Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92250
Momentan online:
200 Gäste und 13 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Kleine Ziege Dreibeinchen
Eingestellt am 26. 04. 2010 20:11


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
HelenaSofie
???
Registriert: Apr 2010

Werke: 27
Kommentare: 258
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um HelenaSofie eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Kleine Ziege Dreibeinchen

Im Wildgehege am Stadtrand lebten viele Ziegen. Die kleine Ziege Dreibeinchen gehörte auch dazu. Ihnen ging es gut. Sie hatten genug zu essen und viel Platz zum Spielen, Toben und Ausruhen.
An einem warmen Sommertag hĂŒpfte die kleine Ziege Dreibeinchen gerade am Zaun entlang, als ihr der schwarze Ziegenbock zurief: " Wie siehst du denn aus! Hat bei dir die Farbe nicht gereicht?" Laut lachend sprang der Ziegenbock davon.

Mit gesenktem Kopf schlich die kleine Ziege zum Rand der Wiese und setzte sich ins Gras. Die Freude ĂŒber den schönen Sommertag, ĂŒber die warmen Sonnenstrahlen, die ihre Nase kitzelten, war weg. Sie hatte das GefĂŒhl, einen großen schweren Stein im Bauch zu haben.
Traurig schaute sie auf ihre Beinchen. "Ziegenbock hat ja Recht", dachte sie. Drei ihrer kleinen Beine waren hellbraun. Nur das vierte Beinchen war dunkelbraun wie das ĂŒbrige Fell. Bisher hatte sie das nicht gestört und die anderen Ziegen störte das auch nicht. Sie spielten mit ihr und hatten nie etwas zu ihren Beinchen gesagt.

Aber jetzt war alles anders. Ziege Dreibeinchen schĂ€mte sich auf einmal fĂŒr ihr Aussehen. Sie versteckte ihr dunkles Beinchen unter ihrem Bauch und blickte unendlich traurig zu den anderen Ziegen hinĂŒber. "Sie sind alle viel schöner als ich", dachte sie.
Bis zum Abend blieb Ziege Dreibeinchen im Gras sitzen. Am liebsten wÀre sie gar nicht mehr aufgestanden.

Am nÀchsten Tag ging es ihr noch schlechter. Sie schlich erst zum Futtertrog, nachdem die anderen Ziegen schon satt waren. Auf den Turm mit den vielen dicken Steinen, den sie so liebte, kletterte sie nicht mehr. In der Höhe hÀtte man ihre Beinchen genau sehen können. Sie versuchte, sich immer so an den Zaun zu stellen, dass ihr dunkles Bein verdeckt war.

Ein paar Tage spĂ€ter legte sie sich weit weg von den anderen Ziegen ins Gras und ließ den ganzen Tag die warme Sonne auf ihr dunkles Beinchen scheinen. "Vielleicht wird es davon ein bisschen heller", hoffte sie. Am Abend brannte ihr Fell von der vielen Sonne, die Beine taten weh vom langen Liegen, sie hatte Durst und Bauchweh vor Hunger. Das vierte Beinchen war aber noch genau so dunkel wie vorher.

Traurig trottete sie zum Futtertrog, um sich ein paar Reste zu suchen. Sie musste genau hinsehen, um noch etwas zu finden. Daher achtete Dreibeinchen auch nicht auf das kleine MÀdchen, das mit seiner Mutter am Zaun stand. "Mama, die möchte ich als Patenziege", sagte das Kind. Es hatte zum Geburtstag eine Ziegenpatenschaft geschenkt bekommen. Nun war es hier, um sich eine Patenziege auszusuchen. "Warum ausgerechnet diese kleine Ziege? Es gibt noch so viele andere im Gehege. Wir sollten uns weiter umsehen", meinte die Mutter. "Bitte, Mama, ich möchte diese kleine Ziege! Sie gefÀllt mir."

Ziege Dreibeinchen glaubte nicht richtig gehört zu haben. UnglĂ€ubig schaute sie um sich. Aber keine andere Ziege war in der NĂ€he. Sie war damit gemeint. "Mama, ich werde die kleine Ziege immer gleich an ihren drei hellen Beinchen erkennen und brauch nicht lange nach ihr zu suchen, wenn ich sie besuche." "Eigentlich hast du Recht, manche Ziegen sehen fast gleich aus", meinte die Mutter, als sie das Wildgehege verließen.
Ziege Dreibeinchen stand noch immer da und dachte: "Ausgerechnet mich will das Kind als Patenziege haben!"
Der schwere Stein in ihrem kleinen Bauch war auf einmal weg und ein Sonnenstrahl kitzelte ihre Nase, so dass sie niesen musste.

Nach ein paar Tagen, die der kleinen Ziege wie eine Ewigkeit vorkamen, erhielt sie ein rotes Halsband. Jeder konnte nun sehen: Dreibeinchen hat einen Tierpaten. Ganz leicht wurde ihr ums Herz. Vor Freude rannte sie auf der Wiese hin und her und kletterte dann auf den obersten Stein des Turmes. Alle konnten sie sehen. Sie lachte der Sonne entgegen und dachte: "Mir geht es gut!"


Geschichte zum Vorlesen fĂŒr Kinder ab 4 Jahren

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


12 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!