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Leselupe.de > Kurzprosa
Katze, Mond und Sterne
Eingestellt am 27. 10. 2004 00:43


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Alpha
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2004

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Katze, Mond und Sterne

Wie eine Katze, die totkrank ist, wei├č auch ich, wann es Zeit ist. W├Ąhrend von drau├čen Hell und Dunkel ins Fenster schaut, schaue ich schon lange nicht mehr nach drau├čen. Zu hoch ist die Gefahr, sich an Bildern zu ├╝berf├╝hlen.
Aber manchmal, wenn es so dunkel ist, dass sich selbst Mond und Sterne nicht hinaus trauen, dann setze ich mich auf die Steintreppe vor unserem Hintereingang. Es ist dann auch so dunkel, dass ich schlafen kann, ohne die Augen zu schlie├čen.

Nein, lange bleib ich da nat├╝rlich nicht sitzen. Wenn man tr├Ąumt, tr├Ąumt auch das Rad der Zeit. Und dabei wird es immer so langsam, dass man f├╝r jede Sekunde einen Atemzug braucht (So viel Luft habe ich doch gar nicht). Da frage ich mich jedesmal, wohin die Atemz├╝ge reisen. Und ob ich eigentlich Bahnhof oder Passier bin ... oder beides. Vielleicht auch nichts davon. Und warum trauen sich Mond und Sterne nicht?

Meine Katze habe ich ├╝brigens wirklich geliebt. Nicht so, wie andere Katzen lieben. Eher so, wie andere Menschen lieben. (Nicht, dass ich euch nicht leiden kann, aber meine Katze wusste einfach, was Sache ist)
Sie fragte nie warum, sondern teilte mein Schweigen (geteiltes Schweigen ist doppeltes Schweigen). Sie sa├č auch immer auf dem Fensterbrett und schaute hinaus, und meist lie├č ich ein Fenster offen. Sie ging immer, wann sie wollte. Und sie kam wann sie wollte, weil sie mich liebte (Ich liebte sie ├╝brigens auch).

Heute bleiben die Fenster geschlossen. Die T├╝ren kann ich offen lassen, weil ich es fr├╝her nicht getan habe. Fr├╝her habe ich die T├╝ren immer geschlossen. Aber heute lasse ich sie offen. Wozu abschlie├čen, wenn doch keiner kommt? (Nicht einmal zu Besuch) Mein Namensschild h├Ąngt noch, nur so zur Sicherheit (damit ich mich nicht vergesse). Mond und Sterne h├Ątte er ja auch h├Ąngen lassen k├Ânnen ... Meine Katze ist ├╝brigens auch fort gegangen.
__________________
"Widme dich dem Klang meiner Kehle, wenn sie bricht; Es soll das letzte sein, was ich zu sagen habe" aus Wolf

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