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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Kebet eines Faisenkintes
Eingestellt am 16. 04. 2009 22:55


Autor
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Carlo Ihde
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2007

Werke: 68
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Liep├Ąr Kott fier liepen tich.
Toch kann es sein, tu liepst unns nich
tann m├╝ssen fier auf tich vazichten
unnt m├╝ssen fier's allain ainrichten.

Lieper Kott erparme tich
tenn f├Ąhe tu erparmst tich nich
tann m├╝ssen fier kro├č elent leiten
unnt mit leit unns lank bescheiten.

Lieper Kott o h├Âr mich an,
fass leit mit Kintern machen kann,
so kapst, tsu meinem leit, tu keine
tsunke mir, oder nur tiese kleine.

Lieper Kott so hellf mir toch.
__________________
"Wenn ich mir die Sehe zuhalte, kann ich nichts mehr augen. War selbst, merkste doof, nich?"

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Herr Carlo,

ich mag diese Art von Texten sehr; sie sind wie eine Reise durch das Labyrinth der Gehirnstr├Âme, erfordern wegen der Buchstabendreher Witz und Konzentration beim Leser (Ob sie hier deshalb so selten Anklang finden? ).

Interessant daran ist, dass durch die vorgenommenen Ver├Ąnderungen ein neuer, manchmal tieferer Sinn entsteht.

Eines meiner diesbez├╝glichen Lieblingswerke ist:

quote:
lichtung

manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum

(Ernst Jandl)

Liebe Gr├╝├če
Heidrun

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Heidrun D.
Guest
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atoun
???
Registriert: Mar 2009

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lieber Carlo,

ich denke der Eigentliche "Witz" an dieser Geschichte ist, dass das Kind einen Sprachfehler hat und dar├╝ber zu Recht so tief ungl├╝cklich ist.

Die Spannung, die es ertragen muss zwischen dem st├Ąndig in seiner Umwelt erw├Ąhnten "lieben Gott" und dem eigenen Schmerz, weil es durch den Sprachfehler, der vielleicht wirklich auf einer verk├╝rzten Zunge basiert, so sehr benachteiligt ist, entl├Ądt sich sogar in einer Drohung gegen diesen Gott

"und wehe, Du erbarmst Dich nicht,
dann m├╝ssen wir gro├č Elend leiden
und mit Leid uns lang bescheiden."

Es gef├Ąllt mir auch, dass Du die Sprache gew├Ąhlt hast, in der Gebete oft geschrieben stehen.

Man kann das alles so lesen, wie es da steht, unbedingt laut, und sich dar├╝ber totlachen, wie wahrscheinlich alle Menschen lachen, welche dieses Kind sprechen h├Âren. Man kann den Text aber auch ernst nehmen und in diesem Fall hast Du die Wahrnehmung des Kindes und seine F├Ąhigkeit, sein Leid zu klagen sehr gut getroffen.

Wie immer Du selbst es gemeint haben magst, ich lese es auf diese Weise und finde es sehr gut. Und bejammere schon ein zweites Mal, dass ich kein anst├Ąndiges kostenloses Programm heruntergeladen bekomme, um Deine Texte hier zu sprechen.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

Werke: 185
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Schon nach der ersten Zeile hatte ich eine Erz├Ąhlung oder besser einen Brief vor Augen, den Oskar Maria Graf ein M├Ądchen schreiben lie├č. Er beginnt mit:

L├╝pste Theres,

ich schreube d├╝r weulst du auch so eine arme Haut pist...

Ich bin nicht sicher es hundertprozentig korrekt wiedergegeben zu haben, Verzeihung Herr Graf, falls nicht!

Dein Gedicht, Carlo, ist hinrei├čend tragikomisch. Liest man es laut, ist selbst die inzwischen ber├╝chtigte tzunke kein Problem.
Die gew├Ąhlte, leicht gestelzte Gebetsform ist das Sahneh├Ąubchen.

Gr├╝├če von Maren

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