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Leselupe.de > Humor und Satire
Kielholen und Wolke 7 hoch 2.
Eingestellt am 19. 06. 2003 12:27


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pleistoneun
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"Hoch fünf achtern und eine Prise vor dem Kiel", befahl er. Kapitän 3-Fuß hatte es wieder geschafft. "RHUUUUDÄÄÄÄrt“, befahl er den eben Gefangenen, welche sich nur verwundert ansahen. Ein paar Peitschenhiebe setzten den Befehl um. "Hart Bugbord rück und Apfelorgie drei Skorbut für elfundzwanzig", gab er den Befehl zum Ablegen.

Der Unterlippenbärtige kippte eine Gallone Wasser in seine überdimensionierte Nase – pur versteht sich - und kratzte sich mit dem Haken seines linken Beines am Ohr. "Schon was zu sehen", fragte 3-Fuß den Schergen im Ausguck, dessen ob des hohen Reisetempos straff gespannte Gesichtshaut nur ein "nmnmm" als Antwort zuließ, was soviel wie "nmnmm" bedeutete.

3-Fuß hatte bei diversen anderen Enterungen sein Auge links, beide Beine und einen Arm verloren. Den zweiten Arm büßte er durch einen bissigen Lämmergeier ein, den er fortan nur mit Maulkorb auf dem Armstumpf trug. Diesen kaschierte er geschickt mit einer Armklappe. So konnte "Lämmi", wie 3 -Fuß seinen Geier liebevoll nannte, wenigstens keine Kommentare ob der unnützen Befehle seines Herrn ablassen.

"Und jetzt gegen den Wind hart absehen und dreiviertel Heck hoch tauchen", rief er ganz von hinten aus der KombĂĽse vor zum Ruder. "Jawohl, tauchen", wiederholte der Hilfspirat erster GĂĽte und verlieh dem Befehl gegenĂĽber dem Steuermann Nachdruck, indem er seine brennende Pfeife auf dessen Auge ausdrĂĽckte.

3-FuĂź musste dringend nach Sonei, um dort eine neue Prothese angefertigt zu bekommen. Ein Bein trug bekanntlich den zufriedenstellenden Haken, ein Bein wurde konventionell durch Holz ersetzt, gleiches geschah mit dem Arm, doch die Holzbeinprothese am Auge war doch etwas ĂĽberdimensioniert. Sie musste neu angepasst werden.

"RHUUUUDÄÄÄÄrt SCHNÄÄÄÄLÄÄÄÄÄR", quoll es aus 3-Fuß - mit ein bisschen Wasser aus der Nase - hervor. Er wollte doch sein Ziel rechtzeitig erreichen und deshalb signalisierte er dem schwarzen "Eintakter" mit dem Armstummel schneller zu trommeln, wobei es Lämmi nur so durchschüttelte und sich die Armklappe etwas lockerte.

Der Eintakter sah nicht besonders gut, da seine Unterlippe voluminöser Natur war und so die große Oberlippe etwas über die Stirn drückte, was zwar für das Takttrommeln durch die blindlingse Konzentration förderlich, aber der Optik nicht zuträglich war. So schoss 3-Fuß diesem ins Bein und Eintakter verstand den Wink sofort, worauf er schneller trommelte.
Ein wirrer Blick der Passagiere zu Nachbarn, aber nach 2-3hundert Peitschenhieben bewegten sie ihre Arme doch schneller.

Trotzdem sollte der Kapitän seine Augenprothese nicht erhalten, da er dem Steuermann mit Nachdruck befahl, vor Sonei zu ankern, ein kleiner Fischerhafen aber die Landung eine Boing 747 nicht verträgt.

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LuMen
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schwappt ĂĽber

Hallo Pleistoneun,

einige Deiner Einfälle sind originell und witzig, andererseits schwappt die Welle oft über und läßt das Schiff Schlagseite bekommen. Mit anderen Worten: Weniger wäre mehr gewesen. So z. B. nervt dann die dritte Holzbeinprothese für das Auge doch etwas. Holzauge sei wachsam!, könnte man da sagen. Es kann bei solchen "Nonsense"-Geschichten leicht passieren, daß man einen an sich guten Gedanken zu Tode reitet.
Habe mich trotzdem amĂĽsiert, die SchluĂźpointe ist nicht schlecht.

Beste GrĂĽĂźe
LuMen

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flammarion
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prust,

keuch, kicher, was n herrlicher unsinn! seemannsgarn vom feinsten, wĂĽrd ich mal sagen.
ganz lieb grĂĽĂźt
__________________
Old Icke

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