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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Kasimir
Eingestellt am 12. 12. 2000 09:36


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Martin
Hobbydichter
Registriert: Dec 2000

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Kasimir

Endlos zog sich die Autobahn durch eine einf√∂rmige, h√ľgellose Landschaft. Stefan war v√∂llig allein, weder vor ihm noch hinter ihm war irgendein anderes Auto zu sehen. Sein Fu√ü hielt das Gaspedal am Anschlag, aber trotzdem hatte er das Gef√ľhl, kaum voranzukommen. Ich habe Hunger, dachte er, und ich mu√ü bald tanken. Au√üerdem mu√ü ich auch mal wieder den √Ėlstand kontrollieren.
Er warf einen Blick auf den Beifahrersitz. Der Kater lag mit halbgeschlossenen Augen da und d√∂ste, aber die Spitzen seiner Ohren verrieten, da√ü er jedes Ger√§usch und jede Ersch√ľtterung registrierte. Er mu√ü fr√ľher schon h√§ufig mit dem Auto gefahren sein, dachte Stefan und √ľberlegte, welchen Namen der Kater wohl gehabt hatte. Karlchen? Kunibert? Nein, das waren keine sch√∂nen Namen f√ľr einen gro√üen buntscheckigen Kater. Ich glaube, ich nenne ihn Kasimir, entschlo√ü sich Stefan, das pa√üt zu ihm. Zum Gl√ľck war seine Inspektionsreise morgen schon vorbei, nur heute abend w√ľrde er noch einmal ausw√§rts √ľbernachten m√ľssen. Hoffentlich w√ľrde es im Hotel kein Problem mit dem Tier geben. Er w√ľrde zuerst allein an die Rezeption gehen, sp√§ter irgendeinen Seiteneingang auskundschaften und Kasimir dann heimlich in das Zimmer tragen. Beim Abendessen im Restaurant w√ľrde er sich beeilen m√ľssen, damit der Kater in Stefans Abwesenheit nicht das Mobiliar zerkratzte. Warscheinlich war es besser, statt eines Essens im Restaurant irgendwo ein halbes gebratenes Huhn zu kaufen, das er mit auf das Hotelzimmer nehmen und sich mit Kasimir teilen konnte. Dann konnte er auch in Ruhe eine nette Postkarte an Melanie schreiben, die sie schonend auf den neuen Mitbewohner vorbereitete.
Da, vor ihm am Horizont kam endlich ein anderer Wagen in Sicht. Stefan wechselte die Spur, und als er n√§her kam stellte er fest, da√ü es ein Wohnwagengespann war. Hinten am Wohnwagen hingen Fahrr√§der, und auf dem Dach war ein Surfbrett verzurrt. Ein kleines blondes M√§dchen winkte ihm im √úberholen aus dem Zugwagen zu. An der Seitenscheibe des Volkswagens war eine kunterbunte Sonnenblende mit stilisierten Katzenk√∂pfen montiert. Der Name einer Katzenfutterfirma stand in gro√üen Lettern oben auf der Folie. Vielleicht h√§tten die sogar ein paar Dosen dabei, dachte Stefan. Kasimir hatte sich inzwischen aufgesetzt, war mit den Vorderpfoten an der Beifahrert√ľr hochgestiegen und stierte angespannt aus dem Fenster. Fast sah es aus, als blicke er dem Auto hinterher, das sie gerade √ľberholt hatten.
Langsam verdichtete sich der Verkehr. An jeder Einfahrt kamen neue Wagen dazu, oft Urlauberfamilien in vollgepackten Kombis und Minibussen. Inzwischen war auch die graue Wolkendecke aufgerissen, und die Sonne schien durch die Seitenscheibe auf den Beifahrersitz, beleuchtete malerisch das sandfarben, schwarz und weiß gefleckte Fell von Kasimir, der sich auf der Seite liegend im Licht räkelte. Stefan entschloß sich, an der nächsten Tankstelle zu halten.
Vor den Tanks√§ulen hatte sich eine kleine Schlange gebildet, Stefan mu√üte einen Moment warten, bis er an der Reihe war. Er griff nach seinem Aktenkoffer und zog die Brott√ľte heraus. Er nahm die Salami von dem letzten Wurstbrot, das er noch hatte, und Kasimir schn√ľffelte mit seiner zur H√§lfte schwarz, zur H√§lfte rosa gef√§rbten Nase zun√§chst kurz an der Wurst, bevor er damit begann, sie aus Stefans Hand zu fressen. Am Ende schleckte er mit seiner kleinen rauhen Zunge an Stefans Fingern. Dann blickte er einen Moment konzentriert in Stefans Richtung, tapste vorsichtig vom anderen Sitz her√ľber auf Stefans Scho√ü. Es war ein schweres, gut gen√§hrtes Tier mit sauberem dichtem Fell. Er hat keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht, dachte Stefan, und er mu√ü gut gepflegt worden sein. Kaum denkbar, da√ü er einfach an der Autobahn ausgesetzt worden war.
