Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92228
Momentan online:
322 Gäste und 21 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Kasier lernt klettern
Eingestellt am 02. 12. 2001 22:11


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

Werke: 35
Kommentare: 55
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Lars Koch eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil


Es war ein heißer Tag in der WĂŒste. Die Sonne brannte heiß und unerbittlich auf die kleine Baumgruppe herunter. Die wenigen BĂ€ume und StrĂ€ucher boten nur wenig Schatten. Diese BĂ€ume und StrĂ€ucher, also auch der Schatten darunter, gehörten einer Löwenfamilie.
Ihr wisst ja, dass der Löwe, der König der Tiere ist, und so hat er auch ein Anrecht auf den besten Schattenplatz in der WĂŒste.
Nun möchte ich Euch aber von dieser Löwenfamilie erzÀhlen:
Vater Löwe lag still im Schatten der BĂ€ume und döste vor sich hin. Er genoss die Ruhe und die Tatsache dass er nichts tun musste. Sonst musste er immer der König sein und auf alles und jeden aufpassen. Aber nicht heute, heute war es zu heiß.
Doch er kam nicht zu seinem wohlverdienten MittagsschlĂ€fchen. Kasier, sein Sohn, spielte in der NĂ€he im Sand. Doch nach einiger Zeit wurde ihm langweilig, und er sprang er auf den RĂŒcken seines Vaters, der so ruhig da lag und döste.
Zuerst machte das Vater Löwe nichts aus, denn er war daran gewöhnt, dass seine Kinder um ihm herumtobten. Aber als sein Sohn anfing auf seinem RĂŒcken herumzuspringen und immer wieder auf seinen Kopf sprang, öffnete er die Augen und knurrte einmal laut, um seinem Sohn damit zu zeigen, dass es jetzt gut sei. Doch sein Sohnemann dachte nicht daran ihn in Ruhe zu lassen. Da hob Vater Löwe den Kopf und sagte:
„ Mein Sohn, kannst du nicht woanders spielen und mir meinen Mittagsschlaf lassen?“
„ Ich habe nichts anderes zu tun, außerdem hat Mami gesagt dass ich zu dir gehen soll, denn du wĂŒsstest immer etwas“, sagte Kasier und stellte sich auffordernd vor seinen Vater und wartete. „ So, hat das Mami gesagt, na dann komm mal mit.“ Und so erhob sich Papa Löwe und sein Sohn folgte ihm wissbegierig.
Der große und der kleine Löwe wanderten ĂŒber den heißen Sand bis sie an einem alten und sehr knorrigen Baum ankamen. Der Baum hatte keine BlĂ€tter mehr, da die Giraffen alles Laub gefressen hatten und seine Rinde war schon ganz glatt, da schon so viele Elefanten sich an ihm geschubbert hatten.
Kasier sah zur Baumkrone empor und musste feststellen, dass der Baum sich richtig gut zum Klettern eignete. Aber oh je, er konnte ja gar nicht klettern. Er sah Papa Löwe mit bittendem Blick an. „ Deshalb sind wir hier, mein Sohn. Ich will Dir das Klettern beibringen, denn du wirst es in Zukunft brauchen. So kannst du weite FlĂ€chen ĂŒberschauen, ohne diese Strecke wirklich gegangen zu sein,“ erklĂ€rte Vater Löwe seinem Sohn. Kasier hörte interessiert zu, doch er wollte eigentlich gleich hinauf auf den Baum.
Nun machte es Vater Löwe vor, wie man sich auf die HinterfĂŒĂŸe stellen musste, um den richtigen Halt zu bekommen. Dann sprang er auf den ersten großen Ast, hielt sich mit seinen scharfen Krallen fest, sprang auf den NĂ€chsten, und so immer weiter hinauf bis er schließlich auf einem Ast landete, der breit genug war fĂŒr ihn. Dort legte er sich hin und sah auf seinen Sohn hinab. Schließlich kletterte Vater Löwe wieder hinunter - gekonnt ohne einen Fehltritt zu tun - bis er wieder neben seinem Sohn landete.
„ So will ich es auch können“, sagte der kleine Löwe aufgeregt. Vater Löwe nickte nur und half seinem Sohn, indem er sich unter den ersten Ast stellte und Kasier auf seinen RĂŒcken klettern ließ. Der kleine Löwe sprang von des Vaters RĂŒcken, um den so nahe gelegenen Ast zu erreichen. Doch er verfehlte den Ast nur knapp, er konnte nur noch seine Krallen in das morsche Holz schlagen. Nun hing er dort und seine Hinterbeine strampelten in der Luft. Vater Löwe half auch hier, mit seiner Schnauze stupste er das Hinterteil seines Sohnes nach oben. Kasier erwies sich als KĂ€mpfer, denn er strampelte zwar immer noch, aber er zog sich mit aller Kraft empor, bis auch seine HinterfĂŒĂŸe auf dem Ast waren.
Dort saß er nun und schaute stolz auf seinen Vater hinunter, der auch stolz zu ihm hoch sah.
„ Mit viel Übung bringst du es bis ganz nach oben, mein Sohn.“ „ Oh bitte Papa, lass uns jetzt gleich ein bisschen ĂŒben,“ bettelte der kleine Löwe. „ FĂŒr heute hast du genug geĂŒbt, morgen ist auch noch ein Tag. Außerdem macht sich deine Mutter bestimmt schon Sorgen.“ „ Na schön, aber nur wenn wir morgen wieder hier her kommen, ja?“ „ Wir werden sehen,“ sagte Vater Löwe.
Dann half er seinem Sohn von dem Baum herunter. Als sie zurĂŒck gingen, freute sich Kasier schon sehr auf den nĂ€chsten Tag, denn da wĂŒrde er beweisen, was ein richtiger Löwe alles kann.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ZurĂŒck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!