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Leselupe.de > Kurzgeschichten
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Eingestellt am 16. 09. 2003 09:08


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chribe
AutorenanwÀrter
Registriert: Sep 2003

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Es ist ein schöner Morgen. Auf dem Lande muß der Hahn schon lĂ€ngst gekrĂ€ht haben. Als Grit aus einem angenehmen Traum gerissen wird, scheint bereits die Sonne und kitzelt an der Nase.
Bei der Morgentoilette singt sie das Lied aus dem Radio mit. Gerade beißt sie in ihr Marmeladenbrötchen, da klingelt das Telephon. Es ist Herr Peters, ihr Vorgesetzter.
„Sie haben gestern ihre Arbeit nicht zu Ende gebracht. Jetzt sitze ich hier und muß das erledigen. Sie wissen doch genau, daß die Termine eingehalten werden mĂŒssen. Beeilen sie sich. Es wartet eine Menge Arbeit."
Schon hat er aufgelegt. Sie kann nicht einmal sagen, daß sie gestern schon eineinhalb Überstunden geleistet hat, einen dringenden Arzttermin einhalten mußte und heute den Rest der Arbeit erledigen will.
„Nicht mal einen Gutenmorgengruß hatte der ĂŒbrig“, murmelt Grit.
Der muß wohl mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden sein.
Grit macht sich auf den Weg zur Arbeit. Ihre gute Laune ist dahin. Das bekommt zuerst die WohnungstĂŒr zu spĂŒren, die zuknallt.
Im Briefkasten liegt noch keine Zeitung.
„Die wird doch schon fĂŒnf Uhr ausgetragen. Was ist heute los ?“, geht es ihr durch den Kopf.
Da sieht sie den BrieftrÀger.
„Guten Morgen, Frau Baier, schönes Wetter heute“, grĂŒĂŸt er fröhlich.
„Schönes Wetter, was geht mich das Wetter an. Meine Zeitung will ich. Auf die Post kann man sich heutzutage auch nicht mehr verlassen“, herrscht Grit den verdutzten Mann an.
Seine Miene verfinstert sich. Er will sich entschuldigen, aber Frau Baier eilt davon. Mißmutig wirft der Postbote Zeitungen und Briefe in die KĂ€sten.
FĂŒr Familie Michaelis ist ein dicker Brief dabei, der nicht in den Kasten paßt. Per Sprechanlage teilt der BrieftrĂ€ger das der Familie mit. Frau Michaelis eilt die Treppe hinunter.
„Guten Morgen“, grĂŒĂŸt sie. "Ich warte schon lange auf diesen Brief und freue mich, daß er endlich da ist.“
Ein LĂ€cheln huscht ĂŒber ihr Gesicht.
„Mich interessieren ihre freudigen Nachrichten nicht. Ich habe nur meine Arbeit zu machen. Das nĂ€chste mal lassen sie mich gefĂ€lligst nicht so lange warten. Meine Zeit ist knapp bemessen“, knurrt er.
Frau Michaelis lĂ€chelt nicht mehr. Sie öffnet ihre WohnungstĂŒr. Ihr Mann zieht sich gerade an und pfeift ein Lied vor sich hin. Gereizt ruft sie ihm zu:
„Herrmann, du bist heute nicht der Schnellste. Ziehst dich ĂŒber eine Stunde an. Mein Magen knurrt schon... Wenn du beim BĂ€cker ankommst, sind die Brötchen alt“.
„MĂ€uschen“?, sagt er fragend, sieht das bitterböse Gesicht seiner Frau und auch in ihn zieht der Unfriede ein.
Beim BÀcker sind gerade die frischen Brötchen alle.
„Nur zwei Minuten, dann kann ich den Ofen öffnen und ihren Wunsch erfĂŒllen. Ihre Frau wird sich freuen, wenn sie zum FrĂŒhstĂŒck warme Brötchen bekommt“, sagt die VerkĂ€uferin freundlich.
„Was meine Frau zum FrĂŒhstĂŒck bekommt, geht sie ĂŒberhaupt nichts an. Ich will Brötchen und zwar jetzt und nicht erst in ein paar Minuten“, zischt er.
Die VerkĂ€uferin verzieht ihr Gesicht. Mißmutig holt sie die Brötchen aus dem Ofen.
Zur nĂ€chsten Kundin, einer jungen Frau mit einem kleinem MĂ€dchen, sagt sie mĂŒrrisch:
"Haben sie nicht ein bißchen Kleingeld? In aller FrĂŒhe mit einem Hundertmarkschein bezahlen! Wir sind doch keine Wechselstelle.“
„Entschuldigen sie. Ich war gestern Abend am Geldautomaten und hatte noch keine Gelegenheit, die Scheine zu wechseln“, entgegnet die junge Frau genauso böse.
Dann packt sie ihre Brötchen in den Beutel und zieht das kleine MÀdchen hinter sich her.
„Gib mir eins“, bettelt das Kind. „Sei nicht so ungeduldig, die sind noch heiß“, schimpft die Frau.
„Aber Mama, die riechen so gut“, sagt das Kind, reißt die Augen weit auf und lĂ€chelt die Mutter an.
Die Frau beugt sich zu ihrem Kind, kĂŒĂŸt es, nimmt die Hand und fröhlich verlassen beide die BĂ€ckerei.