Der Kater stupste schnurrend mit seinem dicken Köpfchen gegen Stefans Bauch und zuckte dann mit den Ohrspitzen. Stefan kraulte ihn an der Wange, im Nacken und auf dem Kopf, bis er auf die Tätowierung im Ohr des Katers aufmerksam wurde. "Kasimir", stand dort, und außerdem eine Nummer: H 95492 / 23 B. Regungslos und mit einem eigenartigen Kribbeln im Bauch saß Stefan da und starrte den Fellkopf und den Namenszug an. Da stand tatsächlich Kasimir im Ohr. "Rauaul", maulte der Kater mit Nachdruck, ermahnte ihn zum Weiterkraulen. "Tröööt", nörgelte der schnauzbärtige Opelfahrer hinter ihnen. Kasimir zuckte zusammen und sprang von Stefans Schoß, verkroch sich unter dem Beifahrersitz.
Stefan fuhr vor an die Tanks√§ule und stieg aus. W√§hrend der Treibstoff, traniges Aroma verstr√∂mend, in den Tank lief, holte Stefan einen Wassereimer und einen Wischer und begann, die Frontscheibe zu s√§ubern. Er blinzelte dem Kater zu durch das Fenster, der inzwischen wieder auf dem Sitz Platz genommen hatte. Kasimirs schmale Pupillen hatten sich zu Kulleraugen vergr√∂√üert, und mit schlagender Schwanzspitze verfolgte er den Wischer, der knarrend √ľber die Scheibe gezogen wurde. Dann stand er auf einmal wieder mit den Vorderpfoten an der Seitenscheibe und starrte angestrengt hinaus. Die Familie mit dem Wohnwagen!
Der wei√üe Golf kam direkt neben dem von Stefan zum Stehen. Der Motor wurde abgestellt, und die ganze Familie stieg aus. W√§hrend der Mann nach der Zapfpistole griff und die Frau mit einem Funktelefon am Ohr ein paar Schritte zur Seite trat, begab sich das blonde M√§dchen direkt zu dem Wohnwagen. Der andere Fahrer √∂ffnete die Motorhaube und beugte sich √ľber die Maschine.
Richtig, das √Ėl. Stefan ging zu seiner Fahrert√ľr und grinste dem Kater zu, w√§hrend er den Griff f√ľr die Motorhaube zog. "Sch√∂n da drinbleiben. Wenn du hier stiften gehst, finde ich dich nicht wieder."
Als er mit der √Ėlkontrolle fertig war bemerkte er, da√ü der andere Fahrer hinter ihm stand.
"Sie haben denselben Wagen wie wir", sagte der, "haben Sie vielleicht ein bi√üchen Motor√∂l √ľbrig? Wir haben ja den Wohnwagen hinten dran, da nehme ich nicht gerne das billige √Ėl von der Tankstelle."
"Klar", antwortete Stefan und dr√ľckte ihm den kleinen Kanister in die Hand.
"Tausend Dank. Wissen Sie, f√ľr den Turbo-Diesel ist nur Qualit√§ts√∂l zul√§ssig." Der Mann hatte eine wichtige Miene aufgesetzt. "Aber Sie gehen nat√ľrlich nicht leer aus." Er z√ľckte seine B√∂rse.
"Lassen Sie mal", sagte Stefan, "vielleicht k√∂nnen Sie mir daf√ľr auch weiterhelfen. Haben Sie vielleicht eine Dose Kat..."
Weiter kam er nicht, den urplötzlich kam das kleine Mädchen mit tränenverquollenen Augen auf ihren Vater zugelaufen.
"Kasi ist weg", schluchzte sie, "Kasi ist nicht mehr im Wohnwagen!" Der Vater nahm sie in den Arm.
"Der hat sich bestimmt nur unter dem Bett verkrochen. Kein Wunder bei dem Geschaukel da drin. Wir suchen mal gemeinsam."
Stefan lief es hei√ü den R√ľcken hinunter. Fahrig lie√ü er die Motorhaube hinunterfallen. Der Knall brachte den Kater dazu, sich wieder unter dem Sitz zu verkriechen. Langsam gingen der Mann und das weinende M√§dchen an der Beifahrerseite von Stefans Wagen entlang, auf ihren Wohnwagen zu, und verschwanden im Inneren. Sollte er sich schon wieder von dem Kater trennen? Nein, der Familie ging es bestimmt um ein ganz anderes Tier. "Kasi" konnte auch ein Hamster oder ein kleiner Hund sein. Vielleicht war Kasi auch nur ein Phantasieprodukt des M√§dchens. Es konnte eigentlich nicht so viele Zuf√§lle geben. Oder vielleicht doch? W√§hrend er mit seiner Kreditkarte in der Hand vor der Kasse anstand, gr√ľbelte er. Die Familie mu√üte die gleiche Strecke wie er gefahren sein. Bestimmt war ihnen das Tier bei einer Pause auf dem einsamen Parkplatz entwischt, und dann hatte es den sp√§ter eintreffenden Wagen von Stefan f√ľr die letzte Rettung gehalten oder ihn mit dem Wagen der Familie verwechselt.
