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Leselupe.de > Gereimtes
Kindsmord
Eingestellt am 11. 11. 2006 20:19


Autor
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guelle
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2006

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Kindsmord

Dort dr├╝ben, tief im dunklen Moor, dringt laut der Engel Grabgeschrei hervor.
Kein Ton ist sonst zu h├Âren, das M├Ądchen nicht mehr leise weint.
Es schweigt das Tier, es schweigt die Pflanz und selbst Morast vereint.

Die Mauer neblig d├╝strer Hecken, versteckt den Ort gef├╝llt mit Grauen und mit Schrecken.
Dahinter sterbend Kindes Seel umwand, der Trauerweide borkig Hand.
Entsetzen gellt aus allen Poren, noch in den Augen eingebrannt,
die Tat sich spiegelt fahl, im Antlitz fest gebannt.
Weit aufgerissen ist der blutig Mund, der leis verk├╝nd die Qual der letzten Stund.

Das d├╝rre Heidekraut deckt gn├Ądig ab die bo├čgelegte Scham,
des Kindes Herz entzweit von Messer's Spitz, jetzt abgenutzt und lahm.
Noch einmal will die Brust sich heben, es zuckt des Lebens letzter Blick.
Zur├╝ck bleibt nur ein Beben, verhallt im feuchten Schlick.

Da teilt sich finstrer Ginsterbusch in zwei,
und l├Ąsst voll Widerwill ein menschlich Schattenriss vorbei.
Oh, Engel helft, fasst den verfluchten M├Ârder fest,
so dass der richterliche Strick sein Mahnmal an dem Hals des Sch├Ąnders hinterl├Ąsst !
Doch eilt er fort, bleibt ungesehn, dann z├Âgert er, bleibt keuchend stehn.
Darauf ein silber schimmernd Dolch zerteilt die Luft,
f├Ąllt in den Sumpf, zeigt hin zur Gruft.

Am n├Ąchsten Tag der Mutter gellend Schrei, den Himmel reisst in St├╝cke.
Zur gleichen Zeit, der Meuchelm├Ârder, frei, sich suhlt in seinem Gl├╝cke.
Der Vater stumm, in seinem Arm das kalte Fleisch erdr├╝ckt, sich gramgebeugt zum Grase b├╝ckt.
Die bebend Faust greift in den Sumpf und zieht heraus ein Kreuz, aus Gold, ganz stumpf.
" Wo warst du Gott, als man ihr tat Gewalt ! ", er ruft.
Doch seine Klage ungeh├Ârt im kalten Moor verhallt.

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petrasmiles
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Ich verstehe es nicht ...

... warum diese Sprache f├╝r so ein Thema?
Das furchtbare ist ja, dass es gekonnt ist. In dieser Sprache m├Âchte ich eigentlich nur von Elend lesen m├╝ssen, dass schon so lange her ist, wie schaurigsch├Âne Balladen ... aber doch nicht von ... davon.
Geht es nur mir so?
Ich w├╝rde gerne etwas 'Besseres' schreiben, aber ich kann nicht.
Trotzdem: liebe Gr├╝├če
Petra
__________________
Nein, meine Punkte kriegt Ihr nicht ... ! Gegen Bevormundung durch Punktabzug f├╝r Gutwerter!

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huwawa
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Registriert: Sep 2004

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Hallo guelle

Ich kann mich da meiner Vorrednerin nur anschlie├čen.
Das ber├╝hrende Thema und die schw├╝lstige Ausf├╝hrung passen nicht zusammen. Schade, aber mit so einem, in ├ľsterreich w├╝rden wir sagen "Machwerk", bringst du dein zweifellos vorhandenes Potential nicht zur Geltung, wertest es sogar ab!

Noch zwei Kleinigkeiten:

[qoute] in seinem Arm das kalte Fleisch erdr├╝ckt


sollte wohl "er dr├╝ckt" hei├čen
und ungeh├Â(h)rt - ein "h" zu viel.

liebe Gr├╝├če
huwawa
__________________
manchmal sind die anderen kl├╝ger als man(n) selbst...denkt

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
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Hallo Guelle,

der Text ist in der Tat sehr zwiesp├Ąltig. Zum Einen mu├č man sagen, die Reime stimmen, das Metrum auch. Allerdings ist die Sprache nicht aus dieser Zeit.

Das kann zum Einen daran liegen, da├č Du in Wahrheit eine Moritat schreiben willst, die bewu├čt in der Sprache ├╝bertreibt. Zum anderen ist es vielleicht darin begr├╝ndet, da├č Du bewu├čt diese etwas altert├╝mliche Sprachmelodie benutzt, um das Thema st├Ąrker emotional aufzuladen.

Jedenfalls solltest Du Dich dazu kurz ├Ąu├čern.

Lieben Dank.

Beste Gr├╝├če W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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zarah
???
Registriert: Mar 2006

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Kommentare: 155
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Hallo Guelle,

schau Dir Dein Gedicht lieber noch mal an, denn da stimmt einiges noch nicht; z.B. dieser Satz hier: Die Mauer neblig d├╝strer Hecken, versteckt den Ort des Grauen und des Schrecken.
Es m├╝sste ja des Grauens und des Schreckens hei├čen, doch dann reimt es sich nicht mehr so sch├Ân. Ich habe fast den Verdacht, dass Dir dies bewusst war.
Ich habe auch an anderen Stellen das Gef├╝hl gehabt, dass Du mehr Wert auf Gereimtes als auf den Inhalt legst. Deshalb gef├Ąllt mir das Gedicht nicht; gerade bei diesem Thema sollte Gesp├╝r f├╝r's Emotionale Priorit├Ąt ├╝ber Reim und Metrik haben - finde ich.

Gru├č
Zarah

__________________
Lerne alles, und sp├Ąter wirst Du sehen, nichts ist umsonst (J. v. S.)

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guelle
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2006

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Kindsmord

Das Gedicht hat bei euch Emotionen ausgel├Âst.
Das die Sprache den "Widerwill" des Gedichts verst├Ąrkt und bei euch solche Reaktionen ausgel├Âst hat finde ich Klasse.
Danke!
Das meine ich ehrlich, ohne Polemik!
Mag sein das die Sprache etwas mit meinem Alter (44) zu tun hat. Das Thema hat mich als Vater von 3 Kindern sehr besch├Ąftig . Wenn ein Thema mich emotional trifft und ich meine Reaktionen darauf in ein Gedicht einflie├čen lasse, achte ich, wenn ich ehrlich bin, nicht auf solche Dinge, weil ich Angst habe die wichtigsten Gedanken zu vergessen.
Aber ich versuche mal ein Gedicht mit modernerer Sprache zu verfassen.

guelle

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