__________________
Christa Beau

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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
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Liebe Christa,

herzlich willkommen in der Leselupe.

Das ist eine hĂŒbsche Geschichte mit einem erfreulichen Schluß. Leider sind sprachlich ein paar Stolperstellen darin; ich habe sie nachfolgend markiert:


Es ist ein schöner Morgen. Auf dem Lande muß der Hahn schon lĂ€ngst gekrĂ€ht haben. Grit wird vom Wecker aus einem angenehmen Traum gerissen. Die Sonne kitzelt sie an der Nase.
Bei der Morgentoilette singt sie das Lied aus dem Radio mit. Das FrĂŒhstĂŒck schmeckt. Da klingelt das Telephon. Es ist Herr Peters ,(Leerzeichen vor dem Komma weg) ihr Vorgesetzter aus dem BĂŒro(unnötig, klingt umstĂ€ndlich).
„Sie haben gestern ihre Arbeit nicht zu Ende gebracht. Jetzt sitze ich hier und muß das erledigen. Sie wissen doch genau, daß die Termine eingehalten werden mĂŒssen. Beeilen sie sich. Es wartet eine Menge Arbeit“.(Punkt vor dem Schlußzeichen) Bis hier hast du sehr kurze, abgehackte SĂ€tze, vielleicht kannst du das noch etwas umformulieren? So wirkt es fast wie eine AufzĂ€hlung.
Schon hat er aufgelegt. Sie kann nicht einmal sagen, daß sie gestern schon 1 Âœ (Zahlen ausschreiben: eineinhalb) Überstunden geleistet hat, einen dringenden Arzttermin einhalten mußte und heute den Rest der Arbeit erledigen will.
„Nicht mal einen Gutenmorgengruß hatte der ĂŒbrig“, murmelt Grit.
Der muß wohl mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden sein.
Grit macht sich auf den Weg zur Arbeit. Ihre gute Laune ist dahin. Das bekommt zuerst die WohnungstĂŒr zu spĂŒren, die zuknallt.
Im Briefkasten liegt noch keine Zeitung.
„Die wird doch schon 5 (fĂŒnf)Uhr ausgetragen. Was ist heute los ?“,geht es ihr durch den Kopf.
Da sieht sie den BrieftrÀger.
„Guten Morgen, Frau Baier, schönes Wetter heute“, grĂŒĂŸt er fröhlich.
„Schönes Wetter, was geht mich das Wetter an. Meine Zeitung will ich. Auf die Post kann man sich heutzutage auch nicht mehr verlassen“, herrscht Grit den verdutzten Mann an.
Seine Mieneverfinstert sich. Er will eine Entschuldigung sagensich entschuldigen, aber Frau Baier eilt davon. Mißmutig wirft der Postbote Zeitungen und Briefe in die KĂ€sten.
FĂŒr Familie Michaelis ist ein dicker Brief dabei, der nicht in den Kasten paßt, dabei. Per Sprechanlage teilt er das der Familie mit.
„Guten Morgen“, grĂŒĂŸt Frau Michaelis. “Ich warte schon lange auf diesen Brief und freue mich, daß er endlich da ist.“
Ein LĂ€cheln huscht ĂŒber ihr Gesicht.