"Einmal Diesel bitte."
"Welche Säulennummer?" Die Verkäuferin hatte rötlich gefärbte Haare und wirkte einen Tick zu zurechtgemacht.
"Oh, auf die Nummer habe ich gar nicht geachtet. Da, wo der weiße VW steht."
"Ich sehe zwei weiße VWs. Und beide haben fast genau 50 Liter getankt." Sie zog die Augenbrauen hoch.
"Der ohne Wohnwagen."
"Sie meinen, den mit der Katze auf dem Armaturenbrett?"
"Um Gottes Willen... √§h... ja, nat√ľrlich, der links." Kasimir war tats√§chlich auf das Armaturenbrett gestiegen und hatte sich zwischen Lenkrad, Brett und Scheibe gequetscht.
"Ja, also doch der mit Katze!" Sie verzog die Mundwinkel und tippte.
"Sagen Sie mal, wie haben Sie die bloß ins Auto gekriegt?", wollte eine andere Frau wissen, "unsere Katze kriegen ja keine zehn Pferde ins Auto."
"Hmm... also das ist nur eine Gew√∂hnungsfrage. Wenn Sie ihn von klein auf daran gew√∂hnen, dann ist es √ľberhaupt kein Problem." Stefan bem√ľhte sich um einen souver√§nen Tonfall.
Bevor er wieder ins Auto stieg, trat er ger√§uschvoll gegen den linken Vorderreifen. Tats√§chlich erschreckte das Poltern den Kater so, da√ü er von der Armaturentafel zur√ľck auf den Sitz sprang. "Tut mir leid, Kumpel", grinste Stefan dem etwas verschreckt dreinblickenden Kater zu, "aber du mu√üt dich nur noch einen Moment lang verstecken."
Die andere Familie war nicht zu sehen, aber hinter den Gardinen ihres Wohnwagens sah man schemenhaft dunkle Schatten umherhuschen, und der Wohnwagen wackelte. Bestimmt suchten sie jetzt √ľberall. Eigentlich mutet man einer Katze keine Tour mit dem Wohnwagen zu, redete Stefan sich ein, w√§hrend er den Motor startete. Bei der n√§chsten, sp√§testens der √ľbern√§chsten Pause w√ľrde Kasimir ihnen erneut entwischen. Und wer konnte garantieren, da√ü er dann nicht an einen Tierf√§nger geriet und in einem Versuchslabor endete? Oder da√ü er nicht einfach an der Autobahn √ľberfahren wurde? Und wenn das Tier in Stefans Wohnung in der Stadt zu ungl√ľcklich sein sollte oder wenn sich herausstellte, da√ü sich Melanie mit dem neuen Hausgenossen √ľberhaupt nicht anfreuden konnte, dann hatte Kasimir ja immer noch seine Registriernummer im Ohr. Der Tierschutzverein w√ľrde ihn nach der Ferienzeit sicher problemlos an die Familie zur√ľckvermitteln k√∂nnen.
Stefan griff entschlossen nach dem Schalthebel. Doch dann lie√ü ihn ein polterndes Ger√§usch von hinten zusammenfahren. Irgend jemand stand hinten rechts am Wagen und klopfte gegen die Scheibe. Ver√§rgert zog Stefan die Handbremse wieder an und beugte sich hin√ľber zum Fenster.
"Schnell, versteck' dich unter dem Sitz, Kasimir", knurrte er, das Fenster herunterkurbelnd.
Der Vater von Kasimirs Familie! Er schwenkte den √Ėlkanister in der Hand.
"Richtig, den hatte ich ganz vergessen", rief Stefan ihm nervös durch das offene Fenster zu, "aber Sie können ihn behalten. Es ist ja nicht mehr viel drin."
"Ich nehme nichts mit, was mir nicht gehört", lachte der Mann, "aber wenn Sie keine Lust haben, noch einmal auszusteigen, kann ich Ihnen den Kanister auch hinten in den Kofferraum stellen. Dann brauchen Sie nicht wieder 'raus."
"Die Klappe ist zugeschlossen", brummte Stefan und wand sich aus dem Auto. Hastig warf er die Fahrert√ľr zu und ging nach hinten. Schei√üe, ich habe das Seitenfenster aufgelassen, fuhr es ihm durch den Kopf, als sie vor dem offenen Kofferraum standen und der Mann gerade wieder einen Fachvortrag √ľber Motoren√∂l begann:
