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Leselupe.de > Ungereimtes
Kapriolen und Kinkerlitzchen
Eingestellt am 10. 08. 2008 01:52


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ENachtigall
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… und der Sommer kam

lautlos

wie laszive Frauen
im Frühjahr Früchte
pflücken gegangen waren
und so

fremd

und schwerfällig hingen
Trauben von Charmeuren
an Blaubeerlippen und nippten
am Witz von Kapriolen und Kinkerlitzchen

… und der Sommer schrie

mit der Stimme erschöpfter Eselinnen
und spie verdorbenes Rosa
aus den Wolken

… und der Sommer blieb

unbeugsam und sonnensprossig
wie die herbstende Haut und
das Rückgrat des Bambus


© Elke Nachtigall
August 2008










Version vom 10. 08. 2008 01:52

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penelope
Guest
Registriert: Not Yet

liebe elke,


ja, ein hohelied für mein sonst so "gepeinigtes" herz, und als fanatischer anhänger der alliteration ein chorgesang des lebens, der kraft und unbeugsamkeit: im Frühjahr Früchte/pflücken, von Kapriolen und Kinkerlitzchen, der Sommer schrie/mit der Stimme.
deine zeilen wirbeln auf, wie ein wind, der von vorn uns entgegenkommt, der bilder uns versucht zu entreißen. mein intellekt sagt mir, geh weiter, kämpfe dagegen an, zieh den kopf zur seite, um diesem sog auszuweichen. aber kein einziges wort lässt locker, zwingt meinen blick nach vorn, immer weiter nach vorn, indem es mich greift, mir zeigt, dass es ihm sehr ernst damit ist. es tobt sich vor mir und in mir aus, und hinter mir, nichts, windstille, als wäre mein körper in dem grenzland deiner poesie, in dieser grauzone morgens (durs grünbein) gefangen. stille, die nicht nur spürbar ist, sondern auch unbeugsam und sonnensprossig/wie das Rückgrat des Bambus/und die herbstende Seele. stille, hoffnung, aber auch ein hauch von melancholie, die mich straucheln lassen. so muss ich langsam und vorsichtig durch deine worte schreiten, da sie mir den weg liebevoll markieren, damit mir nichts geschieht. vielleicht spricht sich mein folgender gedanke endlich durch dieses wahrhafte gedicht endlich herum: wer niemals hinhört, kriegt den mund nicht voll, die brust nicht leer.

in diesem sinne

lg penelope

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