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Leselupe.de > Kindergeschichten
Katze Hillery als Lebensretter
Eingestellt am 17. 03. 2003 23:40


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Inga Rothe
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Mar 2003

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© by Inga Rothe
FĂŒr Wolf-Dieter, in Liebe Mama

Heute war ein trauriger Tag, ein sehr trauriger sogar, denn Hillery wurde von ihrer Familie verstoßen.
Dabei hatte sie gar nichts getan, im Gegenteil, sie liebte diese Familie sehr!

Sie war ein Findelkind! Noch ganz klein fand man sie in einem Sack, neben einem See. Ihre Geschwister waren schon alle erstickt, nur sie ĂŒberlebte!
Anfangs hatte sie es sehr gut, aber nachdem Frauchen schwanger geworden war, litt sie sehr unter deren Laune.
Sie schwor sich ganz lieb zu sein und aus Dankbarkeit brachte sie jeden Morgen, nach dem sie schon etwas grĂ¶ĂŸer war, eine frische Maus zum FrĂŒhstĂŒck und legte sie vor der HaustĂŒr! Irgendetwas stimmte aber nicht, Frauchen freute sich nicht darĂŒber, sondern schrie jedes Mal wie am Spieß!
Sie wurde zum SĂŒndenbock ernannt. Egal was auch passierte, sie war es! Keiner liebte sie, keiner freute sich ĂŒber ihre Anwesenheit.
Neulich wurde der Familie der Braten vom Tisch geklaut und wer sollte es gewesen sein? NatĂŒrlich Hillery!
Das stimmte aber nicht, sie befand sich zu dieser Zeit unten am Bach und hielt ein kleines SchlÀfchen.
Den Schrei ihres Frauchens hörte sie aber trotzdem und sie rannte so schnell eine Katze nur rennen konnte nach Hause. Unterwegs erblickte sie noch den schrecklichen, fetten Kater vom Nachbarn, der sich genĂŒĂŸlich seine Pfoten leckte.
Kaum angekommen wurde sie mit einem Besen verhauen, sie konnte noch nicht einmal fliehen!
Jeder Schlag traf ihren zarten KatzenrĂŒcken, bis Hillery ohnmĂ€chtig zusammenbrach.
Als sie erwachte, war es dunkel um sie herum, aber eine Katze kann ja bekanntlich auch im Dunkeln sehen. Sie fand sich im Keller des Hauses wieder, neben den Kohlen!
Zuerst mußte sie einmal nachdenken, denn sie wußte gar nicht mehr was passiert war. Dann fiel es ihr wieder ein und auch, das sie den Nachbarkater gesehen hatte. Sie weinte jĂ€mmerlich, aber niemand schien sie zu hören. Alles tat ihr weh und hungrig war sie auch, aber niemand kam.
So verging ein Tag, ein ganzer Tag und eine lange Nacht. Am nÀchsten Morgen kam Frauchen und scheuchte Hillery hinaus, ohne ein Wort des Bedauerns, eher umgekehrt, sie schimpfte auch noch, dass sie sie nie wieder sehen wolle.
Weinend, scheinbar ganz allein auf der Welt, verkroch sie sich unter einem Stapel Holz, der draußen am Rande des GrundstĂŒckes lag.
So wollte sie mit sich und der Welt abschließen.
Darum fand sie den heutigen Tag als den traurigsten in ihrem Leben!

Plötzlich hörte sie den fetten Nachbarskater, der sich in der Gegend aufhielt, singen:
„Hurra, ich bin der beste, der schlaueste Kater aller Zeiten.
Ich werde der doofen Katze Hillery schon zeigen! Klaue wie ein Rabe und sie muß darunter bĂŒĂŸen?
Hurra, ich bin der beste, schlaueste Kater aller Zeiten...“

Hillery konnte es kaum glauben, ja, er war es, sie hatte ihn ja noch gesehen, nach dem sie den Schrei ihres Frauchens gehört hatte.
Was sollte sie nun tun? Keiner glaubte ihr. Sie schlief wieder ein.
Mitten in der Nacht schreckte sie hoch, denn ihre empfindliche Nase roch Feuer.
Hillery lief so gut es ihre geschundenen Katzenglieder zuließen zum Haus und sah schon von weitem, dicke Rauchschwaden!
Keiner hatte es bis jetzt bemerkt, wie sollte sie es anstellen, daß ihre Familie wach wurde?
Sie maunzte, schrie, aber es nutzte nichts. Ihr Zugang war geschlossen, denn sie durfte ja nicht mehr ins Haus!
Da sah sie einen Blecheimer am Hintereingang auf dem Plattenweg und stupste diesen so lange hin und her, bis sie es schaffte und mit dem Krach die Familie wach wurde.
Dann ging alles sehr schnell, die Feuerwehr kam und das Feuer wurde gelöscht.
Hillery konnte sich wieder unter ihrem Holzstapel verkriechen, nach dem sie sich vergewissert hatte, dass es der Familie gut ging!
Endlich war auch wieder Ruhe eingekehrt und sie schlummerte bis in dem nÀchsten Tag hinein.
Vom Hunger geweckt, ging sie dann auf MĂ€usejagd.
„Hallo, bist du Hillery, die man ĂŒberall sucht?“ sprach sie ein stattlicher Katzenmann an.
„Ja, das bin ich.“
Der Katzenmann, er hieß Paul, erzĂ€hlte ihr, was passiert ist.
Der fette Kater ist bei ihrer Familie eingedrungen um sich sein Essen zu klauen. Die Frau hatte vergessen die KatzentĂŒr zu schließen, ging dann aber spĂ€ter noch einmal herunter, um es zu tun. Somit war der fette Kater eingeschlossen!
Nach dem dieser sich den Wams vollgeschlagen hatte, legte er sich zu dicht vor dem Kaminfeuer. In der Nacht muß wohl etwas Glut auf sein Fell gekommen sein und er brannte sofort.
Er lief dann voller Panik durch das Haus und somit brannte es bald lichterloh!
Hillery konnte mit ihrer Tat die Familie rechtzeitig retten und auch verhindern, das daß ganze Haus abbrannte!
Der fette Kater mußte sein Leben lassen, sicher war das die Strafe!
Nun suchte man Hillery, denn sie war eine Lebensretterin und sollte geehrt werden!
HĂ€tte sie das Feuer nicht gerochen, hĂ€tte es niemand ĂŒberlebt!

Hillery war froh, das nun alles aufgeklÀrt wurde, wenn auch auf so einer grausamen Art!
Von nun ab wurde ihr Katzenleben wieder lebenswert. Sie wurde verwöhnt, bekam die leckersten Dinge zum Fressen!
Man sah sie nun öfters mit, ja mit wem wohl? Richtig, mit dem stattlichen Katzenmann Paul!

__________________
Immer laecheln, dann wir auch mal zurĂŒckgelacht!

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