Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
53 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Keasby Nights
Eingestellt am 17. 01. 2004 21:11


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Pali
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 8
Kommentare: 29
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Pali eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Es hatte als Fehler begonnen, doch ich werde ihn nicht mehr bereinigen k├Ânnen. Denn bald werden sie kommen, und dann werden sie mich hier auf dem Schreibtisch sitzend finden, mit einer Pistole in der Hand und einer kugelsicheren Weste unter meinem schwarzen Anzug.
Wie schnell doch die Zeit vergeht, wenn man wei├č, dass man am Ende der Nacht sterben wird.
Ich bin nicht hier, um mich selbst zu bemitleiden. Es h├Ątte keinen Sinn; den ersten Stein hatte ich selber geworfen, hatte die Sache ins Rollen gebracht. Der Fehler, mit dem alles begann, den hatte ich selbst begangen. Trotzdem w├╝rde ich gerne wissen, wie es danach weitergegangen war. Alles passierte so schnell, und die Schmerzen rauben mir die F├Ąhigkeit, klar zu denken.
Das Morphium hatte am Anfang gewirkt, aber jetzt f├╝hle ich wieder die Schmerzen. Mein wird langsam taub, nur das Pochen, das sp├╝re ich noch. Wenn sie mich nicht erledigen, dann wird es wohl die Wunde tun.
Es ist schon fast unglaublich, dass ich es ├╝berhaupt bis hier geschafft habe. Dennoch mache ich mir keine Hoffnungen, denn sie haben es leicht. Sie m├╝ssen einfach nur dem Blut folgen. Als roter Faden zieht es sich gut sichtbar durch den Schnee in den Stra├čen und den Gassen, dann sind da die Tropfen auf der knarrenden Holztreppe, und dann endet die Spur hier in dem kleinen B├╝ro, auf dessen Schreibtisch ich sitze, mit einer Pistole, einer kugelsichernden Weste und einer stark blutenden Wunde.
Mein Sch├Ądel pocht ebenfalls. Ich hoffe, ich werde nicht ohnm├Ąchtig, bevor sie kommen. Ich w├╝nschte, ich h├Ątte noch etwas Morphium, oder zumindest eine Zigarette.
Ich k├Ânnte meine Krawatte abnehmen. Ich sehe sowieso schlimm aus. Meine Hose glitzert blutdurchtr├Ąnkt, ich habe brennende Schnitte im Gesicht, die K├Ąlte hat meine Lippen blau werden lassen und meine Haut spr├Âde gemacht. An den Kn├Âcheln ist bereits die Haut aufgerissen, und es sticht wie kleine Nadeln, und ansonsten bin ich ├╝bers├Ąht mit blauen Flecken. Das Blut l├Ąuft an meinen Schl├Ąfen entlang und tropft auf mein wei├čes Hemd. Nein, ich bin kein sch├Âner Anblick. Auf die Krawatte kommt es nun auch nicht mehr an. Ich ├Âffne den Krawattenknoten mit einer Hand, und dann h├Âre ich sie auch schon kommen. Wie schnell doch die Zeit vergeht...
Als sie die T├╝r aufbrechen, finden sie mich auf dem Schreibtisch sitzend, mit einer Pistole in der Hand und einer kugelsicheren Weste.
Ich komme mir vor wie in einem billigen Thriller und dr├╝cke den Abzug.
__________________
Ich lebe ├╝ber meinen Verh├Ąltnissen, aber unter meinem Niveau.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Roni
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2003

Werke: 0
Kommentare: 210
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Roni eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hallo pali,


ich finds spannend geschrieben. inhalt und stil gefallen mir gut.

aber ... um mal deinen protagonisten zu zitieren:
"Trotzdem w├╝rde ich gerne wissen, wie es danach weitergegangen war."
Ich wuerde darueber hinaus auch gern wissen, welcher fehler welchen stein ins rollen brachte.
kurz: mir fehlen anfang und ende!
ein blick bei google zeigte mir, dass ich mich wohl in der musikszene auskennen muss, um deinen text einzuordnen.

drei kleinigkeiten sind mir aufgefallen:
uebersaet (ohne h)
als roter faden zieht ER sich gut sichtbar ...
mein wird langsam taub ... (hier fehlt wohl bein?)

wie gesagt, ein bisschen mehr waer wuenschenswert. ich les es bestimmt.

gruss
roni


Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!