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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Karla (Arbeitstitel)
Eingestellt am 08. 01. 2006 18:01


Autor
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la_gatta
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Aug 2003

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Ein kleiner Flirt zur Abwechslung konnte ja nicht schaden, dachte Lea, und die Frau aus ihrem Literaturseminar war ja auch wirklich s├╝├č. Ihre schulterlangen Haare, die abh├Ąngig vom Licht von blond bis dunkelbraun zu leuchten schienen, ihre gr├╝nen Augen, die an eine Katze erinnerten, der Mund, auf dem immer ein kleines L├Ącheln lag. Meist sa├č sie Lea gegen├╝ber. Anfangs traute Lea sich nicht sie anzusehen. Wenn sich ihre Blicke trafen, sah Lea schnell weg. Seit einigen Tagen hatte sie diese Scheu verloren. Sie schaute ihr offen in die Augen und Karla lie├č es zu, l├Ąchelte. Flirtete sie zur├╝ck?
Das Spiel wiederholte sich in jeder Stunde, immer wieder ansehen, l├Ącheln, doch nie kam ein Wort ├╝ber ihre Lippen.
Sie kannten ihre Namen und doch sprach die eine den Namen der anderen nicht aus, nie um sie zu rufen, selten in Gegenwart anderer, nur manchmal probierte Lea der Klang von Karlas Namen aus. Wenn sie allein zu Hause war, sagte sie „Karla“ in Richtung ihres Bettes, ihres Schrankes und versuchte sich Karlas Gegenwart in ihrem Zimmer vorzustellen. Es gelang ihr nicht.

Am n├Ąchsten Tag war Karla zu Beginn des Kurses nicht da. Lea befiel ein Gef├╝hl von Traurigkeit, sie hatte sich an das w├Âchentliche Spiel gew├Âhnt und eine gewisse sexuelle Anziehung, die von Karla ausging, konnte sie nicht leugnen.
Eine halbe Stunde sp├Ąter kam Karla zur T├╝r herein, lie├č ihren Blick durch den Raum wandern, er blieb an Lea h├Ąngen. Karla l├Ąchelte, bahnte sich ihren Weg zwischen St├╝hlen und Rucks├Ącken und setzte sich neben Lea. Diese war eine Sekunde zu lang unf├Ąhig sich zu bewegen, bevor sie den Kopf wenden und Karla anl├Ącheln konnte.
Leas Konzentration war dahin, ernst sah sie auf das Buch, das vor ihr auf dem Tisch lag und schielte immer wieder auf Karlas H├Ąnde, die ruhig dalagen, keine unn├Âtige Bewegung ausf├╝hrten, keine R├╝ckschl├╝sse auf Karlas emotionales Befinden zulie├čen.




Leas H├Ąnde waren fast immer in Bewegung oder Lea versteckte sie. Diese Ruhe und zugleich die Kraft und Pr├Ązision, mit der Karlas H├Ąnde Stifte und B├╝cher griffen, beeindruckte sie. Um ├╝berhaupt etwas zu tun, griff sie nach ihrer Trinkflasche. Als sie sie wieder zuschrauben wollte, riskierte sie einen Blick zu Karla. Diese fragte schweigend, ob sie einen Schluck haben k├Ânnte. Ebenso schweigsam reichte Lea ihr die Flasche. Wieder kein Wort. Lea kannte Karlas Stimme nur durch deren Antworten im Seminar.

Als Lea nach Hause kam, probierte sie es wieder: „Karla.“ Sie versuchte Karla in ihr Zimmer zu projizieren, doch sie konnte sich deren Gr├Â├če nur vage vorstellen, sie lauschte in sich hinein, um Karlas Stimme zu h├Âren, es blieb still. Das Einzige, was sie sah, waren Karlas Lippen, nicht ihr Gesicht, nur ihr Mund und ihre H├Ąnde.

