Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92269
Momentan online:
401 Gäste und 9 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Klaus mit Ka
Eingestellt am 05. 10. 2010 16:25


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Paul
Häufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2000

Werke: 286
Kommentare: 62
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Klaus mit Ka

Klaus. Klaus geht raus. Klaus geht aus seiner Wohnung raus, zu dem Behufe sich Salz zu kaufen. Salz war alle, also raus der Klaus, zum Laden. Schnapp fällt die Wohnungstür ins Schloss und runter der Klaus, ganz wohlgesinnt, durchs Treppenhaus.
Unten, oh Schreck die Haustür verschlossen und kein Rauskommen für Klaus. Ei der Daus, denkt Klaus, wie kommt denn das? Potzblöngel und den Schlüssel in der Wohnung vergessen, na tolle Knolle!
Hinten zu und vorne zu und Klaus im Treppenhaus dazwischen. Setzt sicht auf ne Stufe und denkt nach.
Da öffnet sich ne Tür im Treppenhaus, im zwoten Stock, da kommt wer raus und Klaus sitzt da und glotzt. Die Wachtelmeyer mit eypsilon kommt raus, die Wachtelmeyer ists, die strotz vorbei und tut noch so als sehe sie ihn nicht. Da wundert sich Klaus, was hat die denn, die Wachtelmeyer mit eypsilon ist doch sonst nicht so, das ist nun aber seltsammysteriös. Klack die Haustür zu, die Wachtelmeyer raus und Klaus verdutzt, noch immer im Treppenhaus.
Hm, soll sie doch, ist wohl nicht ihr Tag, er sitzt da aber auch im Schatten, der Klaus im Treppenhaus, man sieht ihn kaum.
Sitzt und sinniert. Spielt ein bisschen mit den Bömmeln an seiner Kapuzenjacke. Guckt seine Fingernägel. Der Klaus. Aber auf Dauer ist das ja kein Zustand. Hier im Treppenhaus. Draußen die Sonne, das Salz, drinnen der Sessel, aber er, der Klaus, weder da noch dort, sondern einfach dazwischen, im Treppenhaus, im Schatten. Plöt!
Rumms, schon wieder die Haustür, zwei Racker stürmen rein und rauf und an ihm vorbei und auch die, weder links noch rechts noch ihn, als wär er Luft, ja leckmichdoch, was ist denn das, hier sitzt er doch, der Klaus im Treppenhaus und alle tun, als wäre nichts, nada, niente?
Klaus ist verwirrt. So geht das nicht, so geht das nicht weiter. Klaus steht auf und geht runter. Nein, unten ist ja zu. Also hoch. Klaus geht hoch, hoch wieder zu seiner Wohnung im vierten. Steht oben vor seiner Wohnung und kriegt fast nen Schlag.
Ja, Herrschaftszeiten, da steht nicht Klaus an seiner Klingel, so wie es sonst, da steht nicht Klaus, da steht jetzt Schmitt mit tt. Wie jetzt Schmitt mit tete, das ist doch seine Wohnung oder war oder was ist denn überhaupt jetzt los, wie kommt denn das, er ist doch eben erst raus aus seiner Wohnung, nur kurz wegen Salz und jetzt steht er im Treppenhaus und da steht Schmitt mit tt und nicht mehr Klaus wie eben noch oder sonst oder früher oder wann war das denn? Und wo?
Die Tür geht auf und Schmitt mit tete kommt raus, dreht sich kurz, schließt ab und runter mit tt und Klaus wird blass und blässer, weiß wie die Treppenhauswand.
Etwas war, etwas ist - was?
Und er? Der Klaus?
Klaus ist raus, raus aus der Geschichte.
Klaus ist weder drin noch draus, der Klaus ist im dazwischen irgendwo und das wahrscheinlich auch noch morgen, übermorgen und so fort.
Futschikato, der Klaus.
Im Äther des Treppenhauses verpufft.
Kann man nix machen. Is halt so.
Tja.
Sachen gibt’s.
Der nächste bitte.

Aus.
(ohne Klaus mit Ka)


Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zurück zu:  Kurzprosa Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!