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Leselupe.de > Kurzprosa
Kein Land in Sicht
Eingestellt am 24. 04. 2005 22:39


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DayDreamer
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Kein Land in Sicht

Verfahrende Träume, endlose Straßen, karge Sackgassen. Keine Orientierung, keine Auskunft, Information. Alles nur Kinderspielzeug.
Es sind große Himmel, man rast davon, daran vorbei. Zeit zeitlos. Die Zunge aus Beton, das Autoradio, die Räder singen still mit. Mittendrin unter dem Zenit. Blinde Führer im entfernten Sternenkreis.

Karge Blicke auf zerbrochenen Scheiben – liegender Morgentau. Monotone Wortkultur und stehende Luft. Grinsend atemlos. Brandspuren ziehen sich im Dorf durch den Weg, flambieren letzte Hoffnung, wir stehen uns alle in nichts nach. Alles Ersatz für den Krieg. Wir müssten uns ja nicht gleich lieben.

Becher zerschlagen, Lächeln geraubt. Goldige Leuchttürme, vorbehaltlose Lichter aufs offene Meer. Alle Schiffe am Riff zerschollen, wiederkehrende Totenfeiern, wehrloses Dynamit. Doch sehe kein Land, kein Ein, kein Aus. Wenig Ende. Einzig und allein leere Bände.

Resignierend. Stotternd „Es wird schon“. Versteinerte Mine, kein Glaube. Ich will wieder nach Haus. Ruhe, kein Geschrei falscher Freundschaften. Fordernd. Erwartend. Blendende Mondgesichter, keine Versprechen, keine matten Schwüre. Man fühlt sich alleine mit seinem Leichen im Schlafzimmer. Versteckspiel vor Gerechtigkeit. Das ist es doch alles nicht wert... .

Gegenwart. Theorien verblasst, Ideologien sich selbst überholt. Klare Linie – alles ist dahin. Wilder Flügelschlag, ohnmächtige Kopfschläge. Regelloser Absturz. In Meeresengen tauchen wir versunken-verschollenen Träumen hinterher. Irgendwie ist nichts mehr gut.

Alleine in den fremden 4 Wänden, in Weißplatin gegossen. Hast mir alles zerstört, schenk mir doch einen Teil von deinem Morgen. Gleiches Ziel – der Weg durch Teufels Himmel und Gottes Grab. Leben oder Existenz? Beide schlechte Kartengeber. Wer weiß das schon so genau... . Wen interessiert es schon so genau... .

Das Ende ist wieder offen. Existenz am Neuanfang. Der Aufbruch. Neue Ufer in Sichtweite, Unterschiede mit Wellen verwaschen zurückgespült. Keine Grenzen, höchstens aus dem All. Eisiger Griff nach den Sternen. Kein Ausweg, frustrierte Gewalt.

Womit verdient – dadurch?

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