden von einer Ebene auf die andere hin- und her verschoben.
Wie lange dauert es dann bis Menschen einander endlich verzeihen können, nachdem sie sich ja schließlich gegenseitig verwundet haben.

Und doch kommt auch das vor, Gott sei Dank! Vergebung heißt aber, dass man dem anderen insgeheim nicht doch immer wieder die vergangenen Dinge ankreidet, sondern, dass man ihn "Er selbst" sein lässt und ihm von neuem sein Vertauen schenkt.

Danke f√ľr Deine Antwort!
Dir einen schönen vorösterlichen Tag!
Liebe Gr√ľ√üe von Vera-Lena
__________________
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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

wo ist das gedicht klug?
es kommt mir höchstens altweise daher.
als gedicht darf es das auch.
eröffnet sich deswegen mir nicht und
bleibt unsympathisch.

bon.

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Vera-Lena,
auch auf mich wirkt dein Gedicht klug, denn der Weg oder der Schritt zur√ľck nach einem Streit ist nie leicht und der, der ihn begeht wei√ü nicht welches Kleid ihn nun erwartet. Da es sternengezackt ist (dies halte ich f√ľr eine sehr gute Formulierung) ist es nicht nur sch√∂n, sondern es wird auch wehtun je nachdem wie es auf die Haut trifft. Doch der Prot. fr√∂stelt und wird froh sein um die w√§rmende Umarmung. Dies ist ein Anfang!
LG
Sandra

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

die galeriewälder gefallen mir bei dem gedicht
am besten. ich liebe solche begriffe.

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