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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Kinderlied
Eingestellt am 01. 11. 2011 11:36


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Lisa Bauer
Hobbydichter
Registriert: Aug 2011

Werke: 2
Kommentare: 3
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Zauberformel, Bilderbuch-Dasein:
alles ist möglich!
Noch ist Dasein verzaubert.
Wunderliches, seltsames erfassen die Sinne, bewÀhren sich am MÀrchenhaften.

Ein Ton in irgendeiner GrĂ¶ĂŸe und dahinein in irgendeiner GrĂ¶ĂŸe - doch meistens Übergroß im UngestĂŒm - mehr Leben als je sein wird...

Worte, erwachsen gemacht am nachgeahmten Ernst.
Worte, noch wenig gebraucht, kleingesungen von lebensfrohen, bunten Tönen.
Erste neugierige Worte noch ungeĂŒbt, doch hingelebt zu fröhlichem, schelmischen Übermut. Nur notdĂŒrftig gebĂ€ndigt an folgsamen Reimen.

Hochfliegende Töne, herĂŒbergeworfen aus unbefangenem Spiel, malen Feen, Zwerge, malen Riesen, malen Drachen in die schon mit Angst abgedunkelte Lebensfreude.
Atemlos aufgetĂŒrmte Töne.
Baustein auf Baustein, umrunden sie schĂŒtzend letzte UnbekĂŒmmertheit –vergeblich...

Hochfliegende, spitz gezackte, rotgerĂ€nderte Töne, herĂŒbergeworfen von ĂŒberspannten Saiten, ĂŒberwinden jede Mauer der Verzauberung...,
fallen in wehrlose Herzen.
GefĂ€lschte, nachgemachte Töne, hastig, heimlich geordnet von ratlosen KindermĂŒndern. VerschĂ€mter Versuch eines neuen Zaubers.

Welche Melodie! Töne wie Waffen neben die Kindheit gelegt.
Haltlose Töne, herausgestĂŒrzt aus der Ordnung der Reime. Fast ein Schrei, reicht weit hinein in die noch unfertige Zukunft, geht hinein in das schon viel zu kleine Kinderlied, den verspielten Zauber zu suchen...
Geht hinein in diese unschuldige, farbenfrohe Seligkeit mit dem schweren Schritt des Begehrens.
Und Eigensinn lagert drohend zwischen den Tönen, bringt das Lied zum Schweigen.
Gebrochen vor Anstrengung ist das RĂ€derwerk der Spieluhr.
Und die angefangene Melodie bleibt mutlos stehen.
Und hat doch nur eine Wahl: sich zu erfĂŒllen.
Doch das Folgende ist noch zu groß und das Letzte schon verloren...

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2247
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Erwartet hatte ich ein Kinderlied, aber es ist eine Abhandlung ĂŒber das Kinderlied, dabei erscheint der "Ich-ErzĂ€hler" (nicht der Autor, sondern der ErzĂ€hler/Darsteller des Pamphlets (der Streitschrift) als jemand, der die Beziehung zu den Kinderliedern verloren hat, ein Mensch mit einer verlorenen Kindheit, jemand, der die Kindheit verlor und pessimistisch wurde, als er heranwuchs, oder jemand, der nie eine schöne Kindheit hatte.

Es sind Sorgen, große Sorgen, Besorgnisse, die aus dem Verdammen der Lieder sprechen. Was schön war, wirkt gefĂ€hrlich, manipulierend. Und doch ist es eine Selbstmaipulation des Ich-ErzĂ€hlers, der Positives höchstens mit Zynismus oder einem Schlenker ins Boshafte zulĂ€sst.

Es spiegelt eine Gesellschaft, die keine Kinder mehr mag, zulĂ€sst, Kinder senken den Wert der GrundstĂŒcke, Kinderlieder sind LĂ€rm.
Unser Nachbarland hat das geÀndert ...
Es ist eine desillusionierte Version, eine, die den Prozess der Desillusionierung darstellt, bereits in den ersten Worten, die noch fröhlich zu sein scheinen, schlÀgt eine Stimmung des trostlosen an, indem abstrakt beschrieben wird, was doch eigentlich konkret ist.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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Um MissverstÀndnisse auszurÀumen, ich habe nichts gegen den Titel, denn er entspricht dem Text. Erwartet hatte ich ein Kinderlied, aber dann hÀtte ich den Titel kritisiert.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Pola Lilith
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Feb 2008

Werke: 23
Kommentare: 326
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Dieser Text hat

Potential; mit teilweise sehr gelungenen Versen.
Wunderbar: "...das Folgende ist noch zu groß und das Letzte schon verloren !"

Aber: es ist zuviel, es erschlÀgt einen beim Lesen.
Da muss Abstand rein, Emphatie reduziert werden, damit die Lust am Lesen bleibt.

Meine Meinung jedenfalls. Lb. Gruß, Pola

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