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Leselupe.de > Gereimtes
Kleine Kätzchen
Eingestellt am 28. 06. 2009 12:41


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viktor
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

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Kleine Kätzchen

Ach, sind die süüß, die kleinen Kätzchen
so knuddelschmusig von Gestalt!
So putzig, diese Engelsfrätzchen,
gerade mal sechs Wochen alt!

Du willst sie streicheln, willst sie necken,
und kraulst sie sanft an Bauch und Ohr:
Du spürst die spitzen Zähnlein stecken -
zart perlt ein Tröpflein Blut hervor.

Und wenn sie dir vom Schoße fallen
am sommernackten Bein entlang,
dann ziehn sie fein mit ihren Krallen:
du spürst den Schmerz noch tagelang...

Auch mögen sie es, Kaffeetassen
ganz spielerisch vom Tisch zu ziehn.
Das macht dein trocknes Hemd zum nassen
und kühle Knie zu heißen Knien...

Ach, sind die süüß, die kleinen Kätzchen
so knuddelschmusig von Gestalt!
So putzig, diese Teufelsfrätzchen,
gerade mal sechs Wochen alt!

Version vom 28. 06. 2009 12:41
Version vom 28. 06. 2009 13:21
Version vom 29. 06. 2009 20:31

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 200
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Lieber Viktor,

ooooh, wie süüüüüß! Kann ich dich besuchen kommen? Von kleinen Kätzchen lasse ich mir liebend gerne alle Arten von Schmerzen zufügen . Hach, ich weiß noch, als wir auch mal kleine Kätzchen hatten.. ooooh...

Ähm, *hüstel* - zum Gedicht: Ich finde es wirklich gelungen - und nicht nur, weil ich eine Katzennärrin bin. Ich mag den sanft ironischen Tonfall - insbesondere Verse 15/16 sind köstlich.

Noch etwas besser fände ich es, wenn du die drei Punkte (gibt es eigentlich einen offiziellen Namen für "..."? *beiWikiguck* "Auslassungspunkte" - hmm, gefällt mir nicht) jeweils durch einen einzigen ersetzt, und in Strophe 2:

quote:
Du willst sie streicheln, willst sie necken,
und kraulst sie sanft an Bauch und Ohr:
Du spürst die spitzen Zähnlein stecken,
schon (zart?) perlt ein Tröpflein Blut hervor.
Das würde die Ironie noch etwas betonen.

Lg presque

@bluefin: Das ist einer der Faktoren, die den Reiz dieses Gedichts ausmachen: die übertriebene Verniedlichung. Das ist ein Pleonasmus.

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Lb. Franke,

ich halte üblicherweise auf Deine Ansicht große Stücke. Hier gefällt mir weder der Inhalt des Kommentars, was man noch mit dem üblichen "Über die Geschmäcker läßt sich nicht streiten" antun könnte. Ja, das "Gefallen" ist eine Bewertungskategorie, die die Lupe mit ihrer Wertungsumgebung durchaus fördert.

Nun aber zum Inhalt des Eintrags. Dieser ist eine niedermachende Plattitüde par excellence und gehört zu den schlechtesten Textarbeitseinträgen, die ich in letzter Zeit gelesen habe, weil nichts, aber auch gar nichts als herabwürdigende Allgemeinplätze in Richtung Autor und Leser herausgehauen werden.

In der Tat ist bei diesem Text wenigstens Nachstehendes zu würdigen:

(1) Der Autor beherrscht die Sprache souverän.
(2) Die Form des Gedichts steht außerhalb jeder Qualitätsdebatte.

Wie gesagt, man kann einen Text nicht gut finden, weil er nicht gefällt. Zur fairen Qualitätsbetrachtung gehört aber auch, ob der Kitsch wenigstens handwerklich gut gemacht ist. Und das ist er zweifelsohne.

Mit diesen beiden Feststellungen hebt sich der Text wohltuend von den im Durchschnitt sonst üblichen Einträgen ab. Und daher sind die Bewertungen in der Gesamtschau auch berechtigt. Das zur notwendigen und klaren Richtigstellung des ziemlich schlechten Senfs, den Du hier beizugeben Dich geruht hast.

Bester Gruß

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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viktor
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 117
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hallo bluefin,
"kleine kätzchen" ist hiesiger sprachgebrauch. nur "kätzchen" bedeutet hier das, was du als wohl als "katze" kennst.
"er hat ein kätzchen" bedeutet hier halt: "er hat eine katze"...
du kannst aber gerne noch einen dritten, ähnlich lautenden kommentar dazu ablassen.
hallo walter,
deinen ersten kommentar habe ich nicht recht verstanden...
ich finde den text garnicht so putzig, auch wenn ich bewusst eine "putzige" form gewählt habe.
klar, auch ich bin auf das "kindchenschema" hereingefallen- dabei sind die süßen kleinen absolut brutal auch im umgang miteinander...
freut mich, liebe p.r.,
dass dir mein text spaß gemacht hat (er hat übrigens eine sprachliche macke, die z. glück noch niemandem aufgefallen ist!)
hallo franke,
dein kommentar ist einfach nur gehässig und herabwürdigend - wenn du probleme mit dir hast, dann lass sie bitte nicht an mir ab. für sowas bin ich mir zu schade und werde das forum wohl verlassen.
liebe grüße
viktor

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

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Hmm, interessant. Bis auf 1, 3 und 10 kommen alle Noten einmal vor!

So richtig gut kann man das Gedicht wahrscheinlich nur finden, wenn man selbst Katzen hat. Denn dann kennt man genau diese Situationen, in denen die Katze als wahrer Herr im Haus mal wieder was angestellt hat, und eigentlich könnte man sie würgen, aber dann schaut sie einen an und man schmilzt wieder dahin. Katzen haben einfach eine wundersame Macht über (einige) Menschen. Und auch wenn es sicherlich kein sehr origineller Trick ist, Katzenmacken in einem sachlichen Ton zu beschreiben, können "Katzenmenschen" darüber unendlich oft schmunzeln, glaub ich.

Insofern kann ich verstehen, wenn jemand das Gedicht nicht so gut findet wie ich, aber die sehr negativen Kommentare kann ich nicht nachvollziehen. Wie kann man behaupten, dieses Gedicht sei nicht ironisch oder es sei mit einem Todernst geschrieben worden? Wie kann man sagen, es sei nichtssagend? Es soll sicherlich kein philosophisches Kunstwerk sein, sondern einfach auf humorvolle Weise einige Alltagssituationen der Mensch-Katze-Beziehung beschreiben, die oft eben eine Hassliebe ist. Da gibt es in der Lupe so viele viel, viiiiel nichtssagendere Werke.

Und nein, ich finde es NICHT lächerlich, ein Gedicht, das einem gefällt, gegen unqualifizierte Kommentare zu verteidigen.

kopfschüttelnd,
presque

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viktor
Routinierter Autor
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danke maren, stern und insbesondere p.r.,
ich bin gar kein so extremer katzenfan, aber natürlich auch empfänglich für das kindchenschema, dass die natur sicherlich nicht ohne inszeniert - in einem ähnlichen zusammenhang spricht schopenhauer vom "knalleffekt der natur"...
ich seh den text sogar als naturphilosophischen, der sich mit dem widerspruch zwischen putzigen "engelchen" und wehrhaften "teufelchen" befasst (hier sind franke und bluefin als leser wohl deutlich überfordert, umso peinlicher ihre haltung "von ganz oben herab"...).
da man in der ll keine bilder verlinken kann - hier sind meine kätzchen zu sehen:
Hier klicken
liebe grüße
viktor

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