Sanft strich Lea ├╝ber das kalte Holz des T├╝rrahmens, schmiegte sich an ihn. Ihre H├Ąnde wanderten auf und ab, versuchten weibliche Rundungen zu ersp├╝ren. Sie legte sich ihre rechte Hand in den Nacken, Karlas Hand. Ihr Mund n├Ąherte sich dem T├╝rpfosten, lange verweilte er wenige Millimeter davor, ihr Atem ging schneller, flacher, erw├Ąrmte das Holz leicht, auf das sie nun ihre Lippen legte, sie k├╝├čte es, leckte es, streichelte mit einer Hand sich selbst, ihren Hals, ihre Br├╝ste, ihren Po, fa├čte sich zwischen die Schenkel, sie war hei├č. Die andere Hand strich den T├╝rrahmen auf und ab. Sie schmeckte Impr├Ągnierungsmittel. Noch einmal versuchte sie Karlas K├Ârper unter sich zu sp├╝ren, der warm und weich sein mu├čte, doch es blieb bei Lippen und H├Ąnden, ohne W├Ąrme, ohne Ton, ohne Duft, bei Holz und Lack und K├Ąlte und Gl├Ątte.
Sie ├Âffnete ihre Hose, fuhr mit der Hand unter ihren Slip, stie├č ihr Becken nach hinten, st├╝tzte sich mit der linken Hand am T├╝rpfosten ab. Sie sp├╝rte die Hitze und Feuchte zwischen ihren Beinen. Sie taumelte einige Schritte zur├╝ck, zog sich Hose und Slip aus, ihre Bluse, den BH, schlang die Arme um sich, hielt sich selbst, wiegte sich, fiel aufs Bett. Ihre Zunge leckte ├╝ber ihre Hand, ihre Lippen umschlossen nacheinander jeden Finger, sie k├╝├čte ihre Hand, k├╝├čte Karlas Mund, streichelte mit Karlas H├Ąnden ihre Br├╝ste, sanft zuerst, dann fest, wild, rieb sich, lie├č sich von Karla lecken, drang in sich ein, sp├╝rte Karlas Hand in sich, liebte sich, lie├č sich lieben, wand sich, b├Ąumte sich auf, schwitze, kam, schrie. „Karla!“ –

Nach den Pfingstferien kam Karla nicht mehr zum Seminar. Nach drei Wochen traute Lea sich eine Kommilitonin zu fragen. „Was?! Das wei├čt du nicht? Sie ist doch jetzt zu ihrem Mann nach Berlin gezogen.“
Ein Zug rauschte durch Leas Kopf, laut, schnell, dann war es still. Wo war Karla? Auch ihre Lippen waren verbla├čt und die H├Ąnde.

Zu Hause fiel Leas Blick auf ihre Trinkflasche. Sie war seitdem schon so oft abgewaschen worden, ebenso wie Leas K├Ârper von anderen Lippen und H├Ąnden ber├╝hrt worden war. Die Flasche trug keine Spuren mehr von Karla, Leas K├Ârper auch nicht. Ein letztes Mal sagte sie es: „Karla.“ Es h├Ârte sich fremd an.

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la_gatta
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Aug 2003

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kleine Anmerkung zum Text

So wirklich gr├╝n bin ich damit noch nicht. Wie auch der Arbeitstitel zeigt, bin ich noch nicht fertig damit, aber es geht grad nicht weiter und nach so langer Pause wollt ich mich doch auch mal wieder melden...
Sch├Ânen Abend!

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Fastrada
Hobbydichter
Registriert: Dec 2005

Werke: 2
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Karla

Salve la_gatta,

also - insgesammt hat mir deine Geschichte schon gut gefallen. Ma qui gatta ci cova!
Ich finde , Leas Szene, in der sie beginnt, sich selbst zu streicheln, k├Ânnte noch einen ordentlichen Schuss Erotik vertragen. Ich h├Ątte mir f├╝r diese Stelle ein langsameres Erz├Ąhltempo gew├╝nscht, ausf├╝hrlichere Beschreibungen, mit mehr sinnlichen Details und weniger lange S├Ątze. Ich finde, es "knistert" noch nicht so richtig.
Der Titel " Karla" ist doch OK. Eventuell k├Ânnte man es ja auch " Karlas H├Ąnde" nennen, da du ja auch im Text ├Âfter auf eben Jene eingehst. Eine M├Âglichkeit w├Ąre dann auch, Leas Szene vor einen Spiegel zu verlegen. Sie streichelt sich selber, betrachtete sich dabei im Spiegel und stellt sich vor, dass es Karlas H├Ąnde sind, die das mit ihr tun...
Ich stelle das einfach mal als Anregung in den Raum
Vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen...
tanti saluti
Fastrada
__________________
...Der, der nicht wei├č, zu schreiben, glaubt nicht,dass dies eine Arbeit sei. O wie schwer ist das Schreiben: es tr├╝bt die Augen, quetscht die Nieren und bringt zugleich allen Gliedern Qual. Drei Finger schreiben, der ganze K├Ârper leidet...

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