„Mich interessieren ihre freudigen Nachrichten nicht. Ich habe nur meine Arbeit zu machen. Das nĂ€chste mal lassen sie mich gefĂ€lligst nicht so lange warten. Meine Zeit ist knapp bemessen“, knurrt der BrieftrĂ€ger.
Frau Michaelis lĂ€chelt nicht mehr. Sie öffnet ihre WohnungstĂŒr (also ist sie aus der Wohnung gegangen, um den Brief abzuholen? Das steht nirgends), und ruft in gereiztem Ton zu ihrem Mann, der sich gerade im Wohnzimmer anzieht und ein Lied vor sich hin pfeift:
Das wĂŒrtde ich umstellen: Ihr Mann zieht sich gerade an und pfeift ein Lied vor sich hin. Gereizt ruft sie ihm zu: „Herrmann, du bist heute nicht der Schnellste. Ziehst dich ĂŒber eine Stunde an. Mein Magen knurrt schon.. (immer drei PĂŒnktchen) Wenn du beim BĂ€cker ankommst, sind die Brötchen alt“.
„MĂ€usschen“?, sagt er fragend, sieht das bitterböse Gesicht seiner Frau und auch in ihn zieht der Unfriede ein.
Beim BÀcker sind gerade die frischen Brötchen alle.
„Nur zwei Minuten, dann kann ich den Ofen öffnen und ihren Wunsch erfĂŒllen. Ihre Frau wird sich freuen, wenn sie zum FrĂŒhstĂŒck warme Brötchen bekommt“, sagt die VerkĂ€uferin sehr freundlich.
„Was meine Frau zum FrĂŒhstĂŒck bekommt, geht sie ĂŒberhaupt nichts an. Ich will Brötchen und zwar jetzt und nicht erst in ein paar Minuten“, zischt er.
Die VerkĂ€uferin verzieht ihr Gesicht. Mißmutig holt sie die Brötchen aus dem Ofen.
Zur nĂ€chsten Kundin, einer jungen Frau mit einem kleinem MĂ€dchen, sagt sie mĂŒrrisch.(Doppelpunkt)
“ Haben sie nicht ein bißchen Kleingeld.(Fragezeichen) In aller FrĂŒhe mit einem 100 Markschein(Hundertmarkschein) bezahlen.(besser Ausrufezeichen) Wir sind doch keine Wechselstelle.“
„Entschuldigen sie. Ich war gestern Abend am Geldautomaten und hatte noch keine Gelegenheit (Komma) die Scheine zu wechseln“, entgegnet die junge Frau genauso böse.
Dann packt sie ihre Brötchen in den Beutel und zieht das kleine MÀdchen hinter sich her.
„Gib mir eins“, bettelt das Kind. „Sei nicht so ungeduldig, die sind noch heiß“, schimpft die Frau.
„Aber Mama, die riechen so gut“, sagt das Kind, reißt die Augen weit auf und lĂ€chelt die Mutter an.
Die Frau beugt sich zu ihrem Kind, kĂŒĂŸt es, nimmt die Hand und fröhlich verlassen beide die BĂ€ckerei.


Das sind wohl alles Kleinigkeiten, in der Summe wirken sie jedoch störend. Es wĂ€re schön, wenn du das noch korrigieren wĂŒrdest; das geht mit dem Edit-Button unter dem Text.

Gruß,
Gabi

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chribe
AutorenanwÀrter
Registriert: Sep 2003

Werke: 6
Kommentare: 4
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Vielen Dank fĂŒr die Anregungen,
herzlichst Christa
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Christa Beau

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