"Sie wissen ja, daß Sie diese Herstellerangaben gar nicht ernst nehmen können. Was da auf der Dose steht, stimmt so gut wie nie!" Mit seinem dicken Zeigefinger pochte er auf das Etikett: "Aber bei den Markenfirmen haben Sie zumindest..." Stefan fiel ihm ins Wort:
"Entschuldigen Sie mich bitte vielmals, aber ich muß jetzt wirklich weiter. Es tut mir wirklich leid, aber ich habe nachher noch einen dringenden Termin in..."
"Kasimir!"
Der Mann war freudig √ľberrascht. Stefan zuckte zusammen. Verdattert sah er in die Blickrichtung des Mannes, nach unten, an die Sto√üstange des Wagens. Da war tats√§chlich der Kater, er lugte vorsichtig direkt neben dem Auspuffrohr von Stefans Wagen hervor und blinzelte in die Sonne. Er mu√üte unbemerkt aus dem offenen Fenster geh√ľpft sein. "Schei√üe", wollte Stefan sagen, doch er bi√ü sich auf die Lippen. Kasimir kroch geduckt auf die Schuhe des Vaters zu, reckte sich dann und strich ihm mit erhobener Schwanzspitze um die Beine. Der Mann kniete sich auf den Boden und nahm den Kater hoch.
"Der hat sich die ganze Zeit unter Ihrem Wagen versteckt. Und wir nehmen den halben Wohnwagen auseinander." Kasimir stieß den Kopf an die Wange des Vaters und schloß hingebungsvoll die Augen. "Na, mein Guter, ich habe gleich daran geglaubt, daß wir dich wiederfinden."
Am Wohnwagen polterte es. Die Mutter und das M√§dchen kletterten mit traurigen Gesichtern aus der T√ľr.
"Kasimir!"
Das kleine Mädchen brach in Freudengeheul aus. Wie eine Rakete kam sie herangeflogen und fiel ihrem Vater um den Bauch.
"Wo habt ihr ihn denn gefunden?", wollte die Mutter wissen. Auch in ihrem Gesicht lag Erleichterung.
"Er hockte hier unter dem Auto von dem jungen Mann. Wahrscheinlich hat er gedacht, es ist unser Auto", erklärte der Vater.
"Ohne Ihren √Ėlkanister h√§tten wir den Kater kaum wiedergefunden", sagte er dann, zu Stefan gewandt, "unsere Kleine w√§re den ganzen Urlaub √ľber todungl√ľcklich gewesen, wenn wir ohne ihn..."
"Wissen Sie, unser Ferienhaus hat so einen großen Garten, mit so vielen Mäusen, da lebt unser Kasimir jedesmal richtig auf", erklärte die Mutter und lächelte das Mädchen an: "Jetzt muß ich aber nochmal Oma anrufen und ihr sagen, daß wir den Kasimir gefunden haben."
"Au ja, gib' mir das Telefon. Ich sag's ihr!", rief das kleine Mädchen ausgelassen. Routiniert tippte sie die Tasten des Funktelefons.
Der Vater zog Stefan und die Mutter ein paar Schritte zur Seite:
"Wir wollen gleich hier im Restaurant zu Mittag essen. Ich w√ľrde Sie einladen, sofern Sie vielleicht doch noch ein St√ľndchen Zeit f√ľr uns haben. Meine Tochter wird Sie bestimmt in ihr Herz schlie√üen, weil Sie Kasimir zur√ľckgebracht haben." Tats√§chlich gestikulierte die Kleine mit dem Telefon am Ohr, zeigte fr√∂hlich plappernd in Stefans Richtung.
"Lassen Sie nur. Kaufen Sie Ka..., also dem Kater, lieber ein halbes H√ľhnchen zum Abendessen. Oder ein Dose Thunfisch."
"Ach, wir haben massenhaft Katzenfutter dabei. Meine Frau und meine Tochter machen ja jedes von diesen dummen Preisausschreiben mit. Alle anderen gewinnen eine Weltreise, aber wir gewinnen jedesmal nur Katzenfutter. Kartonweise!" Er lachte. Die Frau puffte ihn in die Seite.
"Na gut, ich verabschiede mich jetzt von Ihnen", sagte Stefan, "meine Gesch√§ftspartner warten nicht. Ich w√ľnsche Ihnen noch einen sch√∂nen Urlaub." Sie sch√ľttelten sich die H√§nde.
"Reisende soll man nicht aufhalten", sagte die Frau, "aber wir w√ľrden uns freuen, mal von Ihnen zu h√∂ren." Sie dr√ľckte ihm ein kleines K√§rtchen in die Hand. Es zeigte die Hauptfigur einer Kinderserie im Fernsehen, einen gelb-schwarzen Tiger, und daneben stand der Name und die Adresse des kleinen M√§dchens: Laura Wiedemann, las Stefan.
"Ich melde mich bestimmt, wenn ich wieder zu Hause bin", versprach er.
Er nickte Kasimir noch einmal zu, und der blinzelte gleichm√ľtig. Nachdenklich ging Stefan dann zu seinem Auto zur√ľck.


