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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Keine Abwechslung?!
Eingestellt am 17. 01. 2004 12:36


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Elster
Hobbydichter
Registriert: Dec 2003

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Keine Abwechslung?
Im Winter kostet es mich am meisten Überwindung den tĂ€glichen Schulweg anzutreten. Es ist dunkel und hĂ€ufig eiskalt.
Schnell schwindet das GefĂŒhl wohliger WĂ€rme als ich das Haus verlasse, dabei sind es nur fĂŒnf Minuten bis zur Bushaltestelle. WĂ€hrend ich an den Hecken der VorgĂ€rten vorbeigehe und dabei zwangslĂ€ufig einige Vögel aufschrecke knirschen die Steinchen gegen die GlĂ€tte des ohnehin lĂ€ngst geschmolzenen Eises unter meinen FĂŒĂŸen.
NatĂŒrlich! Jetzt taucht der Bus hinter der Straßenecke und mein Gewissen zwingt mich noch einen ordentlichen Zahn zuzulegen. Der Inhalt meiner Schultasche wippt auf und ab. Manchmal schaltet zu allem Überfluss dann auch noch die Ampel auf rot und ich mache mich lĂ€cherlich, indem ich dem Busfahrer ziemlich auffĂ€llig zuwinke und hoffe, dass er stehen bleibt. Wenigstens ist dieser Kelch heute an mir vorĂŒbergegangen
Erleichtert und völlig außer Atemlasse lasse ich mich in einen dieser schmutzig -rot- karierten Busklappsitze niedersinken. Die meisten FahrgĂ€ste sind auch jeden morgen hier.
Eine BĂŒrofrau mit Aktenkoffer, eine entnervte Mutter mit ihrem ewig Gameboy- spielenden Kind, eine Ă€ltere Dame mit bestimmt 6 kleinen, weißen, dicken Hunden und außer mir noch ein paar andere SchĂŒler. Über die hektische Paulsborner BrĂŒcke hinweg, vorbei am S-Bahnhof Hohenzollerndamm, der schon hell erleuchtet ist erreichen wir nach vier entspannenden Stationen den Fehrbelliner Platz. Nachdem die freundliche Endhaltestellenansage aus dem Lautsprecher getönt und sich das entstandene MenschenknĂ€uel nach dem zischenden Öffnen der TĂŒren in alle Richtungen auf dem BĂŒrgersteig verteilt hat erhasche ich einen Blick auf die Uhr des gegenĂŒberliegenden, furchtbar hĂ€sslich rot, grĂŒn gefliesten
U-BahnhofgebĂ€udes: Genau 7:41 Uhr. Rings um den Eingang sind Papptafeln mit Zeitschriftenwerbung aufgestellt, die ich allerdings nur sehr beilĂ€ufig wahrnehme. Als ich die Treppe zu den Bahngleisen heruntersteige steigt mir ein am morgen besonders unangenehmer Geruch nach Zigarettenrauch und Imbissstand in die Nase. Unten warte ich auf Maries U-Bahn. Noch geht es recht geruhsam zu, ab und zu das GerĂ€usch beim UmblĂ€ttern einer Seite oder ein plĂ€rrendes Handyklingeln, doch gleich darauf strömt ein Menschenpulk aus der ankommenden U-Bahn. Ich versuche den Überblick zu behalten und Marie zu erspĂ€hen. Da ist sie ja, sie winkt mir zu und wir werfen noch einen Blick auf die Anzeigetafel bevor wir schon wieder losrennen. Die Treppe unten und schnell ganz hinten in die U-Bahn gesprungen fahren wir noch eine Station bis zur Blissestraße. Viele SchĂŒler unserer Schule steigen dort ebenfalls aus und man schließt sich einem regelrechten Tross an, die letzten 200 Meter zur Schule ĂŒber verbannte TannenbĂ€ume hinweg zu bewĂ€ltigen.

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knychen
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2002

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hallo elster,
ganz nette beobachtung, allerdings kein streiflicht, sondern im verlauf lÀngerer zeit gespeichert. allerdings bleibt die frage: wo ist die geschichte?
ist es das zur zeit stĂ€ndig graue wetter, daß die storys so depressiv werden lĂ€ĂŸt?
ich hab es als berliner relativ einfach, mir wenigstens die örtlichkeiten vorzustellen, aber weiß jemand aus sagen wir mĂŒnchen, wie der fehrbelliner platz aussieht?
irgendwas mĂŒĂŸte noch passieren oder das "nichts-passiert-alles-ist-wie-immer" bleibt der tragende teil und ist langweilig.
beste grĂŒĂŸe aus adlershof und schau doch mal in deinen LL-online-briefkasten. knychen
__________________
kny

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