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Svalin
???
Registriert: Sep 2000

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Hallo Martin

... eine nette, kleine, schöne Geschichte.

Es gr√ľ√üt
Martin :-)

P.S.: Neu hier? - Viel Spaß weiterhin!
__________________
Lyrik ist Logopädie im Zeitalter der Sprachlosigkeit. [Alexander Eilers]

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Martin
Hobbydichter
Registriert: Dec 2000

Werke: 4
Kommentare: 13
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Ja, wußte nur nicht, ob sie noch zu den Kurzgeschichten gehört oder schon eher eine Erzählung ist...

Wie kommt es eigentliche, daß manche Beiträge sofort astronomische Aufruf-Zahlen erreichen, und andere nur so wenige?

Martin

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 64
Kommentare: 1400
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Hallo Martin 2,
eine wirklich h√ľbsche Geschichte. Und wohltuend fl√ľssig erz√§hlt. Das ist ein Stil, der mir gef√§llt. Freue mich auf Weiteres.
Und was die Aufrufzahlen angeht - niemals sollst Du mich befragen. Da bin ich nach zweieinhalb Monaten Leselupe auch noch nicht so richtig hinter gestiegen.

Hallo Martin 1,
zu dieser Geschichte hast Du in Deiner unnachahmlich weitschweifigen Art bereits alles gesagt. Ich kann mir also den Rest sparen. √úbrigens - ich bin ein hart arbeitender Mensch und bitte daher um Nachsicht, weil ich mich noch nicht wieder gemeldet habe. Aber vor Weihnachten wird es bestimmt noch.

Gruß Ralph
__________________
Schreib √ľber das, was du kennst!

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smilla
Hobbydichter
Registriert: May 2001

Werke: 2
Kommentare: 7
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Hallo Martin

auf Deinen Hinweis habe ich die Kasimirgeschichte gesucht und gefunden. Sie ist wirklich gut gelungen und interessant geschrieben.
gut gemacht!!!!

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